dagegen darf die Sainte
Vermischtes.
melket (in Bestätigung der neuesten Verhaftungen und das Leben des Statthalters
Don de» mehreren Hundert Optirenden wollen jetzt keine 20 auswandern, da sie es vorziehen, im Lande zu bleiben. Die Lügen der Flugschriften der „Ligue alsacienne" werden nicht mehr geglaubt, da die Verheißungen eines besseren Looses in Frankreich nicht mehr recht ziehen wollen.
Metz. Vor vierzehn Tagen machte der Vorsteher des Jesuitencollegs in Metz gelegentlich eines Festes die Mittheilung, er habe dieser Tage eine Depesche erhalten, nach welcher die Jesuiten nur dieses Schuljahr beendigen dürfen, er nehme daher, für das ihnen bewiesene Zutrauen herzlich dankend, Abschied und bemerke den resp. Eltern der Eleven, „daß wir uns bei Ranzig niederlassen unk nach den Ferien die Schule daselbst fortführen werben, so daß keine Unterbrechung des Studiums unserer Schüler, sofern sie uns dahin folgen wollen, statthabcn wird." Die beiden Klöster La Visitation und Sacrö Coeur in Montigny bei Metz müssen ebenfalls ihren Wirkungskreis verlassen, ' ' '
Chrötienne als wohlthatiger Orden fortbestehen.
Oesterreich.
Prag, 13. Juli. Das „Prager Abendblatt" andererseits bereits erfolgten Mittheilung), daß den Hausdurchsuchungen ein beabsichtigtes Attentat auf zu Grunde liegt.
Köln. Vor Kurzem traf der katholische Erzbischof Loos von
Siefißtn Wo%r"ianÄnS°Sn
Pans, "-Juli. Die Unterhandlungen zwischen dem General Manteuffel d/m, französischen Bevollmächtigten beim deutschen Hauptquartier, Grafen von Saint Ballier, wegen des Unterbringens der Truppen, die binnen Kurzem die Marne und Ober-Marne verlassen, dauern fort. Die Frage betreffs der Offiziers. Wohnungen knetet einige Schwierigkeiten. Man kann die Offiziere nämlich nicht ""quartleren, wenn die Lager für ihre Truppen nicht in der nächsten Rahe derselben errichtet werden. Der General Manteuffel macht übrigens keine Schwierigkelten dagegen, daß die Offiziere Baracken als Wohnungen erhalten. Rur verlangt er, daß diese auch bequem eingerichtet werden. Die Vertheiluna der Truppen in den verschiedenen Departements hat sich General v. Moltke vor- behalten. In Rheims hat man schon Anstalten zum Abmarsch der Truppen ge- * D'r Befehl ist dort angelangt, einen Thei, de- Krieg-geräth- na» ?ahr »u l'ndrn. Sobald die Befehle de« General« Moltke elngetrvffen find, wirb man mit dem Bau der Lager beginnen. Wahrscheinlich werden vier Lager mit 4000 Mann und 600 Pferden errichtet werden. Wie man aus den Ardennen schreibt, glaubt man, daß in dieses Departement 4000 Mann kommen werden.
Frankreich.
Paris, 10. Juli. Der Präfcct der Ardennen beruhigt in einem Circular die Bevölkerung seines Departements wegen der Vermehrung der Occupations- truppen. Er sagt u. A., daß auch die DiSciplin der bayerischen Truppen und der stets bethätigte Billigkeitsgeist der Chefs die Last der Occupation erleichtern toart)Cn'x dritte Berathung des RecrutirungSgesetzkS wird wahrscheinlich erst nach den Kammervacanzen vorgenommen werden. — Die Regierung hat im Einverständniß mit der Commission das Unterrichtsgesetz auf das nächste Jahr verschoben.
Paris, n. Juli. Die französische UnterrichtScommisffon hat ihren Bericht erstattet. Alles Phrasenbeiwerks entkleidet, spricht sich derselbe gegen den Schul» Die Eltern sollen nach wie vor volle Freiheit behalten zu entscheiden, «rL?mt,Cr ttrnen sollen oder nicht. Auf die sogenannte „moralische Verpflichtung", welche die Commission zu betonen für gut befunden hat, wird kein vernunfuger Mensch etwas geben. Damit ließen sich bei uns, die wir die Wohl- that des Schulzwanges seit hundert Jahren kennen, vielleicht mäßige Früchte erzielen. Der französische Bauer, der mitten in der heißesten Arbeitszeit zu wählen *flt' S°hn in Die Schule schicken soll -der nicht, wird über die
„moralische Verpflichtung" lachen. Mit Recht sagt der „Temps" von dem Ent- ?Ut ®mfe6 *? ein Aktenstück aus einem andern Zeitalter, eingegeben
von unheilbaren Borurtheelen. Der Geist de- Herrn Dupanloup, seine« Haupt- schopser«, ,indet fich in jeder Zeile wieder. Es ist merkwürdig, wie fich die eng- herjigsten Bestimmungen hier mit dem trügerischen Scheine des Liberalismus schmucken, wtt welcher Geschicklichkeit dem Gesetze der Anschein gegeben ist, als begünstige es die Freiheit des Volksunterrichts, während in Wahrheit feine her- ei"e Brgünstigung des congregaiionistischcn
y»infni* h s ~.Uebri01fnä hat sich die Commisston mit de, Regierung sollen« , 6 6 ®Orfltla9e e,fi im nächsten Jahre zur Berathung gelangen
m kl * pariser Rappel berichtet von der Einweihung des Stein-Denkmals bei Nassau und erzählt seinen Lesern dabei di-Lebensgeschichte des Mannes d^m das Denkmal errichtet wurde, uämlich - des National-O-konäm-n Prüf Lor-m Stdn in Wien! sorgfältig ausgczogen aus Vapereau's „Contemporains." Wie schnell di- «7. lehrten des Rappel die Geschichte vergessen! Sie erinnern ficfi nar ni-fif moHt- n* un non-m Stein“, welcher von ihrem großen Imperator geächtet, verband un" v°ael
r^eil er „Unruhen in Deutschland erregte." Ein anderes lfranzösisckes Blatt hat bekanntlich auch nur zu melden gewußt, daß man in Nassau ein minnmÜt de pierre, em steinernes Denkmal errichtet habe. B Jm"an cin monumeel
k 1 o dem gestern als am Jahrestage der Zerstörung
der Bastille in La Fertü fou« Jouarre stattgehabten Banket hielt Gambetta ein« Rede, worin er die feste Verbindung der Republikaner gegen ihre sie zu entzweien Ainde anrieth, den confervativen Charakter der Republik betonte und m’6' “r bUr* g-k-önle Politik der Versöhnung «-*- «i-i»!
(( puli- Die Nationalversammlung setzte heute die Steuer-
v? m drrlaufe derselben ergriff Thier« das Wort, um neueidings
die Nothwendigkeit der Amortisirung der Staatsschulden zu betonen sowie das Postulat von 200 Millionen, welche von der Regierung behus« der finanziellen und militärischen Reorganisation und der Herstellung de« Budgetglcichgewicbts r" "^""iigen. Der Präsident der Republik «wiederholte die daü -- »ar Republik aufr-cht-rhalten zu wollen, und kündigte an,
Di- Di«-vlll^8»??" 5en‘n, °'N° Darlegung der politischen Lage machen werde. Die Discussion wird morgen sortgesetzt.
In Versailles dauert der Kampf der Rechten gegen den Präsidenten kart- d'er"m 7* mT ntUC SuLmtn on- Schon seit einigen Tagen ist die Rede von der Bildung einer neuen Partei, welche sich die „nationale" nennen will Das fi^,r“mmoC"felben füU »w-i Artikel enthalten. würde in einer L
bdrd ^mUn^ iUr 5Re.l,ul,lir„.btiltl>En- di- von jeder revolutionären Legende befr-it fein wurde. Der zweite erklärt die Nothwendigkeit, eine vollständige Ver Sen Unb die Fundamental-Jnstitutionen der neuen Regierung zu
«tflann. Der Herzog von Broglie soll an der Spitze dieser neuen Partei sieben da? n ZV'Ä'* ?* a,Ä ei"e p'uwp angelegte Jn.rigue, d./n Haupt s s.tu.» 6 ®e»alten de« Herrn Thier« genau festzustellen, d h. t,(n. !na»en * ,W nfltn' ium Setreuen Vollstrecker de« Willen« der Rechten zu
i „^.„^^atsche Reichs-Anzeiger berichtet: „Der Aufruf, den 2. September zu einem s10”™ e te 3U C!L'. ist nachträglich noch von mehreren Mitgliedern des Reichstages vollzogen worden. Die Unterzeichner des Aufrufs haben sich nun an die rc,...c & <y\ „» b ivandt Mit der -öitte, die Bilduna^von Fest-Comites anzuregen und die Veröffentlichung des Aufrufs zu veranlassen. Hierbei sit folgendes Programm vorgeschlagen worden: 1) Am Abend des 1 Sept aroke Ä .,um welche sich die Menge schaart. Wort und Gesang würdigen die Bedeutung des heißen Schlachttages von Sedan. Glockengeläute und Kanonen- donner. 2) Am frühen Morgen des 2. Sept. Reveille, Glockengeläute und Kanonendonner dur^^ttlags Festzug unter Betheiligung aller Stände, Vereine und Korporationen burd; ble im Schmucke der Fahnen und Kränze prangenden Straßen zum ^eftaotteS- 3.ur Volksfeier im Freien. Großes Schulfest im Freien^ Letzterem geht am Nachmittag oder vor dem Festgottesdienste am Moraen spWange unb Vorträge in ben Schulsälen voran ) 5) Abenbs festUcher in ben Ort.^ Illumination. Es liegt bann noch in ber Absicht ber /.u Petitionen bie sämmtlichen deutschen Regierungen, resp. oberen Sdnil- behorben, zu bitten, baß bie Feier burch geeignete Behanblung bes historischen Stoffes m entsprechender Weise in allen Schulen vorbereitet werbe unb einer Betheiliguna an nnd bntgegenstehe; eben so Petitionen an sämmtliche oberen evangelischen
r n Klrchenbehorden zu richten, den 2. September zur Begebuna einer
schlichen Feier zu empfehlen; endlich, wenn das Zustandekomm neinet JL"
zu zweifeln sei, gesichert ist, den Kaiser, sowie bieübhaenTürSeS n-Ä -Ä» ^tttm, daß es der gesammten Armee, sowie sämmtlichen staaMcken theiligen!" ^stattet sei, sich an der Feier des Tages in entsprechender Weise zu be-
Petersburg, 4. Juli. Am 1. Juli trafen hier, wie der „Ostseezeitung" berichtet wird, die zu den hiesigen großen Manövern entsandten deutschen Offiziere ein. Es sind der General Prinz Hohenlohe, die Oberstlieutenants v. Oppeln und v. Osten, der Major v. Körber, der Rittmeister v. Schack und der Adjutant des Prinzen, Graf Eulenburg. Wie man hört, hat der Prinz Hohenlohe dem Kaiser Alexander nn m den freundschaftlichsten und herzlichsten Ausdrücken »erfaßtet Schreiben des Kaisers Wilhelm überbracht. Die deutschen Offiziere werden mit großer Auszeichnung behandelt und wurden am Tage nach ihrer Ankunft rur kaiserlichen Tafel gezogen, bei welcher ter Kaiser einen sehr sympathischen Toast auf den Kaiser Wilhelm und die tapfere deutsche Armee ausbrachte. Die Bedeutung des kaiserlichen Toastes wurde noch mehr erhöht durch die Begeisterung, mit der er von den zahlreichen anwesenden russischen General.» und anderen Offizieren ausgenommen wurde. 4
Italien.
Rom, 7. Juli. Die klerikal- Lawine ist im Wachsen: Priester unb Clenkale wimmeln auf der Flachtreppe de« Capitol«, in deffen mittlerem bie Men bee Wähler avfliegen. Auch ein Triumph der Fre°heit wenk L ?fclnbeL bic unversöhnlichen Gegner de« Staate«, welcher'dieselbe ver ttitt sich ihrer bedtenen, fei e« auch nur, um st- zu vernichten und den verbabten Staat zu zertrümmern! Die Umwandlung ist indessen zu grob und iu hinbiJL Statut, a!« daß sich hinter der äußerlichen fast fieberhaften Thängkett nWman*« fTm^atW,Ul6 ""bergen sollte. Nachdem der Valican noch vor -in gen Wach n °re. Priester su«pend,„ und mit der Exkommunikation bedroht hat w-j Sb n in trgenb einem Stadtrath saßen, kann er sich unmöglich ganz unge h-1 n ß .en« auf die neue Aera stürzen, in welche er notorisch von dm Mt n 7-7-5 w War e« doch Pater Cure! selbst, welcher mit gewohnter Nation ^uch d» Thetlnahme an den politischen Wahlen da« Wort redete eine U-b-r-,tv»7 r
« >-tzt wiederum einige Monate zur Abkvhlun sibe Land ch ck7'wi7 Aber d.e jesuitische Politik erfreut sich in klerikalen Kreisen kkinksweas -ollsikvb ' Ma ^"er T1"10' ^L“n tt’,asLt< ni4t' auf einen wirklichen durchschlagenden Er' olg zu rechnen, welcher die Behauptung von dem Dasein einer dentalen rciAa feindlichen Maioriiat im Land- rechtfertigen würde, und wirst dem Papsi- ^r" b«6 e« eine „unprudenza" gewesen (ei, die alte Taktik zu verlasse/ D - R ' gierung hat trotzdem alle Ursache, die liberalen Wählet zu energischem Wid- stände gegen die klerikale und antinationale Invasion aufzumuntern.^ Was d- von der Regierung dem zukünftigen Conelave gegenüber innezuhaltende »olitif h, trifft, so ist dieselbe ihr durch di- vorliegenden Verhaltniffe^ kl. «^ chn-t
Mehr als irgend eine andere Regierung hat die italienisch- pj- Maßreael d« K,u7 hei zu berücksichtigen, welche ihr jeden Schritt verbietet, ber al. eine B MtÄ; cetjenigen Freiheit auSgelegt werden konnte, auf die das 8alic7nito tinn l7B unbedingt Anspruch zu machen hat. Die Vermeidung alles dessen rnn» ÜÄ einer Einmischung in die inneren Angelegenheiten der katholischen Kirche erscheinen konnte stimmt auch so sehr zu der gesammten kirchlichen^^Polisik Z üSSn Liberalismus, daß man den Versicherungen der hiesigen Blätter ühpr hi, « n iä ’*■ 5
L„ ÄEX.ft;
Quartieren der Stadt, namentlich im Borgo, eine Art von Commission ernannt »orten ist, welche Agenten von Hau« zu Hau« schickt, um alle Säumiaen >u T^lnahme anzutreiben. Die Säle ber italienischen Bureaux sind von P Gestern und Mönchen ungefüllt, obwohl die letzteren, wenn sie kein eia-n-s 7,
feine akademischen Grade haben, kein Wahlrecht besitzen. Die meisten von ihn n geben auf die Frage nach ihrem Domieil die stolze Antwort i „Der Vatikan !»
Portugal.
c 13- Juli. Nach Meldungen aus Rio de Janeiro wird die
brasilianische Regierung den argentinischen Bevollmächtigten Metre nicht emvfanaen und erwartet man Kriegsmunition aus Europa.
Rußland.


