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vornehmlich um eines Bedenken» willen

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Berlin, 21. Juni. Die Trophäenbeute des letzten Krieges wird in einem

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Eben dort werden die Schlüssel der sämmtlicken zur Eapitulation

Bonifaz habe nichts kefinirt, als:

Beseitigung der Schwierigkeiten behaupten:

schwunden.

Was wir über das Verhältniß der kirchlichen zu der bürgerlichen Gewalt lehren, ist nichts Neues, sondern sehr alt, und durch die Uebereinstimwung der heiligen Vater und die Aussprüche und bas Beispiel aller Päpste bis aus Gre- gor VII. bestätigt; daher zweifeln wir nicht, daß dies vollkommen wahr sei, denn Gott wolle verhüten, daß wir wegen Bedürfnisse der Zeiten den richtigen Sinn des göttlichen Gesetzes fälschen wollten! Es müssen jeboch die Gefahren ange. zeigt werden, welche für die Kirche aus einem Decket (bem Beschlüsse ber päpst. lichen Unfehlbarkeit) entstanden, bas mit unserer Lehre nicht übereinstimmte.

,,E« ist Niemandem unbekannt, daß es unmöglich ist, die bürgerliche Ge- sellschaft nach der in der BulleUnam sanctam aufgestellten Regel zu refor- miren- Wenn der römische Papst in dem heiligen Petrus die durch die beiden Schwerter bildlich bezeichnete Gewalt erhalten und nach göttlichem Rechte die Vollgewalt über Völker und Reiche erlangen würde, wäre es der Kirche nicht er­laubt, den Gläubigen das zu verbergen. . ..

Wenn aber die christliche Unterweisung auf diese Art eingerichtet wäre, würde e« den Katholiken wenig nützen, zu versichern, daß die Gewalt des hei­ligen Stuhles über das Zeitliche eine Sache der bloßen Lehre sei und zunächst kein Gewicht in Bezug auf die Thatsachen und die Ereignisse habe; Pius IX. denke nicht entfernt daran, die Oberhäupter der weltlichen Gesellschaften abzusetzen. Denn die Gegner würden hohnlachend antworten: Wir fürchten die päpstlichen Urtheilssprüchc nicht, aber nach vielen und mannigfaltigen Verheimlichungen ist es endlich offenbar geworden, daß jeder Katholik, der sich in seinem Thun durch den Glauben bestimmen läßt, rin geborner Feind des Staates sei, baß er sich iw Gewissen verpflichtet fühlt, alles, was er kann, beizutragen, daß alle Staaten und Völker dem römischen Papste unterworfen werden."

So weit die Bedenken und Warnungen der Bischöfe kurz vor der Ver­kündigung der päpstlichen Unfehlbarkeit.

Es geht aus dieser Vorstellung unwiderleglich hervor, daß die Lehren über das Verhältniß von Staat und Kirche, wie sie durch das vaticanische Concil zur entscheidenden Geltung in der römischen Kirche gekommen sind, allerdings den schroffsten Anmaßungen des Papstthum» im Mittelalter, wie sie Papst Bornfacius in der Bulle Unam sanctam geltend zu machen versuchte, entsprechen daß aber diese Ansprüche seither innerhalb der katholischen Kirche keineswegs zur An- crkennung als kirchliche Glaubenssätze gelangt waren, daß vielmehr nach dem un­umwundenen Zeugnisse der Bischöfe Rauscher, Kettrler, Krementz, Förster, Nams- zanoweki u. A. sie selbst undfast alle Bischöfe der katholischen Welt dem christ- lichen Volke bisher eine andere Lehre über die Beziehungen der geistlichen Gewalt

schlaaen worden. Nachweisbar sind deutscherseits nur 1 Fahne (die des 2. Ba­taillons 61. Regiments) und 4 Geschütze (1 preußisches, 1 sächsischer und 2

bayerische) verloren gegangen.

Berlin, 22. Juni. Dir Antwort tes Bischofs von Ermland, Dr. Philipp Krementz, an den Minister der geistlichen Angelegenheiten gelangt demnächst an das Staats-Ministerium Behufs der weiteren Beschlußfassung. Auf einen weiteren Schriftwechsel wirb wohl nicht mehr eingcgangen werden, obschon der Prälat sich in der Form und Sache möglichst vorsichtig geäußert, eine zufriedenstillende Er- klärung jedoch nickt gegeben hat. Bereits durch Gesetz vom 15. April 1857 wurde der zwei Jahre zuvor festgesetzte Prärlusivtermin der Kassenanweisungen von 1835 und der Darlehenskassenscheine von 1848 aufgehoben und der Umtausch dieses älteren Papiergeldes selbst in der Art nachgegeben, daß diejenigen, welche Bescheide über Zurückweisung erhalten haben, diese Bescheide nur einzureichm haben, um baares Gelb dafür zu erhalten. Obwohl seit jenem Gesetze über 15 Jahre verflossen sind und die Hauptverwaltung der Staatsschulden es an periodi- schen öffentlichen Aufforderungen nicht fehlen läßt, ist noch ein großer Theil Vieser Papiere nicht eiugegangen. Vielleicht wissen viele im fremden AuSlanve lebende Inhaber gar nicht, daß die von ihnen für werthlos erachteten preußischen Papieraeldstücke noch ihren vollen Werih haben.

Berlin, 24. Juni. DieNationalzeitung^ sagt über das Antwortschreiben des Bischofs Krementz, daß dasselbe seine bedingungslose Unterwerfung unter da» Landesgesetz nicht ausspreche. Bischof Krementz erkläre, er könne den LandeSze- setzen nur gehorchen, wenn solches Gottes Gesetzen nicht zuwider sei. Was Gottes Gesetz sei, habe die katholische Kirche zu bestimmen. Ein solches Gesetz sei der große Bann, welchen Krementz trotz des preußischen Landrechtes nicht zurücknehmen könne. _ ,

Stuttgart, 24. Juni. Die königliche Familie ist gestern noch Friedrichs­hafen abgereist. Der König hielt gestern eine Revue der Ulmer Besatzung ob. Der Minister der Justiz, v. Mittnacht, erhielt ein in Oel gemaltes lebens­großes Brustbild des Königs, das von einem Handschreiben begleitet war. Das- iklve lautet:Mein lieber Min'ster! Durch Ihre ausgezeichneten Leistungen in ber Verwaltung auvertrauter Aemter, insbesonbere durch Ihr umsichtiges und ent- schiebcncs, weinen bundeSfreundlichcn Gesinnungen, sowie meinen auf Wahrung der Interessen meines Landes gerichteten Absichten ganz entsprechendes Wirken al- Vertreter meiner Regierung im Bundesrath, haben Sie sich neue Ansprüche auf meine Anerkennung erworben. Zum Beweis dessen übersende ich Ihnen mein Bild, wünschend, daß Sie hierin zugleich ein Zeichen meiner Gesinnungen persön­lichen Wohlwollens erblicken, die ich für Ste hege. Ihr gnädiger König."

Frankreich.

Paris, 22. Juni. Zwischen Thiers und dem Grafen v. Arnim finden bis >um Eintreffen einer Antwort aus Berlin keine Unterhandlungen mehr statt. Der Minister ber öffentlichen Arbeiten, de Larry, beharrt darauf, seine Demission zu nehmen. Das Kriegsgericht verurtheilte gestern Abend im Prozeß gegen verschiedene Einwohner der Ortschaften PommierS und Vaux-Rezin, welche beS Eiuverständniffes mit dem Feinde angeklagt waren, zwei zum Tode und zwei zur Zwangsarbeit.

Bayonne, 23. Juni. Eine Carlistenbande unter Caraza unterwarf sich der Regierungsbehörde in Navarra. Der carliftische Bandenführer Careaga wurde von feinen eigenen Leuten erschossen.

Spanien.

Madrid, 23. Juni. Der Herzog von Montpensier erklärt sich für das Königthum Altons uns sagt:Ich bin entschlossen, jedem Kampfe fern, wenn nicht theilnahmlos zu bleiben, aber wenn die unwiderstehliche Mach: der Ereig­nisse Spanien drängt, über sein Geschick zu bestimmen, so ist weine tiefe lieber- zeugung, daß nur das Königthum Alfons eine feste Grundlage für eine gemäßigte Verfassung abgeben kann. Wenn ber Augenblick gekommen fein wird, werde ich mit Stolz der eoeln Sache dienen.

Türkei.

Konstantinopel. Die oitomanische Regierung, welche den Conflict mit ihren christlichen Unterthanen bcigelegt glaubte, ist noch nicht am Ende ihrer Sorgen. Es scheint, baß man in Rom, unterstützt von Frankreich, Hammel unv Erde in Bewegung setzt, um da« verlorene Terrain wieder zu gewinnen. Die Epcommunt- cationen regnen im Orient wie im Occivent, und der Divan, welcher diesen Wirr-

trügen,

Weisung zu tragen hätten.

Diese Lehre von dem Verhältniß der päpstlichen Gewalt zur weltlichen , öruuu rw. T,;«""."«';";;

fD s " Die Bischöfe weiter, hat Bonifaz VIII. in der BulleUnam sanclam Degen, wie die Degen der gefangenen französischen Mar,challe wirklich rn den so sagen die Bischöfe weircr, yui tsio .... finh vorläuiia nom N ckt aekübrt werden. B......

zur weltlichen gelehrt haben".

Angesichts diese« Zeugnisses angesehener Bischöfe ist es in hohem Maße be- fremdltch, wenn ein in katholischen Dingen sonst wohl bewanderter Redner aus- zusprechen wagt: er begreife nicht, wie sich Staatsmänner und Professoren finden können, welche behaupten, es sei in dem Verhältnisse von Staat und Kirche irgend etwas geändert!

Die genannten Bischöfe haben dem päpstlichen Stuhle im voraus gesagt, daß e« unmöglich sei, die bürgerliche Gesellschaft nach der in der Bulle Unam sanctam aufgestellten Lehre zu gestalten, sie haben im voraus verkündet, daß die Staaten sich dem päpstlichen Spruche nicht beugen würben, daß aber die Stellung 6er Kirche der weltlichen Macht gegenüber durch die Lehre der päpst- lichen Unfehlbarkeit eine schwere Erschütterung erfahren müsse.

Die Vorstellungen und die Bitten der kirchlichen Würdenträger (mit denen nach früheren Kundgebungen fast alle beulschen Bischöfe im Herzen übereinstimm- ten), so wie die Mahnungen b.r Regierungen haben nicht vermocht, die bedenk- liche Entscheidung im Eoncil zu verhindern: inzwischen ist Die bedenkliche Saat des Zwiespaltes aufgegangen.

Wenn die katholischen Abgeordneten immer wieder rufen:Sagen Sie

veröffentlicht und allen Gläubigen anzunehmen besohlen. Es gibt einige, die zm deutschen Besitz übcrgegangen sind, vorläufig noch nicht geführt werben. B,S zur B Lung »7/ ©ZieXfeiten behaupten: Bonifaz habe nichts definirt, als: Eapitulation von Sedan sind, so weit bisher nacownsbar, deutscherseits in offener olle Menschen seien verpflichtet, den römischen Papst als da« von Christo bestellte Schlackt nur 2 Adler u d 1 Reg.ment-fahne erbeute woroen, von welchen Tro- Haupt der Kirche anzuerkennen; wer aber die Vorgänge zwischen Bonifaz und Phi- phäen jede einzelne, da b.e deutscherseits tn den Schlachten b,s baffin etütknen Npp dem Schönen kennt, dem kann die Meinung des Papstes nicht im Zweifel Verluste sich auf 72,238 Mann beziffern, k'nen Blu preis von mehr al,24,000 gehen Uebriaens haben die Päpste bis zum siebenzehnten Jahrhundert öffentlich Verwundeten beansprucht hat. Jedes der ungefähr 100 biS zu dem gleichen Zel - aelebrt die Gewalt über das Weltliche sei ihnen von Gott übergeben worden, abschnikt eroberten feindlichen Geschütze ,st nach der gleichen Berechnung nur mit 8XL Mpinnna verdammt. Aufwendung von 720 Takten und Verwundeten erworben worden, wogegen sich

Un Eine andtte ^Lehre über die Beziehung der geistlichen Gewalt zur well- dies Verhältniß für 1866 pr. G.schütz nur auf 74 Tobte und Verwundete gestellt lichen legen wir und fast alle Bischöfe der kalholiscken Welt bem christlichen Volke hat. 56 Adler und Fahnen sind, soweit bisher nachweisbar, durch die stattge- vor. Wir lehren nämlich: ungleich sei allerdings die Würde beider Gewalten, bubten Capitulativnen (davon 53 in Metz) und 33 >n offener Schlacht oder im denn wie der Himmel die Erde überragt, so sind die ewigen Güter, welche den Gefecht gewonnen worden. Eine ganze Reihe von Schlachten, so Splcheren,

Menschen mittels der geistlichen Gewalt zukosimen, höher, als die zeitlichen, zu Corny, Vionville, Gravelotte, Noisseville, Beaume la Rolande an ter ^1 un6

Deren Erhaltung oder Mehrung die bürgerliche Gewalt unmittelbar berufen ist; bei Bapaume sind jedoch ohne zebe Siegesbeute an Fahnen und Geschützen ge-

jede (dieser Gewalten) sei aber in dem ihr anvertrauten Gebiete nach Gott die rx<- fink nur 1 ftabne fb* 6e6 2- Sa*

höchste und in ihrem Walten der andern nicht unterworfen.

Der weltliche Fürst, als Glied der Kirche, sei der kirchlichen Gewalt unter- geben, welcher, nach göttlicher Einrichtung, das Recht verliehtn ist, auch Kaiser und Könige mit kirchlichen Strafen zu ahnden, nicht aber bas Recht, sie abzu- setzen und die Untergebenen des Gehorsams zu entbinden. Die Gewalt, Könige und Kaiser zu richten, welche die Päpste des Mittelalters ausübten, sei ihnen unter einer besonderen Gestaltung des öffentlichen Rechtes zugestanden gewesen; nach dem vollständigen Umschwünge in den Institutionen und selbst in den Privat- Verhältnissen, lei sie jedoch sammt dem Fundament, auf welchem sie ruhte, en!-

sellschaft". bie Päpste des Mittelalters, indem ebenso genar/als sackgemäß ausgeführten größeren Arnkel derSpener'schen Ztg."

n. dem Mabüabe hrer 2eit urtheilttn, und durch falsche Nachrichten über zu 89 Adlwn unv Fahnen angegeben, wovon zur Zeit 86 im Zeughause zu SZ£* X? ^abrLnJerte welX Äaife; abgesetzt hätten? getäuscht wurden, Berlin, 1 in München, 1 in Dresden und 1 in Stuttgart aufb.wahrt werden.

'alaudten und aussvracken/ es ei ihnen von Gott da - Recht Don den mehr al- 2000 Feld- und über 4000 erbeuteten Festungsgeschützen sind »? ??ebe9l über n11 e £e111id)en Angelegenheiten zu gebieten je ein Geschütz jeden Kaliber- und die auf dem Mont-Valerien vorgefundene und zu richten' denn Christus Der Herr habe dem heil. Petrus und dessen Valerie (ein 24 Cm.-Geschütz) der Eeschühsammlung des Berliner Zeughauses ein. Nachfolgern zwei Schwerter übergeben- das eine das geistliche, das sie selbst gefügt worden. Eden dort werben d.e Schlüsse ber sammtl.cken zur Cap.tu at.on

$ 9das ändere das weltliche, das die Fürsten und Solbaien nach ihrer gezwungenen französischen Festungen aufbewahrt, wobei nur der Schlussel von Paris Nicht eingesordert worden ist. Dagegen kann em Nachweis, ob der bei Sedan von dem gefangenen französischen Kaiser dem Könige Wilhelm angebotene

vnrnevmiiw um eine«dessen höchste Wichtigkeit Niemandem nicht, daß wir den Streit begonnen haben", - so ist in lener Borstellung be-

en neben Tbnne bet Gott über der Seelen Heil Rechnung legen müsse", - denn sorgtet Bischöfe die bündigste Aufklärung darüber zu finden, von wem und wie sie ,,berühre direct ba« Verhältniß der katholischen Lehre zur bürgerlichen Ge- ber Stre heraufbeschworen worden ist. _ ...