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zum Andenken an ci 24. August 1872! »olomäusnocht; drei- lojsenet und bedachte- ten ter Religion satten dem schwachen nttlsen, alle W eie je

zugleich Thron Md i die Schädlichkeit ur nach-ujehen, wie o unglucheu Maßen Poat>stcatr PiuS Mau-nacht noch hat gung deckte, die mn vor weltlicher Macht nU6? Der uoschttll' üt des «« * " »*4

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unterstützt eine über alles Lob erhabene Thatigkeit entwickelte. Sie war von Erfolg gekrönt. Am 4. Juli gelang es ihm, das Opfer und mit ihm einen Theil seiner Peiniger imCallejon del Zacate Nr. 8" in einer Vorstadt der Hauptstadt zu entdecken. In einem Loch unter den Dielen des Fußbodens vergraben, Ohren und Augen mit Wachs verklebt, die Hände auf den Rücken gebunden und nur mit der nothdürftigstm Nahrung versehen, die an mehreren Tagen nur aus einem Ei bestand, so hatte Don Juan Cervantes 7 Tage und 8 Nächte in steter Todesangst verbracht. In der Nacht, die seiner Befreiung voranging, gestattete ihm das in den Ohren geschmolzene Wachs eine Unterhaltung seiner Kerkermeister zu belauschen, die seine Ermordung zum Gegen­stände hatte, wenn nicht am selben Tage das Lösegeld einträfe. Aus dieser mit Worten nicht zu schildernden Lage befreite ihn periönlich der Gouverneur Montiel. Zwei der Verbrecher, Ricardo Bello, Spanier und Eigenthümer eines Krämerladens in dem obenerwähnten Hause, und Jose Maria Orta, Mexicancr, der das Opfer bewacht hatte, wurden sofort festgenommen. Eines anderen betheiligten Spaniers Namens Gumesindo Nunez wurde man im Lause des Vormittags habhaft. An demselben Tage noch auf Grund des Specialgesetzes über denPlagio" zum Tode verurtheilt, erfolgte bereits Nachmittags 5 Uhr ihre Execution durch Erschießung vor dem Hause des Verbrechens, an welchem die entseelten Körper mehrere Stunden ausgehängt blieben. Der Chef der Bande, ebenfalls ein Spanier Namens Vicente Garica, war entkommen- Aber auch ihn hat bereits die gerechte Strafe ereilt. In der Nähe von Motepec erkannt und ver­folgt, hat er sich selbst eine Kugel durch den Kopf gejagt- Sein Körper wurde nach der Hauptstadt gebracht und, nachdem durch Zeugen die Identität der Person festgestellt, ebenfalls öffentlich ausgestellt. Noch zahlreiche anderweitige Verhaftungen sind vorge­nommen, und man spricht von ferneren Executionen, die aus Anlaß desselhen Verbrechens stattfinden sollen- Ein wie bedeutendes Aufsehen übrigens der eclatante Fall von Don Juan Cervantes hervorgerufen hat, erhellt am besten daraus, daß sowohl der ameri­kanische Gesandte, als Graf Enzenberg, der Vertreter Deutschlands, Veranlassung ge­nommen haben, dem Gouverneur Montiel ihre Anerkennung für seinen Eifer auszu­sprechen.

Wechsel.

831/4

Oberhessen

1881r

Amerik. Bonds

Aetlen.

i Frankf. Bank 1431 2

iPnft v>lr<f \T ZXW Z-11 Ö XZ ti ec

Frankf. Vereins-Kasse 152

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betraf. Don Juan Cervantes war eines » die für feine Freilassung

wieder zurückgekehrt. Bald S-Nl,en seiner FamU ^ ' j Summe später bedeutend Anfangs ein Lofegeld non 100,000 ^arS f°r°e>i ,ollsührt, war ein so

enniitztgt wurde. Das «erbrechen im Centrnm der yaupin^ dnfl^nid)e- dab der knmmeochrenn^es und ine So'1" b'® 'moU-e^und von bedeutender Militärmacht, tttaunerneur Montiel an der Spitze der Pbiijei uno

Gouverneur Montiel an

963/8 973/4 975/8

981/2 93 1003/4

k. k. k. k. k.

SS«/, 107 1063/4 1063/4

8. 981/s

8. 993/4

8. 1047/g

8. 1747/g

8. 93

1882r

1885r

1887r

Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto

Dlscnnto

sj

i

Darmst. Bankact. 5161/2

Wien Bankaotien 940

Oest. Creditact. 3641/2 Galizien

k. 8. 871/r

k. S. 105

k. 8. Iltz3/g

k. 8.

AetäfcEE, 50/0 östr. F. St. E. ß. 3631/3 Lombard. Bahn 2271/z Ludwigsh.-Bexbaoh Moxbahn 147

Bayer. Ostbahn 1381/2 Rhein-Nahebahn-Aot. 50V2 Hess. Ludwigsb.-Aot- 1851/4

lubittcn. Der Oberst Paravaglia war dazu gern erbötig und überließ ihnen außer den bereits verwilligten Räumlichkeiten noch eine Küche, die Hälfte des Refcctoriums, einen Krankensaal,, zwei Capellen und einen Sprechsaal und auch den Haupteingang. Die beiden contrahircnden Theile unterzeichneten dann die Uebercinkunst in bester Form, und damit war die Sache abgemacht, ohne Kampf mit dir fremden Diplomatie, die angeblich für das Generalat eintreten sollte, auch ohne baß ein reicher vornehmer römischer Banquier einen Kauscontract geltend gemacht hätte, vermöge dessen er daö Kloster im September 1870 käuflich erwor- bxn. Bisher wohnten ungefähr 60 Jesuiten in dem Kloster. Einige von ihnen sind wieder zu ihren Familien gezogen, andere haben in den Häusern und Palästen frommer Romer und Römerinnen Untetfommen gefunden, und noch andere Haden Misstonen angetreten; zehn bis fünfzehn Jesuiten find für den Gottesdienst in der au das Kloster stoßenden JesuSkirche im Kloster verblieben.

Rom. DerGazzetta d'Jtalia" wird gemeldet, daß der Papst sämmtliche päpstliche Kleinodien, darunter insbesondere die Tiaren, nach Marseille grfandt habe. Bekanntlich machte dasselbe Blatt schon vor einiger Zeit darauf aufmerk­sam, daß die Jlsuitenpartei in den Papst dringe, Rom zu verlassen. Der über­raschende Entschluß, sich an den letzten Gemeinverathswahlen zu beteiligen, soll nach derselben Quelle gewissermaßen die letzte Probe gewesen sein, welchen Einfluß der Clerus auf die römische Bevölkerung noch besitze. Der klägliche Ausfall des Experiments habe dem Drängen jener Partei neue Stärke verliehen. Die ziem lich bescheidene Rolle, welche der Papst gegenwärtig in Rom spielt, paßt aller- Dings wenig zu der anmaßlichen Einmischung in die Verhältnisse der großen europäischen Staaten. Dies Mißverhältniß zwischen dem hochmüthigen Auftreten rrach außen und der macht- und einflußlosen Stellung in Rom wirkt unwillkürlich komisch und muß mit Naturnothwendigkeit nach und nach den Nimbus zerstören, mit welchem außer Rom und Italien der Papst noch umgeben erscheint. Insofern ist das Drängen der Jesuiten, der Papst möge Nom verlassen, ganz logisch. Für die herrschsüchtigen, mehr politischen al- religiösen Zwecke, welche sie verfolgen, eignet sich das Papstthum, welches in der Engelsburg gkwiffermaßen als Aus­zügler steht, täglich weniger. Ob freilich eine Verpflanzung in fremde Erde dem abgestorbenen Baume neue Säfte zuführen würde, erscheint auch noch fraglich.

Aus Rom, 19. August, schreibt man demWiener Tagblatt":Ich kann Ihnen heute von einem bedeutungsvollkn Symptom der wirklich bestehenden Ab- sicht de- heiligen Vaters, Rom zu verlassen, Meldung thuu. Alle Kleinodien des päpstlichen Schatzes, besonders die mit unschätzbaren Steinen geschmückten Tiaren, die heiligen Gesäße u. s. w. find in Kisten, welche das päpstliche Wappen trugen, verpackt und nach England geschickt worden. Wollte der Papst heute eine der großen Kirchenfeierlichkeiten b gehen, so könnte er es nicht, weil ihm die Tiaren und die Kirchenzeräthe fehlen würden."

Rom, 21. Aug. Die offmelle Zeitung veröffentlicht das erste Decrel des neuen UnterrichtsministerS, welches vier unter der obersten Leitung französischer oder belgischer Nonnen stehende Mädchenschulen vorläufig zu schließen befiehlt, weil die Oberinnen der inspicirenden Behörde eine Einsicht in den Lehrplan verweis gerten. Obenan auf der Liste steht die von der Principeffa Borghese unterhaltene Mädchenschule.

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 26. August. Die an der Berliner Börse mehr und mehr stärker auf­tretenden Befürchtungen wegen eines schwierigen Ultimo s üben auf die hiesige Börse insofern Einfluß auS, al« di« von dorther kommenden niederen Course für Speculationöeffecten die Preise auch hier abschwächen. So setzten Staatsbahn und Creditactien, ja selbst Lombarden wesentlich niederer ein, als die sonnabendlichen Schlußnotizen lauteten. Indessen erholien sich die Preise etwa-, am meisten bet Lombarden, die den erlittenen Verlust im Lauf des Geschäfts wieder ein- brachten. Die Umsätze blieben jedoch bei allen drei Effecten bedeutungslos. Im Gegensatz zu diesen Spielpapieren par excellence entwickelte sich lebhafte- Geschäft und im Allgemeinen bessc.e Course bei Banken. Von diesen zogen namentlich die hiesigen Institute im Preise an, speciell Oesterreichisch-deutff e bei gutem Umsatz, und auch Bankverein. Sehr umfassender Nachfrage erfreuten sich Baubank und Deutsche Handelsgesellschaft. Erstere ist aus ihrem bisherigen Aschen- brüdelthum schnell zu Ehren gekommen, und wohl nickt mit Unrecht. Letztere soll während der Zeit ihres Bestehens recht gute Geschäfte gemacht haben, so daß man jetzt schon auf eine 89- procentige Dividende rechnen könne; das Effect wurde heute li/2 Procent höher bezahlt. Eine abermalige Steigerung erfuhren ferner Deutichc Effectenbank bis 140 und Brüsseler Bank bis 112, das Material der letzteren wird immer seltener. Darmstädter gingen gleichfalls theurer vom Markte, und Amsterdamer, deren Cours auch bald weitere Steigerungen erfahren dürfte, da das Material tn festere Hände überzugehen beginnt, verkehrten fest bei 1121/2- Wenn Banken steigen, müssen Bahnen fallen. Demzufolge verkehrten letztere im Allgemeinen etwas matter, mit Aus­nahme von Bufchteradern. welche wieder 3 fl. anzogen. Donau Drau beliebt. Von Prioritäten fanden heute 5procentige Lombarden starken Anklang, ebenso Donau-Drau und Elbthal. Oester- reichische Loose von 1860 in Posten gekauft bei 94V4. Ungarische Loose theilweise gefragt.

4% »

3V-0/o

40/0 1jährige

$ Würtemb. 41/2% Obi. 993/4 Baden 41/3% Obi- 0. F. L. 99 */2 Oesterr. Silberrente 653/4

Papierrente 61

k. 8.

k. 8.

m. 8.

L 8.

4%

Prioritäten.

3O/o öster. Btsb.-Prior. 3% öst. 3. Lombard 30/0 Livorneser

50/o Tosoaner

50/0 Elisabeth.-Pidor. 85 du. II. Bmias. 847/s

Darmstädter fl.50Loose 200

i 25 55

Kurh. 40 Thlr. Loose 713/4 Nassau 25 fl» 45 V2 Braunschweiger 22

3% Oldenburg, ä 40lhlr. 38V4 4O/o bayc. Präin.-An. 1131/2 4% badische I-oose 1111/4 Badisch 3 fl. 35 Loose 715/s Oestr. fl. 250 v. 1854 1858r Prioritätsloose 1860r Loose 95 1864r .

Bayer. 5°/o

4i/rO/g 1jährige 10Q3/8

Von Frankfurt a. M.

direct

mit jeder Post

befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die ver­schiedenen Zwecke

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des In- und Auslandes.

"Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen.

Iludolph Mosse,

Annoncen-Expedition

45 Zeil, Frankfurt a. W. Zeil 45

Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg, Zurich, Straßburg, Breslau, Halle a. d. S , Leipzig, Stuttgart, Prag.

Alleinige Inseraten - Pacht:

Fliegende Blatter",Kladderadatsch",Figaro."

Geldsortem.

fl. kr.

Pr. Frledrdor 9 5b59 Pistolen . . 9 40 -42 n doppelte 9 4042

Holl.fi. 10 8t. 9 5355 l Ducaten . . 5 3436 20 Frankens!.. 9 20>/z211/, EngL Sover. 11 4951 Buss. Imper. 9 4345 Dollar in Gold 2 25-26

Snanler, neuest. 3% 291/2

' - " ..... 993/8

England.

London, 24. Aug. Die amtlicheGazette" xublicirt eine B-rordnung rc« Geheimen Raths, wonach Beeh au« Oesterreich-Uugarn, Deutschlauo, der Türkei, Italien, Griechenland, Belgien und Frankreich spätestens 10 Tage nach der Lan- Puna aeschlachtet werden muß, ausgenommen, wenn es unter Quarantaine in Southampton gelandet war. Die Landung russischen Viehs wird gänzlich unter­sagt die Vieyeinsuhr auS den nicht genannten Ländern ist dagegen unbeschrankt. D e'Times" erklärt da- Genfer Telegramm, wonach das Schiedsgericht Amerika 4 Millionen Pfund Sterling zugesprochen habe, für unbegründet.

London, 24. Aug. Die Unruhen in Belfast sind glücklich zu Ende; der aestria? Tag ist ohne Störung .vorübergegangen, und man hat alle Vorsichts- maßregeln getroffen, um einer Erneuerung des Unfugs wirksam entgegentrcten zu könnem Die Straßen bleiben von Militär und Polizeimannschaften besetzt, die Wirthshäuser und Schenken, welche seit Dienstag geschlossen ®arcn' ®?tl)CIL?c^crn wieder geöffnet, sind aber durch Magistratsbefehl wtederum bts nächsten Dienstag «eschtoffiU "orotn. Der erschoffem Poliz-uconstabier ist gestern mit e.nem ®ele e Ln et»« fünfhundert seiner Kaaieraven zu Grabe getragen worden. Dee Pol n- gerichte haben ihre Verhöre begonnen, und man darf Hoff-N, daß d.r brave irtsche Lb?l für eine Zeit lang genug von der Prügelet gehabt hat und ruhig bleiben wird bi« jur nächsten günstigen Gelegenheit. Indessen sind die Gewuther in Irland durchaus noch nicht beruhigt, und e« gehen feltfame und besorg! ch° G lUchte um. So hietz es gestern, daß die Kaiholiken ju Drogheda beabsichtigten, dre bundirtsten Jahrestag der Barth°loMäu«nacht durch eine allgeweine N edermetz lun °er Protestanten in ihrer Stadt zu feiern und diese« Gerücht ward für so ernst gehalten, daß man °aS Militär ,n den Casernen bereit h>el tnC alle entbehrliche Polizeiwannschaft nach Drogheda gefchickt hat. Wte die oder wie wenig wirflichen Grund diese Gerüchte baden, muß dahingest-llt bteiben , Ast ist nur,® daß man dem fanatifirten irischen Volke da- Mögliche and Un- mögliche zuttauen darf.

Verwischtes.

94 Aua. Man kann das reisende Publikum nicht genug vor Taschen- Feanksur, 9 hiefer Woche wurden an der Homburger Bahn wieder zwei

vreben warnen. Im Laufe^dieser Sckwengelbrunnen die Geliebte des Raub-

=b8efa6t. - ©eftern benb «6 ^^«SSw&ibÄn überfahren. Di-Hoffnung, Mörders Volcker von dem Zuge. oer v 11 i», wieder im Steigen begriffen, indem des entsprungenen Mörders habhaft zu , derselbe mit noch einem Genossen im 6Gei^rfibgf^"efmb^ ^ie feWÄ

(Menfcheitraub in Mexico) Es ist ^fan,^^^g"ft^^o^ftren^e Strafen"auch

« Ade^^n^Theater gegangen, ^aber^tcht

BdrseBnachrlchtea.

26. August 1872.

Preuss. 4i/z0/g Oblig. 103

Frankf. 3Va ®/o 0bl. 873/g

Nass. 4i/a% Obi. Kurhess. 4% 94i/2 Gr. Hess, 5% Obi.