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Erscheint täglich, mtt 8uv nähme Sonntags.

Expedition: Lanz lei berg, Bit. B. Nr. 1.

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Einladung rum Aboimemenk

auf den

Anzeige- und Amtsölati für den Lreis Kietzen. Mr. 2V8l ' ~ "

Die Redaction

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(tn I n^1C",nff,tiR7dqrt Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher kerne ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Bla« auch im I. Quartal 1873 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen.

Dlejemgm, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. pro Quartal. T< e n. f- ""derhalb G,eßen wohnenden Abonnenten betragt der vierteljährige Abonnementsprcis 1 fl. 29 fr. incl. Postaufschlaqs ©fcfette« können nur be. der Post oder den Landpostboten abonniren. - Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflaae des J6n' oer^en<.tt,U °e'c ttcI*e auf tcn ^leßener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpvstboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare ;u liefern.

Betreffend: Die Besorgung niederer Kirchendienste von Seiten der Schullehrer Gießen, am 16. December 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an dre evangelischen Schulvorstände zu Alt-Buseck, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Ettingshausen, Groß-Buseck Grüniugen Hattenrod, Klein-Linden, Lich, Ober-Hvrgern, Oppenrod, Reiskirchen und Wieseck,

Wir erinnern Sie wiederholt an Erledigung unserer Verfügung vom 21. November 1872 binnen 5 Tagen.

v. N ö d e r.

P v i i t ifcher L i» e i ?.

wahrscheinlich, einmal weil der Ministerpräsident viel zu tief in die preußische Kirchenpolitik sich eingelassen Hai, um sich jetzt von ihr zurückziehen zu können, und dann, weil Fürst Bismarck jene Nachricht nur wahr machen könnte, wenn er frühere, sehr entschieden gethane Aeußerungen ebenso unumwunden desavouirte. Man wird sich seiner Rede im Reichstage erinnern, in der er aussührte, daß er es sich nicht anders denken könne, als daß RcichSkanzleramt und preußische Mlmsterpräsidentschaft immer in einer Hand vereinigt fein müssen. Diese Ansicht hat sicherlich nicht die Bedeutung eines für alle Zukunft geltenden Axioms, aber wie die P^.sonenverhältnisse und die Reichsverfaffung jetzt liegen, hat sie ganz gewiß ihren guten Grund. Die Complicirt)eit und Verwirrung unserer obersten Reichs- und StaatSrefforiS würde sicherlich durch eine Trennung von Reich«, und "DtaatspeäsidiuW wachsen und wir haben allen Anlaß, au« der Verwirrung und Unfertigkeit lieber herauSzufirebrn. Jene Verwirrung aber würde vermindert werden, wenn endlich einmal unsere seit 1866 perennirende Ministerkrists zum Abschluß und unser Ministerium zn einem gleichartigen Aussehen käme. Bobel- ichwinph, v. d. Heydt, Lippe, Mühler, die heurigen Veränderungen nullus annus sine linea. Dieses beständige Wanken und Schwanken innerhalb des Ministeriums schadet den Geschäft-gang, hemmt in der Erfüllung unserer legislatorischen Auf- gaben und ist nicht das geringste unter denlandesüblichen Hindernissen", an welchen unsere Staatsarbeit nutzlos sich aufreibt. Fürst Bismarck hat in Folge der Engagements, in die er den Staat verwickelt hat, die moralische Verpflichtung gegenüber dem Staat, wenigstens dieses einelandesübliche Hinderniß" jetzt zu vermindern, zumal die Zeitumstände günstig liegen. Das Ministerium muß endlich festen und gleichen Boden unter den Füßen haben."

Berlin, 16. Dccbr. DieBerl. Börsen-Ztz." erfährt, daß die preußische Bank keineswegs Wechsel, bei denen sogenannte Gründungsfirmen betheiligt sind, dieser Eigenschaft halber pure zurückweist, sondern nur bei solchen Wechseln, denen man Geldmacherei und Schiebung von vornherein anfieht, ziemlich rigoros ver­fahrt, und derartige Papiere nur nimmt, wenn sie nicht länger als 14 Tage laufen. DieBörf.-Ztg." fügt hinzu, daß heute erhebliche Summen discontirt

Deutschland.

Darmstadt, 18. Decbr. In Hirschhorn ist v. Wedekind (fortschrittlich), in Gernsheim Büchner (demokratisch) gewählt worden. In Umstadt hat Vol- harv abgelehnt.

Darmstadt, 18. Decbr. In Gaualgesheim wurde George, in Homberg Psannsttel (beide liberal) gewählt. Freiherr v. Löw wurde vom Adel zur ersten Kammer gewählt.

Wiesbaden, 16. Decbr. Der Kronprinz des deutschen Reiches ist mit Gemahlin und Kindern heute Nachmittag hier eingetroffen und im Schlosse ab- gestiegen. Wegen der Ncconvalescenz des Kronprinzen ist jeder Empfang verbeten worden. Zur Kur wird derselbe die Wasser der Wilhelms-Heilanstalt benützen. DaS Aussehen dkS Kronprinzen ist übrigens ein günstige«.

Berlin, 15. December. Der Aufenthalt des Kronprinzen und Familie in Wiesbaden wird derM. Z." zufolge bis zum 15. Februar dauern, da die Aerzte dem hohen Genesenen die größtwöglichsie Ruhe empfohlen haben. Zum ReligionSlehrcr der kronpriuzlichen Kinder ist vor Kurzem der Prediger Persius, ein Bruder des bekannten amtlichen Vertreters drr Kreisordnung im Landtage ernannt worden. Mit Bezug auf diese Berufung geht derMittelrh. Ztg." von sehr zuverlässiger Hand" folgende Mtttheilung zu:Als Mitglied des Protestantenvereins nahm Persius Anstand, dem Rufe des Kronprinzen Folge zu leisten, und gab seinen Bedenken unverhohlen Ausdruck. Die Antwort brstand in einem persönlichen Erscheinen des Kronprinzen in der kleinen Kirche des Predigers Persius am Tag des Reformation-festes. Nach beendigtem Gottesdienste sprach der Kronprinz sein volles Einverständniß mit der gehörten Predigt aus, die er al« eine wahrhaft religiöse, dem Geist der Reformation entsprechende, bezeichnete. Nun nahm Perfiu« keinen Anstand, Religionslehrer zu werden."

Berlin, 15. December. Den feit Kurze:.! umlaufenden Gerüchten von dem Rücktritte mehrerer preußischen Minister hat sich nunmehr die Angabe zugesellt,

kanzleramte zu widmen, zur Ausführung kommen, z» der erwähnten telegraphischen Nachricht:

daß Fürst Bismarck beabsichtige, das Präsidium des preußischen Staotsministeriums ,,-ouii.-Qiy. |uyi yen^u, vay yeure eryeouwe «summen vtsconttrt

niederzulegen. Diese mehreren auswärtigen Blättern von hier aus telegraphisch wurden. Die Gerüchte von großen Restrictionen der Bonk seien nach vielen gemeldete Nachricht wird derBerl. Börs.-Ztg." als richtig besiätigt, mit der ^Richtungen hin übertrieben. Der KriegSmintster Graf Roon hatte heute eine Maßgabe, daß nach der Rückkehr de« Kanzlers in die Hauptstadt sofort Vcr-längere Conferenz mit dem Reichskanzler.

Handlungen über einen auf mehrere preußische Ministerien sich erstreckenden' Berlin, 17. Decbr. Die Aeußerungen, welche einige amerikanische Blätter Personenwechsel beginnen werden. Gleichzeitig mit dieser Umgestaltung, welchejnamentlich dieTribüne" und derHerald" zur Entschuldigung der angeblich wahrscheinlich hervorragende Mitglieder der freiconservativen und der national-'von Deutschland gegen die Auswanderung ergriffenen Maßregeln unserm Ge- liberalen Partei in die Regierung bringen wird, dürfte, wie das genannte Blatt sandten in Washingten in den Mund legten, haben wir kürzlich erwähnt Jetzt

weiter schreibt, der Wunsch des Fürsten Bismarck, das Präsidium des preußischen bringt die NewyoikerHondelSzeitung", die telegraphisch bei Herrn v. Schlözer

Staatsministeriums niederzulegen und seine ganze Kraft dem deutschen Reichs-deshalb angefragt hatte, folgendes Dementi desselben:Washington den 29 . DieNational-Ztg." bemerkt November 1872. Die Publication desHerald" ist eine Erfindung von Anfang

Diese Nachricht klingt höchst un- bis zu Ende. Meine Ansichten sind von denen, die ich einem Eollegen mitge-