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der Schule.

(Deutsche Pr.)

Dculfcfjfaiib.

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Äruerika.

Da den neuesten Kabel-Telegrammen zufolge ein allgemeiner Aufstand der

Die indianische Bevölkerung die von Alaska nicht

zugsweise abhängen, ob das ganze Gesetz ein neues frisches ßefccu schaffen oder, wie schon jo manch andere hoffnungsvolle Blüthe des politischen und socialen Lebens, ein todter Buchstabe bleiben wird.

Nach den mitgetheilten Bestimmungen über das Verhältniß der Kirche zur Schule, zu denen noch kommt, daß Angehörige geistlicher Orden von jeder Thätigkeit in der Schule ausgeschlossen sind, und daß es dem Ministerium des Innern zusteht, allerdings nach vorausgegangenem Benehmen mit den kirchlichen Behörden, den Lehrplan für den Religionsunterricht festzusetzen und die dabei zu gebrauchenden Lehrbücher zu bestimmen, wird mau es mir natürlich finden, daß sich unter den Vertretern des strengen Kirchenthums uuf katholischer und protestantischer Seite nur wenig Sympathie für das neue Schulgesetz findet. Die Herren begreifen sehr wohl, daß mit jeiner Einführung ein guter Theil ihres jetzigen, für unser Land schon so unheilvollen Einflusses schwinden wird. Wünschenswerth wäre es gewiß gewesen, wenn man bei dieser Gelegenheit auch noch einen andern Einfluß zu beseitigen gesucht hätte, der sich seither auch aus deni Gebiete der Schule vielfach zu deren Schaden geltend gemacht hat und allem Anschein nach noch länger conservirt bleiben wird, wir meinen den der Standesherren.^ Die Aufhebung des diesen, früher reichsunmittelbareu, Herren zustehenden Präsentationsrechts würde gewiß nicht blos den Wünschen des Leh- rerstandes, sondern des ganzen Landes entsprechen. Da aber die erste Kammer, in der sie als erbliche Mitglieder sitzen, über die Einführung des Gesetzes mit zu entscheiden Hai und die Herren jedem Vorgehen gegen ihre vermeintlichen Rechte den entschiedensten Wioerstand entgegcnzusetzen pflegen, so ist es wohl nicht als rathsam erschienen, durch Aufnahme eines auf Aufhebung des Prä- ' sentationsrechtes gerichteten Artikels schon von vornherein die Annahme des ' ganzen Entwurfs in Frage zu stellen. \

ob dieselben bei ihrer Ausführung sich als praktisch und zur Förderung der Schule gereichend bewähren werden. Auch die Errichtung von Präparanden-

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5 Mai. In der heutigen Sitzung der Deputirtenkammer machte Lanza Die Mittheilung, daß das Cabinet im Amte verbleibe, nachdem der König dessen Demisfionsgesuch nicht angenommen habe. Der Minister zeigte sodann die Zurückziehung des Gesetzentwurfs über den Tarenter Arsenalbau, sowie die Vorlage eines mit dem Budget im Einklänge stehenden neuen Gesetzentwurfs an

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esraickreich.

Paris, 2. Mai. Die Mpublique Franyaise Gambetta's kommt dem Bien Public, dem Regierungs-Organe, zu Hülfe gegen die Angstschwindler, die auf bie Börse und auf den Credit Frankreichs im Auslande durch lügnerische Gerüchte, Telegramme, Correspondenzen u. s. w. zu drücken suchen Roch einige Tage," äußert Gambetta's Blatt,und die Anstifter der Panik werden mit ihren niederträchtigen Erfindungen nur bei jenen Maulaffen Glauben finden, die man früherpetits-creves nannte und die man jetzt mit dem holden Namengommeux bezeichnete und etwa auch noch bei den Damen der hohen Prostitution, welche sich natürlich nach den Fleischtöpfen des Kaiserreichs zanuk- sehnen."

Paris, 4. Mai. Herr Thiers ist augenblicklich wieder ein recht ge­plagter Mann. Ein großer Theil der Rechten hatte in den letzten Tagen Unter­redungen mit Thiers, um denselben zu bewegen,^ sich an die Spitze der Rechten zum Feldzuge gegen den Radicalismus zu stellen. Thiers gab ausweichende Antworten. Geradezu weigerte er sich jedoch, gegen die ultrarepublikanische Presse Maaßregeln zu ergreifen, welche mehrere Rovalisten, darunter auch der Präsident Buffet, von ihm verlangten. Herr Börenger, Abgeordneter der Drome, wird gleich nach Wiedereröffnung der Session den Antrag stellen, daß man, noch ehe die Ernennung der Commission für die Regierungsvorlagen vorgenom- men wird, die Republik definitiv proclamirt. Di.ser bedeutsame Antrag wird von dem ganzen rechten Flügel des linken Centrums, also auch von den Herren Casimir Perier, Alfred Andre, Delour und Max Richard unterzeichnet sein. Die Brutalitäten der Franzosen gegen die Deutschen in den Französischen Departements liegenden Soldaten dauern fort. So hat sich, wie die Ostfrie­sische Ztg hört, am Sonnabend, 12. v. M. in St. Nicolas, dem Garni ons- orte des 2. Bataillons des Ostfriesischen Infanterieregiments, wieder ein trau­riger Fall ereignet. Ein Einjährig-Freiwilliger, Namens Beewen, ist von vcr- 'ch reden en Franzosen derartig mißhandelt, daß sein Transport zum Lazareth z'.ir ^Zeit unmöglich ist. Da die Thäter noch nicht namhaft gemacht sind, so ist St. Nicolas mit einer Contribution von 40,000 Francs belegt.

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Anstalten wird in diesen Kreisen nicht allseitig gerne gesehen, obgleich die Ne­gierung, abgesehen von einer in den nächsten Jahren schon nothwendig werden­den weiteren Gehaltsaufbesserung, wohl kaum ein wirksameres Mittel zur Ab­hülfe des bereits einreißenden Lehrermangels zu Gebote stehen dürfte. Wie wir hören, sollen sich auffallender Weise sogar gegen die Anstellung von Lehre­rinnen, welche der Entwurf vorsieht, Stimmen erheben, während man doch sonst in Lehrerkreisen gegen die Verwendung weiblicher Kräfte an den unteren und mittleren Klaffen von Mädchenschulen keinen Einwand erhoben hat.

Daß man von Seiten der Lehrer auch mit der Bestimmung nicht einver­standen ist, nach welcher der Lehrer nicht Vorsitzender des Schulvorstandes sein kann, finden wir natürlich, halten dies jedoch vielmehr für eine Frage der Etiquetre, da sich die Stimme des Technikers wohl in allen Fällen in dieser Körperschaft die gebührende Berücksichtigung zu sichern wissen wird. Als einen entschiedenen Fortschritt dagegen müssen wir es bezeichnen, daß der Entwirr auch über die Entfernung eines Lehrers von seinem Dienste Vorschriften ent hält, welche den Betheiligten eine seither vermißte gesetzliche Sicherstellung ge­währen. Ebenso dankbar wird man die Befreiung des Lehrers von den niede­ren Kirchendiensten aufnehmen, dieser unversiegbaren Quelle von Aerger und Verdrießlichkeiten und der wirksamsten Handhabe für die Geltendmachung geist­licher Herrschaftsgelüste. Die wesentlichste und fclgenreichste Neuerung, der Angelpunkt der ganzen Neugestaltung des hessischen Schulwesens ist indessen die in Aussicht genommene Anstellung von weltlichen Kreisschulinspectoren anstatt der geistlichen, denen dies Amt seither als Nebenstelle übertragen war. Damit ist nicht nur der seit langer Zeit am lautesten und nachhaltigsten erhobenen Forderung des gesammten Lehrerstandes, Beaufsichtigung der Schule durch Sachverständige, entschiedenes Entgegenkommen bewiesen, es ist auch dem streb­samen Lehrer die Möglichkeit des Vorrückens in eine höhere geachtete Stellung eröffnet, da die Kreisschul-Jnspectoren aus der Reihe theoretisch und praktisch gebildeter Schulmänner entnommen und definitiv angeftellte Staatsbeamte wer­den sollen, und es ist endlich durch die Kreisschul-Jnspectoren der Schule und ihren Lehrern die naturgemäße Vertretung in der Kreisschulcommission gesichert, aus welcher der seither allein berechtigte geistliche Einfluß vollständig auszu­scheiden hat. Wir zweifeln nicht, daß sich unter den Gliedern des hessischen Lehrerstandes die genügende Anzahl für diese ehrenvolle Stellung geeigneter Männer finden werde. Möchte es nur der Negierung, bei welcher wir die besten Absichten voraussetzen zu dürfen glauben, gelingen für diese, sowie für die gleichfalls neu geschaffenen Oberlehrerstellen die rechte Auswahl zu treffen! Von der Persönlichkeit dieser Männer, von ihrem entschiedenen und nur möch­ten sagen begeisterten, Eintreten für die Interessen der Schule wird es vor-

Zeichne" -sowi-, wo es die Verhältnisse irgend gestatten", Turnen und weib- derer fordern, die weder das Gute und »och viel weniger das Bessere sondern liche Handarberten unter dre obligatorischen Lehrgegenstande au genommen wor- einfach den Rückschritt wollen: Stillstand N Rücktritt auck, nnfK den sind, daß in jeder Gemeinde,sofern es die örtlichem Verhältnisse irgend der Schule. 1 JU,cWritt au$ auf dem Gebrete

gestatten", Fortbildungsschulen errichtet werden sollen und die Errichtung von erweiterten Volksschulen, d. h. solchen,die den Zweck haben, weiter gehende Bildurrgsbedürsnisse zu befriedigen", ermöglicht ist, so können wir in' jedem dieser Punkle eine» Fortschritt gegen de» seitherigen Zustand begrüßen. Auch Darmstadt, 3. Mai. Die Reaieruna beabsscktiat iob.ssd hi,

Art. 82 wenigstens die Möglichkeit der Abschaffung des seither gesetzlich ßischcn Kirchengesetze definitiv festgestellt sind, ähnliche ü Wes ntlicheii übe« ».' vorgeschrrebenen Schulgeldes gewahrt, wrrd man nur brllrgen können, auch stimmende Kirchengeselle den Ständen vorzulegen uoerern-

wenn mau sich recht wohl bewußt ist, daß die Ansichten über diesen Punkt nochj Darmstadt, 4. Mai. Auf Einladung >hrer Majestät der Kail«,» lange nicht geklart genug sind. Daß den Gemeinden ein wesiittsiches Mitwir-.cho» Rußland sind Seine Großhcr-ogliche Roheit der $ri»! 9irPr»nh.r kungsrecht bei der Besetzung der Schulstellen eingeräumt ivurde, entspricht aller-nach Sorrento abgereist. * 9 r 4>r,n3 Alexander heute

dings der in den gleichzeitig vorgelegten Verwaltungs-Gesetzen vorgeschlagenen A ~ *

Wir haben in Vorstehendem die wesentlichsten Punkte des Entwurfs be­sprochen. Lrie sind meist übereinstimmend mit den Bestimmungen anderer neuerer Schulgesetze, namentlich des sächsischen, badischen u. a. Manches darin ist der V--b-ss-rui>g fähig das kam, nicht abg-leuguet werde». Allei» »ach dem, was ........jll|w.8C eulmtuier A»m-nv oer

übet bic Verhandlungen des Anschusses verlautet, soll die Regierung ,ii dieser-Indianer befürchtet wird, dürfte es von Jntereffe sein. etwas Näheres über Stimmt/»^egenkommend sein; wir dürfe» also, da, wie bekannt, die^ihre Stärke zu hören. Die indianische Bevölkerung die von Alaska nicht beaen bnfi rin» g;"'""'" uberhanpteei Regierung günstig ist, die Hoffnung mitgerechnet wird von der Regierung der Vereinigten Staate» auf 300,000 möglich sein werde. Seele» abgeschätzt. Von diesen leben etwa 150,000 friedlich auf den ihnen

wird »naesstt,?» müs?^h^ i°kilergehende Ettvartungeii gehegt; aber Jeder angewiesenen abzegrenzteii Gebiete» (reservationsj, während 95,000 ungefähr muffen, daß der Entwurf »» Ganzen geeignet ist, als Grund- über die Ebenen schweifen, aber friedlich sich verhalten und sogar oft ru den Möchte biefVlbV'11iäCi>urdi''üt!C°Or jii dienen. Regierungs-Agenten für indianische Angelegenheiten kommen; 55®000 Indianer

bi inbem He Ain hV T9 7 M M °°er Regierungscontrole, und ft? sind es (also der

die, indem sie um des Bessern willen das Gute verwerfen, nur d,e Absichten sechst- Theil der ganzen Race etwa), welche der Regierung und den weißen

Ausdehn,i»g des Rechtes der Selbstv-rwaltnng; rn Lehrerkrelj en finden aber d,e Sitzung die Nichtigkeitsbeschwerde der wegen Ermordung ihres Ksi d s i, Gi- einschlägigen Bestimmungen nicht besonderen Anklaug und auch wir zweifeln, ß-n zum Tod- verurtheilten Margaretha Meusel von Burkhardsfelde Ä» ob dreselben ber ihrer Arisfuhruna Nck als vraktrsck und uir ^orbennm brr einer morgen stattfindenden nicht öffentlichen Sitzung wird darüber beratben ob die Verbrecherin der landesherrlichen Gnade zu empfehlen sei. 9 ' , 3. Mai. Heute Vormittag 11 Uhr traf Seine Königliche Hoheit der Großherzog zu einem dreiwöchigen Aufenthalt hier ein.

Berlin, 5. Mai. Man hört Näheres über die gestrige Bundesraths- fltznng wegen der Münzreform. Nach Aeußerungen der Regierungen soll das silberne Fünfmarkstück bleiben, das Zweimarkstück fallen; das Weqlaffen der ^urstenbildmsse auf dem Einmarkstück stieß auf Widerspruch, wurde jedoch für geringere Stücke fast allseitig zugestanden; wegen der Banknoten-Einziehuna empfehlen vcrschledenc Regierungen die Verlängerung des Einziehungstermins auf ein Jahr, also bis Anfang 1876, und wegen der Staatspapier-Einüehuna liegen verschiedene Vorschläge vor, wovon einer dem Reiche die Emission von eurem Thlr. pro Kopf zuweisen, den Rest von etwas über 20 Millionen einzie- l)en will. Weitere Verhalidlungen sind Vorbehalten (K. Z.)

Berlin, 5. Mai. Die galizischen Bischöfe, an ihrer Spitze der Lem­berger Erzbischof, haben, dem Vernehmen nach, an den Erzbischof von Gnesen Grafen Ledochowski, ein Schreiben gerichtet, in welchem sie ihm, als dem hervorragendsten Vertreter des polnischen Episkopats, wegen seines Eifers bei Vertheidigung der kirchlichen Rechte ihre größte Hochachtung und völlige Ueber- einstimmung bezeugen.

, Leipzig, 5. Mai. Die Delegirtenversammlung deutscher Buchdrucker- Pnncipale und Gehülfen hat einen von ihr vereinbarten Normaltarif einstim­mig angenommen. Von dem Vorstande des Buchdrucker-Principalvereins hängt es nunmehr ab, ob er den Tarif publiciren oder die Entscheidung der am 10 Mai stattfindenden Generalversammlung überlassen will. Im letzteren Fall bat der Gehülfenverband sich die Urabstimmung seiner Mitglieder Vorbehalten. Die Delegirtenversammlung beschloß ferner, die vorläufig dreijährige Geltung des Tarifs, sowie die Einsetzung eines Einigungsamtes vorzuschlagen, welches' über Differenzen entscheiden soll.