Cngland
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83
Oberheseen
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1. s.
50/0 Tosoaner 62
50/(, Elisabeth.-Prior 86>/r ’Di8conto _4 0/0_
Darmstädter fl.50Loose 1823% Pr. Friedrdor 9 571/3—58%
Pistolen . . 9 40— 42
8.
8.
8.
8.
L.
iri- dew
gSrseniiechrichteii.
26 Juni 1872.
k. 8. 983/g
k. 8. 993/4 k. 8. 1047/s k. 8. 963/4 k. 8. 933/4 k. S. 873/6 k. 8. 105
Polrzeigericht von'-Wmnmcrsmitb, wo bereits mehrere dieser Damen sich verantworten mußten, weil sie ihren minder strikelustigen Kolleginnen auf eine etwas un- parlamentarische Weise den Kopf gewaschen hatten.
(E i n g e s a n d t )
Am nächsten Samstag wird in der Restauration Lahn stein die Tonküustler- Familie Chr. Geul aus Hannover concertiren. Dieselbe ist eben auf der Durchreise von Cassel nach Frankfurt begriffen und ist es dem Wirthe des Lahnsteins gelungen , diese rühmlichst bekannte Familie einem kunstliebenden Publikum m Gießen zugänglich zu machen. Wir entnehmen einem Casseler Blatte, welches sich sehr günstig über die Produktionen genannter Gesellschaft ausgesprochen, daß dieselbe die Erwartungen des Publikums in vollsten Maße befriedigte. Herr Chr. Geul, früher Concert- meister am Theater zu Kreuznach, ist als sehr tüchtiger Musiker und namentlich als Solist für Horn bekannt; ebenso seine Nichte, eine perfecte Clavier-Virtuosin, welche mehrere Jahre in Holland sich ausbildete und in allen Städten den größten Beifall erntete. Es kann also dem Publikum oer Besuch dieses Concerts nur anempfohlen werden. Wir sind überzeugt, daß Jeder befriedigt heimkehren wird.
Prioritäten.
30/0 öster. Stsb.-Prior. 59%
3% öst. s. Lombard 51%
30/0 Livorneser 39
98% 921/4 100%
"8'/«
f>33/8
1051/g 1051/8 105
Italien.
Au« Rom, 19. Juni, wird der „Presse" geschrieben: „Was der Jesuiten- Partei Statten kommt, ist, daß dieselbe in der Person, die ste für den Nachfolger Pius' IX. desto,nirt hat, vollständig einig und keine Stimmen-Zersplitterung zu fürchten ist, da die Partei sich entschieden für den General-Vicar Cardinal Patrijji, der schon lange ein gefügiges Werkzeug in ihren Händen ist, erklärt und jede andere Candidatur aueschließt."
.Portugal.
Frankfurt a. M., 26. Juni. Die Börse bietet heute dem Berichterstatter wieder einmal sehr wenig Stoff, da es auf allen Gebieten total an Geschäftslust mangelte. Der schwierige Ultimo, der für einzelne Effecten ziemlich erhebliche Prolongationskosten fordert, drückt auf die Speculation und Verkäufer halten zurück, da ste für den nächsten Monat Besserung erwarten und wohl nicht mit Unrecht, denn der Julicoupon bringt wieder eine Masse flüssiges Capital, das Verwendung suchen wird. Ja, kann Ihnen mit dem besten Willen heute kein Effect bezeichnen, in welchem sich auch nur ein einigermaßen umfangreicherer Verkehr entwickelt hätte. Die Hauptspeculationseffecten lagen otal darnieder und bröckelten wieder vom Cours ab. Von Lombarden mi r nicht einmal ein Cours zu erfahren Bahnpapierc mußten der Geschäftsstille ebenso gut Opfer bringen wie Bankwerthe. Von letzteren hielten sich nur Effectenbank fest, wahrend die lbrigen alle mehr oder minder nachgaben. Staatspapiere ohne Umsatz, dsterreichlsche Renten weichend. Loose auch nur schwach im Verkehr. Oesterr. 60r ca. 94. Prioritäten zum Kauf angeboten. Amerikaner ohne Geschäft.
verkündigt.
Paris, 24. Juni. Der „National", ein mit der Präsidentschaft in Der. bindung steh nde« Blatt, meldet mit fetter Schrift: „Da die Unterhandlungen mit Arnim beendet sind, so erwartet man die Antwort von Berlin, welche diese Woche unfehlbar eintreff^n wird." Das nämliche Blatt sagt: „Herr Thier« wird der Diskussion über die neuen Steuern, die heute beginnt, mit dem Wunsche anwohnen, sich an derselben nicht zu betheiligeu
Depeschen au« Rom melden, daß der Papst kränker geworden ist. Der hiesige päpstliche NunciuS, der erst in 5 bis 6 Tagen nach Rom gehen sollte, wird deßhalb sofort abreisen.
Geldi^ortcn fl. kr.
do. II. Emiss. — _ "Anleltein*B<woMe.
k. k. k. k.
m.
lichen Nachsicht täglich vom UniverS u. s. w. verhöhnt wird.
Paris, 24. 3int. Das UniverS gibt dem neuesten Aktenstücke der Curie tine Bedeutung, welche Beachtung verdient: es behandelt diese Auslassung des Papstes als einen Aufruf an die Katholiken, von ihren Regierungen die Herstellung des Kirchenstaates zu fordern. „Wir werden sehen", schreibt das leitende Organ des UltramontaniSmuS, „welche Antwort diesem erhabenen Aufrufe folgen wird." Aber fortan sind die Katholiken an ihre Pflicht, die ihnen aus dieser Veranlassung zufällt, gemahnt. Der heilige $ahr sagt es selber: „Wenn jeder Katholik das Recht hat, von seiner Regierung in seiner Person die Bürgschaft der religiösen Freiheit zu erlangen, um wie viel mehr hat er das Recht, und sogleich die Pflicht, die vollständige Freiheit des Oberhauptes der Kirche zu fordern, ohne welche seine eigene außer Schutz ist." DaS UniverS fordert hierauf die Depu- tirten auf, die Regierungen zu Erklärungen zu bringen, damit man endlich erfahre, wie ste den päpstlichen Protest aufgefaßt habe. „Katholiken", wendet sich da- UniverS am Schluffe seines Aufrufes direct an die Gläubigen, „KothoUken", wir haben das Recht, die Freiheit unseres Vaters zu verlangen, und die Pflicht, die Negierung zu nöthigen, sich mit den Mächten zu diesem Zwecke zu benehmen. Laßt uns daher handeln, denn große Ereignisse stehen vor der Thür, und es gilt, daß wir wirklich die Beneficien des heiligen Vaters verdienen, wenn wir nicht, wie Pius IX. sagt, ,,neuen und weit schrecklicheren Strafen" entgegen gehen wollen." Dies die Einleitung, mit welcher das UniverS das römische Acteustück
AeWieat.
5% öetr. F. St. E. R 374
Lombard. B&hn 214%
Lndwigdh.-Bti^iAcb 201
Maxbahn 147
Bayer. Oetbahn 144 Rhein-Nahobahü-Atit. — Hees. Ludwigs!?»-Act 180
„ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53 -55 Ducateu . . 5 33—35 20 Frankens!. 9 23 —24 Engi. Screr. 11 51 — 53 Russ. Imper. 9 42—44 Dollar in GoM 2 25%—26%
Bayer. 5%
„ 4%°/o 1jährige 100%
w 4O/o 1jährige —
Wilrtemb. 4%% Obi. 99%
Freu&fl. 4% 0/0 Oblig. 103%
Frankf. 3%% Obi. 87%
Nass. 4% % Obi. — Kurhess. 4% 94%
Gr. Hess. 5% Obi. —
Der madrider Jmparcial schreibt: „Dem Vorgänge Deutschlands folgend, bat auch Portugal seinen Feldzug gegen die Jesuiten eröffnet. In Oporto fand eine großartige Volksversammlung Statt, auf welcher Beschlüsse gegen die jesuiti- fchen Einflüsse g.faßt und die Regierung aufgefordert wurde, denselben entschlossen ein Enke zu machen. Die politische Reaktion und die religiöse Toleranz stehen in Europa jetzt in üblem Gerüche." U-brigens gelten in Portugal viel schärfere Gesetze gegen geistliche Orden, als in irgend einem deutschen Lande. Mit der Ausnahme, baß einige wenige ausländische Orden-Häuser — englische oder jche — geduldet werden, sind die Orden entweder schon unterdrückt oder Untergange geweiht, indem die Aufnahme neuer Mitglieder verboten ist.
London. Am Montag kam abermals eine Partie Schmucksachen der Kriflrin Euge'nie unter den Hammer, darunter mehrere ihrer kostbarsten Diademe, A mbänder und Ohrgehänge, die sie nur bei den allerfeierlichsten Veranlassungen ru tragen pflegte. Ihr Schatzkästlein scheint unerschöpflich zu sein, wie ihre Geld- noth denn existirt diese nicht, weshalb trennt sie sich von den schonen Sachelchen, an denen sic gewiß mit derselben Liebe hängt, wie jede andere Frau? Fragt man die Habitus« von Chiscihurst um den Grund diese« Losschlagens, so lautet die Antwort natürlich in elcgisch-moralischem Tone dahin, daß die Ex-Kaisenn eben so wenig wie ihr Gemahl jemals für sich um irdische Güter bedacht gewesen sei und deßhalb veräußern müsse, wat frühere« Glück ihr in den Schooß geworfen habe Jedwede schüchterne Andeutung aber, ob mit dem Lose d,eser Diamanten nicht etwa bonopartistische Agenten bezahlt werken, wird mit vornehmer Handbe. wrzung zurückgewiesen. Dergleichen sei nicht vonnöthen, behaupten v.e Ch.se- hurstianer, c« baue da« Empire sich von selber wieder auf, und ehe dre, Monate -ergangen sein werden, werde e« die Stelle der ThierS'schen Republik wieder ein- Ä«nommeu haben, unter dem jubelnden Zuruf de« gesummten Frankreich«. Wenn unter dem grsummtrn Frankreich vir pariser Haarkünstler verstunden sind, dann mögen sie Recht haben, aber die bewußten drei Monate waren jederzeit als äußerste Verbannungsfrist verkündet worben seit dem Tage, daß der alte Herr au« der Verbannung von Wckhelm-höhe die Gattin im Marine-Hotel von Hast'NgS wieder rraf, ohne daß die Wahrsagung bi« jetzt emgetroffen wäre. Wer aber wollte so kühn sem. zu behaupten, daß ste ihrer Ömi>irflid)un8 freute na^v aU»o einem Jahre! Die Kaiserin würde ihre Juwelen fchwerlich verkaufen, wenn |ie «»«sicht hätte, sie im September bet hochfeierlichen Gelegenheiten wieder in Frank- reich zur Schau tragen zu können, und fehlte e« im exkaiseruchen Lager nicht an Geld, so würden wir jetzt mehr von bonopartistischen Jntriguen zu hören kriegen, al« thatsächlich der Fall ist. Bei dem allseitigen Fusionirungs-Gedraue der Par- ieien Frankreich« ist au« diesem Grunde von den Bonopartisten zetzt am aller- wenigsten die Rede. Muthloflgkrit und Geldmangel, nicht aber Selbstvertrauen und hohe Würde dürsten die Erklärung dieser Zurückhaltung abgeben.
London, 21. Juni. Der Strike der Bauhaudwerker hat jetzt jene Große und Bedeutung erreicht, welche man ihm in Aussicht stellte, al« erst 350 Arbeiter zweier Firmen de« Versuches halber den Anfang machten. Nachdem dir Vor- schlage der Arbeitgeber, ein Schiedsgericht einzusehen, von der anderen Seift zu- rückgewiesen worden, sind dir Werkhöfe und Bauplätze der Mehrzahl nach g - schloffen und zwischen zwölf und vierzehn Tausend Mann — Z mmerleute, Bau- schreiner, Maurer, Handlanger u. s. w. - frier». Andere ««u°U"tern-frm-r wrlchr sich vrr allgemeinen Aussperrung bi« letzt nicht angeschlossea haben, werde»
Die Pfandbriefe der Rheinischen Hypothekenbank. Die badische Landeszeitung schreibt: Die Rheinische Hypothekenbank in Mannheim hat während der kurzen Zeit ihres Bestehens eine so ausgedehnte Wirksamkeit sich begründet,, daß sie bereits jetzt für eine Million Pfandbriefe durch die Vermittelung der Rheinischen Kreditbank und deren Filialen, sowie einer Reihe der angesehensten badischen und außerbadischm Bankinstitute zu emittiren in der Lage ist. Diese Pfandbriefe sind gemäß den Statuten der Bank durch Hypothekenforderungen im Betrage von mindestens einer Million Thaler derart gesichert, daß den Pfandbrief-Inhabern auf diese hypothekarische Forderungen ein Vorzugsrecht vor allen übrigen Gläubigern der Gesellschaft zusteht, überdies aber haftet für dieselben auch das gesammte übrige Vermögen der Bank, insbesondere das Grundkapital und der Reservefond. Die Pfandbriefe der Rheinischen Hypothekenbank bieten somit alle Vortheile einer hypothekarischen Anlage, ohne deren Nachtheile zu haben. Sie sind vor Allem selbst hypothekarische Ford^ rungen, weil den Pfandbrief-Inhabern die Hypotheken der Gesell'chaft ausschließlich haften; die Sicherheit, welche sie bieten, ist aber größer, als die einer Hypotheke, weil (u den bei den einzelnen Prioathypotheken vorhandenen Personal- und Realgl^antt en noch die Verstärkung der Deckung durch das Aktienkapital und den gemäß den Statuten zu bildenden Reservefond hinzutritt. Die Pfandbriefe sind aber nicht nur heft er e, ondern auch bequemere hypothekarische Forderungen als Prioathypotheken; denn der Gläubiger hat es hier weder, wie so oft, mit einem säumigen und um Stundung bittenden Schuldner zu thun, noch sich um eine^auf die Wahrung von Formalitäten hinweisende Gesetzgebung zu kümmern, vielmehr übernimmmt die Bank drese Arbett, ie enthebt dcn Pfandbrief-Inhaber sogar der eingehenden Buchführung für seine Kapitalien und sichert die rechtzeitige Zinszahlung, indem sie den Pfandbriefen Zrns- coupdns beifügt und selbst seine Schuldnerin wird. . . ,
J Die Pfandbriefe der Rheinischen Hypothekenbank sind aber endlich insbesondere auch ein Börsenpapier, d. h. ein Papier, welches an der Börse notirt wird und einen BörsemCours hat, zu dem es zu jeder Zeit veräußerlich ist. Der Inhaber des Pfand- briefs wird daher nickt nur seine Zinsen an den Zinsterminen erhalten er wird auch ein Kapital wieder flüssig machen können, während er bei einer Privathypotheke nur mit großer Mühe und oft gerade nicht zu jeder Zeit, in welcher er das Geld braucht, sein Kapital eehalten kann. Obwohl aber Börsenpapier, so sind d,e Pfandbriefe doch keineswegs Spekulationspapier, sondern einzig und allein ein Änlagepapier, welches dem soliden Kapitalisten, dem Verwalter fremden Vermögens, kurz Jedem zu empfehlen ist, der sichere und gleichmäßige Einkünfte einem unsicheren und vorübergehenden Gewinn vorzieht. ~
„ „25 „ 53
Kurh. 40 Thlr. Loose 71 Nassau 25 fL 45 Braunaoh weiger 21 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39 4"/o bayr. Präm.'ÄJil. 113% 4% badische Loose 111 % Badische fl. 35 Lcose 70% Oestr. fl. 250 v. 1854 87 1858r PrloritätBloode 209 1860r Loose 91% 1864r » 155%
w » 4O/o n
» r, 31/8% n
Baden 4%% Obi. o. E. L. — Oesterr. 8ilberrente 64%
Papierrente 58% Spanier, neuest. 3% 29% Amerik. Bonds 1881r 99% „ 1882r 96
_ n 1885? 963/4 ___1887r 97%
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Frankf. Bank 141
Frankf. Vereins-Kaste 131
Darmst. Rankaot. 475 Wien Bankactien 900 Oest. Creditact. 364 Galizien 256%
| Amsterdam t Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto
J ditto
tt« Debat« ließ sich gestern in dieser Weise vernehmen. Die französischen Blätter die« voraussichtlich thun, da ihre Arbeiter die ihnen gestellte Bedingung keine von nennen da« Gesetz des Deutschen Reichstage« gegen die Jesuiten „eine Verletzung den strikenden oder ausgeschlossenen Genossen zu unterstützen, nicht annehmen wollen, der liberalen Grundsätze", während sie dazu schweigen, daß die französischen Ge- Zn Betreff der Arbeitseinstellung in den Kohlenbezirken von Süd-Staffordshire setze täglich von den Cleriraien verletzt und die Regierung trotz ihrer schwäch haben die Grubenbesitzer beschlossen, den A beftern eine schiedsrichterliche Losung - - ~ - - - • - - - . - - - vorzuschlagen. Während die „Damen von der Waschbütte" in Leamington nicht»
mehr von sich hören lassen, hat nunmehr auch London seinen Wasch rauenstrike. In der Vorstadt Keniat New Town ist derselbe zum Ausbruch gekommen und die sämmtlicheu Berichteter kiese „Bewegung" nehmen ihren Umweg durch da»
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