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des

14.

Defteireicfj.

fl (f n c m c i n e r Anzeiger

Nachmittags 4 Uhr,

Wochenblatts", stätsbeleidigung

Wrsteigerungen.

Bekanntmachun g.

Wien, ditloose fielen

Den 2. April. März-

Besondere Bekanntmachung

Bekanntmachun q.

steigert werden.

Gießen, den 31. März 1873. In Auftrag: Temmler.

1537) Montag den 7. und Dienstag den 8. April, jedesmal von Nachmittags 2 Uhr an, sollen in dem Hause der Wittwe Plank

Emil, ein unehelicher Sohn von auswärts, geboren den

Beerdigte.

Jacob Hardt auS Mutten im Oberlahnkreise, alt 42 I., ge-

men werden:

a) vom 3. bis 15. April jeden Vormittag von 8 bis 12 Uhr,

b) vom 16. bis 30. April, Vormittags von 8 bis 12 Uhr, an den Tagen: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freiag.

Wir bringen dies zur Kenntniß des Publikums.

Gie- en, den 28. März 1873.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.

Verbündete gegen selbstgeschaffene Feinde im Volk seien. Das große Deutsch­land soll sich nur von seinen alten Schwächen und Sünden abwenden, dann werde es gegen das Papstthum im Innern ebenso befestigt sein, wie die kleine Schweiz.

Berlin, 2. April. DieMpubliqne Fran§cuse" veröffentlicht folgende Note:Mehrere Blätter haben von einem Briefe gesprochen, welchen der Gene­ral Manteuffel an den Kaiser Wilhelm gerichtet hätte, um der Deutschen Ne­gierung den Rath zu geben, daß sie ihre Truppen von dem Französischen Ge­biete zurückziehe. Wir glauben auf Grund zuverlässiger.Quellen bestätigen zu können, daß General Manteuffel in der That ein Schreiben dieses Inhalts in den ersten Tagen des Monat März an den Kaiser Wilhelm gerichtet hat. Er hat darin empfohlen, die Deutschen Truppen zurückzuziehen: 1. Weil sich die Disciplin in diesen Truppen lockerte; 2. weil der Gesundheits-Zustand des Herrn Tbiers der Befürchtung Raum gebe, daß Frankreich nach seinem Tode Schwierigkeiten für die Zahlung des Restes der Schuld erheben könnte; 3. weil man, wenn man sogleich das Geld von Frankreich annähme, die Heeres-Orga- nisation in diesem Lande verzögerte und dagegen jene Deutschlands beschleu­nigte; 4. weil eine längere Verzögerung der Vertheilung der Jdemnität die Süddeutschen Staaten verstimmen könnte." Der bekannte General mit seinen siebenfüßigen Reden scheint sich so allmählich in die Nolle der Vorsehung hinein zu leben. Es ist geradezu erstaunlich, was dieser Mann nicht Alles weiß und

Auszug aus den Kirchenbüchern der Madt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Kopulirte.

HolMrsteigermig im Gießener StMwalde.

1539) Montag den 7. April 1873, von Vormittags 9 Uhr an,

soll in dem Gießener Stadtwalde, District Brauhof (Abth. Falken­horst) nachverzeichnetes

Bau, Werk- und Nutzholz

öffentlich versteigert werden, als:

Eichen-Stämme von 15 bis 69 Centimeter Durchmesser und 2,6 bis 12,8 Meter Länge mit 145,07 Cubikmeter,

Den 28. März, ftorben den 25. März.

Den 3. April. Karl Friedrich Wimmenauer, Fürstlicher Oberförster zu Lich, verstorbenen evangelischen Pfarrers zu Kirchbrombach, Christian August Wim­menauer, ehelicher Sohn; und Magdalene Julie Amalie Beck, des Großh. Gymna­siallehrers und Mitglieds des Kirchen- und Schulvorstandes, Professor Dr. Ferdinand Anton Beck dahier, eheliche Tochter.

er evangelischen Gemeinde zu GieZen.

GotteSbien st.

Am Buß- und Bettage, den 6. April.

Morgens: Pfarrer Landmann.

Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel.

(Collecte für arme evangelische Gemeinden im Großherzogthum.) Am Gründonnerstag, den 10. April.

Morgens: Pfarrer Dr. L>eel.

(Feier des heiligen Abendmahls.)

Am Charfrcitag, den 11. April.

Morgens: Pfarrer Landmann.

Nachmittags: Pfarrassistent Walz.

Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 6. bis 12. April 1873 besorgt Pfarrer Landmann.

sollen:

10 Haufen Ausputzreiser von den Bäumen in her neuen Anlage und

11 Sück abgängige Aepfelbäume auf städtischen Triebvierteln

öffentlich versteigert und der Anfang am Neuenweger Thor gemacht werden.

Gießen, den 5. April 1873.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

vorhersieht.

Berlin, 31. März. Das Kriegs-Ministerium hat untern 24. d. Mts. eine Anordnung betreffs des Verfahrens bei Todesfällen von Militärpersonen in Rheinhessen dahin getroffen, daß eben so wie in der Rheinprovinz so auck in Rheinhessen, woselbst der Code Civil gleichfalls gilt, die dort vorkommenden Sterbfälle von Militärpersonen durch die Chefärzte der Lazarethe, oder die Lazareth-Commissionen, oder aber, sobald die Todesfälle sich außerhalb des Lazareths ereignen, durch die Truppentheile auch den Civilstandsbeamten des Sterbeortes binnen 24 Stunden anzuzeigen sind. Die Civilstandsbeamten in Rheinhessen sind gesetzlich verpflichtet, sich Behufs Beurkundung der Todesfälle in das Lazareth zu begeben und daselbst den Sterbeact unter einzuziehenden Erkundigungen urkundlich aufzunehmen, weßhalb die Militärbehörden angewiesen sind, die Ausführung dieser Vorschrift in erforderlicher Weise zu unterstützen. Von Sterbefällen hessischer Staatsangehörigen, welche sich außerhalb Rheinhessens, sei es in Lazarethen oder unmittelbar bei den Truppen im Frieden oder im Kriege ereignen, werden die hessischen Kreisämter auf Grund der ihnen zuzu­stellenden Todtenscheine die nothwendige weitere Mittheilung an den Civilstands­beamten des letzten Wohnortes des Verstorbenen ergehen lassen.

Königsberg i. Pr., 3. April. Sämmtliche Arbeiter der Ostbahn haben die Arbeit eingestellt und verlangen statt 16 Silbergroschen 1 Thaler Taglohn. Die Bromberger Direction erhöhte auf telegraphische Benachrichti­gung den Taglohn auf 22 V2 Silbergroschen, was die Arbeiter ablehnten.

Königsberg, 4. April. Der Strike der Arbeiter an der König!. Ost- Lahn dauert fort. Die Direction der Ostbahn hat befohlen, keinen der Stri- kenden wieder anzunehmen und die fehlenden Arbeitskräfte zwischen Eydtkuhnen und Bromberg mit einer Zulage von 10 Sgr. pro Kopf zu rcquiriren. Die Strikendeu erklärten sich mit dem Taglohn von 22 Sgr. einverstanden, wollten aber, daß ihnen derselbe garantirt werde, weil eine früher versprochene Lohnerhöhung nicht eingetreten fei.

Frauenburg. 4. April. Gestern ist der Weihbischof Frenzel nach län­gerem Leiden gestorben und ist dadurch die Domprobstei erledigt. Als Nach- folger wird der Bischof Namszauowski bezeichnet.

Luxemburg, 4. April. Die Kammer genehmigte mit 21 gegen 6 Stimmen das vom Papste einseitig errichtete Bisthum.

München, 4. April. Die neue Uniformirimg des bayerqchen Heeres soll bereits am 1. October zur Einführung gelange».

Nürnberg, 3 April. Mcmminger, Redacteur des , Demokratische» zu dreimonatlicher Gefängnißstrafe verurtheilt und wegen Maje- üi Untersuchung, hat sich in die Schweiz geflüchtet.

1. April. Bei der heutigen Gewinnziehung der östcrreich. Cre- der Hauptgewinn von 200,000 fl. auf Serie 1208, Nr. 78, 40000 fl. auf Serie 1784 Nr. 92, 20,000 fl. auf Serie 1208 Nr. 40. Sonst wurden folgende Serien gezogen: 150, 227, 367, 621, 854, 1706, 2311, 2499, 2677, 2836, 2856, 3478, 4100.

Zur Beachtung.

Unser beliebter Gast, Herr Albert Bock, tritt sicherem Vernehmeir nach Montag zum letztenmale hier auf. Lachlustige mögen also nicht verfehlen, diese Vorstellung zu besuchen. M. 1>.

auf dem Hamm die zum Nachlaß des Herrn Weißzeug und sonstiges Hausgeräthe ver- Criminalrichters Höpfner dahier ge- hörigen Mobilien, als ein Schreibsecre- tair, mehrere Sophas, Commoden, Tischen, Stühlen, Bettladen, Schränken, Bettwerk,

Den 29. März. Heinrich Balthasar Schneider, Bürger und Barbier dahier, alt 25 I. 7 M. 23 T., gestorben den 27. März.

Den 31. März. Konrad, ein unehelicher Sohn von auswärts, alt 1 I. 2 M. 5 T., gestorben den 29. März.

Denselben. Anna Mathilde Marie Elisabeth Auguste Thiele, des Feldwe­bels und Negrmentsschneiders im Großh. II. Infanterie-Regimente Nr. 116 dahier, Christoph Hermann Thiele, eheliche Tochter, alt 1 I. 1 M., gestorben den 29. März. ÄI ,, Den 3. April. Johann Heinrich Gleiß, Bürger und Dachdeckermeister za Ktrchbracht, alt 75 I. 8 M. 18 T-, gestorben den 1. April.

Denselben. Albert Schaaf, stud phil., des verstorbenen Großh. Kreisraths zu Grunberg, Ludwig Schaaf etzellcher Sohn, alt 21 I. 6 M- 16 T-, gestorben den 1. April.

Denselben. Dr. Emil Friedrich Rausch, Großh. Gymnasiallehrer dahier, des verstorbenen Großh. Districtseinnehmers dahier, Georg Philipp Rausch, ehelicher Sibn: und Amalie Cbristiane B«ck, Großh. Gymnasiallehrers und Mitglieds des Kirchen- und Schulvorstandes, Professor Dr. Ferdinand Amon Beck dahier, ehelicht Tochter-

Getaufte.

Den 30. März. Dem Bürger und Schuhmachermcister, Heinrich Marx, ein Sohn, Wilhelm Heinrich Emil, geboren den 4. März.

Denselben. Dem Bürger und Küfermeister, Heinrich Hilgärtner, eine Toch­ter, Emma Eleonore Elisabeth, geboren den 13. Februar.

Denselben. Dem Bürger zu Holzhausen, preußischen Kreises Siegen, und Bremser an der Cöln-Gießener Bahn dahier, Karl Weil, eine Tochter, Katharine Emilie, geboren den 3. März.

OtalP-

Nom, 30. März. Obschon di^lizei gewarnt und auf der Hut war, kam es heute Morgen vor der Gess^^e zu einer eben so füllen wle energi­schen Rauferei. Die Frommen _!u £er tum Fastenpredlgt em- nmefymen, die Patrioten draußen,1,0 fte fl$ bereite lange vorher anfgepstanzt und unangenehm bemerklich Ratten. Als die Feier drmnen zu Ende war und die Frommen eielfa-mit dicken Knütteln bewehrt, hervorkamen und sich durch die unwillig'rnur«uide Menge Bah» zu machen versuchte«, kam es rasch zu Verbalinjurie», dr-)ende» Blicke» und Stößen; worauf wie aufCom- mando die Waffen in @<«ingung gerieten und unter großem Tumulte Hüte eingetrieben und blutig Schrammen gehauen wurden. Frauen und Kinder stoben ängstlich vom -chlachtfelde roeg. Als die Polizei einschritt, hatte der Kampf bereite ausg-obt, vier oder fünf Kampfhähne, unparteiisch^ aus beiden Lagern genoume» wurden hinter Schloß und Riegel gebracht. L>ie gehörte» sämmtlich fixerer Familien, und zwar ans der seit längerer Zeit hier ansäs- igen Bürgrfchaft an. Ei« Zeichen, daß unter diesen Elementen der politische Haß noch heiß unter der Asche glimmt,, während die eingewanderten Italiener sich mehr an gegenseitige Duldung gewöhnt habe».

Schweiz.

Bern, 4. April. Der Dundesrath hat einstimmig beschlossen, den Re- curs der Solothurner Pfarrgeistlichen gegen das Gesetz Über ihre Wiederwahl als unbegründet abznweisen.

Frankreich.

Paris, 3. April. In der Nationalversammlung verlas der Vicepräsi­dent Mertel ein Schreiben Grevy's, wonach derselbe an seinem Entschluß, die Functionen als Präsident niederznlegen, festhält. .____

1573) Nach einer Benachrichtigung der 1682) Mittwoch den 9. April d. I., Großherzogl. Districtseinnehmerei Gießen I wird die Erhebung der Steuern für den Monat April d. I. zu Gießen vorgenom-