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reichend, dar. Die Musik spielte die italienische, die deutsche und die öster­reichische Volkshymne.

Spanien.

Madrid, 2. October. Die Admiralität soll reorganisirt werden, wie ein heute erschienenes Regierungsdecret bestimmt-

Kirchliche Anzeige

ver evangelischen Gemeinde zu Gießen.

Gottesdienst.

Sonntag den 5. October: Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrvikar Schlosser.

Englanv.

London, 1 October. Der DampferCongo" hat im Allgemeinen recht erfreuliche Nachricht über den Gesundheitszustand an der Goldküste heim­gebracht, was den hinausziehenden Truppen besseren Muth einflößt. Die Eisen- bahnabtheiluug, welche heute von Woolwich absegeln soll, ist gestern in der neuen Tracht, welche sie als erste Trägerin einweiht, photographirt worden. Da mau bei dem abessinischen Kriege gefunden hat, daß die uncivilisirten Stämme Afrikas ebenso sehr durch unschuldige pyrotechnische Vorstellungen m Schrecken zu jagen sind, wie durch wohlgezielte Schüsse, bei deuen sie weniger Feuer und Flamme zu sehen bekommen, so wird eine bedeutende Zahl veralte­ter Raketen als Popanz mitgenommen. Daneben werden jedoch wirklich gefähr­liche Waffen nicht vernachlässigt. DerKönig Bonny" nimmt hundert Pulver­beutel zur Sprengung von Thoren und Pallisadeu mit. Zum Gebrauche für die europäischen Truppen sind ferner neun Millionen Kugelpatronen bestellt worden; auch befinden sich sechs Lafetten für Gatlinggeschütze in Arbeit.

Aus dem Liverpool Courier wird von der Goldküste bestätigt, daß fremde und englische Kaufleute mit den feindlichen Negerstämmen ein flottes Geschäft mit Kriegsmaterial treiben. Jene Negerstämme sind ganz und gar auf solchen Waffenbezug angewiesen.

flmerifm.

New-Bork, 2. October. Die Regierung hat zwei Millionen Dollars in Münze nach New-Orleans gesandt, um den Handel in Baumwolle zu er­leichtern ; ähnliche Hülfe sandte sie auch nach Charleston.

Lokal-Noti z.

Gießen, 3. October. Die Schwurgerichts-Sitzungen in der Provinz Oberheffen vom IV. Quartal d. I. werden

Montag den 6. October d. I., Vormittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen und während derselben nachbemerkte Anklagen zur öffentlichen Verhand­lung kommen: ~ t , , ,

Montag den 6. October, Vormittags 9 Uhr, gegen Franz Linke von Brockendorf in Schlesien, wegen Diebstahls; Vertheid.: Großh. Hofger.-Advocat Steinberger.

Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Johannes Dechert von Storndorf, wegen Brandstiftung; Vertheid.: Großh. Hofger.-Advocat Labroisse.

Dienstag den 7. October, Vormittags 8 Uhr, gegen Philipp Krailing von Dübel, wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit; Bertheid.: Grotzh. Hofger.-Avvocat Weidig.

Mittwoch den 8. October, Vormittags 9 Uhr, gegen Elisabeth« Dahmer von Willofs, wegen Kindesmord; Vertheid.: Großh. Hofger.-Advocat Dr. Gutfleisch.

Donnerstag den 9. October, Vormittags y Uhr, gegen Johannes Gralings Wittwe von Treis a. d. Lumda, wegen Urkundenfälschung; Vertheid.: Großh. Hofgcr.-

(Nächstkünftigen Sonntag, den 12. October, wird das heilige Abendmahl gefeiert werden.)

Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 5. bis 11. October 1873 besorgt Pfarrer Landmann.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieren. Evangelische Gemeinde.

Stcyulirtc.

Den 28. Septeniber. Philipp Kehr, Locomotioheizer an der Main-Weser- Bahn dahier, ehelicher Sohn des Ortsbürgers zu Griesheim und Bauaufsehers in Klein-Linden, Heinrich Kehr; und Auguste Haubach, eheliche Tochter des hiesigen Bürgers und Maurers, Christian Haubach.

Den 30. September. Ludwig Beilstein, Kaiserlicher Wagenmeister zu Bolchen im Elsaß, ehelicher Sohn des pensionirten Großh. Districtseinuehmers zu Grünberg, Zhilipv Beilstein; und Marie Margarethe Henriette Lony, eheliche Tochter des hiesigen Bürgers und Wirths, Theodor Lony.

Den 2. October. Georg Casimir Karl Tassius, Fabrikant zu Salmünster, ehelicher Sohn des Amtsphysikus und praktischen Arztes zu Birstein, Dr. Karl Tassius; und Johannette Christiane Marie Bertha Gödel, eheliche Tochter des verstorbenen zweiten lutherischen Pfarrers und Rectors zu Frankeuberg, Jakod Karl Göbel.

Getaufte.

Den 28. September. Dem hiesigen Bürger und Bäckermeister, Friedrich Wilhelm Hartmann, eine Tochter, Joha ina Karoline, geboren den 13. September.

Denselben. Dem Bürger in Heuchelheim und Schuhmachermeister dahier, Ludwig Rinn, ein Sohn, Adam Jakob Ludwig, geboren den 25. August.

Denselben. Dem hiesigen Bürger und Kupfersch nied, Johann Heinrich Wil­helm Eduard Trautmann, ein Sohn, Karl Max, geboren den 11. September.

Denselben. Dem Bürger in Lollar und Arbeiter an der Main-Weser-Bahn dahier, Gerhardt Rohrbach, ein Sohn, Philipp Wilhelm, geboren den 27. August.

Denselben. Dem Bürger in Friedberg und Bremser an der Ober-Hessischen Eisenbahn, Friedrich Michel, ein Sohn, Adam Otto Friedrich Hermann, geboren den 13. September.

Den 1. October. Dem hiesigen Bürger und Mctzgermeister, Hermann Euler, ein Sohn, Friedrich Karl Hermann, geboren den 16. September.

Beerdigte.

Den 29. September. Friedrich Schwaab, Bürger und Rentner, alt 43 I. 3 M- 29 T>, gestorben den 27. September.

Den 2. October. Anna Mathilde Löber, eheliche Tochter des Bürgers und Feuermanns an der Main-Weser-Bahn, Johann Daniel Löber, alt 8 M. 11 T., ge­storben den 30. September.

Denselben. Georg Forbach, Großh. Hofgerichts-Kanzleiinsp ector, alt 71 I. 4 M- 14 T-, gestorben den 30. September.

Denselben. Friedrich Heimann Karl Euler, ehelicher Sohn des Bürgers und Metzgermeisters, Hermann Euler, alt 15 Tage, gestorben den 1. October.

Den 3. October. Heinrich Nolü, Bürger und Schuhmachermeister, alt 76 I. 8 M. 13 T., gestorben den 1. October.

Vermischtes.

tiefer Betrübniß im Herzen ergreife ich die Feder, um Ihnen anzuzetgen, daß meine Frau, die Thlr. 27 Dgr., ü Pfund 4 Thlr. 2Ueßr. bei Ihrer Gesellschaft mit 1,000 Thaler versichert war, nicht mehr ist. Der schmerzliche Schlag Thlr- Revalesciere Bisciuten: Büchsen a

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Ich kann mit Wahrheit sagen, sie

traf mich heute früh 7 Uhr. Die Nr. der Police ist 423

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gcgensehend, zeichne ich ergebenst

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Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalescitsre bei Erwachsenen und Kindern bti Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen.

In Blechbüchsen von >/r Pfund 18 Sgr-, 1 Pfund 1 Thlr- 5 Sgr., 2 Pfund 1

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Büchsen ä 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 Thlr. 27 Sgr-, Revalesciöro Chocolat^e in Pulver für 12 Tassen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr-,

Mainr. (Vom Wasser verbrüht.) Vor einigen Tagen wollte in Harxheim em Dienst­mädchen einen Zuber mit kochendem Wasser auf dem Kopfe von der Küche zum Hofe tragen; kaum hatte das Mädchen den Zuber auf dem Kopfe, als plötzlich der Boden entzweibrach und so das kochende Wasser über den ganzen Körper des Mädchens sich verbreitete. Das Mädchen, welches übrigens von der Herrschaft vorher gewarnt wurde, den defecten Zuber zu benützen, liegt hoffnungslos darnieder.

Alieu Kranke» Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten.

Revalesciere Du Barry von Loudon.

Allen Leidenden Gesundheit durch die vorzügliche Revalesciere du Barry, welche sich ohne Anwendung von Medicin und ohne Kosten bei den nachfolgenden Krankheiten bewährt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberculose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulich- keit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. Auszug aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin

widerstanden.

~ 77.. 7'7/723 Waldegg, Steiermark, 3. April 1872.

Durch Ihre Revalesciere, die ich 50 Jahr alter Mann zwei Jahre un- unterbrochen genossen habe, bin ich von meinem zehnjährigen Leiden: Lähmung an Händen und Füßen, beinahe vollkommen hergestellt und gehe wieder, wie in den besten Zeiten meiner Beschäftigung nach. Für diese mir erwiesene große Wohlthat spreche ich Ihnen hiermit den herzlichsten Dank aus. Br. Sigmo.

Certificat Nr. 73268. Trapani, Sicilien, 13. April 1870.

Meine Frau, ein Opfer von schrecklichen nervösen und biliösen Leiden, mit furcht­barer Geschwulst des ganzen Körpers, Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Hypochondriasis im höchsten Grade, war von den Aerzten als verloren angesehen als ich mich ent­schloß, meine Zuflucht zu Du Barry's unbezahlbarer Revalesciere zu nehmen. Dieses köstliche Mittel hat, zum Erstaunen aller Freunde, in kurzer Zeit jene furchtbaren Leiden beseitigt und meine Frau so völlig hcrgegellt, daß, obgleich 49 Jahre alt, sie thätigen Antheil an Tanzvergnügungen nehmen kann. Ich mache Ihnen diese Mil­theilung pflichtgemäß im Interesse aller ähnlich Leidenden und mit innigstem Danke.

Atanasjo Barbera.

Advocat Dr. Dittmar. o .

Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen a) Johannes Bauers Ehefrau, b) deren Tochter Marie Bauer von Friedberg, wegen Diebstahls, bezw. Theilnahme; Berthen,.: Großh. Hofger.-Advocat Dr. Dittmar. . ...

Freitag den 10. October, Vormittags 9 Uhr, gegen Karl Schmidt II., früher Gemeinde-Einnehmer von Lollar, wegen Verbrechen im Amte und Urkundenfälschung.

Samstag den 11. Oktober, Vormittags 9 Uhr, gegen Anna Elisa bet ha Volker von Ober-Schmitten, wegen Kindesmord; Vertheid.: Großh. Hofger.-Avvocat Baist.

" ' Mainz. (Zur Warnung für Mütter.) Schon seit geraumer Zeit, so schreibt der ^^^^^Jhr^R^ N. M. A.", mußten hiesige Eltern an ihrem 3/ffährigen Söhnchen eigcnthümliche Krankheits-! Durch .chre svmptome wahrnehmen. Das Kind krümmte sich wie ein Wurm; Nase und Munv waren stark geschwollen, nicht minder der Leib, und die Extremitäten des Kleinen sahen wie rohes Fleisch aus. Anfänglich wähnte man, all' Das rühre vom Zahnen her, obwohl der herbeigerufene Arzt dieser Meinung nicht beipflichtete, aber die ganze Sache sich nicht erklären konnte. Da die Krankheitserscheinungen in der Folge noch heftiger auftraten, wurde noch ein anderer Arzt citirt, der, selbst nach längerem Consultiren mit dem Collegen, nicht mehr wie dieser zu sagen wußte; beide Jünger Aeskulaps standen rathlos am Krankenbette des kleinen Weltbürgers. Endlich sollte vor'wenigen Tagen die unheimliche Sache ans Licht kommen. Das Dienst­mädchen der Leute, wohl von Gewissensangst gepeinigt, äußerte irgendwo, es selbst sei wahr­scheinlich an der Krankheit des Buben schuld; das Kind habe von ihm, damit es rascher ein­schlafe, allabendlich Branntwein erhalten! Jetzt wußte der Arzt, woran er war; aber cs war zu spät. Das Innere des unglücklichen jungen Wesens ist, in Folge des vielen Feuer­wassers, zum Theil vollständig verbrannt. Ob die Rettung des Knaben noch im Bereiche der Möglichkeit liegt, ist sehr zweifelhaft; vielleicht gelingt es der Kunst des geschickten Hausarztes, das Kind dem fast unvermeidlichen Tode zu entreißen. Die gewissenlose Magd hat das Weite gesucht und die Polizeibehörde ist von der frevelhaften That bereits in Kenniniß gesetzt.

(Ein betrübter Ehegatte.) Die in Berlin erscheinendeD. Versich. Ztg." schreibt: Ein Lebensversicherungs-Agent erhielt vor Kurzem folgenden Brief: Geehrter Herr! Mit

war eine treue Gattin und eine zärtlich liebende Mutter. Ich habe gleich das Attest des Arztes 48 Tassen 1 Thlr. 27 Sgr-, £20 -affen 4 .d)Ir. ^0 @0r., 288 Waffen 9 Thlr. Io Sgr-, mit beigelegt, damit Sie erst keine Umstände haben. Sie war nur kurze Zeit krank, hat aber ^76 Tasien 18 ^blr.; in ^ablctten fiu 12 ~ajfen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr viel gelitten. Ich denke, Sie werden mir recht bald das Geld einschicken, damit ich nicht erst 48 Tassen ! Thlr. 27 Sgr. Zu beziehen durch darrP du Bury & Co mp. V zu lange warten muß. Mein Schmerz ist groß. Der baldigen Einsendung des Betrages ent- Berlin, 178 Frieorichsstraße, und in allen Städten bei guten Apotheken, Droguen-, 0 --' -' '< .....< T." Specerei- und Delicatessenhandlern. In Gießen bei Muller L Schwager. (20b3)

fl ([gemeiner Anzeiger.

Bekanntmachung.

4572) Im Firmen - Register des unter­zeichneten Gerichts ist heute folgender Ein­trag vollzogen worden:

Richard Scheel, alleiniger Inhaber der Firma:Gebr. Scheel" zu Gießen, hat seinem Bruder Martin Scheel von Daad:n, jetzt zu Gießen wohnhaft, am 1. L W- Procura ertheilt.

Gießen, den 3. October 1873. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Bötticher.

g Dienstag den 7. October d. I., Nachmittags 2 Uhr,

soll die Kartoffel - Erndte in dem Garten des Heinrich Nolti auf dem Nahrungs- berg meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 4. October 1873.

In Auftrag: Semmler.

!uhr, ein goldener Ring, ein Revolver, ein ^Regenschirm, ein Handkoffer, ein Plaid und lein Stock öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert.

Gießen, am 1. October 1873. (4537)

Jeilgebotenes.

Donnerstag den 9. Oktober d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Locale des hiesigen Stadtgerichts verschiedene getragene Herrenkleidungsstücke, eine silberne Cylinder-

Feinste Gothaer Cervelat- tvnrst und Blasenschinlen 4090) empfiehlt Emil Fischbach.

.Bfitjafifeiter bewährter Constrnction liefert und stellt auf Carl Stohr, 3115) Schlosser.

4527) Eine Parthie gut gehaltene weia- grüne Halbstück-Fässer verkaufen

Gebrüder Mayer, Weinhandlung in Gießen.