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Aus Bayern, 27. Aug. Dem „Vaterland" wird anläßlich der Reise de- veutschen Kronprinzen durch Bayern und Württemberg u. A. geschrieben: Der „deutsche Reichs-Kronprinz" versteht e« besser als manche andere höher gestellte Hoheiten, sich in Deutschland dem Volk zu nähern und dasselbe für sich zu be- gtiftern. — Diese Bemerkung ist nicht neu, andere Leute haben sie auch schon gemacht; pikant ist sie bloS im Munde eines Correspondenten des „Vaterlandes".
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Frankreich.
Paris, 25. August. Die Blätter beschäftigen sich mit einem Artikel der „Liberty" über die Eisenbahnverbindungen im Norden und Osten für den Fall des Krieges mit Deutschlands. In Nord und Ost ist Frankreich durch die Plätze MeziöreS, Verdun, Toul, Chaumont, Langres, Luneville, Vesoul und Belfort gedeckt. Diese Plätze, welche die erste VertheidigungSlinie bilden, sind in rasche virecte Verbindung unter sich und mit der zweiten Linie zu setzen. Bis jetzt sind aber Vesoul und Belfort bloS gut verbunden. Um dagegen von Dijon nach Langres zu kommen, muß man einen großen Umweg über Auxonne und Gray machen. Die direkte Linie Dijon-LangreS ist seit zehn Jahren von den großen Bahngesellschaften zurückgehalten worden. Der Bahn von Luneville über Epinal und Langres nach Chaumont fehlt die Ergänzung einer Bahn von Epinal nach Neufchateau. Die Linie von Chaumont nach Toul ist bis Neufchateau fertig; 40 Kilometer trennen Neufchateau noch von Toul. Die wichtigste Linie aber
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Wären diese Einwendungen begründet, so ließe Eure Menschen- und Vaterlandsliebe belohnt hat! Doch das ist Euer Loos auf sich allerdings nichts mehr dagegen sagen; aber tue Untersuchung, welche yre Erden. Verfolgt sollt Ihr werden! Ist schon die ganze Kirche eine streitende ganze Aufmerksamkeit auf diesen Punkt lenkte, hat ermittelt, daß sie Udes Anhaltes uud deshalb der Verfolgung geweiht, so muß dies erst recht von ihren besten entbehrten. Den Behauptungen des Marschalls Bazaine stellt sie das Zeugnitz
Streitern gelten! Als einst der große Stifter Eures Ordens auf dem Sterbe- eines ehrenwerthen Vertreters des Departements Meurthe-et-Moselle entgegen, wel-
bette lag, da flehete er zu Gott: „Gib, o Herr, daß meine Jünger stets von chen wir noch nicht nennen dürfen, der aber als Maire einer bedeutenden Gemeinde der Welt verfolgt werden!" Nun wohl, das Wort des Stifters hat sich jetzt in der Nähe von Briey, und weil er von der Militärautorität mrt dem Ver-
wieder an Euch bewährt und Ihr habt der Welt gezeigt, daß Ihr feine wahren pfiegungsdienste betraut war, in jenen unheilvollen Tagen eine bedeutende Rolle
Jünger seid.....Der Scheidegruß schließt mit folg-nden Worten: Fast Alle von gespielt hatte. Aus den Dokumenten (Depeschen, militärischen Ordres und son-
Euch wandern jetzt über den Rhein, doch nur dem Leibe nach. Euer Geist bleibt stigen Schriftstücken aller Art), welche dieser Abgeordnete lieferte, geht klar herzurück, und den kann man nicht bannen. „Fürchtet nicht Die, welche den Leib vor, daß zu der Stunde, da der Marschall Bazaine sich weigerte, die Richtung tödten, über den Geist aber keine Gewalt haben" sagte Derjenige, von dem Ihr Briey-Longuyon einzuschlagen, dte Verbindungen zwischen der Rhetnarmee und den Namen habt und mit dem Ihr Haß und Verfolgung theilt. Das ist auch Paris nicht abgeschnitten waren. Ueberdies hatte der Marschall auch aus sicherer unser Trost, und in ihm wollen wir muthig weiterstreiten und ausharren, bis Quelle die Anzeige erhalten, daß er in Verdun Lebensmittel vorfindm wurde. Ihr _ wiederkommt! In der That war am 14. August auf dem Bahnhofe Longuyon von Pans em
Nun, dieser Tag, an dem die Jesuiten wieder in das deutsche Reich zurück- Provianttransport angekommen, welcher 150,000 Rationen Brod, Rei-, Kaffee, kehren und ihre Wirksamkeit wieder aufnehmen dürfen, wirb, so hoffen wir, fern Branntwein, Zucker u. s. w. enthielt und nach Verdun dirigirt werden sollte, und bleiben. DaS aber steht fest, daß dieser Scheidegruß das Möglichste leistet, um am 15. Abends wurden diese Vorräthe mit zahlreichen in dem ganzen Cantone die Thatschen auf den Kopf zu stellen, gleichwie es auch Niemand bestreiten wird, requirirten Fuhrwerken nach Verdun geschafft. Wenn der Marschall Bazarne die daß die „Germania" nach solchen ungehindert die Oeffentlichkeit passinnben Ex- Ardennenstraße eingeschlagen hätte, so hätte er auf der ganzen Linie der Eisen- pectorationen sich über die Handhabung der Preßfreiheit nicht beklagen darf. Daß bahn Munition gefunden; auf dem kleinen Bahnhofe Longuyon allein befanden
die Jesuiten übrigens ohne Sang und Klang über den Rhein ziehen, kann ma sich 25 mit Schießgeräthen ungefüllte Waggons, die später nach dem Innern
nach den Vorgängen in Essen gewiß nicht behaupten; sie haben dort verstanden, zurückgezogen werden mußten, als der Befehlshaber der Rheinarmee den verhäng-
sich ein ganz nettes Abschiedsständchen zu bereiten. nißvollen Beschluß faßte, sich unter die Mauern von Metz zurückzuziehen. Alle
Fulda, 26. Aug. Die „Germania" läßt sich von hier in Bezug auf die diese Thatsachen sind unwiderleglich dargethan; die Untersuchung hat die Depeschen im Monat September hier stattfindende Zusammenkunft von Bischöfen folgendes in Händen, die Anzeigen, welche diese Transporte von Lebensmitteln anmeldeten, Nähere schreiben: Dte diesjährige Zusammenkunft steht in kein r directen Be- und sogar die Empfangsbescheinigungen der Eisenbahnverwaltung; zum Ueberfluß ziehung zu den Fragen, welche jetzt dte Gemüther in so hohem Grade deschäfti- hat der Untersuchungsrichter General de Rtviere auch noch durch besondere Bergen, sondern ist durch dte Vereinbarung geboten, nach welcher die deutschen (nicht trauenSpersonen Erhebungen an Ort und Stelle pflegen lassen, welche alle diese bloS preußischen) Bischöfe alle zwei Jahre im September in Fulda zusammen- Thatsachen lediglich bestätigten. Der Rückzug nach Metz bleibt also, von dem kommen wollen und mit der Bestimmung des Tages den Präsidenten beauftragt Avis des Marschalls Mac Mahon ganz abgesehen, auch als selbstständiger Act
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Präsidien von der Allerhöchsten Willensmeinung in Kenntniß gesetzt und ersucht, die untergebenen Behörden hiernach mit geeigneter Instruction zu versehen.
Die „Ess. Ztg." schreibt unterm 27. August: „Die Jesuiten Haven gestern unsere Stadt nach mehrjähriger Wirksamkeit in derselben verlassen. Die hiesigen katholischen Blätter enthalten folgendes Inserat: „Bei unserem Abschied von Essen fühlen wir uns gedrungen, unseren zahlreichen Freunden aus der Stadt und Umgegend für das geschenkte Zutrauen, die außerordentliche Liebe und rührende Theilnahme unseren innigsten Dank auszusprechen. Mit dem Versprechen, ihrer auch in Zukunft beim heiligen Meßopfer eingedenk zu sein, empfehlen mir uns ihrem Gebete, und rufen allen ein herzliches Lebewohl zu. — Essen, den 26. August 1872. Die Patres der Gesellschaft Jesu." — Nach den letzten unruhigen Togen folgte gestern eine ganz außergewöhnliche Ruhe und Stille, und find Unordnungen rc-, mit Ausnahme eines Falles, nicht weiter vorgekommen. Man hat es nämlich nicht unterlassen können, nächtlicher Weile das Oberfenster
des Eingangs zur Loge mit Steinwürfen zu zertrümmern, und ist dadurch auf's Neue documentirt, daß die Lust zu Exceffen noch nicht vollständig erloschen ist. Die beiden Bataillone Infanterie bleiben einstweilen auf unbestimmte Zeit
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noch hier.
Die „VolkS-Ztg." enthält hinsichtlich der seiner Zelt auch von uns ge- meldeten Beschwerde der Ultramontanen über Verletzung des Briefgeheimnisses folgende Zuschrift des kaiserlichen General-Postamts vom 26. August: Mit Bezug auf das diesseitige Schreiben vom 20. v. M-, betreffend die Beschwerden des Kaufmanns I. N. Racke in Mainz und der Redaction der „Kölnischen Volks- Zeitung" über angebliche Unregelmäßigkeiten bei Beförderung der an sie gerichteten und von ihnen ausgehenden Briefe, wird die Redaction der „Volks-Zeitung" ergebenst benachrichtigt, daß die in dieser Angelegenheit veranlaßte eingehende Untersuchung nunmehr beendigt ist. Nach dem Ergebniß derselben hat weder von Herrn Racke, noch von der Redaction der „Kölnischen VolkS-Zeitung" der Beweis _ .....-........... .
arfübrt werden können, daß bei den an sie avressirten oder von ihnen abgeschickten wird die von Toul nach Verdun und MeziöreS, dte von Commercy am Unten ®Hefen in irgend einem Falle eine Verletzung des Briefgeheimnisses seitens eines Maasufer entlang gehen muß. Toul und Verdun werden künftig Straßburg und Postbeamten vorgekommcn sei. In Betreff eines, von Herrn Racke abgesandten Metz ersetzen, und letztere Bahn die frühere von Belfort nach Straßburg dem Briefes ist allerdings festgestellt worden, daß derselbe dem Adressaten mit ver- Rhein entlang. Die strategischen ErganzungSbahnen werden eine Gesammtstarke letztem Couvert zugegangen ist; nach den stattgehabten Ermittelungen muß aber von 450 bis 500 Kilometer betragen. Wir führen diese Skizze nur als Beleg als unzweifelhaft angenommen werden, daß diese Verletzung lediglich in Folge an, wie sehr man sich in der Republik des Herrn ThlerS fortwährend mit dem der mangelhaften Beschaffenheit des zu dem Couvert verwendeten Papiers ein- nächsten Kiiege beschäftigt. Einstweilen verspottet das officiose „Bien Public getreten war. Eine nähere Feststellung in dieser Beziehung ist nicht möglich Die ernsten Leute, die sich um die Dret-Kalser.Zusammenkunft Sorge mochten; gewesen, da weder der Absender noch der Adressat des Briefes den Fall feiner es werde wenig oder nichts dabei herauskommen: man werde sich küssen, beglück- 3eit rur Kenntniß der Postbehörde gebracht haben, auch das betreffende Couvert wünschen, speisen, Truppen mustern, sich gegenseitig betheuern, wie allmächtig von ihnen nicht mehr vorgelegt werden konnte. Die Redaction der „VolkS-Ztg." man sei, aber wenn's später zum Handeln komme, wurden die Schwierig- wirb ergebenst ersucht, den Inhalt des gegenwärtigen Schreibens in einer der ketten kommen; und aprös tout, man werde das alte, glorreiche, mächtige, nächsten Nummern der „Volks-Zeitung" gefälligst zur öffentlichen Kenntniß zu geachtete Frankreich wiederfinden, welches den »hm in der Welt Sebuhrenden br|nflen Stephan. Platz wieder einnehmen werbe. Dieser „gebührende Platz', dieser „Rang in der
Berlin, 27. Aug. Die „Germania" ruft ihren Freunden, den Jesuiten- Welt" als präbestinirter, unentreißbarer Besitz der französischen Nation kehrt vatreS, einen „Scheidegruß" zu, der ganz der Aufgabe dieses Blattes würdig ist immer wieder wie eine Hallucination, in der die Welt sich so ipteßtit, tote und verdient, der Vergangenheit entrissen zu werden. Der Scheidegruß beginnt bas kranke Hirn sie wahrmmmt. Unb zur krankhaften Steigerung dieses G-otze- mit folgenden Worten: Ihr ziehet von bannen, weil ein freier Aufenthalt im nationwahnfinnes hat Niemand so viel beigetragen, als der Erfinder der Agende Auslände besser ist, als ein Zwangsaufenthalt in der Heimath. Doch nicht klang- Napoleon, der Apostel der Selbstbespiegelung, TH'erS. Eben darin aber bestand los sollt Ihr wandern! Alles, was noch ein Rechtsgefühl im Busen trägt — sein Einfluß als Minister unter Louis Philipp bis 1840 tote Der Zauber seiner gleichviel ob Katholik, Protestant, Jude, Türke ober Heide — das begleitet Euch jüngsten Erfolge. Allerdings ist die Geschichte von 1840 ein großer Trost für die mit seinen Sympathien! Mit eisernem Griffel ist es eingetragen worben in das Ruhe Europas. m m
Buch der Weltgeschichte, daß im Jahre 2 des neuen deutschen Reiches Manner PanS, 26. Aug. Zu dem Prozeß Bazaine macht der „Rappel , welcher aus seinen Grenzen gewiesen wurden, denen trotz des eifrigsten Bemühens nicht diese Angelegenheit zu seiner Spicialität gemacht zu haben scheint, folgende wei ere die geringste Schuld nachgewtesen werden konnte. Aber gerade diese Schuld- Mittheilungen: Wie man aus unseren letzten Meldungen weiß, hatte der Mar. losigkeit ist Euer moralischer Sieg, der es bewirkt, daß Ihr nicht als Geschlagene, schall Bazaine auf die ihm zugegangene Depesche des Marschalls Mac Mahon sondern als Triumphatoren die deutschen Marken verlasset! Mit der Euch eigenen keine Rücksicht genommen und sich unter die Mauern von Metz ruruckgezozen. Die geistigen Schärfe und Stärke habt Ihr von jeher über eine niedere und gemeine Untersuchung hat nun nachgeforscht, ob, ganz abgesehen von dem Zwischenfall Welt triumphirt — heute liegt diese Euch aber um so tiefer zu Füßen, denn ihr Mac Mahon, die Gründe, welche Bazaine bestimmt haben sollten, sich nach Metz Geist, der heidnische Liberalismus, hat sich Euch gegenüber selbst geknebelt unb so zurückzuziehen, stichhaltig wären. Der Marschall behauptet, daß bie am 16. sich der Weltgeschichte überantwortet, denn er hat zu seiner ewigen Schmach bar- August gelieferte schlacht von Rezonville es ihm unmöglich gemacht ha te, am ig gethan, daß er Euch im offenen ehrlichen Kampfe nicht gewachsen ist, sondern nur seinen Rückzug unter guten tactischen Bedingungen sortzusetzen. Die Preußen zur Gewalt seine Zuflucht zu nehmen vermag. So schüttelt denn den Staub von hatten, indem sie sich gleich am Morgen des Ortes Mars-la-Tour bemachttgten, Euren Füßen und ziehet hinaus zum Land und verkündet deren Fremdlingen, wie Die südliche Straße von Verdun abgeschnitten; aber es blieb noch immer Dte
es zugegangen und noch zugeht im deutschen Reiche.....Und Ihr — fährt der Straße Briey-Longuyon. Um es zu rechtfertigen, daß er diese letztere Richtung
Scheidegruß fort — die Ihr an der Brust das im Schlachtengetümmel errungene nicht eingeschlagen hat, gibt Bazaine vor, baß es seinen Truppen an Lebensmiteln
Kreuz von Eisen traget, meldet es jenseits unserer Grenzen, wie man Euch für und Munition gefehlt hätte. """" ' n " '


