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Allgemeiner Anzeiger

Versteigerungen.

den

277) Montag den 29. Januar d. I., J Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die Friedrich Daniel Vetzberger's Erben gehö­rigen Immobilien, als:

Flur Nr- mKlftr.

26/265 204 Acker, zehntfrei, am unter­

sten Riegelpfad, zwischen den Wegen,

i8/10ti 190 Acker zwischen dem Wetz­

larer Pfad und der Lahn, giebt 1 fl- Grundrente;

gleichzeitig soll die den Conrad Gerhard's Erben gehörige Hofraithe, als:

Flur Nr. llKlftr.

1/14 56 Hofraithe in der Mühlgasse,

giebt 7 fr. Rente,

1/15 24 Hofraithe in der Mühlgasse,

giebt 3-3/4 fr- Rente, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 18 Januar 1872.

In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann.

Holzverstergerung im Gießener Stadtwalde.

256) Montag den 22. Januar 1872, von Vormittags 9 Uhr an,

soll in dem Gießener Stadtmalde, Distric- ten Stolzenmorgen und Philosophenwald, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:

I. Brennholz:

2 R.-Meter Buchen-Scheidholz,

71 Eichen-

9,5 Nadel-

2 Buchen-Prügelholz,

88,55 Eichen-

16z Nadel-

115,75 Eichen-Stockholz,

35,5 Nadel-

70 Buchen-Reisholz,

20,10 Eichen-

6,30 Nadel-

319 Laste Allerleiholz.

II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 378 Eichen-Stämme mit 201,16 Cub -Mcter, 100 Nadel- 61,10

28 Eichen-Stangen 1,81

7 Nadel- 0,91

Die Zusammenkunft ist auf den Ochsen­wiesen am Stolzenmorgen.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis I. Mai 1872 gestattet.

Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 16. Januar 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Holzversteigerunq.

276) Mittwoch Öen 24. Januar d. I., des Morgens 10 Uhr aniangend, sollen in dem hiesigen Gemeindewalde ver­steigert werden:

22 R.-Meter Nadel-Scheidholz,

158 Prügelholz,

56 Stockholz,

4100 Wellen Reisholz,

15 Nadel-Stämme von 1623 (Zentimeter Durchmesser und 511 Meter Länge, sowie

11 Nadel-Stangen von 1113 (Zentimeter Durchmesser und 710 Meter Länge.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 30. Mai d. I. gestattet

Leihgestern, den 17. Januar 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern- Hetz.

Feilgebotenes.

226) ItaL Maccaroni, Katliarinapllau men, Türk. Zwetschen, Brimellen, Apfelspalten, Hirschen, Zwetsclienkraut, Honig, Julienne (Suppenkräuter), Gothaer Cervelatwurst, Caviar, Sardinen

empfiehlt Eiltet Fi 8 c ffe b <t c h.

281) Täglich frische Kreppe! u. Kuchen bei Friederike Appel,

am Oswald'schen Garten-

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(süße große italienische Kastanien), um damit zu räumen, pr. Pfund 8 fr., empfehlen

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Der Transport der Instrumente wird durch ein zu diesem Zwecke eingerichtetes Fuhrwerk besorgt.

Durch Mithülse meines Sohnes, welcher nach vieljähriger Thätigkeit in Stuttgart, Paris u. s. w. sich ausgebildet, bin ich in den Stand gesetzt, allen neuen Anforderungen zu genügen. (5449)

! Großer Ausverkauf!

253) Da ich bis zum 1. März d. I. mein ganzes Lager ge­räumt haben muß, so verkaufe alle meine Maaren unter'm Fabrik­preise, jedoch nur gegen Baarzahlung. Auswahlsendungen können während des Ausverkaufs nicht stattfinden. Zu zahlreichem Besuche ladet ein: Julius Landauer.

VermiethulMN.

249) Der von Herrn Louis Wenzel seither benutzte Laden nebst Familienlogis, Ecke von Seltersweg und Wolkengasse, ist zu vermiethen und vom 1. April an zu be­ziehen. Louis Kuhlmann.

49) In meinem neu erbauten Hause, Wilhelmsstraße, sind der Parterre-Stock, zweiter Stock und eine Mansarde zu ver­miethen. Dr. Weichel.

275) Ein Laden auf dem Kreuz alsbald zu vermiethen. Ehr- Scharmann.

224) Der Laden meines Nebenhauses mit dazu gehöriger Wohnung ist zu ver­miethen und alsbald beziehbar-

Dr. A. Mettenheimer.

228) In meinem Hause ist das seither von Frau Kreisrath Schaaf bewohnte Logis vom 1 März 1872 an eine stille Familie zu vermiethen- Carl Wenzel.

Vermischte Anzeigen.

274) Geübte Mechaniker finden in meinem mechanischen Institute dauernde und lohnende Beschäftigung.

Celle in Hannover. G. Westphal.

194) Bei P h. Kreiling in Wieseck können einige geübte Wickelmacher unter günstigen Bedingungen zum Cigarrenmachen angelernt und dauernd beschäftigt werden.

AConcordia.

Außerordentliche G eneralverfamnrlung Samstag den 20. Januar 1872, Abends 8 Uhr, auf der Kneipe.

Besprechung über den projectirten Maskenball. Der Vorstand.

Mechaniker und Dreher finden lohnende und dauernde Beschäftigung in der Nähmaschinenfabrik von

Jos. Wertheim, (124)__________in Frankfurt a. M.

240) Tüchtige Agenten für eine Feuer- versicherungö - Gesellschaft werden gesucht. Offerten sub M. D. 833 an die Aunoncen- Expcdition von G. L. Daube & Comp , Frankfurt a. M.__________________

8 Danksagung

\ 284) Allen Denjenigen, welche am 116. d. Mts. unfern lieben und un- M vergeßlichen Vater und Schwieger- Hs vater,

M Johann Heinrich Schmall, M zu seiner letzten Ruhestätte begleitet S haben, sagen wir hiermit unfern in- \B\nigften Dank.

g Die trauernden Hinter-

U bliebcnen

Sächfische Hypatheken-B-lnk in Leipzig.

278) Um die Besitzer von Pfandbriefen der obigen Hypotheken­bank möglichst vor Schaden zu bewahren, bringt der unterzeichnete Vorstand der Gewerbebank, an welchen seither vielfache Anfragen über den Stand dieser Sache ergangen sind, Nachstehendes zur öffentlichen Kenntniß:

Die Sächsische Hypothekenbank in Leipzig ist in Coucurs ver­fallen und wird deren Liquidation am 17. Februar 1872 bei dem zustän­digen Concursgerichte in Leipzig ^stattfinden. Bis zu diesem Termine müssen die Inhaber von Pfandbriefen solche nebst den noch nicht bezahlten Coupons bei dem genannten Concursgerichte bei Meldung des Verlustes ihrer Ansprüche anmelden. Zur gehörigen Begründung der Liquidation ist die Vorlage der Originalurkunden erforderlich; die Anmeldung selbst kann von den Besitzern in Selbstperson oder durch einen Bevollmächtigten, insbesondere einen Leipziger Anwalt geschehen.

Da jedoch für die zahlreichen kleinen Besitzer von Pfandbriefen die Be­stellung eines besonderen Vertreters mit unverhältnißmäßigen Kosten verknüpft wäre und es zur Vermeidung eines schleppenden Concursverfahrens räthlich erscheint, die Vertretung der Pfandbriefbesitzer in eine Hand zu legen, so haben sich an mehreren Plätzen Nord- und Süddeutschlands besondere Comites ge­bildet, welche diese Vertretung übernehmen.

Im Verein mit der Allgemeinen Nentenanstalt in Stuttgart wird Herr Bankier M. I. Kirchheim zu Frankfurt a. M. das Jntereffe der Pfandbriefbesitzer wahren, wenn ihm die Original-Pfandbriefe nebst Coupons bis längstens den 30. Januar 1872 mit einem genauen Verzeichnisse nach Litera, Serie und Nummer geordnet (wozu Formularien bei demselben erhalten) zur Anmeldung eingereicht werden. Die entstehenden Kosten werden demnächst auf die eingereichten Stücke verthcilt.

Wir rathen, sich diesem Comitv anzuschließen; wer sich von hier oder der Umgegend nicht direct mit Herrn Kirchheim in Verbindung setzen will oder kann, wende sich an die Bankgeschäfte der Herren A. Heichelheim oder S. Rentlinger dahier, welche gegen geringe Provision die Vermittlung übernehmen. Die Gewerbebank kann sich statutenmäßig hiermit nicht befaßen.

Indem wir anfügen, daß noch etwa sieben Millionen Thaler obiger Pfandbriefe in Umlauf sind und nach vorläufiger Schätzung 35 bis 40% des Capitals zur Rückzahlung kommen, machen wir schließlich besonders darauf auf­merksam, das die vielfach verbreitete Meinung, die Rechte der Pfandbricfbesitzer würden auch ohne Anmeldung und Vorlage der Pfandbriefe bei dem Concurs­gerichte gewahrt werden, eine gänzlich irrige ist.

Gießen am 19. Januar 1872.

Der Vorstand der Gewerbebank, i. d A.

B u f f.

Danksagung.

279) AllcN Denen, welche dem verstorbenen Hofger.-Pedellen

Ernst Schellmann

die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir aus tiefbewegtem Herzen unseren innigsten Dank.

Gießen, den 19 Januar 1872.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Frachtbriefe für die Main Weser-, Cötn-Mindener und Oderhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt.