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Gegenstände aller n gegen Feuers-

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011 der General-

acmstadt,

in Gießen, H. itrid) bei AlsseIV, in Bellersheim, :ob bei ®iuM Menn ^amtlichen (im Morl!

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Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fi. 27 fr.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Sonntags.

Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Sieben.

Nr. Ä-r. Samstag ben 20 April l®72<

Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.

Brodpreife vom 20* bis 26. April 1872,

nach eigener Erklärung der Bäcker;

2 Kilo gemischtes Brod 21 fr. 1 Kilo gemischtes Brod 10'/2 fr. 2 Kilo Roggenbrod 18 kr. 1 Kilo Roggenbrod 9 kr.

Amtlicher T b e i l.

Gefundene Gegen st ander

Ein Portemonnaie mit 1 fl. 2'/- fr. und einem silbernen Ringlein, ein desgl. mit 1 Thaler, ein mittelgroßer Schlüssel, ein schwarzer Tüll-Schleier, ein Paar weiße baumwollene Strümpfe und ein Cylinderhut (in der Anlage gefunden.) - <. c l £ m r c. c ,, . .

Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. m r, . . r, _

Giesten den 20. April 1872. Großherzogllche Polizei-Verwaltung der Provmztalhauptftadt Gießen.

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Deutschland.

Frankfurt, 18. April. Nach demFr. Anz." sind ca. 3000 Morgen Ge- meiudcwaldungcn von Enkheim, Bergen, Fechenheim und Dörnigheim, sowie di. Mainkur behufs Anlage einer Pulverfabrik an den Staat um die Summe von 700,000 Thaler verkauft worden.

Berlin, 15. April. Nach Inhalt des von der Landes Commission für die Wiener Welt-Ausstellung veröffentlichten Ausrufes, d. d. Berlin, im März 1872, sollte die Anmeldung ter Theilnahme an der Wiener Ausstellung, von den so­genannten temporären Ausstellungen (lebender Thiere, frischer Erzeugnisse des Land- und Gartenbaues) abgesehen, bis spätestens zum 15. d. M. erfolgen. Von vielen Seiten ist die Verlängerung dieser Frist, zu deren kurzer Bemessung die Verhältnisse nöthigten, in Antrag gebracht worden. Die Commission sieht sich nunmehr in der Lage, eine solche Verlängerung bis zum 30. d. M. bewilligen zu können. Anmeldungen, welche bis zum Ende des laufenden Monats eingehen, werden daher noch Berücksichtigung finden. Die Commission bringt dies mit dem Ersuchen zur öffentlichen Kenntniß, die noch ausstehenden Anmeldungen möglichst beschleunigen zu vollen.

Berlin, 19. April. DieNordd. Allg. Ztg." dementirt heute auf das Bestimmteste die dieser Tage cursirenden Gerüchte über eine noch Versailles ge­richtete deutsche Note und eine in den deutsch-französischen Beziehungen eingetretenc Spannung. Dasselbe Blatt hebt überdies hervor, daß der diesseitige Botschafter, Graf Arnim, sich gegenwärtig in Berlin befindet.

Posen, 16. April. Die Ostd. Ztg. schreibt:Wie wir aus sicherer Quelle vernehmen, ist der bekanntlich seines Amtes als erzbischöflicher Rath enthobene Prälat Kozmian zum bischöflichen Consistorialrath ernannt und ist von dem Erz­bischöfe zu diesem Zwecke eigens eine neue Rathestelle creirt worden."

Detmold, 16. April. In dem GasthauseStadt Detmold" hatte sich heute eine große Gesellschaft eingefunden. Es sollten die von den Steuerverweigerern im Amte Lage eingezogenen Pfänder vcrauctionirt werden; in Lage hatten sich keine Käufer gefunden, in Detmold dagegen hoffte man, ein besseres Resultat zu erzielen, man hatte sich jedoch auch hier getäuscht. Sämmtliche Sachen, welche unter den Hammer des Auctionators kamen, wurden wieder, ohne daß irgend ein Gebot darauf gefallen war, zurückgesetzt. Jedoch konnte endlich ein Liebhaber nicht unterlassen, auf einen Schinken, sehr delikat, zu bieten; da das Gebot aber nur 3 Pfg. war, wurde derselbe nicht verabfolgt und die Herren wurden dadurch hoffentlich überzeugt, daß es vergeblich ist, sei es wo es wolle, selbst \n der Re­sidenz, Pfänder von Steuerverweigerern dem Volke zu verkaufen. (Sonnt.-P.)

Oesterreich.

Wien, 15. April. Die grauenhaften Zustände in Dalmatien haben drei Gemeinden der Bocche, nämlich Maini, Poberie und Braic, zu einem Act der Selbsthülfe getrieben. Diese Gemeinden haben beschlossen, ein Volksgericht nieder- zusetzen und die Uebelthäter, welche sich bisher der Justiz entzogen, selbst zu fassen. Dcr Bezirkshauptmann von Cattaro, Herr Rondich, soll den Entschluß gebilligt haben. Das improvisirte Volksgericht hat auch bereits eine Kundmachung erlassen, welche Strafen gegen Todtschläger ankündigt, und zwei Individuen in Haft ge­nommen.

Wien, 16. April. Wie die OlmüherNeue Zeit" berichtet, ist die Unter- suchung gegen das dortige erzbischöfliche Conststorium eingestellt worden. Wie man sich erinnert, war das gerichtliche Einschreiten dadurch veranlaßt, daß der Bischof von Olmütz zum Theil persönlich, zum Theil durch seine Organe die in die Standesbücher eingetragenen Civilehen wieder ausgestrichen hatte. Die Staats­behörde hat also in der Renitenz des Bischofs nichts Strafbares gesunden.

Schweiz.

Bern, 19. April. Angesichts der England und Belgien gemachten Con- cesstonen verlangt der Bundesrath von Frankreich auch für die Schweiz Aushebung der lästigen Paßsormalttäten.

Frankreich.

Paris, 15. April.Gleich nach der Zusammenkunft der National-Ver- sammlung", schreibt das Avenir National,soll ein Feldzug zur Rückkehr nach Pans unternommen und energisch geführt werden. Von der Linken c> s wird cie Bewegung auszugehcn haben und an die Spitze derselben stellen sich die Herren Albert Grövy, Brüter des Präsidenten der National-Versammlung, Ducuing, CH. Rolland, Girerd, Marcel Barthe und Warnier."

Wir lesen im Ccnstitutionel:Gestern begab sich eine Commission von In­genieuren und Mun cipalräthen in den großen Egout Collecteur, um das Projekt einer unterirdischen Eisenbahn im Innern von Paris an Ort und Stelle zu stu- diren. Dieselbe stieg bei den Hallen hinab, schlug hierauf die Rue Turbigo, den Boulevard Sebastopel und Strsßbourg ein und beendete ihre unterirdische Prome­nade beim Ostbahnhose. Die Untersuchung soll sehr befriedigend ausgefallen sein und keine dem Projekte entgegenstehendtn Hindernisse ergeben haben."

Paris, 16. April. DerCourrier de France" schreibt folgenden Unsinn: Wir erhalten eine wichtige Nachricht, die wir unter allem Vorbehalt veröffent­lichen: Preußen macht insgeheim Anstrengungen bei dem Cabinct von Constan- tinopel, daß die Türkei in ein Bündniß zwischen Deutschland und Italien mit eintrete. Man meldet sogar, daß Hr. v. DiSmarck ganz kürzlich einen Vertrags­entwurf an den Sultan geschickt habe.

Paris, 16. April. Die hiesigen Blätter fahren fort, ihren Lesern die aben- teuerlichsten Dinge aufzutischen. So behauptet das Evenement (und doch steht dasselbe mit dem präsidentschastlichen Palais in Verbindung), daß Bismarck von Thiers einen Vorschuß von 800 Millionen auf die drei Milliarden verlangt habe.

Poris, 17. April. Von der spanischen Grenze wird gemeldet, daß Muni- tionstraneporte, welche nach Spanien bestimmt waren, von den diesseitigen Be­hörden im Departement BosskS-PyreröeS mit Beschlag belegt wurden. Die Grenze wird von Truppen-Detachements streng überwacht.

Türkei.

Constanlinopel, 17. April. Prinz Friedrich Karl von Preußen und der Großherzog von Mecklenburg nahmen gestern bei dem Sultan im Palast Beglerbeg das Dejeuner ein. Heute wird zu Ehren der hohen Gäste große Revue über die Truppen der Garnison der Hauptstadt abgehalten.

Amerika.

Washington, 15. April. Der von dem UntersuchungS-AuSschusse des Re- präseniantenhaufcs erstattete Bericht, wonach bei den Waffenverkäufen an Frank­reich keine Lieferungen an bekannte Agenten irgend eines der kriegführenden Staaten gemacht worden seien und kein Rcgierungsbeamter aus den Verkäufen Nutzen ge- zogen hätte, geht von der Mehrheit des Ausschusses aus. Es wird abzuwarten sein, wie die Sache von der Minderheit ausgefaßt wird, die sich wahrscheinlich nicht mit Wortklaubereien beruhigt haben wird.

Washington, 18. April. Der Congreß-AuSschuß für die auswärtigen An- gelegenheiten diecutirte einen Antrag, wonach die invirccten Schaden-Ansprüche zurückgezogen werden sollen. Der Ausschuß ermächtigte den Vorsitzenden Banks, mit dem StaatSsccretär Fish darüber in Berathung zu treten und Dienstag Be­richt zu erstatten. Die Mitglieder scheinen der Ansicht, die Aufrechthaltung der indirekten Schaden-Ansprüche werde eine freundliche Regelung verhindern. Die Zeitungen bestäiigen, daß die Regierung von ihrer jetzigen Stellung zurücktrete.

, Local-Notizen.

Gießen, 20. April. In den weiteren vor dem Schwurgerichtshof verhandelten Anklage­sachen tumbe erkannt und zwar:

Den 13. April ge^en Joseph Klein von Assenheim, wegen Urkundenfälschung, eine Ge- fängnißstrafe von 6 Monaten.

I Den 15. April gegen Johanne- Schneider von Wallernhausen, wegen schweren Diebstahl-,