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nirten mehr oder weniger. Am Markt der StaatSpapiere zeichneten sich beide österreichische Renten weniger durch den Umfang de- Geschäft- al- durch feste Haltung aus, und süddeutsche Fond­bilden noch immer einen gefragten Artikel.

und

und

Mai.

2.

6.

gebiete.

England

London, 15. Mai. Durch ein eigenes Zusammentreffen haben der deutbe Reichskanzler und der englische Premier. Minister fast zu gleicher Zeit sich up wichtige kirchliche Fragen vernehmen lassen. Herr Gladstone hielt gestern bei et r Versammlung rum Besten des King's College eine Rede, worin er sich über e Nothwendigkeit eines einträchtigen Zusammengehens von Religion und W-ssenscht

Bßrsennachrichteii. |

17. Mai 1872.

Wechsel»

k. -S.

k.

8.

k.

Disconto 4 %

Börsenberichte.

rankf. Vereins-Kasse 133

ToSkanern um.

8.

8.

8.

8.

Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto

W% 993/.

Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 19. bis 25. Mai 1872 besorgt Pfarrer Landmann.

1885r 973/g 1887r 977/8

Beerdigte.

Den 11. Mai. Johannes Zimmer, pensionirter Großh. Hofmusikus, alt 79 I.

M. 27 T., gestorben den 9. Mai.

AetieiÄ*

5% tetr. F. 8t. E. B. 376% I Lombard. Bahn 207 Ludwigsh.-Bexbach 201

Maxbahn 148%

Bayer. Ostbahn 144

96% 933/4 87% 105 H9%

93'% 104% 104 104

der evangelischen Gemeinde zu Gießen.

Gottesdienst.

Am 1. Pfingstfeiertage, den 19. Mai.

Morgens: Pfarrer Landmann.

Nachmittags: Mitprediger Lips

(Collecte für den Provinzial-Schulfonds.)

Am 2. Pfingstfeiertage, den 20. Mai.

Morgens: Confirmation der Knaben, Pfarrer Dr. Seel.

(Feier des heiligen Abendmahls.) Nachmittags: Schulinspector Vigelius.

(Collecte für die Stadtarmen.)

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gieren.

Evangelische Gemeinde.

Kopulirte.

Rhein-Nahebahn-Aot. 48% Hess. Ludwigsb.-Aot. 179%

Oberhessen . 83

Denselben. Johann Ludwig Weber, Bürger und Schneidermeister dahier, ein Wittwer; und Margarethe Kretzer, des verstorbenen Bürgers und Gärtners zu Lauterbach, Georg Kretzer, eheliche Tochter.

Getaufte.

Den 11. Mai. Dem Hautboisten im Großh. II. Infanterieregimente Nr. 116 dahier, Karl Brauns, eine Tochter, Emma Eva Katharine, geboren den 20. April.

Den 15. Mai. Dem Bürger und Spenglermeister, Wilhelm Orbig, eine Tochter, Marie Auguste Louise Elisabeth, geboren den 22. April.

Denselben. Dem Hauptmann im Großh. ll. Infanterieregimente Nr. 116 da­hier, Friedrich Kröll, eine Tochter, Louise Marie Friedericke, geboren den 18. März.

Den 16. Mai. Dem Bürger zu Harbach, Kreis Grünberg, und Bahnwärter an der Oberhessischen Bahn dahier, Karl Wagner eine Tochter, Marie, geboren den

Frischbäckrr , u Gießen.

Am ersten P fing st feiert age. Christian Lampus auf dem Seltersweg.

Am zweiten Pfingftfeiertage. Daniel Rühl am Rathhaus.

Geldsorten. fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 57%58%

Pistolen . . 9 4042

n doppelte 9 4042 Holl. fl. 10 St. 9 5355 Duoaten . . 5 3335

20 Frankenst. 9 21%22% Engi. Sover. 11 5254

Russ. Imper. 9 4042 Dollar in Gold 2 2627

k. 8.

k. 8.

k. 8.

k. 8.

k. 8.

Die evang. Gemeinde wird ersucht, bei der Confirmation am 2. Pfingfeiertage am Sonntage nach Pfingsten die 10 vordersten Bänke auf den beiden Reihen der Fraucnstühle für die Aeltern und Angehörigen der Confirmanden frei lassen zu wollen. Der Kirchenvorstand.

Den 12. Mai. Karl Ludwig Schlegel, Schlosser zu Frankfurt, ein Wittwer;

Johanna Mathilde Steuerwald, des Bürgers und Schuhmachermeisters, Philipp Steuerwald, eheliche Tochter.

k. k.

m.

1.

Preuss. 4%<% Oblig. 100 Franki. 3%% Obi. 87% Nass. 41/3% Obi. 99% Kurhess. 4<% 94% Gr. Hess- 5% Obi. " " 40/0 98%

n " 3%0/q 92%

Bayer. 5% 100%

n 4%°/o 1jährige 100 * 4% 1jährige

Würtemb. 4%(% Qbl. 993/, Baden 4%o/o Obl.o. E. L.

Vermischtes.

ßjicüen, 18. Mai. Von dem gestern erwähnten Banquier geht UN- Folgendes zu:

Durch die Frau de- W. F. habe ich meine 50 fl. erhallen; der Wechsel lautete auch < die Frau. W. F. nahm solchen unbefugter Weise meinem jungen Mann aus der Hand und st an, denselben zu vertäuen. Da das Original also nicht mehr errstirt, so gab ich, Frau einen Schein über das Geld und erwähnte darin, daß da- Original von W. F. qmqlen |

k. 8. 104%

Aetlen.

rankf. Bank 142

Prioritäten.

3% öster. Stsb.-Prior. 59% 3% öst. s. Lombard 50% 3% Livorneser 39% 5% Toscaner 612/4 5% Elisabeth.-Prior. 83 do. II. Emiss. 82%

ÄnlehenslooHe.

Kurh. 40 Thlr. Loose 72% Nassau 25 fl. 44% Braunschweiger 21% 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 4% bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl.

4% badische Loose 111% Badische fl. 35 Loose 69% Oestr. fl. 250 v. 1854 84% 1858r Prioritätslooae 199 1860r Loose 923/» 1864r 1553/4

Stadt Floren«

Denselben. Christine Elisabeth Henkelmann, geborne Berger, Wittwe des verstorbenen Bürgers und Schreinermeisters, Johannes Henkelmann, alt 73 I. 10 M- 1 20 T-, gestorben den 9. Mai.

Den 12. Mai. Karl Christian Reuter, des Ctgarrenmachers aus Staufenberg, 1 Ludwig-Reuter, ehelicher Sohn, alt 2 M- 14 T-, gestorben den 10. Mai.

gSjgb««« Emil dm

< ? 151 Christine Marie Karoline Kreiling, geborneLindenstrutb Mittm«.

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Auszug aus den Eivilstands-Negistrrn der israelitischen Religionsgrmeinde.

®cbotcttCe

Jtofentpab be7 Wn Mlrj.itfi8Cn SÜr8er8 uni L°ndespr°dukt°nhündl°rs, Mdfts dm 18^M8rz. bcS Salomon Blumcnfeld, Klciderhändlers dahier, geboren

un"'Gesch-istsm°nn°s, Moses Jacob alt 2 mr5eft/r®n6b?n25bEmär8mUnb 6tid)eli,eim Bürgers und Wechslers dahier, °l^7g°st°rbm 7enbL?Aprib U"b ^Mndlers, Salomon Goldenberg,

lrnerik. Bonds 1881r 99%

" 1882r 96

Character einer g.--.,-,.-,..,.0----- -------- - » - » - - , --

war nicht vorhanden, aber die Käufer drängten sich gerade auch nicht besonders heran, außer Creditactien, die ziemlich lebhaft gehandelt wurden, jedoch ohne wesentliche CourSveranderunq erfahren. Staatsbahn hielt sich gleichfalls auf ihrem gestrigen Niveau war aber heute zremli *

unbelebt. Lombarden eine Kleinigkeit besser als gestern, Natlonalbauk stagnute fast ganz. Uebe « Haupt war das Geschäft in Banken unbedeutend und ist die Thatsache zu vermerken, daß seitei des PrivatpubltkumS, wenn auch schüchtern, der Versuch gemacht wird, Bankpapl^e noch guter Stunde loSzuschlagen und gegen billige Prioritäten umzutauschm ehe der NunbuS d Banken vollends erblichen ist, an den man schon jetzt nicht mehr recht glauben will. Bahnpapie ß, , waren heute auch nicht so lebhaft wie gestern, da nur wenig«Kaufauttrage vorhanden wäre «rq

doch wurde in jungen Staatsbahnen, Nordwest Lit. B. und Alfold Abschlüsse essectuirt. Bi Creditaot 0491/ deutschen Linien pfälzische Nord augeboten. In Prioritäten ging EimgeS in Lrvornesern ut 342%

- * Von Loosen waren nur Österreichische 1860er begehrt, alle anderen Sorten sta( eD 400 /-

Frankfurt a. M., 17. Mai. Das heutige Börsengeschäft trug im allgemeinen d » ^«pierrente

® gewissen Entschlußlofigkeit. Die Tendenz ist zwar fest geblieben und Verkaufs! P^er; neuert. 3% 30

Oesterr. Silberrente 64%

DaS heutige Börsengeschäft trug im allgemeinen d » Papierrente 58 u - n < t < ____U rn SnaniAF nnnaci 4(1/ DA

welche viedergenssen werden mußte und seit der Unterwerfung des EpiScopatS unter das UnfehlbarkeitSdogma wirklich niedergeriffen ist. Daß unter diesen Umständen die Jurisdiction der Bischöfe über die in ihren Diöcefen befindlichen Jesuiten ein völlig werthloseS Recht ist, leuchtet ein. Der Orden herrscht im Centrum der Kirche, er leitet die Bischöfe, er überwacht, controlirt, terrorisirt sie, und ist über­zeugt, daß seine Mitglieder von der bischöflichen Jurisdiction gewiß nichts zu be- fürchten haben werden. Die Jurisdiction des Schwachen über den Starken ist nichts als ein Schein."

Berlin, 16. Mai. Aus Coblenz wird derElbf. Ztg." vom 14. d. ge­meldet, daß der Kaplan Beinroth zu Boppard, welcher vor einiger Zeit die Pro- fefforen Knoodt und Reinkens als Excommunicirte aus der Kirche gewiesen hat, auf den 27. d. M. vor das dortige Zuchipolizeigrricht geladen worden ist.

Berlin, 16. Mai. Der Beschluß des Reichstages in Betreff der Jesuiten- petitionrn lautet folgendermaßen:

Der Reichstag wolle beschließen: sämmtliche in dem sechsten Petitions- bericht"näher bezeichneten Petitionen dem Herrn Reichskanzler zu überweisen, mit der Aufforderung: 1) darauf hinzuwtrken, daß innerhalb des Reiche- em Zustand des öffentlichen Rechts hergestellt werde, welcher den religiösen Frieden, die Parität der Glaubensbekenntnisse und den Schutz der Staatsbürger gegen Verkümmerung ihrer Rechte durch geistliche Gewalt sicher stellt; insbesondere einen Gesetzentwurf vorzulegen, welcher auf Grund des Eingangs und des Artikels 4 Nr. 13 und 16 der Reichsverfassung die rechtliche Stellung der religiösen Ordens-Congregationen und Genossenschaften, die Frage ihrer Zulassung und deren Bedingungen regelt, sowie die staat-gefährliche Thäligkeit derselben, namentlich derGesellschaft Jesu", unter Strafe stellt."

Berlin, 16. Mai. Der Reichstag verwarf nach sechsstündiger Debatte, wo­bei Kiefer, Gravenhorst, Lucius, Schulze (Berlin) und Fischer (Augsburg) gegen, Reichensperger (Olpe) für die Jesuiten, bezüglich für einzelne Fractionsanträge, Gneist für den Commisstonsantrag gesprochen hatten, bei namentlicher Abstimmung den Antrag Mallinckrodt, den Antrag Sonnemann, sowie den Antrag Schulze und Gen., und nahm dagegen den ersten Theil des Antrages Wagener-Lucius, sowie das dazu heute gestellte und bereits gemeldete Amendement von Marquardsen und Gen. mit 205 gegen 84 Stimmen an.

Stuttgart, 17. Mai. Heute fand die Beeidigung des neuernannten Mini­sters des Innern, Sick, durch den König vor versammeltem geheimen Rath statt. Sick legte sein Abgeordnetenmandat und die Vicepräsidentenstelle der Abgeordneten­kammer nieder.

München, 14. Mai. Das Finanzministerium hat durch Entschließung vom 1. d. M. sämmtliche PerceptionSämter und Kassen darauf hingewiesen, daß die ReichSgoldmünzen als gesetzliche Zahlungsmittel erklärt und dieselben von den königlichen Kaffen und Aemtern nicht bloß als Zahlung anzunehmen sind, sondern auch zu allen Zahlungen verwendet werden können. Vom 1. October an wird zur Erzielung einer richtigen und gleichheitlichen Ausbildung aller Infanterie und Jägerabtheilungen in taktischer Beziehung, sowie gleichförmiger Anwendung der anderweitigen dienstlichen Vorschriften ein Lehrbataillon (nach preußischem Vor­gänge) errichtet werden. Zu demselben werden zur Absolvirung eines Courses von sammtlichen Abtheilungen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften comman- dirt werden, um nach ihrer Rückkehr als Lehrer sungiren zu können. Prinz Leopold hat das Schlößchen an der Schwabinger Landstraße, welches früher dem

Luitpold und Arnulph in den Orient ist auf künftigen Donnerstag festgesetzt.

Frankreich.

Baris 16. Mai. Die Nationalversammlung genehmigte den Gesetzentwirf, betreffend die Zusammensetzung des Kriegsgerichtes zur Aburtheilung Bazairss. Im Laufe der Debatte erklärte der Herzog von Aumale sich bereit, )edemÄf- ruf des KriegswinisterS nachzukommcn und zu thun, was die militärische Pflcht

verbreitetes Einerseits urtheilte er sehr scharf über die glaubenslose W.ffensch., andererseits äußerte er, auf das andere Extrem auspielend:Ich kann mir n verhehlen, daß in der größten der christlichen Gemeinschaften Ereignisse von staunlicher Bedeutung sich zugetragen haben. Indem ich nicht behaupte, die: na Decrcte von Rom in ihrer ganzen Tra^we.te zu überschauen, kann ich doch ni verkennen, daß sie mir wie ein Aufruf zu einem ewigen Kriege gegen den Fo schritt des menschlichen Geistes erscheinen." Der Premier-Minister hat bei die Urtheile über den SyllabuS und Vas Unfrh>barkeitö'Dogma vermuthlica auch t Zweck im Auge gehabt, sich von der Beschuldigung zu reinigen, daß er inner! zum Katholicismus oder gar UltramontanismuS hinneige.

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