Zeh» Jahre der Zeitungen.
Der neuerschienene Katalog der Annoncen-Expedition von Haasenstein 8» Vog- Ict liefert interessante Anhaltspunkte über die Entwicklung der Tagespresse. Im deutschen Reiche erscheinen 1743 Tagesblätter, in Oesterreich - Ungarn 268, in der Schweiz 252 in Frankreich 392, in Belgien 196, in den Niederlanden 174, in Großbrittannien 1253, in Dänemark 96, in Schweden-Norwegen 184, in Rußland 160, in Italien 333, in Spanien 91, in Portugal 26, in den vereinigten Staaten von Nord-Amerika 622, im übrigen Amerika 431, in Asien 57, in Afrika 50 und in Australien 75. Wir nehmen den Katalog der Herren Haasenstein 8» Vogler von 1862 zur Hand und finden, daß die Zahl der deutschen Blätter (mit Ausnahme Oesterreichs) rn diesen zehn Jahren von 1134 duf 1743 gestiegen ist, und zwar hat die größte Zunahme in denjenigen Theilen Deutschlands stattgefunden, wo keine Caution und Zeitungssteuer die Entwickelung hemmt- Während Preußens Blätter von 670 im Jahre 1862 auf 951 im Jahre 1872 stiegen, hat Bayerns Tagespresse sich von 139 auf 250 gehoben; Baden hat sogar um 150 Procent zugenommen (von 30 auf 72 Blätter), Hessen stieg von 32 auf 53 und Würtemberg von 72 auf 102. Im Verhältniß die meisten Blätter erscheinen in der Rheinprovinz, nämlich 165, in Brandenburg 125 und in Schlesien 120, die wenigsten in Posen (36) und Pommern (56). In den außerpreußischen Theilen von Norddeutschland war die namhafteste Entwickelung in Mecklenburg (sic!) von 23 auf 51 und in Sachsen (von 81 auf 119). Einen wesentlichen Antheil an den Fortschritten der Tagespresse hat die Entwickelung des Llnnoncen-Wesens, die von der Firma Haasenstein 85 Vogler ausging, welche 1862 zwei Bureaux hatte und 1872 zwei und zwanzig Bureaux in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz besitzt.
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AißGemeiNer Anzeiger-
Versteigerungen.
Holjversteigerung im Gießener Stadtwalde.
354) Montag den 29. Januar 1872, von Vormittags 9 Uhr an,
soll in dem Gießener Stadtwalde, Diftrict Faulerboden, Abtheilnng Stoppelfeld, nach- verzeichr.etes Holz öffentlich versteigert werden, als:
I. Brennholz:
23,1 R-Meter Eichen-Scheidholz,
6 „ Buchen-Prügelholz,
117,2 „ Eichen- „
2 „ Nadel- „
83 „ Eichen-Stockholz,
20 „ Nadel- „
1,70 „ Buchen-Reisholz,
14,90 „ Eichen- „
4,30 „ Nadel-
2,30 „ Dornen „
II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 464 Eichen - Stämme mit 96,20 Cub.-Meter, 31 Naoel- „ „ 23,68
280 E'chen-Stangen „ 20,54 „
56 Radel- w „ 2,25
Die Zusammenkunft ist am Lumpenmanns- brmnen.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zchlungsfrist bis 15. Sßtai 1872 gestattet.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 24. Januar 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Holzversteigerung.
325) Montag den 29. Januar, von Morgens 10 Uhr an,
soll in dem Fürstlichen Walddistrict Höh- Ier, Abth. 5, 6 und 7, nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
Scheidh. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen.
Buchen 274 247 330 6650
Eichen 2 19 6 70
Elsbeere — 2 — —
Nadelholz — — 2 —
ferner:
37 Eichenstämme mit 19,60 Cubik-Meter, 8 Buchenstämme „ 10,35 „
4 Fichtenstämme „ 0,84 „
73 Fichtenstämme „ 2,97 „
Zusammenkunft auf der alten Gießener
Straße, unweit Hof Albach, bei Brenn-
Holz-Nummer 1.
Lich, am 20. Januar 1872.
Fürstliche Oberförsterel Llch.
Wimm en au er.
365) Ein Fäßchen Liqueur, E» dessen Eigenthümer nicht zu ermitteln ist, soll
Samstag den 27. d. Mts-, Vormittags 11 Uhr, versteigert werden. Steigliebhaber wollen sich bei unterzeichneter Expedition einfinden- Gießen, den 24. Januar 1872.
Die Güter - Expedition der CölN'Gießener Bahn.
Wiedefeld.
Bekanntmachung.
359) Freitag den 16. Februar b. I-, Nachmittags 2 Uhr,
soll die der Gemeinde Allertshausen zustehende Jagd, unter den zuvor gegebenen Bedingungen, anderweit auf dem htestgen Rathhause öffentlich verpachtet werden.
Allertshausen, den 23 Januar 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Allertshausen-
Römer.
Versteigerung von Gebäuden auf den Abbruch.
361) Die der hiesigen Gemeinde gehörigen Gebäude, als:
neuerbautes Wohnhaus, 34 Fuß breit, 35 Fuß lang,
Stall, 12Vr Fuß breit, 33‘/2 Fuß lang,
Scheuer, 34 Fuß breit, 52 Fuß lang, sollen
Dienstag den 13. Februar d. I-, Vormittags 10 Uhr, auf den Abbruch auf dahiesiger Bürgermeisterei versteigert werden-
Wieseck, den 24. Januar 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck.
Lang.
Bekanntmachung.
360) Donnerstag den 1. und Freitag den 2. Februar, von Vormittags 8 Uhr an, sollen in dem Licher Stadtwalde, District Eisenkaute, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden, als:
I. Donnerstag den 1. Februar, Bau- und Werkholz:
40 bis 50 Eichen-Stämme von 19 bis 50 (Zentimeter Durchmesser und 3 bis 8 Meter Länge,
10 Buchen-Stämme von 30 bis 40 Cen- timeter Durchmesser und 3 bis 7 Meter Länge,
20 bis 25 Birken- u. Weichholz-Stämme von 20 bi§ 30 (Zentimeter Durchmesser und 3 bis 6 Meter Länge,
40 bis 50 Eichen- und Birken-Stangen von 12 bis 14 (Zentimeter Durchmesser und 4 bis 8 Meter Länge;
II. Freitag den 2. Februar, Brennholz:
450 R-Meter Buch en-Scheid- u. Prügelh-, 250 „ Eichen- u. Weichholz-Prügel,
270 „ Buchen-, Eichen- und Weich
holz-Stöcke,
7500 Wellen Buchen-, Eichen- und Weich- Holz.
Die Zusammenkunft ist jedesmal am Burkhardsfelder Vicinalweg am Floß.
Lich, den 24. Januar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.
Jhring.
Freitag den 16. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, auf Ort und Stelle auf 9 Jahre verpachtet werden.
Wieseck, den 23. Januar 1872. Großherzoglickes Ortsgericht Wieseck.
Lang.
Verkauf einer Scheuer auf den Abbruch.
357) Bei der am 3. d- Mts. abgehaltenen Versteigerung der alten Pfarrscheuer dahier wurden geringfügige Gebote angelegt und soll daher anderweit
Dienstag den 30. d. Mts., des Vormittags um 10 Uhr, auf dem Gemeindehause dahier öffentlich meistbietend versteigert werden.
Bemerkt wird, daß die Scheuer noch in gutem Zustande ist und sich gut zum Wiederaufbau eignet-
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Johannitag d. I. bewilligt-
Reiskirchen, am 22. Januar 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen Jünger.
Holzversteigerung im Münsterer Gemeindewalde.
364) Dienstag den 30. Januar, des Morgens 8 Uhr anfangend,
soll im Münsterer Gemeindewalde, District Strauch, nahe an der Chaussee von Laubach nach Lich, nachverzeichnetes Holz öffentlich meistbietend versteigert werden, als:
340 FichtemStämme von 15 bis 26 (Zentimeter Durchmesser und 8 bis 14 Meter Länge,
1014 Fichten-Stangen von 7 bis 14 (Zentimeter Durchmesser und 8 bis 14 Meter Länge.
Die Zusammenkunft ist Morgens 8 Uhr in Münster-
Münster, am 24. Januar 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Münster. Heß.
Feilgebotenes.
366) Frische Egmonter Schellfische und Cabliauen sind eingetroffen; Turbots und Seezungen beliebe man einige Tage vor Gebrauch aufzugeben.
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versteigert werden.
Wieseck, den 24. Januar 1872.
Großherzogliche Bürgermeistern Wieseck.
Lang-
363) Donnerstag den 1. Februar, von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewalde, District Ursulum, am Philosophenwald:
' R -Meter Nadel-Scheidholz,
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Daselbst werden stumpfe Feilen auf's Billigste aufgehauen. (134/XII.)
„ „ Prügelholz,
„ „ Stockholz,
Wellen „ Reisholz,
Nadel-Stämme bis zu 34 (Zentimeter Durchmesser und 14 Meter Lange, = 57,90 Cubikmeter enthaltend, Nadel-Stangen
344) Samstag den 27. d. Mts-, Morgens 9 Uhr,
soll der Kalkofen des Johs- Lober L Wagner zu Bieber in der Kelbach bei Wirth Will freiwillig versteigert werden.
Bemerkt wird, daß derselbe erst vor emem Jahre gebaut worden ist und sich m gutem Zustand befindet- .__o
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Georg Geiger in MMgart.
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süßliche» Geschmacks zu empfehlen.
A!2> Die in dem Nachlasse des Karl Sund beim gehörige B°denburger Mühle^ ■ an der Lahn gelegen, mit drei Mahl- und einem Schlaggang, soll 1


