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derselben anerkennen wird. -
Die Befürchtungen, welche Ew. Erzbischöfliche Gnaden am 8. Mai 1870
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Deutschland.
Aus Oberhessen, 17. März. Bet der Beantwortung des Antrags
erwartet werden dürsten. Und in der That drängt Alles dazu, die Unterrichts- frage für das ganze Reich „im gesetzlichen Wege" zu lösen. Aber man würde sehr irren, wenn man die Schwierigkeit auch für das Reich unterschätzte. Abgesehen von den „Eigeuthümlichkeiten" der verschiedenen Territorien denke man an folgende Möglichkeiten. Gesetzt, cS wird, wie nach Andeutungen preußischer Blätter im Werke sein soll, die gesetzliche Bestimmung, daß jeder studireade Preuße seine Studien wenigstens 1^/z Jahr auf einer preußischen Universität machen muß, aufgehoben, so ist damit gerade wie im Großherzogthum Hessen die Möglichkeit gegeben, daß die preußischen Bischöfe die preußisch n kathotischen Fakultäten so trocken legen wie Gießen, sei eg durch die seminaria puerorum (die übrigens nach dem Concilium Tridenlinum einen ganz anderen Sinn haben, als man in Mainz daraus gemacht hat), sei es dadurch, daß sie die katholischen Studenten nach anderen Universitäten dirigiren, wie ja jetzt schon 40 Westphalen in Innsbruck studiren (und wie viele in Rom im Collegium germanicum?). Dazu kommt das Zerwürfniß wegen der Jnfallibtlität. z (F. I.)
Darmstadt, 15. März. Die zweite Kammer setzte beute ihre Beratbung über den Antrag des Abg. George auf Abschaffung der Weinsteuer fort. Avg. Wernher führte aus, daß viele gegen die Weinsteuer geltend gemachten Gründe irrig seien; sie sei von den indirecten Steuern die gerechtfertigtste und keineswegs dem Handel des Großherzogthums hinderlich; der Weinhandel von Mainz habe den von Köln und Frankfurt überflügelt, ob«r sie fei dennoch unballbar, weil das Großderzogthum völlig vereinzelt mit ihr dasiehe. Voihard erklärt sich gegen die Abschaffung der Steuer, eine Maßregel, die, wie er ausführt, so lange noch eine Steuer auf Kaffee und Zucker gelegt sei, eine V rfündigung an dem armen Mann wäre. Er erklärt sich dagegen mit einer veränberten Erhebungsweise der Steuer
Franlsm $uten auswärtigen veise auf ftwilalv und wieder mit 36 Höhe vom Samiia hielt fi» fest auf < dion nicht recht M hin Preis von 89 )it ihre Couch 9«: in dm Dordergrur Bank, sowie W nur thnlweise l<b! and dem Markt g toit Viifchterader mit Ausnahme d. siebend, Oregon |i 19. 2
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zweiten Kammer auf Wiederherstellung der katholischen Facultät in Gießen Minister v. Bechtold auf Maßregeln hingewiesen, die von Seite des Reichs wohl
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einverstanden. Fink spricht in demselben Sinne und tritt den Ausführungen verschiedener Vorredner entgegen. Backs spricht gleichfalls für die Beibehaltung der Steuer. Bamberger eiklärt, er und seine Gesinnungsgenossen Metz, Becker und Möllinger beabsichtigten nur Erleichterungen der Erhebungsweise herbeizuführen. Zentgraf ist gegen die vollständige Beseltigung der Steuer und stellt einen besonderen Antrag, welcher alle bisher gestellten Anträge der Regierung zur Erwägung anheimgeben würde. Die Debatte, auf die wir, weil sich die für und gegen den George'schen Antrag vorgebrachten Gründe öfter wiederholen, nicht näher eingehen, schloß nach 1 Uhr. Die Abstimmung ergab mit 42 gegen 5 Stimmen die Annahme des Antrags der Mehrheit: die Regierung um eine Ge- sctzesvorlage zu ersuchen, durch welche an die Stelle der seitherigen eine andere minder belästigende ErhebunzSart tritt, sowie die Annahme des obenerwähnten Antrag des Abg. Zentgraf. Die Tranksteuer wird für das laufende Jahr ver- willigt.
Bonn, 17. März. Zu der heute im Hotel Rheineck abgehaltenen alt. katholischen Delegirten - Conferen; hatten sich 80—90 Herren eingefunven , zum größern Theil aus Bonn und Köln, ferner aus Coblenz, Düsseldorf, Königs- w ntrr, Mayen, Boapacd, Srefdo, Ess n , Witten, Euskirchen, Uervlng.'N, Wiesbaden, Hadamar, Gießen, Kaiserslautern, Heidelberg u. f. w. Prof. v. Schulte von Prag und Prof. Michaelis von Braunsberg, die man erwartet hatte, hatten sich entschuldigt: Ersterer ist bis zum 20. März durch juristische Staatsprüfungen
Juli 1870 ablehnen, von der Sünde der Häresie vollständig frei und müssen darum die von Ew. Erzbischöflichen Gnaden ausgesprochenen Censuren als gegenstandslos und als vor Gott und seiner Kirche nicht bindend zurückweisrn, eingedenk der Worte des Papstes GUasius I.: „Eine ungerechte Sentenz kann R emand vor Gott und feiner Kirche beschweren." Für das Aergerniß, welches dadurch entsteht, daß unbescholtene Priester und langjährige Lehrer einer Universität mit Suspension und Exkommunikation belegt werden, müssen wir jede Verantwortung von uns ablehnen. Wir hegen das Be trauen, daß diese Maßregeln uns der Achtung derjenigen, auf Deren Urtheil wir Werth legen, nicht berauben werden, und sind überzeugt, daß der unsichtbare göttliche Herr der Kirche trotz des Spruches durch welchen man uns rechtswidrig von ihr ausschließen will, und als treue Sohne
haben, sind schon jetzt nur ,-v. -----,------u o . • .
flchllich noch vollständiger verwirklichen. Von den zur Berathung oeS Wohles Der Kirche in sehr ernster Zeit zusammenberufenen Bischöfen ist in sieben Monaten nichts anderes zu Stande gebracht worden, als das Decret über den Glauben unD das Decret vom 18. Juli, von dem Ew. Erzbischöfliche Gnaden sagten, es sei noch weniger als jenes durch die Z'itlage geboten und es sollten darin, mit Beiseitelassung der dringenden Bedürfnisse der Christenheit, Schulmeinungen zum Siege geführt werden, Deren Definition der Papst durch so viele Schreiben und öffentliche Anreden gefördert zu haben scheine. Hierdurch und durch das, was sonst üb-r di- Borgjnze in Rom b-k-nn.
göllW 1l6lrtun6, °>"ch höflichen Tone anlvock Englat Schenck vor D WMglon ab (obalD dies W 1 2oM
Unterhaus Anllvort ißnDÜ UbW ‘in beachtet lassen.»
Die lebhaften und anschaulichen Schilderungen des Bezirksrichters Reuthner über Die Bewegung in der Pfalz. — Die von verschiedenen Seiten dem deutschen Reichstage während der vorigen Session übersandte Petition bezüglich der Jesuiten wurde mit einigen Modifikationen verlesen und beschlossen, für dieselbe allerorts Unter- schristen zu sammeln und dieselbe baldigst dem demnächst wieder zafammeniretendeu Reichstage nochmals vorzulegen, so wie dieselbe dem BundeSrathe abschriftlich zu übersenden. — Den Geistlichen, über welche der Erzbischof oon Köln kürzlich die Excommunication verhängt hat, gab auf den Antrag eines Redners die ganze Bersammluna durch Aufstehen und lauten Beifallruf ihre Sympathie und Hoch- achtung zu erkennen. — Der „Rheinische Merkur" wurde als Otgan Der alt- katholischen Partei, und daneben der von Professor Michelis redigirte „Katholik" zur Unterstützung und Verbreitung empfohlen. — Die Verhandlungen, welche um 3 Uhr begonnen hatten, wurden um 8 Uhr mit einem Hoch auf den deutschen Kaiser, den König von Bayern und den Großherzog von Baden geschlossen.
Breslau, 19. März. Die „Schles. Zig." meldet aus Ratlbor: G.'stera Abend sand eine Arbeiterrevolte auf dem Rothschild'schen Tiefbau in Wittkowltz
kurzen Bewillkommnung durch Prof. Knoodt wurde Ober-R gierungSrath Wülfing aus Köln zum Präsidenten, App.-Ger.-Rath Petri aus Wiesbaden zum Vice- Präsidenten erwählt. Wie die im vorigen Jchre zu Heidelberg gehaltene Con- ferenz den großen Münchener Congreß vorzudcreiten hatte, so war eine Hauptaufgabe Der heutigen Zusammenkunft, für einen ähnlichen in diesem Herbst abzuhaltenden Coagreß Die nöthigen Vorbereitungen za irejfen. Es wurde beschlossen, diesen Kongreß für Den Monat September nach Köln zu berufen. Die localen Arrangements wurden dem Kölner Verein, Die übrigen Vorbereitungen den beiden Central-ComiteS zu München und für Rhemland-Westfalen übertragen, von Denen feiner Zeit Die nöthigen Bekanntmachungen erfolgen werden. Von verschiedenen Rednern wurden Mittheilungen und Vorschläge über die Organisation der Be- vegung gemacht, Die sich wegen ihres vertraulichen und provisorischen Charakters zur aussührlichen Berichterstattung nicht eignen. Wir constatiren indeß, daß sich
(Mähren) statt. Die GrubengebäuDe wurden beschädigt und Die Caffe geraubt. Bei Dem Einschreiten Des Militärs blieben 4 Arbeiter todt und 50 verwundet. Gegen 100 Verhaftungen wurden vorgenommen. Als Motiv wird Die Verzögerung Der Löhnung bezeichnet.
Frankreich.
Paris, 15. März. Das Silcle äußert über Die Universität Straßburg: „Das Verzeichniß Der Vorlesungen Der neuen Universität liegt uns vor und mit gepreßtem Herzen haben wir es zu EnDe gelesen. Schämen wir uns nicht, e- einzugestehen, Daß dieses Programm ausgezeichnet ist: Eigenschaft der Professoren, Zahl und Verschiedenheit der Vorlisungen, Alles ist Da. Deutschland» hat aus seinen anderen Universitäten die besten Lehrkräfte gewählt und die neue Universität ist schon von Der Gründung an eine Der bestzusammcngesctzten des Reiches. Mit solchen Elementen, Professoren im kräftigsten Alter unD gut bezahlt, einer Bibliothek, die jetzt schon beinahe 200,000 BänDe zählt, kann man sicher DaS Zuströmen Der Deutschen Jugend» nach Straßburg erwarten. Die Folgen sind vorauSzuseheu. Und wir, was traten wir, was thun wir? Den alten Jrrthümern treu, lassen wir Alles langsam nach dem Alten bestehen. Unsere armen Provinzial-Acadtmicen verschmachten in der Dürre; Professoren ohne Studenten leben von einem Gehalte, welches den Rayonchef eines Schnitt- und Modewaarengeschäftes zu einem Achselzucken veranlassen würde. Sie arbeiten nicht, das ist wahr, aber wie und warum sollten sie arbeiten? Schauen wir der Wahrheit ins Gesicht, das ist das einzige Mittel, etwas vorwärts zu kommen. Wir haben in Frankreich keine einzige wissenschaftliche Anstalt, die einen Augenblick nur mit Der neuen preußischen Universität von Straßburg verglichen werben könnte. Den Tod im Herzen, gestehen wir eS ein, besonders der allgemeinen Trägheit gegenüber, welche Die isolirten Handlungen des guten Willens noch zu paralysiren scheint. Und doch ist eine Der vielfache« Ursachen unserer RieDerlagen Die wissenschaftliche (Überlegenheit DeuischlanDS. Haben wir Denn nicht zu befürchten, das so treue und unerschrockene Elsaß werde damit endigen, zwischen uns und seinen Siegern einen Vergleich anzustellen, Der nicht zu unserem Vortheil gereichen wird? Wenn wir nichts seit den schrecklichen Ereignissen DeS letzten Jahres vergessen haben, haben töir denn nicht- gelernt?"
Versailles, 19. März. Der gestrige erste Jahrestag des Ausbruches der Commune - Jnfurrection verlief durchweg in vollkommener Ruhe. — Heute Vormittag wurde Pröau De Vedel hingerichtet. — Die Berathung über Den Lefranc'- schen Gesetzentwurf wird erst nach den Parlamentsferien erfolgen.
Italien.
E-'ner römischen Correspondenz Der Pall Mall Gazetta zufolge hätte die UnterreDung des Piinzen Friedrich Karl von Preußen mit dem Papste die Folge
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sondern auch Der Glaube und das Seelenheil Vieler gefährdet und der Kirche ein schwerer Schaden zugefügt worden." Es steht in Gottes Hand, ob wir das Ende Der jetzigen Verwirrung erleben werden; wir wollen aber lieber mit unge- rechten Censuren beladen aus diesem Leben scheiden, als uns zu Mitschuldigen derjenigen machen, welche diese Verwirrung herbeigesührt haben oder in mißverstandenem Eifer für die Erhaltung der äußerlichen kirchlichen Einheit sich zu Lehren bekennen, in denen sie bei ehrlicher Prüfung gleich uns nur eine wesentliche Entstellung des überlieferten Glaubens der katholischen Kirche zu erblicken vermögen.
Ew. Erzbischöfliche Gnaden gehorsamste
Bonn, 16. März 1872.
Dr. Hilgers, Prof. Der Theologie.
Dr. Reusch, Prof. Der Theologie. Dr. Langen, Prof. Der Theologie. Dr. Knoodt, Prof, der Philosophie.
Gründliche, alle Schwierigkeiten umfn(fent>e Grörteruag, wie sie von vielen Bischoren als unbedingt nothwendig gefordert wurde, gemäß Der ausdrücklichen, lange nach dem Schluffe des ConciiS abgegebenen Erklärung des Herrn Cardinals v. Rauscher aar nicht stattgefunden hat. Roch notorischer ist, daß eine große Anzahl von Bischöfen gegen die Definition, und zvar nicht bloS gegen Deren Opportunität, sondern auch gegen ihren dogmatischen Inhalt stimmte und dieses Votum noch am 17. Juli ausdrücklich „erneuerte unD bestätigte", daß also Die Beschlußfassung am 18. Juli, auch wenn nicht Der Papst allein entschieDen hätte, jedenfalls tn einer Weise stattfanb, von welcher Ew. Erzbischöfliche GnaDen selbst bezeugt haben, daü sie „in Der Kirche Gottes niemals für recht gehalten worden sei."
Wir können uns nicht überzeugen, daß die auf diese Weise ordnungswidrig zu Stande gekommene Entscheidung Die Bedeutung eines wahrhaften Dogmatischen Dekretes eines allgemeinen Concils durch Die nachträgliche „Unterwerfung" Der früher opponirenden Bischöfe erlangt haben sollte. Sehen wir auch hier wieDer von Dem Widerspruche ab, daß, während nach Dem neuen Dogma Der Papst Der Träger der kirchlichen Unfehlbarkeit ist, Vie Stimme Der sich unterwerfenden Bi- schöse mitentscheidend sein soll! So lange jene Bischöfe nicht erklären, aus dem Concil nicht ihrer Pflicht gemäß von dem bestehenden und ihnen ,elbst tnne- wohnenden Glauben Zmgniß abgelegt, sondern die U.Wahrheit gesagt za haben, bleibt die Thatsache bestehen, daß sich bezüglich Der Lehren Der Decrete vom 18.
1870 ein conciliarischer DiffensuS herausgestellt hat, welcher unviderleglich |lw —o- • — » - . . o .
fetfunöd oufi oiefelbtn nichl zu Dem m v« K.rchc überlieferten ©laubin gehören, verhindert, Letzterer hrt «m G-burtsnge des Kniftrs im Lyceum zu Lraun«berg .1(o einer ailtigen dogmatischen Entscheidung nicht werden konnten. Die Festrede zu »alten. Prof. Suber oon München und Pros. KeinkenS von
Wir wessen uns demnach, indem wir die Anerkennung der Beriete oom 18. Sreöluu waren erschienen und bech-il,g!en sich an Den Bt«cufilonen. Nach erner *Dir w । 11 . 71.. _ . ... ...Hi- x; «aff« ............. sRawiiifA.nmniini Nttrcki Droi. Knoodt wurde Ober-R alerunaSrath Wulnna


