»uch Moni anfregen.
welch»» tzie in beglaubigter Form am nun Papste« an die ttorbinält, eine Manifestation, in bas letzte Pfarrhaus der Christenheit and katholischen Deutschen, über unser Vaterland,
Wallfahrten, die der Erz. offen. Der „Attila", den die „Ruinen", die w®ar*
Glänzen. Der Epnismus, »it bekannt gewordene Ansprache des die ihren Weg zn finken hat b's bis in die dürftigste Hütte eines über die Politik unseres Kaisers
Big * w dmet in Äolge dessen der Allccation an der Spitz« ihres heutigen Blattes folgend« Zurückweisung:
Zwischen gestern und heute ist der authentische Wortlaut der päpstlichen Alloeution toe 23. d. M zu unserer Kenntmß gelangt. Wir haben «hn tor Lugen: in lateinischer Sprache gedruckt „in Aedibus vnticanis“ ; das Titelblatt trägt das päpstliche Wappen, dem di Bilder der Apastel Petrus und Paulus zur Seite stehen Ieker Zweifel über die Echtheit ist ausgeschlossen. Und doch sollte »an seinen Bug n nicht trauen 1 Wir haben es mit eine» Doeuwent zu thun, welches so wenig anständig ist, daß eine wörtliche Wiedergabe seines Inhalts ans begreistichen Rücksichten sich lon selbst verbietet. Was wir gestern begonnen haben, unfern Lesern mitzutheilen, und wovon wir heute den Schloß fo'gen lassen, ist die Urherstzung einer italienischen Version, welche — wohl nicht ohne Absicht — die beispiellosen Härten des lateinischen Originals bis zur Unkenntlichkeit gemildert hat. Diese mildernde Entstellung war dem jesuitischen Organ „Cocr della Ceritä zu verdanken. Und so ist selbst die Alles wagende Kühnheit des um feindlichen Ordens davor zurückgeschreckt, die volle Graßheit der Ausdrücke zu wiederholen, deren das Oberhaupt der katholischen Kirche sich zu bedienen nicht unter seiner Würde fand. Gewiß ein Vorgang ohne Beispiel! Wer wollte nicht das religiöse Gefühl seiner Mitmenschen, seiner Mitchnften schonen? Unsere katholischen Landsleute verehren in Pius IX. das geheiligte Oberhaupt ihrer kirchlichen Gemeinschaft. Wir waren wahrlich die Letzten, die auch nur mit einer Andeutung uns in Widerspruch setzen möchten mit der achtungswerthen Pietät einer großen Anzahl unserer Leser. Wir zögern nicht auszusprechen, daß für den Inhalt dieses politischen Blattes die Verantwortung von einem Manne getragen wird, der ein Mitglied der katholischen Kirche ist. Auch abgesehen davon bisteht kein Zweifel, daß die hohe Stellung, welche der Papst einnimmt, der ^Nord-
hiesigen Zeitungen bisher nach eer Voce della Ctritt » tgetheilten Sollen Berlin, 30. Derbe. Die .Börs.-Ztg.- melket dis bevoestehende Gründung wesentliche Abschwächungen in jene» Blatte erlitten hätten. Die „Nardt. BOg. einer katholischen Bank i» Beil n, bei we.chem Unternehmen die katholische Art»
Rranfrrict).
Paris. Das „XIX. Sivcle" äußert über die bilchof ton Paris ungeordnet hat: „Sprechen wir Ihr in Weihwasser erlaufen wollt, ist die Republik; raren" sind wir, die Republikaner, die Mehrheit
Verlill, 3. veebr. Die widersprechenden Angaben einiger Eorrespon- denzen von hier in verschiedenen Blättern über die Eivilthe scheinen, »ein irgend. w>« Gewicht darauf zu legen, den Beweis zu liefern, daß ein Entscheid in dieser Sache noch nicht erfolgt, jedenfalls noch nicht bekannt ist; bald soll der Entwurf schon fett vierzehn Tugen ans de» Staatsministerium in das Eab.net des Kaisers gelangt sein, was zum mindesten der Bestätigung bedarf und schwerlich richtig
und der deutschen Regierung sich ausgelassen hat, ein Cynismus, der es nach unfern geltenden Strafgesetzen unmöglich wacht, die Einzelheiten hier zu wiederholen, darf nicht ungerügt bleiben. Scheint es doch, als ob das Oberhaupt de» Kirche den Verlust seiner Stellung als weltlicher Souverain nunmchr aeceptirt, indem es daraus verzichtet, die Sprache eines Herrschers und Königs zu führen tznd herabsteigt in die Arena demagozischlr Deredtsamkeit, die freilich vollen Spielraum gewahrt, die Waffen der Verleumdung und der Lüge zn führen und Schmähworte in den Mund zu nehmen, deren ein Souverain sich zu schämen hätte gegenüber seines Gleichen. Wir können unmöglich nur in das Gewand eines Referat« die Beschuldigungen einkleiden, welche P.us IX. sich gestattet hat, gegen einen Monarchen zu schleudern, der, wie unser Kaiser Wilhelm, e« stets für seine oberste Regentenpflicht erachtet, die Gewissen«- und ®lauben«freibeit seiner verschiedenen Eonfessionen angehörigen Untertanen in silbstverläugnender Strenge zu refpectiren. Wir vergessen auch heute keinen Augenblick die Erhaben Helt der Stelle, von welcher au« die ehrenrührigen vorwürfe gegen das Oberhaupt des Deutschen Reich« geschlendert sind. Aber, indem wir uns sagen, daß die Ehrenkränkung de« Deutschen Kaiser« eine um so unverzeihlichere Beleidigung Unserer Nation enthält, je höher die Autorität dessen ist, der feinen religiösen Beruf in so unerhörter Weife zur Herabsetzung der Obrigkeit, welche Gewalt von Gott hat, zu mißbrauchen sich nicht enlblöOet, beschwichtigt unsere moralische Ent- rüftung über eine so kolossale Unverschämtheit sein Ausdruck au« dem Wortschatz der Alloeution) nur das Bewußtsein der unabweislichen Nothwendigkeit, daß rm Wege der Gesetzgebung unverzüglich die Gränzen gesteckt »erden zwischen Staat und Kirche. Diese Gesetzgebung ist eine Lebensfrage (jir das Deutsch. Reich.
Berlin. In einem Artikel über den Rücktritt des Fürsten Bismarck vom Ministerpräfiüium führt die „Provincial-Eorrespondenz" aus, es habe sich darum gehandelt, daß Fürst Bismarck, aus dessen schöpferischen Ideen die seitherige Gc- paltung der Reichspolilik im engsten Zusammenhänge mit der Eatiickelung Prenßees entstanden sei, auch ferner die Seele der deutschen und der damit zusammruhäa- genden preußischen Politik zu bleiben vermöge, ohne von der Last allseitiger Amts- pflichten und Sorgen erdrückt zu werden. Das preußische Ministerium verbleibe auch legt noch ein Ministerium Bismarck. Die preußischen Minister erwarten und Verlangen, daß der Reichskanzler ihr eigentlicher und rechter Präsident bleibe. Die Minister werden ihre höchste und ehrenvollste pol't sche Ausgabe immer darin erkennen, dem großen Staatsmanne, welcher der preußischrn und deutschen Poln k feit zehn Jahren den Stempel seines mächtigen Geistes verliehen, die Dnrchsüh- rang seiner Ausgaben für das Gesammtvaterland in jeder Beziehung erleichtere, zu helfen. Das ist die Bedeutung der jüngsten Veränderung des prenß.schen Ministeriums. Daraus ist zu erkennen, daß es sich keineswegs um eine Lockerung b<r Beziehungen zwischen der preußischen und der R ichsregieruug, nicht um eine Lossagung des Fürsten Bismarck von dem Einflüsse auf die innere preußische Eni- Wickelung überhaupt Hankle, foudern nur um Befreiung desselben von der spe- eiellen Ministerverantwortlichkeit für die Gesammtheit der inneren Verwaltung behufs fernerer Erfüllung feines großen Berufs für die höchsten Aufgaben Preußens . und Deutschlands.
noch nicht erlaubt hat, die Republik umzustürzen. Ihr begnügt Euch zu rufen: Wollte es Gott und roch dazu ohne g'vße Hoffnung, erhört zu werden; Venn Ihr sprecht von nichts Geringerem, als durch Gewalt zu erobern, was Ihr durch Bekreuzen n cht erlangen tonnt.N
Paris, 26. Deebr. Aus Rumen (Ren-Ealedonien) wird der Indepen- dance gemeldet, daß der erste Schub der Deportirten erst am 29. September ae
ßckeatie Schlesiens, in deren Mitts das Projeek reifte, durch hervorragend« 9kmen beteiligt fei Die Geschultste,tuog soll durch «men westphälischen Abgeordneten, der zu diesem Zwecke aus de» Abgeordnete,Hause und ans de» Staats- Vienste aussche den wird, übernommen werden.
Verlill, 3L D-ebr. Die „Börs.-Ztg." zeigt an, daß «in ganz außerordentlicher Andrang neuen Druck.r-Personals ihr regelmäßiges Wiedererscheinen sicher«. Dies.Ide veröffentlicht die Ramm der ohne Kündigung Ausgetretene»— Di« heutige Nummer der „Germania" ist eonßstirt worden,
Köln, 30. Deebr. Der „Köln. Zig - wird aus Rem vom heutigen Tage gemeldet: Legationssecretär Stumm thnlte dem Eardinal Antonelli mit, daß ihm der Befehl zugekommen sei, unbestimmten Urlaub zu nehmen. Derselbe reiß heute nach Berlin ab.
Kassel, 29. Deebr. Die Verhandlungen mit der großh. hessischen Regierung wegen käuflicher Abtretung ihres Antheils an der Main - Weser - Bahn (Gießen-Dortelweil) an den preußischen Staat find wieder ausgenommen wordeu. Wie wir vernehmen, tagt hier gegenwärtig eine Eommifsion für Verabredung u.>d Feststellung der näheren v.rtrogsbeßimmungen; als öoem ffare fungirrn für Preußen geh Oberdaurath Weißbrot (Ministtnal-Referent in Eisenbahn Angele- grnheiten) von Berlin und für Hessen der Ministerialrath Schleiermacher ans Darmstadt.
Pofell, 29. Deebr. Die Posener Zeitung meldet: Der Minister Falk hat euiichredcn, daß beim katholischen Gottesdienste an dem Gymnasium zu Wo»- growrec nicht die polnische, sondern die deutsche Spruche anzuwenden sei; wenn der Erzbilchos dies nicht erlauben »olle, so dürfe gar keine Predigt in der Kirche gehalten werden, sondern der R«ligionslehrer habe den Schülern die €inn- und Fetertaas-Evangelim in der Elasse deutsch zu erläutern.
Posen, 30. Deebr. Die „Po'rner" und die „Ostdeut che-Zeitung", welche trotz der amtlichen Warnung die Deutschland betreffende Stelle der päpstlichen Alloeution veröffentlichten, wurden mit Beschlag belegt.
deutschen Allgemeinen Zeitung" die Pflicht einer Zurückhaltung auferlegt, an welche sich die meisten Organe der öffentlichen Meinung in Drntfchland keineswegs für gebunden erachten. Aber Alles hat seine ~
, . der Franzosen. Richt eins Wallfahrt unternehmt Ihr, sondern einen Kreuzzug. Ihr zieht aber nicht in oen Krieg mit dem Rule: Gott will es! Denn Ihr gesteht ja selbst ein, daß feit zwei Jahren Gott gegen Sure Bitten taub geblieben ist", indem er Euch
6orb der „Danae* nach einer Uebersahrl von 142 lagen eintraf. Alles ping gut; nur um Vorgebirge der guten Hoffnung machte Assp einen Fluchtversuch, indem er in'« Meer sprang; einige Revolveeschusse wurden ihm nachge- schickt, ohne ihn jedoch zu erreichen; aber eine Schaluppe wurde ausgesetzt, dis den Flüchtling aussischte und zu seinen Leidensgenossen zurbcksührte. von den 249 Deportirten sind 185 für die Ile des Pins und 64 für di« bes.stigte Halb- infel Ducas bestimmt; unter letzteren befindet sich, jedoch nicht als Gefangener, eine Knabe von acht Jahren, Rrgdre. Die P nientnsel (Äunie) liegt 30 See- •eilen südlich von der großen J,,.l Neu - Ealedonien, bildet ein dürres Hochland, aber ist von eine» Kranze von Land umgeben, das culturfähig sein soll, weil es durch die von den Höhen herabkowm<nden Bäche be»äss«et wird. Auf der Halbinsel Dueos gibt es kein flt«ßendes Wass-r. Aus der Landenge zwischen der Halbinsel Dueos und der I-sel sinv Gendaewerie-Brigaden stasselsörmig auf- ^stellt; Vie Wache auf der Halbinsel wird von Hanne • Infanterie versehen. E»mmandant der Halbinsel ist Schiffs-Lieutenant Pouzels, öommanbaet der ’ptnieninfel Schiffs. Lieutenant Duchet; Drector der Deportation ist Eharlou, Marinecomwisssr.Be,geordneter, der im Hauptoete wohnt und seine Befehle Gouverneur, Schiffs - E.pitän de la Rkerte, erhält; leg erer ist zugleich Divi- sions'Eyef der Loealflation. Die Deportirten werden in Holzhauschen, mehrer« Individuen beisammen, untergebracht, von Rumen steht man auf der Halbinsel m4l«. Die Hänschen stehen in einem Thale, das sich nach dem «een öffnet unb vor dem auf K.ncnenschußweite die Insel Nu liegt, die zum Eentral-Depot 'ür diejenigen dient, welche zu Zwangsarbeiten verurthellt werde» vor der Küste liegen mehrere Kriegsschiffe der Station, welche dt« Deportirten an der Flucht zu Rüchen oder aus eia vorüberkowmendes Schiff zu verhindern habe».
^acis, 29. Deebr. Doppelzü»gigkeit gehört I» der Diplomatie, wie die Franzotrn sie ausgebildet Haden, zum Handwerke; inveß zwei diplomatrsche Z»»- gen zugleich in Rom koonien unmöglich »om Guie» fein. Thiers hat eine Thor» «ert begangen, die sich jetzt rächt, sollte ober aus der jetzigen verlegenhett ein« ?esiaugung de« vnnatürl'chen Zustandes sich ergehen, so wird eie Zerwürsniß ■it der italienischen R<gterang nicht ausbleiben. Sehr richtig, obwohl viel zn nachsichtig gegen Thiers, äußert das Journal des Debats: „Wir sehen nicht ein, aus welchen Gründen Frankreich in Slon eine doppelte Vertretung habe» soll: eine beim König von Italien, di« andire beim heil. Stuhle. Wir begreife» eobl die Sicherheits-Gründe gegen die Pe.son des Papstes und In politischen ®,uutr S'g" bedeutenden Theil ter Rationalverjammlung, welche zur Ans- rechthaltung einer Gesandtschaft am römischen Hofe bestimmen; aber doch nur unter Cer Bedingung, daß diese lediglich nur ehrerbietige Hnlngung feine poli- tiieten Schwierigkeiten erzeugt... . Wir begreifen das fchonente Verfahre», wel-
fcred t<r letttn SOecutlei |l« H|t ref*<t mrt t« g.dri,t «r- 6,e6<:t<a tn Rem i ,,r*li**
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