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non E- Werner, arsenberg bet 1 der Havel. Von 'er Lrganist von rl Böhme's in
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Preis vierteljährig 1 st- 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 27 kr.
Erscheint täglich, mit Aus-- nähme Sonntags.
Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
Mr. Samstag den 20. Januar 1872«
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2 Kilo gemischtes Brod 22
MHonHEBHUBIBHi
Brodpreise vom 20« bis 26. Januar 1872, nach eigener Erklärung der Bäcker:
fr. 1 Kilo gemischtes Brod 11 fr. 2 Kilo Roggenbrod 19 kr. 1 Kilo Roggenbrob 9% kr.
Amtlicher T d e i l.
Einladung
zur Wahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde Giesten.
Es wird hiermit bekannt gemacht, daß in Gemäßheit ^des §. 1 der Wahlordnung vom 4. Angust v. I. die Wahl zweier Mitglieder der Israel.
Reliaionsacmeinde Gießen an Stelle der austretenden Herren S. Hirsch und I. Wallach
Freitag den 26. d. Mts.
t-n hpm Ratbbause dahier voraenommen werden soll. , „ , , . ,
Sämmtliche nach §. 2 jener Wahlordnung stimmberechtigte Mitglieder der israelitischen Religionsgemeinde dahier werden zur Theünahme an^dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bls 4 Uhr stattfinden wird und daß die austretenden Vorstandsmitglieder wieder wählbar sind.
Gießen, den 19. Januar 1872. Der Regierungs-Commissär:
Hellwig, Regierungs-Accessist.
Politischer T h e i t.
«dl-rordens anschlotz, brachte der Kaiser und König n°^«wen Tst ' ^^«.PelotonS, jetoch wiederum nur „beinahe mit Bestimmtheit" wiedcrcrkennen; „Wir begehkN htute eine doppel,e Feier der wichtigsten ^reigmff. p b l ~ * kaltblütig: „Betrachten Sie mich im Profil! Wie viel Galon« habe
selben geführt werden.
Berlin 18. Januar. Bet Gelegenheit des BanketS, welches sich heute an die am 18. Januar statutenmäßig stattfindende Sitzung ^es Capitels dc^ schwarzen
Deutschlands angetragenen deutschen Kaiserkrone proclamirt. Im Bewußtsein der hohen von wir übernomwenrn Verpflichtungen spreche ich an dem ersten Jahrestage dieses großen Ereignisses den erhabenen Darbringern meiner neuen Stellung meinen tiefempfundenen Dank, im Beisein der Vertreter derselben, von Neuem avS, hoffend, daß es unseren gemeinschaftlichen Bemühungen gelingen wird, die gev Http Hoffnungen Deutschlands zu erfüllen." Der bayerische Gesandte, Frhr. v. Perglas, brachte darauf im Namen des Königs von Boyern und der erhabenen Bundesgenoffen im Reich das Wohl des deutschen Kaisers, Wilhelms des Siegreichen, aus.
Berlin, 18. Jan. Dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses ist heute Nachmittag folgendes Schreiben zugegangen:
„Indem ich Ew. Hochwohlgeboren in der Anlage Abschrift der allerhöchsten Ordre, die Annahme des Entloffungsgesuches des Staatsmtnisters v. Mühler betreffend, ergebenst mtttheile, stelle ich gleichzeitig anheim, die Berathung der das Ministerium für geistliche, Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten betreffenden Vorlagen, in Erwartung der Neubesetzung deffelben, auf einig». Tage aussetzen zu wollen, gez. v. Bismarck."
Die k. Ordre selbst lautet:
„An den Staatsminister v. Mühler. Auf Ihren Antrag vom 12. d. M. will ich Ihnen die von Ihnen nachgcfuchte Entlassung aus Ihrem jetzigen Amte unter dankbarer Anerkennung der mir geleisteten Dienste, von welchen später wieder Gebrauch zu machen ich mir Vorbehalte, unter Bewilligung der reglementsmäßigeu Pension und unter Belassung des Titels und Ranges eines Staatsministers hier- durch ertheilen und habe dies dem Staatsministerium bekannt gemacht. Berlin, den 17. Januar 1872. gez. Wilhelm, gcgengez. v. Bismarck.
Straßburg, 17. Jan. Noch Würzburger Blättern hat der dortige Professor Kundt den Ruf an unsere Universität angenommen. Außer ihm haben Prof. Prym, wie schon bekannt, und Prof. v. Recklinghausen an der dortigen Hochschule Berufungen erhalten. Dr. Löning, Privatdocent der Heidelberger Universität, ist nach der „Heidelb. Ztg." für Verwaltungsrecht hier installirt. Endlich hat der Germanist Scherer in Wien einen Ruf erhalten, indeß noch nicht acceptirt. Dieser Name könnte, wie der „Niederrh. Kurier" meint, mit Johannes Scherr in Zurich verwechselt sein. ~ ,
Straßburg, 18. Jan. Hier sind 80 Millionen Francs französischer Kriegsentschädigung klngetroffen und nebst 10 Millionen Francs elsässisch-lothringischer Fonds an die preußische Bank abgeliesert worden^
Frankreich.
Paris, 15. Jan. (Proceß Der Mörder der Geißeln von La Roquette. Sitzung vom 13. Jan.) Don den heute vernommenen Aussagen sind die folgen- den hervorzuheben: Die in La Roquette verhaftet gewesenen GenSd'armen Mieux, Rouget und Loissang bringen einige Details bei: Man hätte Vie Gefangenen öfter aufgerufen und sich in Reihe und Glied stellen lassen, lediglich, um sie Weibern, die der Gefangen-Director Francois als Gäste geladen hatte, wie dte wilden Thiere z zetgen; Francois hätte sie dann mit den Schinipfworten: Canaillen, Cciffe tütes, Badinguet angeredet und beständig mit Erschießen bedroht; ein anderes Mal hätte er sich die Zeit damit vertrieben, das vergoldete Kreuz von Dem Dache Der Kirche herunter zu holen und in Stucke schlagen zu lassen
Deutschland.
Gießen, 19. Jan. In Bezug auf Den Darmstädter falschen Propheten in der „Neuen Preußischen (Kreuz.) Zeitung" , Der nicht nur die Abnahme Der Zahl ter Theologie Studirenden in Gießen der theologischen Facultät in Die Schuhe schiebt, sonDern auch vorhergesagt, Daß von Den angeblich nur 16 vorhandenen auch noch 12 „mit nächstem EurS" nach Erlangen oder Tübingen gehen würden, muß folgende Thatsache öffentlich constatirt werden. Es ist m etner Bor- Versammlung Der oberhessischen Geistlichen am AbenD vor Dem Jubiläum de- Super- intendenten Der Provinz, Simon, hier die Abnahme der Zahl Der Theologie Stu- Diienten zur Sprache gebracht und allgemein anerkannt und ausgesprochen worden, Voß bei Den erbärmlichen Besoldungen der meisten Pfarrstellen die Zahl der Theologie Studirenden noch immer mehr abnehmen und endlich ganz aufhören werde.
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Gießen. Wir geben im Folgenden nach der „Wes.-Z." eine biographische Skizze des abgehenden Cultusministers v. Mühler.
Heinrich v. Mühler wurde 1813 in Brieg geboren — Der Anhänglichkeit seiner HeimathSgenoffen verDankte er wohl die Wahl in den norddeutschen Reichs- tag. Heinrich besuchte das Domgymnasium in Halberstadt, aus dem auch andere große Männer hervorgegangen find, dann das FriedrichSgywnasium in Breslau, ftudirte daselbst und in Berlin. Sein Vater war der preußische Staats- und Jusiirminister, der am 1. October 1844 seinen Posten quittirte, dem Sturme weichend, den das Beamten - Disciplinargesetz vom 29. März 1844 hervorrie,. Ueber Den Auscultotor, RefercnDariuS und Assessor Heinrich v. Mühler ist weiter nichts zu sagen, als Voß in diese seine Lebenszeit Die Mirza-Schaffy-Periode DeS abgetretenen Cultusministers fällt, eine PerioDe, Die kürzlich etn Berliner Abgeordneter in dankbarer Erinnerung zurückgerufcn hat. Heinrich v. Mühler wurde allmählich Obeeconsistorialrath in Berlin. Die Uebernahme des CultusmimstenumS fällt in die Confl'ctszeit, Die auch andern Ministern sauer geworden ist. Dee aller- höchste Verordnung vom 11. März 1862, welche, in Folge des bekannten ca- culorischen Antrages Hagen, das Abgeordnetenhaus auflöste, war auch von den Ministern v. Amrswald, v. d. Heydt, v. Patow, Graf Schwerin, Graf Puckler, v. Roon, v. Bernuth, Graf Bernstorff contrasignirt. Die Minister v. Auerswald, Graf Schwerin, v. Patow, Graf Puckler, v. Bernuth erbaten und erhielten am 17. März ihre Entlassung. Es traten in das Ministerium: v. Jagow als Minister des Innern, Graf zur Lippe als Justizminister, Graf Jtzenplitz als land- wirthschaftlicher, Oberconsistorialrath v. Mühler als geistlicher Minister, Letzterer an Stelle des Herrn v. Bethmann-Hollweg, der schon am 10. Marz feine Entlassung erhalten hatte. 1MA
Berlin, 17. Jan. Laut Der von der bayerischen Regierung zur Einführung des deutschen Kriegsvienstgesetzes erlassenen Vollzugsbestimmungen ist nunmehr auch dieser Staat den Verfügungen über die militärische Freizügigkeit beigetreten, werden danach also durch ganz Deutschland die in das wehrpflichtige Alter reten- ben jungen Männer bei Den Truppen Desjenigen deutschen Staats ihrer pflicht genügen können, in welchem sie zur Zeit ihren Aufenthalt dc”omme1l wogegen sie mit der Rückkehr in ihr Heimaihland wieder in den Wehrltsten des-


