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Expedition: Canzletb.rg, Lit. B. Nr. 1.
durch 'M tlfs -en
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen.
Nr. 23A Dienstag den 4. November ÜS73.
Amtficfjer TheiL
Bekanntmachun g.
Gestohlene Wä
Gestern ist eine seit 2 Jahren hier wohnende fremde Fran verhaftet \ och meisten confiscirten verdächtigen Sachen die Namenszeichen ausgetrennt find, Sachen weiß man noch nicht, wem sie gehört haben:
i feines Betttuch ohne Nath (anscheinend früher 3 gezeichnet), j 2 Betttücher,
4 Tischtücher,
9 Handtücher,
1 feines weißes Taschentuch, gothisch E- H. gezeichnet,
8 weiße Taschentücher,
Diejenigen Einwohner, welchen Sachen dieser Art gestohlen worden i auszujuchen.
Gießen, 2. November 1873. ,
che betreffend.
orden die allmählig vielerlei Wäsche von den Bleichen gestohlen hat. Da an lst die Ermittelung der Bestohlenen nicht leicht möglich. Von nachbeschriebenen
2 Servietten,
» 2 weiße verzierte Kinderkleider,
1 Paar weiße Socken,
1 Windel,
1 weißer Kissenüberzug und
1 gestreifte gelbe Schürze.
nd, werden ersucht, auf unserem Büreau die etwa ihnen gehörenden Stücke
)roßherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen.
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politischer Theil.
'stekluug der weltlichen Macht des Papstes oder irgend welche anderen Cam- pagnen zu unternehmen, weil ihm dazu jede Macki gebricht. Das Gefahr-
bafjelbe zum Herde der ultramontanen Propaganda und stürzt das Land unrettbar in em Meer innerer Zuckungen, und darin liegt die Gefahr der Restauration für Deutschland und für Europa."
o . Posen, 30. October. Die Pferde und die Equipage des Erzbischofs ^edochowski, die am 23. d. Mts. wegen einer Geldstrafe von 200 Thalern vorläufig nur mit gerichtlichem Arrest belegt worden waren, sind demselben heute exccutoiisch abgepfändet worden.
Breslau, 31. October. Bischof Reinkenö trifft heute zu einem mehrtägigen Aufenthalte hier ein.
Dresden, 31. October. Das Condolenz-Telegramm Kaiser Wilhelm's lautet wörtlich: „Eine große, edle Seele ist erlöst von schwerem Leiden. Dir Ueber Albert, fällt die schwere Bürde des Nachfolgers zu. Möge Dir Gott Kräfte und Einsicht hierzu wie bisher verleihen I Sprich Deiner guten Mutter Meine herzlichste Theilnahme bei Eurem schweren Unglück aus. Ein Gleiches thue der Königin und Deinem Bruder Georg. Zu den Beisetzungs-Feierlichkeiten hoffe Ich in Dresden zu erscheinen; wenn es Euch genehm ist, reise Ich unmittelbar darauf zurück." Die Antwort des Königs Albert lautet: „Deine so gütigen Worte habe Ich mit dankbarem Herzen empfangen. Deine^Theil- nahme an der Bestattung Meines nuvergeßlichen Vaters wird Mich sehr glücklich machen. Die Meinen schließen sich Meinem Danke an."
Leipzig, 31. October. Bei der heutigen Rectorwahl^^prach^der neue Hector, Geh. Rath Schmidt, entschieden für die Nothwendigkcit eines einheitlichen deutschen bürgerlichen Gesetzbuches.
/rankreich.
ar .Poris, 31. October. Große Erregung herrscht in Folge des Briefes Ehambords. Allgemein hält man die Wiederherstellung der Monarchie für unmöglich. Jndeß lasten die royalistischen Führer den Muth noch nicht ganz sinken. Debats" und „Figaro" erklären, der royalistische Neuner-Ausschuß habe in seiner gestrigen Abendsitznug erklärt, daß ein Verstandniß unter den Monarchisten fortbestehe mid sie einig seien, dem Lande monarchische Institutionen zu geben.
er ®cr "8rcm§ais" sagt: Die bisher sehr neutrale Regierung wird in Avlge der neuen Verhältnisse eine eiitschlostenere Haltung einnehmen müssen. Man glaubt allgemein, daß sie die Initiative ergreifen und dem Lande eine Lösung Vorschlägen werde, welche ihr gegenwärtig die beste für die conjervati-
< lf " V z <3 Oct?Bcr- Das officiöse „Preußische Volksblatt" bringt heute einen beachlenswerthen Artikel: „Zur Situation Frankreichs", in wel- chem über die bourbomiche Restauration, deren Aussichten übrigens durch die n^tt" Mttcheilungen ans Paris einen empfindlichen Stoß erlitten haben, das , wird, daß die überwiegende Majorität der französischen Bevöl-
kernng die Wiederherstellung der legitimen Monarchie, welche gleichbedeutend ist mit einem Verzicht auf die durch die Revolution von 1789 in Geltung ge- S U1 mit cincr 3"st'llirung des Jesuiten-Regiments, entschieden nicht w.u. Gs gebe nur eine Partei, welche die Situation Frankreichs vollständig beherricht, die clericale, und diese ski entschlossen, den bewährten Zögling der Jesuiten, den Grafen Chambord, als Heinrich V. auf den Thron
gung des Eisenbahn-Concessionswesens auf das Reich, den Antrag des Abqe ordneten Dernburg wegen Erbauung einer Zweig-Eisenbahn zwischen hier und Frankfurt unterdirecter Berührung von Arbeilgen, Langen, Sprendlingen, Egelsbach, Anträge von Dernblirg und Edinger wegen Errichtung von Arbeiter- Zugen, die Vorlage der Regierung wegen Einrichtung einer Güterstation in Arheilgeu, den Antrag des Abgeordneeen Heinzerling auf Einführung von Retour-Vllltten auch zwischen den sich ziinächst gelegenen Stationen der Main- i a A'ttrag des Abgeordneten Schnchard wegen Erhebung der
Haltestelle «Mucke an der Linie Gießen-Fulda zu einer förmlichen Station, die Bitte verschiedener Gemeinden wegen Anlage einer Haltestelle „Büches" an der Lime Gießen Gelnhausen. Manche dieser Anträge rc. werden indeß weil inzwischen tharfächlich erledigt, kaum zu einer Debatte führen.
Darmstadt, 1. November. In einer der ersten Sitzungen des diesmaligen Landtages hatte der Abg. v. Rabenau den Antrag eingebracht, die Ve- theiligung von Beamten an Erwerbs-Gesellschaften von einer Erlaubniß des Minlsteriiims abhängig zu machen, die in keinem Falle ertheilt werden dürfe wenn nut solchen Sollen Gehalte verbunden seien. Derselbe Gegenstand ist bekanntlich in dem Gesetz über die Reichsbeamten und ebenso für Prenßcn mittlerweile im Sinne des v. Rabenan)chen Antrages geregelt worden. Wie wir vernehmen, hat nun auch unser Ministerium die Erklärung abgegeben, daß es gedenke ein Gesetz dem Landtage vorzulegen, durch welches der erwähnte Antrag seme Erledigung finde. M. Frksrt. Pr.)
Darmstadt, 2. November. Die zweite Kammer sprach sich mit 41 gegen 1 etmime für die obligatorische Civilche und die Vorlage eines Kir- chenges-tzcs aus. °
X iseiner Vorfahren zu bringen, ein Plan, mit welchem die Reise des Jesuiten-
UCUlJCOlQnO. .Generals Bcckx nach Brüssel, welche von Rom aus in naher Aussicht stehend
Darmi^adt 31 Änr. ii c zt, (•< . t. jsignalisirt wird, sicher in Verbindung stehe. Das Volksblatt bemerkt dann in


