Italien
Weehisel.
833/4
Oberhessen
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Duoaten . . 5 34—36
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20 Frankenst. 9 20 V2—21 »M
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BerU,
NB. Me!^
1882r 963/4 1885r 97i/2 1887r 975/8
Engi. Sover. 11 49—51
Russ. Imper. 9 43—45
Dollar in Gold 2 25-26
Pr. Friedrdor 9 58—59
Pistolen . . 9 40—42
„ doppelte 9 40—42
Holl.fi. löst. 9 53—55
Aetlerc.:
5% östr. F. St. E. B. 370
Lombard. Bahn 226
Lndwigsh.-Bexbach 202
Maxbahn 147
Bayer. Ostbahn 138
Rhein-Nahebahn-Act. 53
Hess. Lndwigab.-Act. I821/e
Annoncen-Expedition,
45 Zeil, Frankfurt a. M., Zeil 45,
gegenüber der Post-
^Hamburg, München, Nürnberg, Bremen.
Winal-Preis-Courant und Anschläge gratis und franco.
Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen.
Aetien.
Frankf. Bank 1431/z
Frankf. Vereins-Kasse 151 Va
Darmst. Bankact. 510
Wien Bankaotlen 946
Oest. Oreditaot. 367
Galizien 264
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 22. August. Unsere Staatsbahnliebhaber hatten heute wieder einmal einen guten Tag, indem ihnen der Telegraph wieder eine verminderte Mindereinnahme meldete, nämlich 142,000 fl. für die letzte Wache. In Folge dieses freudigen Ereignisses hob sich natürlich der Cours, und zwar um 2 fl. Auch Creditactien und Lombarden erfreuten sich größerer Umsätze, wie denn überhaupt die Grundtendenz doch bisher immer eine recht feste war. Für Banken herrschte heute durchweg wieder mehr Kauflust und zogen die Preise fast Aller an; der meiste Verkehr fand in Brüsseler Bank, welcher man eilte glänzende Dividende prophezeit, in Oesterreichischer Natioualbank, Darmstädtern, Amsterdamer, Frankfurter Wechslerbank, Frankfurter Baubank (die um 2 Proc. stieg und sehr gesucht war) und Hahn'scher Effectenbank (3/4 Procent höher) statt. Bahnen waren heute im Allgemeinen weniger beliebt, doch hielten sich die Course ziemlich fest. Nur Galizier errangen auf starke Käufe für Berliner Rechnung eine Avance von I1/2 fl. Auch Donau-Drau und Berbacher waren beliebt. Prioritäten verkehrten ziemlich geräuschlos, aber doch preishaltend. Sehr viel Geschäft war heute in Ungarloosen, die bei 1163/4 stark gekauft wurden. Oesterreichifche Renten still. Amerikanische Prioritäten theilweise besser, z. B. Oregon und Central-Pacific und südliche Missouri.
nur zu dem Zwecke arrangirt werden, damit ein hochmütiger, vom Haffe gegen die Staatsgewalt erfüllter Bischof mit ihnen drohen, das Gesetz durch die elcmen- tare Gewalt sanatifirter Volksmasfln ungestraft in Frage stellen könne? Zwar wissen wir, daß die Staatsgewalt in dem Gesetze über öffentliche Versammlungen sich selbst die Jugerenz auf religiöse Processionen und Wallfahrten verwehrt hat; aber sie hat sich nicht völlig die Arme gebunden, denn nur so weit, als sie in der hergebrachten Weise stattfinden, sind Aufzüge solcher Art von der Intervention der Staatsbehörde eximirt. Hergebrachte Weise ist es aber doch wohl nicht zu nennen und frommem Gottesdienst fremd, wenn ganze Armeen von Bauernvolk an einen Punkt zusammengctrieben werden, wenn die geistlichen Werbe-Offiziere ganze Wochen hindurch von Hof zu Hof, von Hütte zu Hütte ziehen, um die Massen in Fluß zu bringen und zum Zwecke staatsfeindlicher Demonstrationen nach einem Punkte zu dirigiren.
Frankreich.
Paris, 19. August. In Ermangelung wichtigerer Begebenheiten hat sich die Presse viel mit der Ungezogenheit einiger angetrunkener junger Leute be- schäftigt, die in Trouville ein bischen Spektakel zu machen versuchten und fast von den Seeleuten ixCl Meer geworfen worden wären. Bekanntlich waren es zwei mexikanische Jünglinge, die sammt ihrer nun verheiratheten Schwester am Hose Bonaparte's des Letzten eine gewisse Rolle spielten, ferner zwei Russen aus Odessa und ein junger Exfecretär Pouyer.Quertier'S, den der genossene Champagner unzurechnungsfähig gemacht hatte. Da im Weine aber Wahrheit liegt, so soll der Präsident in Bezug auf die unbedeutende Geschichte doch geäußert haben, daß er gegen Leute in feinen Röcken ebensowohl wie gegen Bürger in rohen Kitteln die Ordnung aufrecht erhalten und keinerlei feindselige Demonstrationen von irgendwelcher Seite dulden werde. Obschon der Alte von Sedan fast Trouville gegenüber, zu Brighton, weilt, hat es keine Roth mit einem LandungS- versuch seinerseits. Als Louis Bonaparte sein Glück zu Boulogne versuchte, wagte er nichts; jetzt aber hat er gar viele Millionen aus Frankreich in Sicher- heit gebracht und ist vorsichtiger geworden. — Es ist mir erzählt worden — ich möchte die Sache aber nicht verbürgen — daß Herr Saint - Marc Girardin Zeichen von Geistesverwirrung habe wahrnehmen lassen und in eine Heilanstalt gebracht worden sei. Die plötzliche Trennung von den „Debats", denen er fast ein halbes Jahrhundert angehörte, mochte ihn so schwer betroffen haben. Die Zeitungen schweigen, vielleicht aus Rücksicht für ihn und seine Familie, von dem Umstande. — ThicrS befindet sich sehr wohl an der See. Er wird wie ein König geehrt und gefeiert, obschon er, so gut er kann, sich die lauten Ovationen verbittet und den allzu lebhaften Demonstrationen gern aus dem Wege geht. Die monarchistischen Blätter schlagen politisches Capital aus den Vorgängen, die sie als ein Zeugniß royalistischer Gewohnheiten und anti * republikanischer Gesinnung auslegen.
Alleinige Jnseraten-Pacht:
Fliegende Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro
Prioritäten.
30/0 öster. Stsb.-Prior. 587/y 3% öst. s. Lombard 515/g 3% Livomeser 39 5O/o Toscaner 61 ‘/2
5% Elisabeth.-Prtor. — do. II. Emiss. 847/&
Anlehennloose.
Darmstädter fl.50Loose 200
„ „ 25 „ 55V4
Kurh. 40 Thlr. Loose 711/4 Nassau 25 fl. 45</r Braunschweiger 22
3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39t/4 40/g bayr. Präm.-Anl. 113
4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 721/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätalooae 208% 1860r Loose 94i/2 1864r „ 164
Vermischtes.
Gieße«., 22. August. Für den auf Antrag der Stände wieder zu besetzenden Lebrftubl der Jngenieurwissenschaft ist Dr. Eduard Schmitt, Docent an dem P0I9, ordentlicher Professor in die htestge philosophische
Facultät berufen worden, und hat den Ruf angenommen.
Von d-r Bürgermeisterei wurde Anfangs /ur das Stück /-kr. und W«affÄ.ftenTMung ist “ine '-i^ntlich-Abnahme
es demselben am Abend des 16. nachdem er sich für^die Nacht Wafftr^.m “
batte, gelungen ist, feinen Aufseher, «°lcher mittler- " auch .„dem Völcker
die Zellen der Gefangenen nachgesehen und ver'chloftcn yarr, z Leintuch
sich seinem Wasserkrug zwar 'n ,ft,ne Zelle begab ubn°brtbf"b^3rfce,»rbt“nn0S und ferne Klerdungsstücke an sich nahm, dre Zelle vertt N all$en und zwar mittelst mässig verschloß , was umso leichterwar ,_ »U t> f ist Nach Verschluß der Tbürc eines starken runden Rregels mit Fallschloß »"lEUetzdar r,i w b versteckte er sich auf dem Dachboden, von welchem aus er über Das uaa) uno uo
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Verkäufe und Verpachtungen von Gütern, Grundstückrn, Fsbrikcn, Gssthsusrrn etc., Licitationen, Gesuche und Offerte» jeder Art, Familien-Nachrichtm, Engagements etc.
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Rudolf Moste,
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Rom, 18. Aug. Der König ist hier eingetroffen. Er wird den holländischen Gesandten, Heldevier, empfangen, der ihm sein Abberufungsschreiben über- gebe« wird. Man glaubt, Prinz Humbert werde nach Beendigung der Manöver in Campo di Somma seinem Bruder AmabeuS in Spanien einen Besuch abstatten. Prinzessin Margaretha befindet sich in ganz vorzüglichem Wohlsein.
Die „Gazzetta d'Jtalia" schreibt bezüglich der Kunstgegenstäude und sonst., gen Kostbarkeiten, welche aus den Klöstern der römischen Provinz heimlich in'S Ausland geschickt worden, daß die Jesuiten in Voraussicht dcr.Di.nge, die kommen mußten, nicht bis zum jetzigen Augenblick gewartet haben, uFer.^ be(ie Habe in Sicherheit zu bringen. Roch ehe der letzte Rest des päpstlichem Staates zusam- me.ubrach, waren sie bedacht, ihre Interessen zu wahren. Sie kannten ganz wohl ^s^unDiderstehliche Gewalt der Umstände, welche Rom an Italien bringen mußten, v' Gleich nachdem Oesterreich von Preußen besiegt und Venedig zu Italien gekommen war, sorgten sie dafür, ihre unermeßlichen Besitzungen (namentlich im unteren Tiberthal und in der sonstigen Campagna) in klingende Münze zu verwandeln. So brachten sie fabelhafte Summen auf, welche sie in englischen und amerikanischen Banken anlegten. Gegen diese jesuitische Schlauheit ist unsere Regierung ohnmächtig. Unterdrückt oder nicht, werden diese Väter mittels ihres Goldes und ihrer- Anhängerschaft sich immer mächtig erweisen, und zwar um so mehr, je we-
eine schmale Mauer, welche nach der Straße zu den engen Gang zwischen der Hinteren Front der alten und der Hofmauer des Waisenhauses verbindet, auf letztere gelangte, sich darauf in den Hof des Waisenhauses herabließ und durch denselben entfernte. Der zurückkehrende Aufseher fand die Zelle Völcker's bereits verschlossen, worauf er sich entfernte. weil er den Gefangenen in derselben wähnte, annehmend, ein anderer Aufseher habe denselben in die Zelle gebracht und diese verschlossen. Bei der Flucht kam Völcker noch besonders der Umstand zu statten, daß die Dragoner kürzlich Frankfurt verlassen haben und deshalb keine Wache im Hofe des Waisenhauies ihn aufhalten konnte. Gegen den Aufseher ist die Untersuchung wegen fahrlässigen Entweichenlassen eines Gefangenen eingeleitet.
* „Ein gut Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen" hat sich der Herr Jnspector zum Thema genommen, als er die Schule in X. revidirt. Er liebt es, zu entwickeln und nicht eher weiter zu gehen, als bis er von dem befragten Schüler die gewünschte Antwort erhalten hat. Jnsp.: „Du Primus, haft Deinem Vater in Feld und Haus recht fleißig geholfen. Er sagt zu Dir: Du bist mein lieber, guter Sohn! Schläfst Du denn am Abend wohl? Schüler (langgezogen): Nee. Jnsp. (holt anders aus): Denke Dir, Du hast alle Deine Arbeiten am besten gemacht und recht gut und fleißig geantwortet und Dein Herr Lehrer sagt zu Dir: Du bist mein bester Schüler; ich werde es auch Deinen Eltern sagen, daß ich mit Dir sehr zufrieden bin: schläfst Du dann am Abend wohl? Schüler: Nee. Jnsp. (packt ihn bei einer andern Gemüthseite): Gesetzt, Du hättest für gethane Arbeit etwas Geld bekommen, freutest Dich darüber und wolltest Dir etwas dafür kaufen; da säße ein armer blinder Mann am Wege, Du gäbest ihm Dein Geld und er sagte zu Dir: „Gott segne Dich, mein Kind und lasse es Dir wohl gehen Dein Leben lang'1: würdest Du dann am Abend wohl schlafen? Schüler: Nee. Jnsp. (ärgerlich); Aber warum denn nicht? Schüler (weinerlich): Wie hebben gor Io vihl Flüh l
* Der Linzer „Tagespost" schreibt man aus Passau, 15. August: „Von den verschiedensten Seiten laufen auch aus Niederbaiern Nachrichten ein, daß die „Kometenfurcht" von den Geistlichen zu verschiedenen Schwindeleien benutzt würde. Bauern gaben 100 Fl., ja selbst 1500 Fl. her, um ein 40stündiges Gebet zur Abwehr des Kometen halten zu lassen, und die frommen Herren Geistlichen nahmen das Geld an! In der Gegend von Velden und Vilsbiburg wurden von einzelnen Geistlichen aus Anlaß des Weltuntergangsschwindels gedruckte Zettel verbreitet, welche dem glücklichen Besitzer, wenn er Messe lesen lasse und entsprechende Opfer leiste, den Ablaß für alle Sünden bei der Katastrophe bes Weltuntergangs zusichern! Aehnliche Furchtscenen gab es in der Gegend von Altötting, Burghausen, Eggenfelden rc.
* Der berühmte Schwan Diana ist in Versailles in Folge des Siechthums gestorben, das ihn, wie die Pariser Journale schreiben, durch die Anwesenheit der Preußen überfallen. Diesen Schwan hatte eine Hofdame Ludwig XVI. geschenkt, und seitdem hatte er ruhig in den Teichen des Tuileriengartens und zuletzt in Versailles allen Aenderungen der Regierung Trotz geboten. Aber die Preußen konnte er nicht ertragen.
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Niger ihr Treiben zu Tage tritt.
England.
Belfast, 22. Aug. Die Plünderung von Häusern durch Pöbelhausen dauert fort. Zu weiteren Zusammenstößen zwischen den verschiedenen Parteien ist es indeß nicht gekommen. Man hofft, daß die Ruhe in kürzester Frist vollständig wieder hergesteüt sein wird.
Serbien.
Belgrad, 21. Aug., Abends. Der Vertreter Italiens, Joauini, überreichte dem Fürsten Milan in feierlicher Audienz den Lazarus- uno Mauritiusorden. Die Stadt ist prachtvoll beleuchtet. Mehrere Gesangvereine bringen dem Fürsten eben einen Fackelzug unter ZivioS-Rufen. In den Straßen bewegen sich große Volks- massen. Es herrscht allgemeiner Jubel.
Börsennachricliten.
22. August 1872.
Preuss. 4y8 % Oblig. — Frankf. 8^/3% Obi. 873/8 Nass. 41/30/0 Obi. 991/2 Knrhess. 4% „ 933/» Gr. Hess. 50/0 Obi. 102 » „ 4% n 981/2
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„ 40/g 1jährige 95 Würtertib. 41/2% Obi. 993/4 Baden 4V2% Obi. 0. E. L. 995/g Oesterr. Silberrente 65%
„ Papierrente 61 Spanier, neuest. 3% 29V2 Amerik. Bonds 1881r 995/a
Amsterdam
k. 8.
981/4
Augsburg
k. 8.
993/4
Berlin
k. 8.
1047/fl
Bremen
k. 8.
1747/s
Brüssel
k. 8.
931/s
Hamburg
k. 8.
87i/4
Leipzig
k. 8.
105
London
k. 8.
U/1/3
Lyon
k. 8.
Paris
k. S.
921/2
Wien
k. 6.
1071/g
ditto
m. S.
ditto Disconto
1. 8.
4%
1065/8
Geldsorten, fl. kr.


