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btn Dank für die so herzliche und überaus großartige Aufnahme ausgesprochen, die ihm in Deutschland am kaiserlichen Hof zu Theil wurde; immer, erklärte der Drin», werte er diese Tage unter die schönsten und glücklichsten seines LebtR< «ählen. Der Kaiser erwiderte diesen Dank in ebenso herzlicher und inniger Welse mit einem Telegramm, das der italienische Thronerbe bet seiner Ankunft m Mat- land erhielt. In Frankfurt hat der Prinz zwei prachtvolle Basen gekauft als Geschenk, vaS er seinem königlichen Vater zum Andenken an diese Reise über­bringen wird. ,,

Aus München, ist derKöln. Ztg." folgende Zuschrift zugegangen:

Der Herr Bischof NamSzanowSki ermächtigt die Redaktion derGermania tNr. 132) gegenüber einigen Mittheilungcn, welche Sie in der Kölnischen Zei­tung aus meinemTagebuch" brachten, zu erklären:daß die hier dem Herrn Armeebischof zugeschrtebene Acußeruug durchaus unwahr ist. Der Herr Bischos kann überhaupt nur über das berichten, war er mit Sr. Majestät dem Könige unmittelbar vor seiner Abreise zum Concil über das letztere gesprochen hat. Und da ist »u constatiren, daß Sc. Majestät auch nicht die leiseüe Hindeutung auf eine während des Concil» zu erwünschende Haltung des Herrn Bischofs gemacht hat." Gestatten Sic mir, dem gegenüber zu erklären, daß ich alle Worte meines Tagesbuches, S. 354 f., vollständig wahr aufrecht halte, da ich selbst sie aus dem Munde des Herrn Bischofs gehört und noch an dem nämlichen Tage in wein Tagebuch niedergefchrieben habe. Eben so muß ich die Aeußerung desselben über seine Abschiedsaudienz bet Sr. Majestät dem Könige (Tagebuch S. 79) als authentisch, weil aus seinem eigenen Munde gekommen, aufrecht halten. Finde' der Herr Bischof jetzt für nothwendig, seine in Rom gethanen Aeußerungen als durchaus unwahr" zu bezeichnen, so bedaure ich, sagen zu müssen, daß er eben dann in Rom durchaus unwahre Aeußerungen wachte. An Männern, welche, nach Deutschland zurückgekehrt, in feierlichen Hirtenbriefen dasjenige als Un- Wahrheit bezeichneten, was sie in Rom als Wahrheit vertheidigt hatten, ist dies übrigens nichts Auffallende« mehr. Mit ausgezeichneter Hochachtung ergebenst

München, 15. Juni 1872. Professor I. Friedrich.

Straßburg, 18. Juni. DerNdrh. Cour." wird von elsässischen Lehrern gebeten, der kaiserlichen Negierung in ihrem Namen öffentlich den herzlichsten und aufrichtigsten Dank für das dem Lehrerstanbe durch das Gesetz vom 4. d. bezeugte Wohlwollen darzubringen.

Belgien.

Luxemburg, 18. Juni. Seit den letzten Wahlen haben sich die hiesigen Zustände sehr geklärt. Man weiß nun, woran sich halten in Betreff der ver­schiedenen Parteien. Nur ist ein glückliche« Ereigniß schon gleich jetzt festzuhalten. Deutschland erhält den Betrieb unserer Bahnen. Deutscher Geist und Tüchtig­keit können sich nun auch bei uns geltend machen, ohne daß unsere Jesuiten und ihre Helfershelfer ihm weiter was anhaben können. Dieses ist für unser Land ein großer Gewinn, den heute Wenige noch recht und ganz zu würdigen im Stande sind.

Frankreich.

Paris, 21. Juni. Die Nachricht aus Athen, daß die französische Regierung durch ihren Gesandten Feriy die dem griechischen Staate vor 40 Jahren borge- sckosseu-n30 Millionen.^urückforve>kn.la,sseu wolle, i^.ganz.unbegründet.^^, Präsidenten der Republik und den Delegirten der Rechten stattgehabte Unter­redung : Die Delegirten sprachen zu wiederholten Malen ihre Anerkennung der von Thiers dem Lande geleisteten Dienste aus. Als sie das Gespräch auf die Modification der inneren Politik brachten, erneuerte der Präsident die Erklärungen von Bordeaux und Versailles. Er habe die Republik acceptirt und arbeite an ihrer Befestigung. Die Aufrechthaltung der Republik sei die Bürgschaft für das Heil Frankreichs. Versuche einer monarchischen Restauration würben dcn Bürger- krieg herbeiführen. Seine Politik sei eine wesentlich conservative, sein ganzes Leben beweise dies. Die letzten Wahlen könnten nicht seinem Einflüsse zugeschrieben werden. Eine imJournal des DebatS" veröffentlichte Note sagt: Thiers be- kräftigte seine konservativen Grundsätze. Aber eine tiefe Meinungsverschiedenheit erhielt sich bis zuletzt zwischen ihm und den Delegirten über das zur wirksamen Vertheibigung dieser Grundsätze zu beobachtende Verfahren. Die Delegirten zogen fich zurück, indem sie ihre Meinungen aufrecht erhielten und die volle Freiheit, sie zu vertheidigen, sich wahrten.

England.

London, 21. Juni. DirTimes" erhält eine Depesche au« Genf, wonach Grund zur Annahme vorhanden ist, baß der Zusatzvertrag auf einer ganz neuen Grundlage gegenwärtig G-genstand der Unterhandlungen ist. Ferner sagt die Times, raß Frankreichs Gegenvorschläge auf die deutsche Note gestern adgegangcn sind (nach anderen Nachrichten schon vorgestern), und daß man einen günstigen Ausgang der Verhandlungen erwarte.

Griechenland.

Athen, 19. Juni. Der französische Gesandte am hiesigen Hose, Ferry, überbringt erne Note feiner Regierung, worin Frankreich von Griechenland die demselben im Jghre 1832 vorgeschossenen 30 Millionen zurückverlangt.

Amerika.

Washington, 19. Juni. Die demokratischen Conventionen von ArkansaS, Alabama und Maryland haben sich für die Präsidentschafkscanvivatur von Horace Greeley erklärt. Präsident Grant hat die Stadt wieder verlassen und wird etwa 14 Tage abwesend sein.

Frischbäcker zu Gießen.

Sonntag den 23. Juni- Martin Lenz am Markt, Emil Noll in der Löwengasse und Louis Schneider in der Neustadt.

Mir ch L ich e Anzeige

der evangelischen Gemeinde zu Gießen.

G o t t e S d 1 e n st.

. I Morgens: Pfarrer Dr. Seel.

Am 23. Zuni. t Nachmittags: Pfarrer Landmann.

Die Psarrgeschäfte für die Woche vom 23. bis 29. Juni 1872 besorgt Pfarrer Dr. Seel.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Kopulirte.

Den 16- Juni. Ludwig Koch, heimathsberechtigt in Dannenrod und Schreiner in Bockenheim, des Ortsbürgers in Dannenrod und Wagenmelsters bet der Post da­hier, Kaspar Koch, ehelicher Sohn; und Auguste Elisab.the Christiane Luise Eckers­weiler, des hiesigen Bürgers und Schneidermeisters, Ludwig Martin Eckersweiler,

Den 16. Juni. Dem Ortsbürger in Battenfeld und Schreiner dahier, Wilhelm Amend, eine Tochter, Luise Wilhelmine, geboren den 24. April.

Denselben. Eine uneheliche Tochter von auswärts, Margarethe Auguste Christine, geboren den 31. Mai.

Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, auch Mitglied des Gememderaths und Kirchenvorstands, Johannes Hanstein, eine Tochter, Anna Wilhelmine, geboren den em ^mioner m der mecpamschen LLerkstättc der Main-Weser-

Bahn dahier, Ferdinand Schul aus Biedenkopf, ein Sohn, Otto Karl Georg Ludwig Christian, geboren den 1. Juni.

Denselben. Dem Bürger und Metzgermeister, Georg Malkomesius, eine Tochter, Wilhelmine Luise Karoline, geboren den 25. April.

Dei.selben. Dem Hülfs-Locomotivführer an der Main-Weser-Bahn dahier, August Nödtng aus Gelnhaar, ein Sohn, Karl, geboren den 10. Mai.

Den 17. Juni. Dem Bürger in Hungen und Gastwirth dahier, Wilhelm Hofmann, ein Sohn, Wilhelm Karl Martin Ernst, geboren den 22. Mai.

Den 20. Juni. Eine uneheliche Tochter von hier, Elise, geboren den 28. Mai.

Beerdigte.

Den 18. Juni. Christoph Philipp Vogel, Bürger und Universitäts-Bibliothek- diener dahier, alt 69 I. 9 M- 15 T, gestorben den 17. Juni.

Denselben. Jakob Hedderich aus Klein-Rechtenbach, Kreis Wetzlar, alt 13 I., gestorben den 16. Juni.

Den 20. Juni. Johannette Elisabeth Franz, geborne Kahn, des Bürgers und Postpacketbestellers, Ludwig Franz, Ehefrau, alt 69 I. 4 M. 2 T., gestorben den 18. Juni.

Den 21. Juni. Katharine Elisabeth Justine Rinn, des Bürgers und Fuhr­manns, Karl Rinn, eheliche Tochter, alt 3 M. 29 T-, gestorben den 19. Juni.

ir gemeiner

Anzeiger.

Besondere Bekanntmachungen.

Main - Weser - Bahn.

2778) Bei allen unseren Billet-Expedi- Honen ist eine Zusammenstellung der Tax- ermäßigungen, welche bei den auf der Main- Weier - Bahn zur Ausgabe kommenden Retourbilleten, Abonnementskarten, Schü­ler - Abonnementsbilleten, Rundreisebilleten eintreten und bei Fahrten größerer Gesell­schaften gewährt werden, zum Preise von 3 Silberpfennig, oder 1 Kreuzer, zu erhalten.

Cassel, den 1. Juni 1872.

Königliche Direktion der ____________Main-Weser-Bahn.

Oeffenlliche Bekanntmachung.

2554) Nachdem in Folge mißlungenen Güteversuchs unter den Gläubigern des verlebten Schreiners George Wißner von Oberweimar der förmliche Concursj über dessen Erbschaft erkannt worden ist, \ werden sämmtliche Gläubiger derselben öffentlich vorgeladen, ihre Ansprüche unter Vorlegung der Beweisstücke im Termin

den 3. Juli d. I.,

Morgens 9 Uhr, Contunracirreit, gegenüber dem inmittelst bestellt weroenden Contradictor beim Rechtsnachtheil der Aus-j schließung von der Masse anzumelden und zu begründen.

Marburg, am 18. Mai 1872.

Königliches Amtsgericht, Abth. II.

Spangenberg.

Versteigerungen.

Holzverfteigerung im Gießener Stadtmalde.

2930) Montag den 24. Juni 1872, von Vormittags 9 Uhr an,

soll in dem Gießener Stndtwalde, Distric- ten Annaberg, Wanne, Hochwart und Fau­lerboden, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:

I. Brennholz:

15,2 R -Meter Buchen-Scheidholz,

4 Eichen-

134,7 , Buchen-Prügelholz.

149,8 Eichen-

3 Aspen-

62,8 Buchen-Stockholz,

67 Eichen-

4 Erlen-

2450 Wellen Buchen-Reisholz,

320 Eichen-

100 Nadel-

970 Weiden-

II. Bau-, Werk- und Nutzholz:

15 Eichen-Stämme bis zu 63 Centimeter Durchmesser und 11 Meter Länge, mit 12,18 Cub.-Meter,

1 Aspen-Stamm mit 0,50 Cub.-Meter, 178 Eichen-Stangen 9,29

337 Nadel- 2,95

Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße an der VH. Schneiße.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird

Zahlungsfrist bis 1. December 1872 ge­stattet.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in den dortigen Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 14. Juni 1872.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________

Mühlen-Verpachtung.

2923) Die zu dem Nachlasse des Karl S u n d h e i m gehörige Badenburger Mühle, an der Lahn gelegen, mit 3 Mahl- und einem Schlaggange, soll

Donnerstag den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle freiwillig auf 7 Jahre verpachtet und dem Letztbietenden der Zu­schlag sogleich ertheilt werden.

Wieseck, den 14. Juni 1872. Grobherzogliches Ortsgericht Wieseck.

Lang.

Feilgeboteneö.

Cigarren,

Manilla-Ausschuß, das Stück 1V2 kr., per Mille 24 fl empfehlen

I. 21. Busch Söhne.

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H- Heh, (3027)__________________Lit. A. Nr. 64.

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2986) Graue Drell- und grüne Leinen- Röcke empfiehlt billigst _____________ Aug. Haubach.

2984) Mehrere Fuder Haferftroh, pro Gentner 40 kr., sind zu verkaufen. Näheres bei Elias Meier.