833/4
Oberhessen
Geltd/sorteie.
ü. kr.
Arnerik. Bonde
« zu» Tode »«• begütigt worden noch feine Spur
uses, Herrn Pater der Polizeibehörde
1882r 96'/r 1885r 97% t887r —
PrioFitStegfie 3O/o oster. Stsb.-Prior. 59 3% öat. >3. Lombard 513/4 ZO/o Llvorneser 39t/g 50/0 Toscaner 617/8 5% Elisabeth.-Prlor. — do. II Emiss. 847/&
Besondere Bekanntmachung.
Marktverlegung.
ng voa 7. d. M. 1 Regierung hier« Jtfn binnen vier glerr -nge-öcherr ta6 Orden-ktopr iung de» Kfoßert
Versteigerungen. Arbeitsversteigerung.
3896) Die Reparatur an dem Pfarr- heuse zu Rödgen, bestehend in
Maurerarbeit, veranschlagt zu 10 fl., Stetndeckerarbett, veranschlagt zu 70 fl-,
sammelt hielt. Schwungvolle Reden, Toaste auf S- M. den deutschen Kaiser (ausgebracht von dem Präsidenten des Vereins, Herrn Adolph Busch aus Gießen), auf das Großh. Haus, die Einwohnerschaft Bingen's, das Gedeihen des Vereins u. s. w- trugen wesentlich zur animirten Stimmung der Festtheilnehmer bei, so daß wohl keiner derselben das Fest ohne das Gefühl der lebhaftesten Befriedigung verlassen haben dürfte. Die Betheiligung der hiesigen Bürgerschaft an dem Feste war eine überaus zahlreiche.
Berlin. Folgender Vorfall erregt hier seit einigen Tagen in ärztlichen Kreisen eine peinliche Aufregung. Ein junger, unter seinen Collegen durch sein bedeutendes Wissen in hohem Ansehen stehender Arzt wurde vor etwa acht Tagen, Abends gegen 9 Uhr, durch ein Dienstmädchen nach dem Hause eines bekannten, reichen „Lebemannes" gerufen, woselbst eine junge Dame plötzlich schwer erkrankt sei und schleuniger ärztlicher Hülfe bedürfe. Er folgte dem Rufe sofort und erkundigte sich unterwegs bet dem Mädchen noch über die Art und Weise der Krankheitserscheinungen der Patientin, wobei er dann noch erfährt, daß der Hausarzt des Dandy nicht zu treffen gewesen sei, und daß der Portier sie dann zu ihm geschickt habe. Nachdem er das Haus betreten hat, wird er in ein Zimmer geführt, wo er auf einem Sopha eine Frauengestalt in äußerst derangirter Toilette hingestreckt liegen sieht. Als er aber näher tritt, da erkennt er zu seinem Entsetzen---seine eigene junge Frau, die er in Begleitung einer
Freundin im Theater wähnte. Durch den sofort eingeleiteten Ehescheidungsproceß ist die Sache in die Oeffentlichkeit gedrungen.
(Großer Schwindel.) Vor Kurzem verbreitete sich im Gouvernement Minsk das Gerücht, die russische Regierung hätte einen Befehl erlassen, dem zufolge alle Mädchen des Minsker Gouvernements auf das schwarze Meer gebracht werden müßten. Es habe nämlich die russische Prinzessin einen ausländischen Prinzen geheirathet, welcher in Amerika am schwarzen Meer ein von „schwarzen Mohren" bewohntes Land besitze. Nun hätte es dem Czaren und seiner Gemahlin nicht gefallen, daß ihre Tochter unter lauter Mohren leben solle, und sie hätten daher verordnet, daß alle Bauernmädchen des Minsker Gouvernements dorthin geschickt werden sollten, um dem Lande eine weiße Nachkommenschaft zu ermöglichen. Die meisten der „unglücklichen Mädchen" waren entschlossen sich lieber das Leben zu nehmen, als diesem Befehle Folge zu leisten. Viele Bauern spendeten große Geldsummen, um ihre Töchter zu retten, und die Rettung war denn auch zur Hand. Es fanden sich nämlich drei barmherzige Männer, welche den Bauern bedeutende Geldsummen abnahmen und deren Töchter dann für befreit erklärten- Wie sich ergab, waren dies zwei pensionirte Officiere und ein pensionirter Beamter, die das Gerücht verbreitet hatten, um auf diese Weise Geld zu erpressen. Sie trieben ihr Unwesen jedoch nicht lange: die Behörden, welche von dem Treiben Kenntniß erhielten, veranlaßten die Verhaftung der drei Schwindler, in deren Besitz man bedeutende Geldsummen fand.
3881) Der auf den 3. October l. I- angesetzte Jahrmarkt »ahier ist wegen des gleichzeitigen jüdischen Neujahrsfestes auf
Donnerstag den 26. September 1.
Vergebung der Bettwäsche-Reinigung für die Garnison-Verwaltung Gießen.
3853) Donnerstag den 22. d. Mts,, Vormittags 10 Uhr,
wird in dem Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung die Reinigung der Bettwäsche pro 1872/73 mittelst öffentlicher Submission vergeben, woselbst die Bedingungen zur Einsicht der Interessenten offen liegen.
Gießen, den 16. August 1872.
Großherzogliche Garnison-Verwaltung.
verlegt worden.
Herborn, den 17. August 1872.
Der Bürgermeister: Todt.
3882) Incarnat-Kl eesaamen bei ;Emil Vistor.
Aetißffl.
5% östr. F. 8t. E. B. 370^
Lombard. Bahn 2251/2
Ludwigsh.-Bexbach 202
Maibahn 147
Bayer. Ostbalm 1385/g Bhein-Nahebalin-Act. — liess. Lv.dwigsb.-Aot. 185
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Zu PlaDentlü lorchnj) geM
gen und Verdächtigungen der chauvinistischen Hetzer, welche den Franzosen vorlogen, Deutschland wolle Belfort nicht herausgeben, es biete ein anderes Stück von Elsaß als Entschädigung an, Belfort sei ihm zu wichtig rc.
Italien.
Rom. Wir wissen, daß in Folge des Briefes des Msgr. Nardi an das „UniscrS" der Cardinal Antonelli eine ernste Unterredung mit dem heiligen Vater gehabt und ihm erklärt habe, daß er nicht länger im Amte bleiben könnte, wenn einfache Monsignori wie Nardi fortfahren dürften, die Autorität des heiligen Stuhles herabzuziehen, indem sie im Namen des Papstes Zeitungsartikel schreiben. In Folge dieser Unterredung ist auch den klerikalen Zeitungen verboten worden, die Reden zu veröffentlichen, welche der Papst bei seinen Empfängen hält.
Rom, 12. Aug. Der Papst ist durch das Widerstreben vieler Clerikalen am Wahltage gereizt worben, da er das Gegentheil erwartet hatte. Es würde vielleicht anders ausgefallen sein, wenn er die Theilnahme an den Wahlen befohlen und nicht blos gewünscht hätte. Er lobte deshalb vor vielen Cardinälen und Prälaten diejenigen römischen Pfarrer, welche an die Wahlurne getreten sind. Er wollte die Namen wissen und bedauerte, daß von 54 nur 3 in seinem Sinne gehandelt hatten. In der Kirche S. Lorenzo in Lucina wurde vor dem im Rufe ber Wunderthätigkeit stehenden Bilde della Madonna della Sanita diesen Morgen eine feierliche Messe für die Erhaltung und für eine noch lange Regierung Sr. Heiligkeit unter der Theilnahme vieler Anhänger des Vatikans celebrirt. — Der unerwartete Erfolg der französischen Anleihe hat auf die geknickten Geister im Batlkan ellctrisch gewirkt. So sieht man Frankreich plötzlich wieder vollkommen in den Stand gesetzt, sein früheres militärisches Prestige neu zu schaffen, um zu- nächst Italien gebieterisch zu überwachen und die weltliche Herrschaft des heiligen Stuhles wieder aufzurichten. So baut man auf dem rechten Tiberufer fort und fort Luftschlösser. Der Brief des Papstes an Herrn Goulard mit überschweng- lichen Freudenbezeugungen über den guten Erfolg der Anleihe und das gleichzeitig seiner Gattin geschenkte Reliquiarium sagen das Uebrige. — Der Erzbischof Guibert von Paris soll mit dem NuneiuS Msgr. Chigi in Kurzem zum Cardinal creirt werden; ein Pfand des Vertrauens, das Herr Thiers von Pius IX. in der Voraussetzung erhält, daß die Interessen des heiligen Stuhles mit denen Frankreichs vorerst zusammengchen werden. Thiers könnte somit im nächsten Conclave auf einen Cardinal rechnen, der die Interessen der gallicanischen Kirche wahr- vimmt.
Frankf. Bank 1431/2
Frankf. Vereins-Kasee 153
Darmst. Bankact. 513
Wien B&nkactlen 940 Oesi. Creditact. 364’/2 Galizien 265
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 19. August. Die Börse eröffnete heute die Woche mit einer kleinen Baisse der Speculalionscffecten, die indeß nur auf mattere Meldungen von auswärts, namentlich von W:.n, zurückzuführen sind. Der Geschäftsumfang war unter solchen Umständen kein bedeutender und Staatsbahnactien gingen in Folge dessen auf 368y2, Creditactien aus 3683/4 und Lombarden bis 223 zurück. Auf das Bankgebiet übte die flaue Stimmung nur insofern Einfluß aus, als die Courfe nicht weiter vorgestoßen wurden und die Umsätze sich in etwas engeren Grenzen hielten, als man die letzte Zeit über gewöhnt war. Nur einzelne Bankcffecten, die sich besonderer Beliebtheit erfreuen, haben PrriSaufbesserungen js verzeichnen, wie z. B. Frankfurter Wechslerbank, Amsterdamer und Hahv'sche Effectenbank, sodann ProvinzialdiSconten und Darmstädter. Während so das Geschäft in Banken einen gewissen Stillstand verzeichnet, hatte sich jenes der Bahnen größerer Beliebtheit zu erfreuen und Alföld, Elisabeth, Galizier, Donau-Drau, Albrecht und Siebenbürgter wurden bei guten Coursen in Posten abgenommen. Prioritäten waren gleichfalls in gutem Verkehr, namentlich Donau-Drau, welche vielfach gegen die theueren Sorten getauscht wurden. Oesterreichische Renten blieben heute ziemlich still, ebenso Loose. Amerikanische StaatenbondS fest, Prioritäten eine Kleinigkeit besser.
soll Donnerstag den 22. d. M., Vormittags 8 Uhr, auf dem Pfarrhof dahier öffentlich in Accord gegeben werden-
Rödgen, den 19. August 1872.
I- A-:
L. Hahn, Bezirksbauaufsehcr.
Feilgebotenes.
| Eingemachte Gurken
empfehlen Jf. A. Busch Söhne.
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„ Papierrente 611/4 Spanier, ueuest. 3°/0 293/8 “ " ’ 1881 r 991/2
England.
London, 14 Aug. Die Königin hat mit ihrem Gefolge Osborne verlassen und die Reise nach Edinburg und Balmoral angetreten. Der Exkaffer Napoleon halt sich gegenwärtig in Brighton auf. Eine große Menschenmasse versammelte sich vor dem Hotel, als der Kaiser von Bognor ankam, und wurde etwas lästig.
Belfast, 19. August. Der gestrige Tag ist unter fortwährenden Unruhen . verlaufen. Sowohl auf Seiten der Polizisten wie der Tumultuanten fielen Der- ’ w undungen vor. Die Polizei mußte auf den Pöbel feuern. Die Truppen besetzten ; die Straßen. Don allen Seiten kommen Truppenverstärkungen.
Rußland.
Einem Telegramm des „Nez.-Anz." aus Livadia vom 9. August zufolge wohnten aus Anlaß des Geburtöfestrs der Kaiserin am 8. d. M. Ihre Majestäten und ihre Hoheiten der Messe in der Palaiskirche bei. Am Abend fand in Livadia ein Volksfest mit Illumination und Feuerwerk statt. Die Gesundheit ihrer Ma- jestät ist vollkommen bffriedigend.
Asien.
Die „Times" berichtet aus Japan: Der Mikado hat Neddo verlassen und sich, begleitet von acht Kriegsschiffen, am 28. Juni auf eine 40tägige Jnspections. reift nach Kioto und anderen südlichen Provinzen begeben. — Die Regierung wird cine neue Religion einführen, die aufgeklärter, einfacher und allen Parteien angemessen sein wird. — Bei der Zusammenkunft mit den Gesandten der fremden Mächte sind die formellen Schwierigkeiten von dem Mikado dadurch beseitigt wor- den, daß er beiden Parteien zu stehen gestattete. Zuerst wurde der Admiral Jenkins von der nordamerikanischen Flotte vorgestellt.
» n 25 n 55
Kurh. 40 ThJr. Loose 71 Vs Nassau 25 fL 451/2
5 Braunschweiger 22
?30/o Oldenburg, ä 4OThJr.387/6
|40/0 bayr. Präm. Anl. —
40/0 badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 853/4 1858r Prforitätsloosti 207 1860r Loose 94</s 1864i „ 164
fl- kr.
Darmstädter fl.50Loose 198 Pr. Friedrdor 9 58—59
SSrsenßachrichtes.
19. August 1872.
Preuss. 41/3% Obilg. 103
! Frankf. 31/2% Obi. 871/4
Nass. 41/3% ObL 991/2
| Kurhess. 4% „ 94
Gr. Hess. 5o/0 Obi. 1023/8
, „ 4O/o » 981/z
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Bayer. 5% „ 1005/s
j 7. 41/3% 1jährige 100% „ 46/o 1jährige 95
Würtemb. 44/g % Obi. 997/a
Baden 41/2% Obl.o. E. L. 993/4
Oesterr. Silberrente 66>/g
Pistolen . . 9 41—48
„ doppelte 9 41—43 |
Holl. fl. 10SL 9 53—55 gDucaten . . 5 34—36 ®
420 Frankenst. 9 20 V2—21Vz Engi. Sover. 11 49—51 i
Buss. Imper. 9 43—45 1
Dollar in Gold 2 25-26 3
Verwischtes.
□ Bingen Rh, 19- August. Auch hier Hai sich kürzlich n°ch dem Vorbild- anderer Städte des deutschen Vaterlandes ein „Krieger-Verein gebildet, dessen Mitglieder trotz der kurzen Zeit seines Bestehens bereits nach Hunderten zahlen. Derselbe veranstaltete am gestrigen Sonntage, dem Jahrestage der Schlacht bn Gravelotte eme Gedenkfeier, die in ebenso brillanter, als wurdtger Welse verlief. Den Schluß der Feier bildete ein solenner Fest-Ball in den sinnig decorirten Raumen beö Hofes", der die Festgenossen in heiterster Laune bis zur frühesten Morgen stund e^ver-^
Neue Holland. Vollhäringe, neue schottische Matjeshäringe, geräuch. Winter-Rheinlachs, empfahlen
(3683) I. A. Busch Söhne.
3894) Ein Pudelhund, ein halbes Jahr alt, ist zu verkaufen. Lit. A. 29.___________
3883) Handdreschmaschinen, mit und ohne Strohschüttler, Futterschneidmaschi- nen bei__Emil Pistor.
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Amsterdani
k. S. 981/4
Augsburg
k. s. 993/4
Berlin
k. 8. 1047/g
Bremen
k. S. 1747/g
Brüssel
k. 8. 933/8
Hamburg
k. 8. 871/4
Leipzig
k. 8. 105
London
k. 8. II8V2
Lyon
k. 8. —
Paris
k. 8. 921/2
Wien
k. 8. 107
’ ditto
m. S. —
| ditto
1. 8. 1071/4 l
Dis conto
4%


