Ausgabe 
31.5.1872
 
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Gestorbenen der mittlere Durchschnitt auf nur 1554 Rlhlr. Im Ganzen waren während des vorigen Jahres 1,536200 Rthlr. für 904 Sterbefälle zu vergüten. Der Fonds der Bank stieg durch obigen Zuwachs auf 18,252709 Nthlr. und umfaßt 14,304283 Rthlr. Prämienreserve und Prämienübertrag, sowie 3,599182 Rthlr. reine Ueberschüffe. Letztere kommen in den nächsten 5 Jahren als Dividende an die Versicherten (1872 mit 37 Proc. der Prämie) zur Vertheilung-

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 30. Mai. Da gestern schon die Ultimo-Liquidation so ziemlich be­endigt war, und auch die auswärtigen Börsen festere Stimmung bekundeten, entwickelte sich heute auf speculativem Gebiete ein nicht unbeträchtlicher Verkehr in Mediokäufen, und waren e- vor­zugsweise StaatSbahnactikN, für welche größere Kauflust vorhanden war, trotz der abermaligen enormen Mindereinnahme von 396,000 fl. Bei 369V, per comptant und 37i)i/4 Per medio routben bedeutende Summen in diesem Effect umgesetzt, waS später allerdings nachlteß. Doch behaupteten sich obige Eour|e ziemlich fest. Ereditactien waren heute weniger beliebt und stag- nirten bci 348, während dagegen Lombarden mehr Beachtung fanden und bei 2101/» zahlreich ßefauft wurden. Nationalbankactien verkehrten bei guter Frage und notirten 870. Andere Bank­papiere kränkelten an Verkaufslust, namentlich auswärtige Institute. Nur ProvinzialdiSconto hielt sich sehr hoch und war vielfach gesucht. Deutsche Vereinsbank bei billigerem Preise mehrfach aus dem Markt genommen. Frankfurter Wechslerbank offerirt. Dagegen erholten sich österreichische Bahnpapiere wieder etwas, und wurden junge StaatSbabn, Elisabeth, Franz-Joseph und Vorarl berg.-r gern gekauft. Von deutschen Linien waren Hessische LudwigSbahn, Oberheffen und alte Bayer iiche Ost gefragt und eine Kleinigkeit höher. Von Prioritäten ging Einiges in Alföld und neuen Lombard n bei guten Eoursen um. Ungarische Ostbahn-Prioritäten offerirt, ohne Nebmer zu finden waö bei den Vorkommnissen bei dieser Bahn ganz erklärlich ist. Süddeutsche Staats Papiere kamen im Tauschverkehr hie und da vor. Lebhaften Vcrk hrS erfreute sich österreichische Silberrente, welche bis 649/16 bezahlt wurde. Von ungarischer Eisenbahn-Anleihe ging Einiges um. Loo|e waren heute etwas matter, mit Ausnahme der österreichischen 1860er, welche an­dauernd gesucht bleiben. Auch Braunschweiger hie und da gefragt. Auf amerikanischem Gebiet l machte eine Wachlngtoner Depesche wegen der Alabamafrage einigen unangenehmen Eindruck L Loch verkehrten 1881er und 1885er, wie auch 1882er StaatenbondS bei festen Eoursen während für Bahnen nur selten Käufer, wohl aber genug Verkäufer zu finden find.

BSreeMAchrichten.

30. Mai 1872.

Preuss. 4Vi% Oblig. Frankf. 3i/a% Obi. 873/4 Nass. 4i/ao/o ObJ. 995/g Kurhess. 4% 94>/g Gr. Hess. 5°/g Obi. 102y2 " n <% . 98i/2 » n ZV,«/» 92

Bayer. 50/0 1001/2

» 41/2 0/0 1jährige 1001/1

40/o 1jährige 943/8

Würtemb. -H/go/0 Obi. 993/4 Baden 4i/2% Obl.o. E. L. 997/8

Oeaterr. Silberrente 641/2

Papierrente 58 Spanier, neuest. 3% 295/g Amerik. Bonde 1881r 993/4

* 1882r 963/g

w 1885r 97%

» » 1887r 973/4

A et 8 en.

b'rankf. Bank 142

Frankf. Vereins-Kasse 1291/g

Darmst. Bankact. 470

Wien Bankactien 871

Oest. Creditaot. 349

Galizien 267

Aetien.

50/g östr. F. St. E. B. 3701/2

Lombard. Bahn 2111/2

Ludwigsb.-Bexbach 204

Maibahn

Bayer. Ostbahn 145 Rhein-Nahebahn-Aot. Hess. Ludwigsb.-Aot. 1833/e

Oberhessen 821/2

Wechsel.

Amsterdam k. 8. 983/e Augsburg k. 8. 993/4

Berlin k. 8. 104% Bremen k. S. 963/8

Brüssel k. 8. 933/4

Hamburg k. 8. 873/4

Leipzig k. 8. 105

London k. 8. 119

Prioritäten.

3% Öster. Stsb.-Prior. 587/a 3O/o öst. s. Lombard 51 30/g Llvorneser 397/g 5°/0 Toscaner 623/4

5% Elisabeth.-Prior 831/2

Ido, II. Emise. 821/4

Anleheneloose^

Kurh. 40 Thlr. Loose 72%

Nassau 25 fl. 41

Braunschweiger 205/g 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39 4% bayr. Präm.-Ani. 1123/4 Ansbacher 7 fl. 4% badische Loose III1/4 Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 85 1858r Prioritätslooge 199

Lyon k. 8.

Paris k. 8. 93 V2

Wien k. 8. 1041/4

ditto m. 8. 104i/8

ditto 1. 8. 104i/g

Disconto 4 %

Geldeorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 57i/258i/2

Pistolen . . 9 4042 n doppelte 9 4042

Holl. fl. 108t. 9 5355 Ducaten . . 5 33 -35 20 Frankenst. 9 2223 Engi. Sover. 11 5153 Buss. Imper. 9 4143 Dollar in Gold 2 2627

1860r Loose 93i/8 1864r 1581/2

Stadt Florenz

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22 Hofraithe in der Brand-

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Arbeitsverfteigerung.

100

Feilgebotenes.

Frische Butter

3) Schreinerarbeit,

4) Wetßbinderarbcit,

5) Herstellung einer Brunnen­wasserleitung, veranschlagt zu

Wieseck, den 30. Mai 1872.

450 fl.

100

20

82

2659) Bei Heinrich Lampus in der Sonne" sind gute Kartoffeln, sowie gutes Korn- und Gerstenstroh zu verkaufen.

5) Vormittags um 11 Uhr in den Gemar­kungen Göbelnrod und Saasen von circa 70 Morgen (am Moorensee);

Montag den 17. Juni l. I.,

6) Morgens um 9 Uhr in den Gemar­kungen Leihgestern, Schiffcnberg und Watzenborn von 96 Morgen (im Ge­meindehause zu Watzenborn);

Mittwoch den 19. Juni l. I.,

7) Morgens um 9 Uhr in der Gemarkung Alt-Buseck von 22 Morgen (bei Wirth Krämer HL daselbst),

Heugras-Versteigerungen bei dem Großherzoglichen Rentamte Gießen.

2650) Das diesjährige Heugras von den t Großherzoglichen Domanialwiesen wird ver- F steigert:

Versteigerungen.

2652) Donnerstag den 6. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause die l Heinrich Carl Magnus dahier gehörige Flur Nr. lUKlftr.

a. Flur XXVIII Nr. 34-2 Morgen 54 Klftr. groß, auf der Stockwiese,

ß. Flur XXVIII Nr. 43 - 338 Klftr. groß, daselbst,

T- Flur XXVIII Nr- 61-1 Morgen 230 Klftr. groß, daselbst;

b. von Johannes Jung II. zu Wie­seck erkauft:

Flur XXVIH Nr. 36 =» 1 Morgen 185 Klftr. groß, daselbst;

e. von Christian Müller Wittwe u. Kinder zu Gießen erkauft:

a. Flur XXVIII Nr. 35 - 1 Morgen 198 Klftr. groß, daselbst,

ß. Flur XXVIII Nr. 66 - 279 Klftr. groß, daselbst;

d. von Louis Le 0' s Eheleuten zu Bens­heim erkauft:

Flur XXVI Nr. 202 - 2 Morgen 257 Klftr. groß, in den Stolzenmorgen;

10) Nachmittags um 3 Uhr in der Gemar­kung Gießen von 132 Morgen der Weid-, Burg-, Ochsen- und Weiden- strauch-Wicse (im Gasthaus zum Pfau daselbst.)

Die Großherzoglichen Wiesenwärter find angewiesen, den Steigliebhabern auf Ver­langen die Wiesen vor der Versteigerung zu zeigen.

Gießen, den 28. Mai 1872.

Großherzogliches Rentamt Gießen.

L y n ck e r.

Arbeitsversteigerung.

2654) Montag den 3. Juni, Vormittags 11 Uhr,

sollen auf dem Rathhause zu Treis an der Lda. die nachfolgenden Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden, als:

1) Steindeckerarbeit an der Kirche, ver­anschlagt zu 136 fl.,

2) Weißbinderarbeit am Schulhause, ver­anschlagt zu 129 fl. 8 kr.,

3) Steinfahren, Steinsetzen und Stein­klopfen, veranschlagt zu 157 fl. 20 fr.,

4) Grabenarbeiten, veranschlagt zu 66 fl.

Großherzogliche Bürgermeisterei Treis an der Lumda.

I. A.:

L. Hahn, Bezirksbauaufseher.

Wieseck von 135 Morgen (bei Wirth Dorfeld daselbst.)

In der Gemarkung Wieseck kommt noch das Heugras von den nachstehenden, neu angekauften Wiesen zur Versteigerung.

a. Von Lehrer Schlapp zu Rödgen er­kauft :

Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang.

2632) Gartenspritzen, verbesserte Art und sehr leistungsfähig, von 4 fl. an bis zu den größten fahrbaren zu billigen Preisen, bei I. G. D. Bapst.

2653) Dienstag den 4. Juni d. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen nachverzeichnete Arbeiten auf dahiesi- ger Bürgermeisterei versteigert werden: ;

1) Brechen, Fahren u. Setzen von 220 Cub.-Metern Steine nebst Chaussirarbeit, veranschlagt zu

2) Steindeckerarbeit,

5) Planirarbeit, oeranschl. zu 66 fl. 40 kr., 2651) Drahtgewebe u. Drahtgeflechte, 6) Chausstrarbeit, 186 40 «sowie Speiseschränke, Geldkörbe, Sturr-

7) Stemfahren und Sieinsetzen, veran- » f - schlagt zu 246 fl. 40 fr.

Treis a. d. Lda., den 31. Mai 1872.

5 Pfd. an ä Pfd. 25 kr., bei (2669)Wallach & Jughardt.

Fortgesetzter Ausverkauf bei Karl Fuhr, am Kirchenplatz, ganz besonders werden empfohlen: Figuren von Steingut, worunter Büsten von Kaiser Wilhelm und Kronprinz in Lebensgröße; eine große Parthie Glasleuchter; Deckelgläser und Liqueurservice; Kleiderbürsten, Zahn- und Nagelbürsten, Fristrkämme und Kamm- reiniger; Hosenträger und Strumpfbänder; Cigarrenetuis und Porte­monnaies, Notizbücher und Necessaires; für Comptoirs: Tinten­fässer, Federhalter, Bleistifte, Briefwaagen, Briefhalter, Briefbeschwerer, Feberrciniger rc. rc.

Verkauf unter Fabrikpreisen.

(2630) Mar Pilger.

ses Katz in Groß-Buseck, als Bürgen ein­gestellt haben. Es werden demnach die un­bekannten Gläubiger des Samuel Katz unter Gestattung der Acteneinsicht aufge­fordert, so gewiß binnen drei Wochen ihre etwaigen Einwendungen gegen das Arran­gement dahier vorzubringen, widrigenfalls dasselbe bestätigt und in Vollzug gesetzt werden wird.

Gießen, den 8. Mai 1872.

Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher, A. Bramm, Landrichter. Landger.-Assessor.

Mittwoch den 12. Juni l. I.,

1) Morgens um 10 Uhr in der Gemarkung Butzbach von 9 Morgen 27V< Klftr. (bei Gastw. Adam Joutz daselbst);

Donnerstag den 13. Juni l. I.,

2) Morgens um 10 Uhr in der Gemar­kung Grünberg von circa 45 Morgen (bei Wirth Baist im Taunus),

3) Nachmittags um 3 Uhr in den Gemar­kungen Queckborn und Harbach von 28 Morgen (bei der Sommersmühle);

Freitag den 14. Juni l. I.,

4) Morgens um 9 Uhr in der Gemarkung Lindenstruth von circa 22 Morgen (bei den Wiesen selbst),

Besondere Bekanntmachung.! 8) Vormittags gegen 11 Uhr in der Ge- ' 0 marknng Staufenberg von 25 Morgen

der Sorauwiese (bei Wiesenwärter

VlllUilUVUUq. Walther zu Daubringen);

2455) Nachdem von Großherzoglichem Donnerstag den 20. Juni l. I., Hofgericht der Provinz Oberheffen über das! 9) Morgens um 9 Uhr in der Gemarkung Vermögen des Samuel Katz von Stein- an^r"e - -

dach der förmliche Concursprozeß erkannt worden, hat dieser mit einem Theil seiner Gläubiger ein Arrangement abgeschlossen, für dessen pünktliche Erfüllung sich die Brü­der des Samuel Katz, nämlich Feist und Vogel Katz in Steinbach und Mo-

685) Liebig's Fleifchextract, achtes, von Fray Bentos, und Condenfirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk- Comp. in Cham (Schweiz), in frischer Sendung, empfehlen I. A. Busch Söhne.

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gaffe,

unter den bei der Versteigerung bekannt ge­macht werdenden Bedingungen, meistbietend i versteigert werden.

Gießen, den 29. Mai 1872.

In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann.

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I. A. Busch^hne.