Der Gemeinderath von Cadix hat den Reli-
Madrid, 30. März.
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sten Bismarck gewähren möge
unterstützten jetzt die Bemühungk»
sämmtliche Consuln seien in Folge dessen zu einer Berathung zujammengctreten. Fahrt nach New-Iott in Halifax zur Kohleneinnahme aulicf, hat Schiffbruch
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Gießen, am Großberzogl Dr. Sfflu 517) Stadtn
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London, 30. März. In Bezug auf den Feldzug gegen Khiwa bemerkt die Army and Navy Gazette: „Die britische Negierung hat dem Capltän Wellesley zu Petersburg die Erlaubuiß verweigert, sich den Truppen anzu- schließcn Dagegen haben die Preußen einen Cavallerie - Officier in besonderer Mission hingesandt. Wir werden somit von einem Neutralen, vielleicht erst nach geraumer Zeit, hören, was in dem uns so nahe berührenden Feldzuge geschehen ist. Fremde Mächte sind nicht so zurückhaltend oder ängstlich; ft sehen wir Militär-Attaches oder ad hoc angestellte Officiere mit voller Erlaub- niß ausgerüstet, die Hauptquartiere neutraler Mächte zu begleiten, wenn deren Truppen im Felde sind, während es höchst selten vorkommt, daß britische Officiere sich auf beiden Seiten in demselben Kriege befinden." Wie sich das Armecorgan über das W 'gbleiben Capitäu Weüesley's von den feindlich n Operationen unbefriedigt äußert, so i|t gleichfalls das große Publikum mit der von Rußland augeordneten Ausschließung der Zeitungs ? Berichterstatter unzufrieden.
— Am Freitag wurde in Woolwich unter Beisein des Marine-Munsters Göschen ein neues unterseeisches Geschütz versucht, dessen Construction streng geheim gehalten wird. Das Ergebniß wtrd als sehr günstig bezeichnet- Ma« iy folgte das Geschoß — durch Beobachtung aufsteigender Blasen — auf ziem- licye Entfernung und fand dessen Geschwindigkeit acht englische Meilen in der Stunde.
London, 1. April. Unterstaats - Secretär Enfield bestätigte im Unterhause auf eine Anfrage Mahon's, daß weder der englische Militär-Attachö m Petersburg, noch sonst ein englischer Officier die Expedition nach Chiwa bt* gleiten werden.
Madrid, 28. März. Die Uuabhängigkeitsgelüste, welche sich in mehreren größeren Städten kundgeüen, sind mit besonderer Schärfe auch in Malaga ausgeprägt. Der Gouverneur hat nicht die geringste Macht; gegen den Einfluß einiger „Häuptlinge" in der Stadt kann er nichts ausrichten. Die bewaffneten Freiwilligen, ungefähr 4 0,000 Mann, theils aus der Stadt selbst, theils aus den umliegenden Ortschaften, halten allerdings die äußere Ordnung aufrecht und verhindern Raub und andere gemeine Verbrechen nach Kräften; dafür dulden sie aber auch nicht, daß die Regierung Truppen, Gendarmerie oder Zollsoldaten schickt. Um die Weisungen der Madrider Regierung kümmert sich Niemand. Dem Schatz fließt kein Pfennig aus den Staatssteuern zu; die städtische Ver- waltuug nimmt Alles an sich und reicht damit noch nicht aus, da die Bewaffnung und der Unterhalt der Freiwilligen ihr große Kosten verursacht. So ist denn den wohlhabenderen Bürgern noch eine besondere Steuer auferlegt worden. Zum Freihafen ist Malaga nun freilich nicht erklärt worden; aber dieser Förmlichkeit bedarf es kaum noch, denn der Schmuggel wird so eifrig betrieben,
flmeiifta.
New-Uork, 31. März. Ein furchtbarer Wirbelwind hat am Misst- sippi gewüthet, Bäume entwurzelt, Häuser zerstört und den Tod vieler Menschen verursacht.
— In der Stadt New-Jork ist der Gerechtigkeit wiederum in's Gesicht geschlagen worden. Vor einigen Jahren wurde ein gewisser Scanncll von einem Politiker Namens Donohue erschossen. Der Mörder wurde gegen Bürgschaft freigelassen und nie unter Anklage gestellt. Der Bruder des Ermordeten schwur, die Schaiidthat zu rächen, und hielt sein Versprechen, denn er schoß den Donohuk thatsächlich im November vorigen Jahres am Hellen Tage nieder. In Corsica hätte diese Art Benedetta vielleicht Beifall gefunden, in der Theorie ist man aber in New-Iork etwas civilisirter. Der Mörder wurde verhaftet, in dem so eben beendeten Processe konnten sich die intelligenten Geschworenen jedoch nach 24stündiger Berathung über ein Verdict nicht einigen, da derVertheidizer behauptete, daß sein Client an zeitweiligem Wahnsinn gelitten. Der Mörder wird also in unbestimmter Zeit auf's Neue vor Gericht gestellt werden, was einer Freisprechttng gleich kommt. Solche Vorfälle müssen denjenigen Recht geben, welche unser ganzes Jurysystem für einen Gemeinschaden halten. Aber jelbst wenn sich die Jury ausnahmsweise einmal zu einer That ermannt, so isi damit noch nicht gesagt, daß die Gerechtigkeit ungehindert ihren Lauf nehmen darf. Ein zum Galgen verurtheiltes Subject Namens Foster, welcher im vori gen Jahre von den Geschworenen einstimmig für schuldig befunden wurde, eine» harmlosen Eisenbahn-Passagier mit einem eisernen Haken getödtct zu haben und dessen Appellation von dem obersten Gerichtshof verworfen wurde, sollte h vergangener Woche gehängt werden. Die Mordthat war eine der brutalsten, welche in dieser an solchen Verbrechen nicht armen Stadt' seit L uigern verübt
„Jmparcial' zufolge sind 500 Soldaten in Berga durck die C erlisten gefangen genommen worden. Ein unter den Soldaten ausgebrochener Aufstand wurde durch Zumarraga sofort unterdrückt. Zwischen Figueras, Serrano und Topete hat eine Zusammenkunft zur Besprechung über die Freiheit der Wahlen und über die Artllleriefrage statrgefunden. — Die gestrige Versammlung von Mitgliedern der Internationale war wenig besucht und faßte keine Beschlüffe. — Das Journal de Malaga" meldet, daß ein bewaffneter Haufe mehrere Häuser, and) dasjenige des italienischen Consuls, nncb Waffen durchsucht habe;
Madrid, 30. März. Die „Gaceta" publicirt das Wahlgesetz. Dem um zwei Wochen anfschob. Auf diese Weise arbeiten sich die verschiedensteii
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Förmlichkeit bedarf es kaum noch, denn der Schmuggel wird so eifrig betrieben, worden war, imb es erregte allgemeine Befriedigung, daß endlich einmal ein daß Tabak und alle Arten Baumwolle schon für den Bedarf von Jahren dort Beispiel statuirt würde. Aber da legten sich die Pfaffen in's Spiel und brach- aufgespeichert liegen. Von Zeit zu Zeit wird ein Gerücht von dem Anmärsche ^en Zeugnisse von allen S iten herbei, daß Foster mit Ausnahme des einen einer Carlistenschaar ausgesprengt; eine Freiwilligen-Abtheilnng rückt aus, nnt f[einen Vergehens von je her einen frommen Lebeuswairdel geführt und bi?-, sie zu schlagen, und wenn sie ohne einen Feind gefunden zu haben zurückkehrte/Kirchen und SonnLagsschiilen stets fleißig besucht habe. Auch die Preffe konnte- sind inzwischen durch das verlassene Thor einige Ladungen Schmugglerwaare beii clericalen Einflüssen nicht widerstehen. Dieselben Zeitungen, welche frühe: eingebracht worden. Die Föderalisten in Malaga siird in zwei Parteien ge- Feuer und F'amme gegen Foster gespieen, unterstützten jetzt die Bemühungen spalten, von denen einstweilen die gemäßigtere das Uebergewicht hat; die andere, ber frommen Herren, und Gouvern 'ur Dix wurde derartig mit Begnadigungs der Jnterilationale zuneigende, rüstet sich für die Dinge, die da kommen sollen, gesuchen bombrrdirt, daß er die Vollziehung des gerechten Urtheils vorläufig
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Paris, 31. März Es heißt, der Präfect der östlichen Pyrenäen sei ' seiner Stelle entsetzt worden, weil er sich geweigert habe, den Befehl zur Verhaftung von Don Carlos und die sonstigen gegen die Carlisten gerlchteten Maßregeln auszuführen. Die Pariser legitimistisch-clericalen Blätter veröffent- . licken keine carlistische Subscriptionslisten mehr.
— Der diesige österreichische Botschafter hat Thiers ein elgenhandlges Schreiben des österreichischen Kaisers überreicht, worin derselbe ihn zur Thecl- . nähme an der Eröffnung der Wiener Ausstellung einlädt. Thierv wird dieser Einladung keine Folge leisten, sondern sich vom Minister des Acußern oder dem Handels-Minister vertreten lassen.
— teilte wird in Versailles die Lyoner Gemecnderathssrage verhandelt; in Lyon selbst sind Vorsichtsmaßregeln ergriffen, da man Ausschreitungen befürchtete. In Vorberathungen haben heute alle Parteien die Frage erörtert; bie äußerste Rechte, die Rechte und das rechte Centrum beschlossen für den , Commissions-Entwurf zu stimmen; die Radicalen, die gemäßigte Linke, das Centrum und die Perieristen werden die Vertagung der Discussion und, falls diese verworfen wird, die Rückkehr zum ursprünglichen Regierungs-Entwurfe Vorschlägen. Die Regierung selbst hat beschlossen, sich der sofortigen Discussion nicht zu widersetzen, aber die Annahme des Gesetzentwurfs zu verlangen, welchen bie Commission zurückgewiesen.
Versailles, 1. April. In der Nationalversammlung ereignete ftd) heute folgender Zwischenfall. Ein Mitglied der Rechten wurde von dem Präsioenten zur Ordnung gerufen, wogegen die Rechte lebhaft protestirte- Präsident Grevy sagte hierauf: Ich versuche meine Obliegenheiten mit Gerechtigkeit zu erfüllen. Wenn Sie Ihrerseits mir keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, weiß ich, was ich zu thun habe. Ich erkläre die Sitzung für ausgehoben.
Versailles, 1. April. Deputirte aller Parteischattirungen haben den Präsidenten Grevy gebeten, dem Gramont'schen Zwischenfall keine Folge zu geben. Grevy wird voraussichtlich morgen die Präsidentschaft niederlegen, solches aber mit großer Majorität abgelehnt werden.
Versailles, 2. April. In Folge des gestrigen Zwischenfalls in der Notionalversammlung wird der Präsident der Republik nicht, wie er beabsichtigt hatte, schon heute, sondern -rst morgen nach Paris gehen.
Italien.
Nom, 1. April. Die „Liberta" erfährt, daß zur Vermählung der Erzherzogin Gisela ein außerordentlicher Gesandter nach Wien gehen wird, um die ‘ Glückwünsche des Königs von Italien zu überbringen.
Spanten.
Einflüsse in die Hände, um den gefährlichen Classen gegenüber die besteheudei: Gesetze zu einer Firce herabzvwürvigen, und Gouverneur Dix verdient volle Anerkennung, daß tr trotz aller' sentimentalen Bitten um Begnadigung denselben schließlich roch nicht Folge gegeben hat. Her-.te Abend traf die letzte Entscheid düng des Gouverneurs ein, das Todesurtheil solle vollzogen werden. Somit wird die Verbrecherwelt New Jo ks nach langer Pause es wieder erleben, das „Hängen wegen Mordes in New-Jork nock nicht ausgespielt hat." (N.-J- H--Z->
Netv-?)ork, t. April. Der Dampfer „Atlantic", welcher auf dcr
- Der Jmparcial" erkennt an, daß die Wachsamkeit der französischen Grenz, behörden "bedeutend zunehme. - Die amtliche Zeitung veröffentlicht das bekannte Geseü wegen der Wahlen zu den coustituirenden Cortes. — Der „Jm- pircial" glaubt, daß die Unterredung zwischen Serrano, Topete und FigueraS sich hauptsächlich um die Freiheit der Wahlen und die Frage der Anillerie- Olficiere gedreht habe. — Eine internationalistische Versammlung gestern Abend hatte wenig Erfolg. — Die Zahl der in Berga von den Carlisten gefangen genommenen Soldaten beläuft sich auf 5->0. — Eine militärische Auflehnung in Zumarraga an der Nordbahn ist im Entstehen unterdrückt worden.
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sollen bie bei porigen @n 64 und 66 da beschrieben finl steigerung acch daß bet annehi Zuschlag erthei
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UttTamontantimuS, entstanden. Daroffi-wseBUttfahrt bann wörtlich fo . W Sklaven in Cuba. Der Staatssccretär Fish hat nämlich
„Ohne Bedenken, ohne Sanmnch. nnt v-rdopMem Et-r tst Furst B-^ftetung^tn» ^t in Madrid die Mittheilnng erhalten, daß
marck von einer Bresche znr anbetn 6ee,1t- „ *'L ... L = tbatenrcidicn ßcbengtbic spanische Regicrtmg bic Freilassung von 10,000 Mlaven in Cnba angeorb-
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sten Bismarck gewahren möge, beremst bcfriebtgt znrnckz s h f ®ihrpr *" an. baü bie Wacdsainkeit ber sranMschcn Grenr-
wärtize Zeit voll Mühen unb Sorgen, rms ber aber bie Nation m ihrer- Gesammtheit endlich zu einem fröhlichen, geistigen Wiegenseste erwachte. beb
Stuttaart, 2. April. Von bell in ber vorigen Woche verhafteten Ruhestörern warben bereits brei vom Stabtgerichte veriirtheilt. Einer berselben, welcher sich bei bem Steinwerfen betheckigt hatte, erhielt 2 Monate unb 15 Tage Gefängniß, gegen die zwei anderen wurde auf geringere Strafen erkannt.


