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Mnzeige- und ZOntsölaii für den Kreis Hiessen
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Freiing den 6. Juni
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der Bischöfe in einzelnen Fällen erkennen lasse, daß sie auf die ihnen ermöglichte Wahrung des kirchlichen Interesses thatsächlich verzichten. Die Staats- regiernng wisse sehr wohl, daß sie, anch wenn der Kampf Seitens der Kirche auf die Spitze getrieben werde, die Bischöfe und Priester höchstens an der Ausübung ihrer Functionen hindern, nicht aber irgend ein kirchliches Amt besetzen könne. Wollten die Bischöfe den in anderen Staaten vom Papst selbst anerkannten Forderungen der neuen Gesetze sich thatsächlich widersetzen und dadurch die Uebung deS Kirchendienstes zum Stillstände bringen, würden die Bischöfe und nicht die Staatsregiernng sich auch auf eine Antwort vorbereiten müsfen, wenn die Katholiken vergeblich nach den Gnadengaben ihrer Kirche
nach Berlm fE. roßberzoglichen Ministeriums des Innern sind an die handeln, sondern nur um ruhiges und entschredettes Handeln, um dte allsett g -weite Kammer ÄenSt »orten wegen Bewilligung eines «eitere» feste und durchgreifende Ausführung nud Handhabung der neuen Gesetze- Die zweite Kammer ^oMgen gemaey g Professoren der Landesuuiver- Vorbereitungen dazu seien unm.ttelbar nach dem Erlast der Gesetze m allen Be-
Ent«, rf des S aatÄudqtts für 1872/73 vorgesehenen Dispositions- ziehungen getroffen. Bei den getroffenen Anordnungen se, ansdrnck .ch Vorsorge E 3200 st wegen Verwilligung der Summe von 30,000 ff. zum'getroffen, daß auch betreffs deri°>ugen Best.mmungen derer, Aussuhrung den 3200 ff., wegen -Oern 8 « bcu Kreisrath zu Lau- königlichen Behörden allein zustehe, ,m Interesse der Küche soweit als möglich
Worms reiv. wegen Bewil-ieine vertranlichc Verständigung mit de» Kirchenbehordeu statlstnde. Von dieser roalichcn Ministeriums der! Rücksichtnahme werde die Staatsregiernng erst abgkhen, «en» das Verhalten
verlangten.
Berlin, 4. Juni. Uefcer den Eindruck, welchen die Collectivausgabe der preußischen Bischöfe in Berlin gemacht hat, spricht sich der officiöse Ber-
Darmstadt, 4. Juni. Ueber das Regierungs-Jubiläum des Großherzogs verlautet noch nichts von eineni richtigen Programm. Bis setzt ist nur bekannt, daß die Feier, welcker die Kaiser von Deutschland und Rußland und andere fürstliche Personen beiwohnen werden, zu mannichfachen Hoffestlichkelten Veranlassung geben wird, unter Anderem wird eine glänzende Vorstellung von Weber's „Euryanthe" vor nur geladenen Gästen, bei welcher Fran Mallinger und die Herren Betz und Lederer die Hauptpartien singen werden, stattfinden. — UcbeZ die den Theaterbau betreffende Vorlage, welche bei Gelegenheit des aus Anlaß des Regierungs-Jubiläums stattfindenden Zusammentretens der Stände vorgelegt werden sollte, verlautet noch nichts; was die Höhe der Geldanforderung'betrifft, glauben wir jedoch nicht fehl zu greifen, wenn wir versichern, daß die Ausführung des modificirten Semper'schen Planes, neben den bereits vorhandenen Mitteln, noch eine von den Ständen zu bewilligende Geldsumme von 550,000- 600,000 ©ulben erfordern wird. — Eine andere gewichtige Geldforderung, welche gleichfalls im Laufe dieser Session an die Stände gelangen wird, betrifft den Neubau eines Polytechnikums. Wie wir hören, dürften sich die Kosten desselben auf 600,000 st. belaufen; die Stadt Darmstadt ist erbötig, 175,000 st. hierzu beizutragen.
Berlin, 3. Juni. Der Kaiser hat durch den preußischen Gesandten in München dem dortigen Comitü für das Liebig - Denkmal den Betrag von 1000 fl. übersendet. — Auch die „A. A. Ztg." meldet von der scharfen Aufmerksamkeit, die die hiesigen Regierungskreise den Vorgängen in Frankreich widmen und dem geringen Zutrauen, das sie in die friedlichen Versicherungen des neuen Präsidenten setzen, sowie von Vorbereitungen für mögliche
Eventualitäten. „
Berlin, 4. Juni. Die „Prov-Corresp." schreibt m einem längeren Artikel, überschrieben: „Die Bischöfe und Kirchengesetze" : Die Bischöfe könnten eine Erwiderung auf ihre Verwahrung und Auflehnung Seitens der Staatsregierung nicht erwarten. 9iid)t um weitere Erörterungen könne es jetzt sich
fonds von l , Ban eines neuen Amtslocals und einer terbach und wegen Erbauung eines Haftlocals in l ligung weiterer Mittel hierzu. Seitens ^vstherzvgl.che» AOmster.ums Finanzen ist eine Vorlage ergangen wegen Errichtung einer 14,000 fl. kos enden Güterstation in Arheilgen, sowie wegen Verwilligung
394,000 fl. für jedes Jahr der Finanzperiode zur laufenden Unterhaltung der Staats- und Provinzialstraßen (anstatt der in;i »ubfletentour
334,000 fl.) Letztere Vorlage wird nut dem überaus verderblichen Euifluß, welchen di- Witternngsverhäl,»isse des verflossenen Winters aus den Zustand der Straßen geübt haben, mvtickirt. Die nachtherlrge Wirkung der unausgesetzt anhaltenden Feuchtigkeit wurde wesentlich noch vermehrt durch die von der milden Witterung begünstigte, ungewöhnlich starke Frequei^, und dies >n 1° hohem Grade, daß manche Straßenstrecken nahe daran waren, gänzlich 8» Grunde gerichtet zu «erden. Die UuterhaltiiNgskosteu w«d°n zwar von den Kreisämtern ans 454,770 fl. im Jahre berechnet, das Großh. Ministerium ermäßigt jedoch mit Rücksicht auf die vermchrteii Ansprüche, welche in den mel-
38,066 fl. 56 kr. zur Verfügung steht. Von den Ausgaben erscheint in erster ’ Linie das landwirthschaftl. Unterrichtswesen, für welches 12,030 fl. oder 31,6 pCt der gesammten Mittel in Aussicht genommen sind. Der Verein i von Starkenburg verwendet zu diesem Zweck 2780 fl., der von Obeihessen ‘ 5250 fl., der von Rbeinhessen 4000 fl. Die Ackerbauschulen zu Michelstadt, ' Darmstadt, Friedberg und Alsfeld sind mit 5730 fl. dotirt, für den Unterrichts- ' cursus für Volksschullehrer sind 1850 fl., für Wanderlehrer und zur Abhaltung : landw. Vorträge 1300 fl., für Fortbildungsschulen in Rheinhessen 1200 fl., । für den Unterricht für Baumwärter 700 fl., für solchen für Hufschmiede 500 fl. x. : vorgesehen. — Zur Förderung der Bodencnltur sollen 5450 fl. oder 14,3 pCt. : der Ausgaben verwendet werden und zwar treffen hiervon auf Wiesenbau 2400 fl., i Beiträge zur landw. Versuchs- und Aiiskunftsstation 1100 fl., Förderung des । Weinbaues (Rheinheffen) 1000 fl., Einführung landw. Maschinen und Geräthe ■ (Rh.) 700 fl. x. Die Kosten der landwirthschaftlichen Zeitschrift absorbireu 1 ebenfalls 5450 fl. oder 14,3 pCt der Verwendungen; je nach Verhältniß der ■ Mitgliederzahl participiren hieran Starkenburg mit 2310 fl., Oberhefsen mit ‘ 1700 fl. und Rheinheffen mit 1400 fl. Die an die landw. Bezirksvereine ^zu- 1 rückfließenden Antheile an den Jahresbeiträgen der Mitglieder betragen 2557 fl oder 6,7 pCt. Es entfallen hiervon auf Starkenburg 1486 fl., auf Oberhefsen : 1071 fl.; Rheinheffen besitzt bekanntlich solche Vereine nicht. Für Verwaltungskosten sind 2074 fl. oder 5,4 pCt. vorgesehen; dieselben stellen sich in Starkenburg auf 740 fl., Oberhefsen 640 fl., Rheinhessen 694 fl. Die Viehzucht ist mit 2000 fl. oder 5,3 pCt. bedacht und zwar sollen für die Präminung von Rindvieh 1600 fl., für Einführung englischer Schweine (Rheinhessen) 300 fl., für Bienenzucht ICO fl. ausgegebeu werden. Zur Vertretung der landwirthschaftlichen Vereine nach Außen, d. h. zur Beschickung des landwirthschaftlichen Congresses und des deutschen Lgndwirthschaftsraths, sowie der Wiener Ausstellung werden 1080 fl. 2,9 pCt. der Ausgabe für nöthig erachtet; Starkenburg hat'diesem Gegenstand 380 fl., die beiden aut em Vereine je 350 fl. gewidmet. Unter den Ausgaben figuriren weiter 7425 fl. 56 kr. oder 19 5 pCt., wovon der Verein für Starkenburg 525 fl. 30 kr. zur Deckung von Passiven und 10 fl. als Betriebsfonds, Oberhefsen aber 2049 fl. 26 kr. und Rheinheffen 4841 fl. als Reservefonds und an ausgeliehenen Capitalien in Ansatz gebracht hat. — Die Mittel zu diesen Verwendungen schöpfen die Vereine aus den Beiträgen ihrer Mitglieder mit 10,490 fl., den Beiträgen der Großh. Hauptstaatskaffe mit 14,400 fl., den Zuwendungen der AachemMünchener Feuerversicherungs-Gesellschaft mit 2710 fl., aus Ueberschüfsen vorderer Jahre mit 10,140 fl. 26 kr. (Oberhefsen 3540 fl. 26 kr., Rheinhessen 6600 fl.), fomie aus verschiedenen Einnahmen mit 326 fl. 30 kr. Hierbei sei noch bemerkt, daß der Finanzausschuß der 2. Kammer der Stände beantragt die in das Staats Budget pro 1873/75 zur Verbesserung der Landwirthschaft aufgenommenen 19,970 fl. (Centralstelle 5570 fl., Vereine von Starkenburg 4600 fl., Oberhefsen 5800 fl., Rheinhessen 4000 fl.) zu bewilligen.
Darmstadt, 2. Juni. Am Samstag den 31. d. M> kam I. Kais, und König!. Hol), die Kronprinzessin des Deutschen Reichs und von Preußen auf die Nachricht von dem schrecklichen Unglücksfall, welcher II. Gr. K. HH. Prinz und Prinzessin Ludwig getroffen, Ihre Reise nach Berlin unterbrechend Nachmittags um 4 Uhr 35 Minuten hier an. um Ihre Schwester Prinzessin Ludwig K. H- zu sehen, und setzte am folgenden Tage in der Frühe die Reise nach Berlin fort.
> sten Zweigen der Verwaltung entweder bereits an die Staatskasse herangetre- Deui|d)(ano. jten sind oder demnächst noch herantreten werden, sowie in Betracht, daß nicht
Darmstadt. Aus einer Zusammenstellung der für das Jahr 1873 alle Straßen eine gleiche Bedeutung für den Verkehr besitzen, daher eine ciiige- _____‘ ; 2 ' ' i der landwirthschaftlichen Provinzialvereine des meffenc Beschränkung des Unterhaltungsauswandes, unbeschadet der öffentlichen Großlxrrogthums geht hervor, daß denselben die beträchtliche Summe von Interessen, zulaffen, diesen Aufwand auf einen geringeren, dem äußersten -Lx- ------ - _ - — -- - '• ~ ‘ «w « -* i- -n... entsprechenden Betrag.
Darmstadt, 3. Juni. Unser Reichstags-Abgeordneter K. I- Hofmann ist Berichterstatter der achten Commission des Reichstages über die von den Abgeordneten Völk und Hinschius vorgelegten Gesetzentwürfe, betreffend die Form der bürgerlichen Eheschließung und die Beurkundung des bürgerlichen Standes. Die achte Commission, welcher die Gesetzentwürfe vom 23. April refp. 6. Mai d. I. überwiesen wurden, hat ihre Aufgabe in 16 Sitzungen zu erfüllen gesucht. Der von Hofmann erstattete ausführliche Bericht, datirt vom 30. Mai d. I. Die Commission hat sich bekanntlich für die Gesetzentwürfe mit einigen Abänderungen ausgesprochen und damit auch für die Einsetzung der obligatorischen Civilebe in ganz Deutschland. Der Bericht bespricht namentlich auch die Bedenken, welche gegen die Competenz des Reichstags geltend gemacht werden könnten und sindet sie unsiichhaltig; er zeigt die Buntscheckigkeit der Ge- sktzgebilngen der einzelnen Staaten über obligatorische, fakultative Nothcwilehe und legt die Ansicht der Commission über die Notwendigkeit der Einführung der obligatorischen Civilehe dar. Der Bericht theilt sodann die Ansichten der Commission zu den einzelnen Paragraphen der Gesetzentwürfe, deren Vereinigung in ein Gesetz von der Commission beliebt und so dem Reichstag zur Beschlußfassung unterbreitet wurde. Den Berathungeu der Commission wohnte Geh. Negierungsrath Dr. v. Möller als Commissär des Neichskanzleramts bei. (Main-Ztg.)
fcrti-3 vierteljährig 1 fl. 12 kr mit Brtngerlohn. Durch die Kost bezogen vierteljährig i fl. 29 kr.
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Erscheint täglich, mti Txfc- nähme SonntagS.
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