Schweiz.
Nothstande ohne Gleichen
schlauer zu Ende zu führen und so viel wie möglich die Hauptsache allein zu
erregen.
am neu von
den irre doch die des der
eine ganz specifische Färbung. Und eben dies ist es, was ihm die Überlegenheit über die Royalisten giebt; er begreift sie vollkommen, denn er hat hinter ihrem
6 Berlin, 19. Decewber. Der „Sperr. Ztg." zufolge ist das Demisstonsgesuch des KnegsmiaisterS allerhöchsten Orts nicht angenommen worden. — Die .Kreuz- .eituna", welche dieselbe Nachrichl bringt, vernimmt außerdem, daß der Mischer der Landwirthschaft Hr. v. Selchow auf sein Demisstonsgesuch vom Könige noch
Pferdefuß anzudtchten. Allerdings ist es nicht leicht, an dem Manne nicht zu werben, der alle Morgen ein anderes Gesicht aufsteckt und alle Abend wieder mit dem alten zu Bette geht. So auch jetzt, wo dieselben Blätter, gestern die Dufaure'sche Rebe gar nicht begreifen konnten, heute die Rede Herrn ThierS bewundern und dabei gar nicht merken, daß derselbe Geist,
jene inspicirte, noch zehn DufaureS verbrauchen und doch schließlich den Monarchisten zeigen wird, daß er sich wohl biegen und schwiegen kann, aber daß er desto weiter nach links schnellen wird, je weiter er nach rechts umgebogen wurde.
Italien.
Rom, 17. Decbr. Die zur Berichterstattung über die religiösen Körperschaften niedergesetzte Commission ist aus 4 Deputaten der Rechten und 3 Mitgliedern der Linken zusammengesetzt. Die Kammer, welche heute das Budget oes Ministeriums des Innern berieth, wird sich am 21. t. MtS. bis zum 10. k. MtS. vertagen.
Rußland.
Der Bericht des General-ProeuratorS der heiligen Synode constatirt, daß seit der Publikation des Dogmas der Unfehlbarkeit in Littdauen und Volhynien allein um 2615 Individuen mehr vom KatholiciSwuS zum OrthodoxismuS übertraten, als in den jetzt vorhergegangeuen Jahren zusammen.
Türkei.
Nach Nachrichten aus Konstantinopel stößt die vom Sultan beabsichtigte Aeuderung der Tbronfolge-Ordnvng von verschiedenen Seiten auf Widerstand. Die in muhamedanischen Ländern übliche Succesfion des ältesten Mitgliedes der Dynastie soll bekanntlich abgeschafft und dafür die Nachfolge in grader Linie, wie sie in der Christenheit Sitte ist, gesetzt werben. Ob die nach der noch geltenden Norm berufenen Thronerben sich zum Verzicht auf ihre Rechte zu Gunsten der neu aufzurichtenben Ordnung ter Dinge bereit erklärt haben, oder nicht, darauf tommt's hierbei nicht an. Es handelt sich hier lediglich am die Frage, ob die gesammten europäischen Mächte, welche die jetzige Thronfolge anerkannt haben, auch der projectirten zustlwmen werben, die keineswegs als eine bloß innere Angelegenheit ter Pforte zu betrachten ist. Die Mehrzahl der Mächte ist, wie au- yiestgen diplomatischen Kreisen mtgrtheilt wird, nun der Ansicht, baß die Aende- rvng der Thronfolge eine unheilvolle Maßregel sei, welche zu den bedenklichsten Folgen führen könne, und zwar hauptsächlich dethalb, weil die Art und Weise vtr Erziehung, welche dem Prinzen Juffuf Jzzedin ertheilt werde, für die Zukunft des Reiches das Schlimmste fürchten lasse. Don anderer Seite wird dagegen bemerkt, baß für die Zukunft der beabsichtigte Thronfolgrvechsrl der Türkei nur großen Nutzen bringen könne. Denn, wie es gegenwärtig ist, hat ein türkischer Herrscher verhältnißmäßig geringe- Interesse, die Wohlfahrt des Reiches über feine Negierung hinaus zu befestigen. Er sorgt für sich und überlaßt es seinem Nachfolger — oftmals einem entfernten Seitenverwandten, den er bei der cere* monrellen Abschließung, welche der höchste Rang mit sich bringt, kaum sieht — nach ihm desgleichen zu thun. Weber hat er selbst den so natürlichen und in allen anderen Ständen so wirksamen Egoismus des DaterS, der seinem Sohne eine möglichst gute und gesicherte Stellung zu hinterlassen wünscht, noch haben Die anderen Mitglieder seiner Familie ein rechte- dynastisches Gefühl, da diejenigen, auf welche der Thron übergehen kann, zu weitläusig verwandt zu sein pflegen.
Ofen gesessen und ist in ihren Ideen zu Hause, tote in der rechten Tasche seiner weißen weste; aber sie begreifen ihn nicht oder doch nur halb: ihnen ist er der alte ehrgeizige Fuchs, der weder Herz für Gott noch Menschen hat. So pflegt „Univers" ihn seine» Gläubigen vorzumalc», und es hat uns immer gewundert,
FrischbLckrr ?u Gießen.
Sonntag den 22. December. Hermann Spies in der Wallthorstraße Louis Kämmerer auf dem Seltersweg und Heinrich Noll in der Neustadt.
nicht brschieden sei. , ,
Marburg, 15. Decbr. Der „Hess. M.-Ztg." wird geschrteben: „In Folge der Verläumbuugen, welche die „Oberh. Ztg." bei Gelegenheit der letzten Abge- orbnetenwahl gegen die Person des Professors Mangold gerichtet hatte, sah eine Anzahl angesehener hiesiger Einwohner, welche den verschiedensten Berufsständen und politischen Parteirichtungen angehörten, sich veranlaßt, eine Petition an die könial. Regierung in Kassel zu richten, in welcher diese ersucht wurde, eine LoS- trennung des „Kreisblattes" von der „Oberh. Ztg." zu veranlassen. Die Petenten sind nun durch einen Erlaß der königl. Regierung dahin beschieben worden, daß
1. Januar k. I. das „Kreisblatt" als Organ für die amtlichen Publtcatio- der Staats- und Communalbehörden und als öffentlicher Anzeiger getrennt
vag V'uillot sich nicht da,« verflieg, tiefem Atheisten und Geiste, der verneint, was die Anhänger des Syllabu» und die Adepten de« Lilienbanners bejahen,
der „Oberh. Ztg." erscheinen soll."
Kicl, 16. Decbr. Die Herstellung der Schaden, welche die Sturwflntb aus der Marinewers, in Ellerbeck gemacht hat, wirb vorerst noch nicht abzuseher. sein. Man wird sich erinnern, daß der Straß-ntamm zwischen dem Hasen und dem Dockbasstn von der Fluth überströmt und zugleich durchbrochen warb, so daß da« Bassin voll Wasser lief. Letzteres ist freilich auf dem selbstgeichaffenen Weg. soweit wieder abgelaufen, daß e« im Niveau mit dem Hasen steht, ober da« umfangreiche, bereit« tiefer auSgegrabene Terrain bildet noch immer einen kleinen See Man hat vor Allem die Wiederherstellung der Chaussee in Angriff genommen weil dieselbe den Verkehr K'elS mit der Propstei und den angrenzenden Gütern -ermittelt, uud weil derzeit ein weiter Umweg benutzt werden muß. Er ist jedoch nicht die alte Richtung der Straße, welche mitten durch dag Manne, terrain führt, wieder gewählt, sondern man hat dieselbe näher zum Ufer verlegt. Die Fortschaffung de« Wasser« au« dem Bassin wird die Herstellung neutr Pump merke erfordern, zumal die zur Entfernung de« Grundwaffer« benutzten theilweise durch die Fluth zerstört sind unk auch wohl weitau« unzureichend sein würden.
Karlsruhe, 18. Decbr. Die Großherzogin ist au den Masern erkrankt. Die Krankpeit« - Erscheinungen sind normal und nicht geeignet, Besorgniß zu
Oesterreich.
Wien, 15. Decbr. Dem Vernehmen nach hat da« englische Cabinet vorläufig angezeigt, daß es in der Lage sein werde, demnächst die Aufmerksamkeit der Mächte auf die Thronfolge-Frage im oitomanischen Reich zu lenken, um für den Fall, daß von einer Abanverung der Thronfolge-Ordnung ernstlich die Rede sein sollte, gemeinsam zu erwägen, inwiefern vielleicht ein gemeinsamer Schritt al« angezeigt erscheinen könnte, der in Eonstantinopel die schweren Verwicklungen zur Sprache brächte, welche daran« für da« ottomanische Reich und in weiterer Folge auch für da« gesarnrnte Europa entstehen möchten. ,
Prag 16. December. Zn der Generalversammlung des Deutschen Easino S befürwortete Obmann Schmepkal die schleunigste Einleitung von Sammlungen für
,, vuB „.v ________Solothurn. Grenchen hat in einer 300 Mann starken Gemeindever-
wie er hier vorliegt, gegenüber nicht sammlung vom 15. d. Mt«. einhellig da« Dogma der Unfehlbarkeit verworfen.
(alten »erbe ' Trimbach hat ebenfalls in zahlreich besuchter Gemeindeversammlung vom
Berlin 18 Decbr. Die „Straßb. Ztg." reproducirt die in der gestrigen 15. d. Mts. die Unsehlbarkcitslehrc verworseu und aus Kirche und Schule
Abendausgabe' auch von uns gebrachten Mitlheilungen über da« Verschwinden von verbannt.
Briesen auf der Route Parii-Siraßburg und die in Folge dessen erbrachten Be- Frankreich.
wei'e daß die deutsche Postverwaltung für diese Unregelmäßigkeit nicht verant- „ . m .
»Mil ds gemacht werden könne. Nach spcci.llen Erkundigungen kann die „Straßb. Pans, 17. December. Thiers heißt nicht Präsident der Monarchie in spe,
Htn" Übria-n« noch hinzu fügen, daß sich die Zahl der auf 13 angegebenen sondern der Republik. Dies hat er den Mitgliedern im Drrißiger-Ausschuffe Mfle neuerdings noch wesentlich vermedrt Hai. Es sind in der letzten Zeit noch gestern rund und bündig begreiflich zu machen gesucht und sich dabei so klug und weise 17 Briefe die in Pari« zur Post gegeben sein sollen, von Adressaten in Straß- ausgedrückt, daß die Linke zwar nicht weiß, wa« die Rechte thut, aber daß die dura reclamirt worden Sämmtriche Briese finden sich in den Listen, welche bei Linke heute wi.der voll Vertrauen daraus ist, ThierS sei kein Dufaurc und er Oeffnuna der au« Pari« und vom Bureau ambulant Pans-Avricourt eingegan- w-rdc sich den Schimpf nicht anthun, seine Republik auszugeben und durch die oenen S-iefbeutel sofort nach Feststellung der guten Beschaffenheit de« Siegelten Hinterthür in das Heiligtum de« Lilientempel« mit den Bildsäulen der Bourbouk» s»IufieS amtlich ausgestellt worden, nicht verzeichne,. Dagegen ist bis jetzt noch schlüpfen. Die Legitimisten und Orleanisten ziehen bei Thier« immer den größeren Mn Brick bei dem Straßburger Postamte al« nicht in die Hände de« Adressaten Zähler nicht in Rechnung, daß Thier« eine historische Rolle spielt und sich der- aelanat reclami't worden, der sich in den EingangSlifien eingetragen findet, selben vollständig bewußt ist. Er weiß sehr wohl, daß, wenn er als Präsident & ^in Herr L in Siraßburg wollte einen aus Paris am 3. December abge- der Republik stirbt, er zu den Größen wie Mirabeau u. f. w. gezahlt werden
aanaenen Brief nicht erhalten haben, mußte aber bei der von der Postbehörde wird, während die Einreihung unter die geprellten Staatsmänner, deren Frankreich
nnaeMten Nachforkchnna zugeben, daß ihm der Brief, welcher als au« Paris von Riwelien's bis zu Louis Philivpe's und Napoleon'« III. Zeiten so viele hat, anae ommen auf der hiesigen Post verzeichnet war, von dem Briefträger am nichts Verlockende« für ihn haben kann. Thier« ist zu alt, um am Glanze der
4 December richtig überbracht worden sei und hat zum Beweise sein-« Jrrt'oumS Herrschaft noch viel zu haben, aber eben weil er alt, und dabei rußig und recht-
hie Envelovve de« Brieses nachträglich selbst präs.ntirt. (K. Ztg.) tzaberisch, besteht fein Ehrgeiz darin, Alles besser zu »erstehen, klüger einzufädeln,
Berlin 18 D-cbr. Die „Börs.- und HndlS.-Ztg." erfährt, daß gestern schlauer zu Ende zu führen und so viel Vie möglich die Hauptsache allem zu Mittag sich Der Reichskanzler, Fürst Bismarck, dahin ausgesprochen habe, daß er, machen, um dabei den Meister zu zeigen und als solcher vor aller Welt zu glänzen, ungeachtet der BundeSraih am Sonnabend feine Zustimmung zur UeberUffung ThierS ist nicht ehrgeizig im gemeinen Sinne, sondern im französischen, um nicht des" Tabaksmonopol« an eine Gesellschaft ertheilt, er die betreffenden Verkaufs- zu sagen im patriotischen Sinne; denn Patriotismus hat er, nur hat derselbe Propositionen zurück,ich'. Er geschähe dies in Rücksicht auf die Mißstimmung, ......«•...««. ----- “» - —* kl‘
welche sich in den Abgeordnetenkreisen gegen tte Umwandlung von Industrie- Etablissement« in Aetiengesellschaften funbgebe; und beabsichtige er, die Tabaks- manufactur anderweitig auszunützen.
Die Regierung zu Trier hat in Betreff der Betheckignng an dem ultra- montanen Actie» - Unternehmen „Saar-Zeitung" an mehrere Lehrer folgenden Erlaß gerichtet: Trier, 30. November 1872. In dem Statut der Acüenge- fellfchast, welche die „Saar-Zeitung" zu Saarlouis erscheinen läßt, sind Sie als Theilnehmer an Diefem Actien-Unternehmen mit einem für Ihre Verhältnisse nicht unerheblichen Betrage genannt. Da die Tendenz dieser Zeitung in agitatorischer und feindseliger Weise gegen die Maßregeln der königlichen Staatsregierung ge. rich^t ist, so erfordert es Ihre Pflicht aU Beamter, daß Sie alsbald aus d'r Acticngefellschast ausscheiden und sich jeder Förderung der Zwecke diese« Verein« enthalten. Wir erwarten, daß e« nur diese« Hinweises für Sie bedürfen und die Verhängung di«ciplinarischer Maßnahmen gegen Sie uns erspart bleiben wird. Binnen vierzehn Tagen haben Sie un« nachzuweisen, daß Sie aus der Aetien- gesellfchast ausgetreten sind. Königliche Regierung. Abtheilnng des Innern.
sobald der Umfang der erforderlichen staatlichen Hülse festgestellt sein wird, eine die Verunglückten an der Ostseeküste zum Dank für die reichlichen Spenden, die besondere Vorlage an den Landtag gemacht werden solle, zu welcher die Vorarbeiten Deutschland feiner Zeit für die Ueberschwemmten Böhmen« sammelte.
bereit« angeordnet feien, daß aber von Seiten de« Staate« nach Lage der Ver- . .
hältniffe für die augenblickliche Noth de« Einzelnen wenig oder nicht« geschehen könne E« bleibt zu hoffen, daß die Privatwoh11häti gkeit einem
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zranl 1,1.» 'M* (0 daß afW S-M greifbare Uch meinen W funefReinigui’ * Ä (minus 74,72» bleiben. Erei 1 fl. höher, papieren: Defte ffnecltnbant - Provinrial-D" find heute ersc Weitere, und glisabeth-Actie
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Dem unb öogt, Sohr Gießen, wirt trag der An thekargläubis erster Ehe en dahier belege 34 vKlafter Stiefmutter Gulden eingl
Zugleich ir gewiß innerk ersten Ersch öffentlichen 5 züglich diese bezw Einwe zubringen, w hierzu unter ftätißt werde
Gießen, bt Großherzoy vr.M (5859) ©tobt:
Be' t Zur Beznl den bei der angelegten । Jahre- sälli Termine festg 1) Samt 2) Liens 3) Freitc 4) Sam •) Mon «) Dien -Die Inter Ordert, die Empfang zu reigung der (= Zugleich n 2)°nntr|taß ^leressenten
Trigen - bestimmt sint D,e Herttr N? in ihr. ^■\befanr Ziehen, de 4« ’M.
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