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Dänemark.

Regierung die Mehrheit sichern. Der ßtvrrf ist den PairSlLub norfi in h, $ Ö? Var Ueber^»emmun0fn und Verwüstungen im ganzen Königreiche hervor- a? ffÄ*&SÄ4ÄS

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von Falst-r belesenen Insel Boltoe sind wahrscheinlich umgefommcn.

jedes Patrioten. Hungern wir es aus Mensch wußte von ultramontanen Candidaten und tcn ihre geschlossenen Bataillone zur Urne, um f1*

worben, daß ein Factor der Gesetzgebung fich bereit findet, heute mit seiner Zu­stimmung zu besiegeln, was er vor wenigen Tagen noch als dem Wohle des Landes gänzlich zuwider bezeichnet bat. Schon dieser Umstand thut dar, daß ein solcher Factor in seiner bisherigen Gestalt nicht berufen sein kann, bet der Gesetz- gebung des Landes noch länger mitzuwirken."

Berlin, 16. Novbr. Abgeordnetenhaus. Präsident v. Forckenbeck theilt die Constltuirung der Petitions-, Budgets- und Geschäftsordnung-- Commission mit Der Minister des Innern bringt die KreisordnungS-Vorlage ein; derselbe bemerkt, daß die Regierung sich bereits entschieden habe, inwieweit sie den frühe- ren Beschlüssen deS Hauses beitreten konnte und inwieweit nicht, und hebt fünf Punkte hervor, in welchen die Regierung eine Aenderung der früheren Beschlüsse

Berlin, 15. November. Die schon angcdeutete Entmuthigung vieler Junker, besonders der Maßregel des PairSschubs gegenüber scheint sich noch vergrößern zu wourn. Nach derKöln. Ztg." wollen jetzt die Vertreter der Herrenhausmajorität der Regierung mit großem Nachdruck die Annahme der Kreisordnung anbicten* Pc wollen durch geschickte Gruppirung der Mitglieder, welche bei den Abstimmungen darüber flnhvfpnh ui« ___ix. c _ r.,..,. r << . J ö 11

Darmstadt, 17. Novbr. In der heutigen Delegirten - Versammlung der vereinigten Arbeiterparteien waren Maiuz, Worms, Offenbach, Isenburg, Erbach, Michelstadt und Hcppenheim vertreten. .Dieselbe war zieml.ch stürmisch. Mainz (Lry.ndtcker) beantragte Wahienthaltung. Dem trat jedoch insbesondere der Ver­treter von Worms (Schäfer) entgegen. Man beschloß wo möglich Ausstellung geeigneter Candidaten, jedoch mit Pro.est gegen bas invirecte Wahlrecht. Ein­gestandenermaßen stchcn die Chancen der socialen Partei sehr stau.

Berlin, 14. Novbr. Die Nachricht von der Erkrankung des Fürsten Biö- marck hatte hier begrufliLer Weise vielfache Beunruhigung hervorgerufen. Nähere Erkundigungen haben indessen ergeben, daß kein Anlaß zu Besorgnissen vorhanden ri fcanbelt sich um einen Anfall des rheumatischen Leiv.NS des Fürsten, welcher in Folge einer Erkältung entstanden ist und, wie man hofft, schnell vor­über gehen wird. v " 1

Ernennung der Amtsvorsteher, die Gutheißung der amtSvorsteherlichen Polizei- verorduungen durch den Kreisausschuß, wenn der Amtsausschuß seine Zustimmung versagt, endlich die Zusammensetzung d-s Kreistages. Der Minister des Innern erwähnt die Nothwendigkit besonderer Bestimmungen für die anormalen Derhält- dältmssc Neuvorpommerns und einzelner Bezirke der Provinz Sachsen spricht die Überzeugung aus, daß das Abgeordnetenhaus die Bedeutung eines allseitigen Einverständnisses würdige, und hofft, daß dasselbe Hand in Hand mit der Re­gierung das bedeutsame Gesetz erledigen werde. Der Mmistec bringt ferner einen Gesetzentwurf betreffs der Dotirung von ProoinzialfondS ein. Die Vorlage über­weist den sechs noch n ckt dotirteu Provinzen 3 Millionen jährlich und 2V2 Millio­nen Wegegelder, mlche seither der Staatskasse zugestoffen sind. Dem Präsidium gingen vom Finanzmtnister die Rechnungen pro 1868 und 1869, die Ucbersicht der Einnahmen und Ausgaben pro 1871, sowie das Budget pro 1873 zu. Dom Abgeordneten Reichensperger ging ein Antrag «egen des ReligionS. Unterricht« nm Breeunsderger Ävmnastum t-n, vom Abgeordneten Mallinckrodt ein Antrag, beireffeno die nach der Beifassung angeblich nnznlätsige AuSfchlichung der Ordens. Geistlichkeit vom Bolksschnlunterrichte. Gewählt wurden die Gemeinde-, Agrar­und Unterrichts-Commission. Die erste Lesung der Kreisordnung findet am Mitt-

Paris, 14. Novbr. Die Botschaft de» Präsidenten der Republck bat einen ' 94en(X,ntrif auf da« große Publikum gemacht. Selbst Solche, welche Thier» 1l* b-souders zugethan sind, sprechen sich günstig über dieselbe an«, dagegen i taub das Auftreten der Rechten allgemeine Mißbilligung, so baß dies lbe heute unpopulärer ist, denn je. Ein Theil der Royalisten bedauert eS übrigen» bereits, Vöfe sie sich gestern so haben hinreißen lassen, und vielfach ist die Rede davon, den Antrag zurück zu ziehen, wenn der Zustizwinistrr Dufavre, der am nächsten Montag Changarnier s Interpellation beantworten wird, Erklärungen gibt, welche die Rechte befriedigen. Thiers selbst wurde durch die gestrige Haltung der Kam­mer überrascht. Er hatte weder erwartet, daß die Rechte zum Angriff übergehen werde, noch geglaubt, das die Gelammtlinke ihn mit solcher Begeisterung unter­stützen werde. Der Antrag Ker-drel's soll ihm aber ganz angenehm sein, da die Sache nun schneller ausgetragen werden muß. Die Rechte und das r chte Civ- m gestern Abend Versammlungen ab. In dem letzteren Verein erklärte Aubisret PaSquier im Namen der Rechten, daß man für den Augenblick aus edeS monarchische Prinzip Verzicht geleistet habe, aber doch zusammenstehen müsse, um den Pact von Bordeaux aufrecht zu erhalten und die Reformen zurückzu- weisen. Man nahm den Antrag an, schien aber im Ganzen doch sehr entmu- tp^gt zu sein.

Mitgliedern der For.schnitSpartet«g uone« pVan pruehe. Diese Punkie betreffen die" früheren Beschlüsse über die Befreiung

SB« n«au«'Ä18 Pr.ffe" und terMM-Zei.ung" ftenntnife von den Krieg-abgaden. die in Zahlen ausgedrückie Tr°ße^ derAmisbezirke,die von der Sache Halle, mußte in der Thal glauben, hier handele sich'» um ein finstere« Complott, um unter dem Aushängeschild oberhefsifÄtr Provinzial- i 3nt.reffen Clerieale -und Partieularisten in die Kammer zu Wahlen. Und das traute man gerade der Provinz zu, die das Ministerium Dalwigk eben um die Offenkundigkeit ihrer entgegengesetzten Gesinnungen willen |ett 18b6 als verlorenen Posten behandelte l Der biedere Odirhessc griff sich an len Kops und fragte sich: wach' ich oder träum ich? al« er tiefe Artikel la». B,streiten wollten freilich selbst tiefe Stimmen nicht, taß tie Obeihtffen ganz Recht Hatten , unter gleich reichstreuen, gleich freigesinnten Gantibaten diejenigen vorzugsweise -u wählen, die heimisch seien unter ihnen, genau bekannt mit Personen und Dingen, ver­wachsen mit den Gesinnungen und Bedürfnissen ihrer Wählerschaften. Nun wohl, gerave dies und durchaus ulchts Anderes ward hier beabsichtigt, und nun docp ohne Weiteres die Unterstellung, daß ein Gebrauch dieses unveräußerlichen Men­schenrechts aller Wähler nothwendig ein böswilliges Manöver, ein verdammens. werther Mißbrauch sein müsse? Das war stark und doch wieder nur eine un- willkmliche Rechtfertigung des Uvt -nehmens selbst. Die Oberhessen waren und sind der Meinung, daß ihre Bedürfnisse und Gesinnungen von denen, die sie nicht kennen, besser vereint sein würden, als von denen, die sie nicht kennen, und daß es den außerhalb der Provinz Stehenden nachweislich an dieser Kenntruß otSi^r gefehlt habe und noch fehle. Jene Artikel beweisen, daß diese Annahme durch- aus richtig ist. Die Wahlen in Hessen sind von Bedeutung, nicht bloS für biee Land. Denn es gilt, die Herrschaft des Heißsporns unter Den klerikalen DeSpo- ten, des Bischofs v. Ketteler, an Ort und Stelle endgültig abzuschutteln, und hier zuerst wild sich die Macht der neuen Strömung an einer Aufgabe zu er­proben haben, die in jedem einzelnen besonders aufgegriffen werden muß. 3 -ö« würde es keiner cleriealen Mehrheit in irgend einer ©täntefammer gelingen, bao Steinchen zu losen, da« dem Koloß de» Deutschen Reichs den Fuß zerschmettern soll. Aber gleichgültig ist darum durchaus nicht, wie die Bevölkerung gerate des Landes sich zu dieser großen Frage stellt, das feit 20 Jahren der Prugel- junge des jesuitischen Systems gewesen ist, bis das neue Reich ihm die erste Aus­sicht aufLuft und Licht" verschaffte. Zu dem Wahlaufruf der hessischen Fort- schrittspartei ist nunmehr auch der der Wähler in Oberhessen hinzugetrcten. Er L j xu .nr-, vnr tivnuuii auer VwatttlUtigen mannhaft

zusammenzustehen gegen den schlimmsten Feind unseres nationalen Rechtsstaates, in dicsem Alles entscheidenden Punkte keine Lauheit, keinen Compromiß irgend roib ^fr Elrt zuzulassen, und schließt mit dem Ausdruck der Zuversicht, baß es a solchen Männern in der Provinz nicht fehlen werde. Dies, wie Der übrige In­halt des Aufrufs, ist in wenigen Worten zusammengefaßt der Gidankenkern der Neden, welche in der Versammlung zu Gießen gehalten worden sind, und der Ausdruck der Gesinnungen, von denen die etwa 200 Theilnehmer erfüllt werden und heute noch sind. ^g.)

Darmstadt, 14. Novbr. Laut Allerhöchster Cabinetsordre haben Se. Ma- Mat der Jt^er mit Zustimmung und auf Wunsch S. K. H. des Großberzogö Den bestlmmungSgcmätz dazu berechtigten Fahnen und Standarten der Großh. Hess. Truppen das eiserne Kreuz verliehen.

Darmstadt, 16. Novbr. Des Großhcrzogs König!. Hoheit haben geruht, dem Localgewerbverein zu Worms in Anerkennung der von demselben im Sep­tember o. I. veranstalteten Local-Gewerbe-Ausstellung eine große silberne Medaille mlt dem G-ldniß Seiner Königlichen Hoheit und einer die Veranlassung bezeich- nendeu Inschrift zustellen zu lassen und zugleich durch die Centralstelle für die bewerbe dem Local-Gkwerbverern zu Worms Seine Anerkennung und Befriedi- gung wegen der durch die Ausstelluugs - Commission getroffen.n Veranstaltungen und wegen der Fortschritte und Leistungen der Wormser Industrie auödrücken ru lassen. 0

woch statt.

Berlin 17. November. Der Cardinalpunkt der gegenwärtigen inneren Situation beruht in der Beantwortung der Frage, welche Stellung der König zur Reform DeS Herrenhauses eiunimmt. Ein Berliner Correspondent derElb. Ztg." schreibt darüber:Bestunterrichtete Personen versichern, daß darüber keine positiven Mittheilungen vorliegen. Der Mlnisterrath habe sich allerdings mit den beiden Angelpunkten dec inneren EntwickclungSepoche beschäftigt, ober als Resultat sei nur zu verzeichnen, daß die vom Fürsten Bismarck aufgeworfene principielle und taktische Behandlung der Materien nicht zum Durchbruch gelangte. Er forderte nämlich in ersier'Llnie die HerrenhauSreform, in zweiter die Durchbringung der Kreisordnung. Der König hatte sich aber persönlich für die KreisordnnngS- Vorlage engagirt und er vertagte bis auf Weiteres die Lösung Der cinschlagenden Fragen, um des Resultat der vertraulichen Verhandlungen des Ministers des mit. her früheren Kreisordnungscommission de« Abgeordnetenhauses zur und kein Zweifel über die Annahme der neuen Vorlage best?ht^ hält" man^an eitendem Orte für geboten, das Votum des Abgeordnetenhauses über den Eulen- burgsschen Compromiß obzuwarten. Wie von denselben inforwirten Personen hin- zugesugt wird, ist diese abwartende Haltuntz des Königs gleichzeitig ein Ver- trauensact gegenüber dem Minister des Innern, der (um wörtlich zu citirenl fetter als je im Sattel sitzt." 8 J

München, 18. Novbr. Der Universitäts-Senat hat sich zur Besetzung der Professur der biblisch-orientalischen Sprachen für den von der anti-infallibilistischrn Minderheit der theologischen Fakultät vorgeschlagcnen Tübinger Professor Himvel ausgesprochen. Der seinerzeit diSciplinarisch quieecirte UniversitätSprofessor und Lanotagsabgeordnete Dr. Sepp hat nun seine Rehabllitirung nach^-esucht. Auf Anfrage des CultvSministeriumS hat weder der Senat, noch die vbilosovbische Fakultät Einspruch erhoben.

Frankreich,.

ba« Bi«marck'fche Parlament! Kein ziemt; sie wirt tie fireisortnung nicht dem Klinge« oder Mißlingen ter ' uno am Tage ter Wahl rück.Arrangement«" einiger wetterwentischer Mttglteder de« Herrenhaufe« Preis geben, i eine Anzahl Namen tmchzutrncken, unt außerdem faßt sie die Kreisortnung nicht so verelnzett auf. In dieser Hin- ««-7« «s»a sm-ä»

aufführen sollten, ba« eine Schande war für die ganze Nation. Damal« fint die Nationalen im Süden wirklich überrumpelt worden. Die Liberalen in H.ffen werden sich nicht überrumpeln lassen. Am 10. November habe» gleichzeitig zwei hessische Wahlversammlungen getagt, in Frankfurt dte Sante«t>erfammlung Cer hessischen Fortschritt«partei, in Gießen die Wähler von Oberhessen. Da« Zu- sammentreffen war rein zufällig. Die oberhessische Versammlung war beritt« fest bestimmt und konnte nicyt mehr abbestellt werden, al» die Einladungen nach Franlfurt bei einzelnen Parteiführern in Gießen und anderen Stadien der Pro- vinz eintrafen. Sehr bedauerlich war ei nun aber, daß da« bloße Lttanntwer- den einer unabhängigen Wahlbewegung in Oberhessen zwei Blattern, die von Mitgliedern der Fortschrittspartei regelmäßig Correspondenzen enthatten, sofort

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