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Bayer. 5%

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Börsennachrichten.

15. Mai 1872.

bis ziemlich zum Schluß anhielt. Namentlich wurden Creditactien und Staatsbahn, sowie Lom­barden zu den niedrigeren (Sourfen stark gekauft. Auf die andern Effecten übte der Vorgang natürlich auch seine Wirkung aus, und zwar in ähnlicher Weise. Von österreichischen Bahnen wurden Elisabeth und Franz-Joseph bei billigeren Preisen gern gekauft. Rudolph dagegen waren offerirt, während wieder Galizier und Nordwest Abnehmer fanden. Bei Banken war die Kauflust geringer, dagegen wußten sich die Preise so ziemlich zu halten, namentlich jene der hiesigen In­stitute und ihrer Verbündeten. Für ungarische Ost- und lombardische Prioritäten von 1871 lagen KaufordreS vor, die bei günstigen Coursen effectuirt wurden. Von Loosen waren österreichische 1860er gesucht, Köln-Mindener' bei 973/4 angeboten. Silberrente lebhaft begehrt und gut bezahlt, ebenso wie Papierrente. Auch in amerikanischen Staatenbonds, namentlich in 1881cm, 1882ern und 1885ern, etwas mehr Geschäft, während Prioritäten immer noch umsatzlos blieben. Die Liquidation hat sich allseitig gut abgewickelt.

Aetien.

Frankf. Bank 142

Frankf. Vereins-Kasse 132

Darmst. Bankact. 46 4

Wien Bankactien 863

Oest. Oreditact. 340 */2

Galizien 264

Gewalt getrieben, zog eine mit Pistolen, Messern und Dolchen bewaffnete starke Volksmasse, aus den schlimmsten Elementen unserer Bevölkerung bestehend, nach dem von den Juden bewohnten Stadttheil, ersuchte jedoch zuvor den griechischen Erzbischof, ihr ein großes Kreuz aus der Metropolitankirche verabfolgen zu lassen, damit unter Vorantragen desselben das frevelbafte Beginnen die religiöse Weihe erhalte. Der Erzbischof verweigerte selbstverständlich die Verabfolgung, auch wur­den mittlerweile die Zugänge zum Ghetto von türkischen Linien» und Marine» truppen besetzt. Da die Garnison äußerst schwach war, tUegraphirte der General­gouverneur nach Aidin, Magnesia u. s. w. um Verstärkung, die auch sofort ein» traf, so daß jetzt die türkischen Behörden in der Lage sind, jeden Versuch einer Ruhestörung im Keime zu unterdrücken.

Amerika.

Montevideo, im April. Amtlicher Bekanntmachung gemäß ist hier das gelbe Fieber ausgebrochen und die Regierung von Buenos Ayres hat die ent. fchiedensten Vorsichtsmaßregeln bezüglich dieses Hafens ergriffen, indem sie allen Verkehr, ja sogar den Briefwechsel, untersagt hat.

Vermischtes.

Warnung vor farbigen Oblaten. Aus Eolmar berichtet derNiederrheinische Kurier": Fräulein Helene S... , die 17jährige Tochter eines erst kürzlich hierher versetzten Beamten hatte verschiedene farbige, dicke, viereckige Oblaten aus Deutschland mitgebracht, welche sie zur An­fertigung künstlicher Blume« benutzte. Vor einiger Zeit machte sic ein Bouquet auS solchen Blumen, bald darauf fühlte sie sich unwohl und verfiel in einen hinfälligen Zustand, den man argem Heimweh ruschrieb; als sich diesem Befinden jedoch noch heftige Leibschmerzen hmzugesellten und sich spater schreckliche Convulsionen einstellten, wurde der Arzt zu Rathe gezogen, welcher erklärte, daß ein Fall mineralischer Vergiftung vorliege. Es stellte sich heraus, daß bie junge Dame die Oblaten häufig an die Lippen gebracht und sogar eine gewisse Quantität davon ver­schluckt hatte. Die gelben Oblaten waren mit chromsaurem Blei gefärbt, eines der heftigsten Gifte der modernen Chemie. Die angewandten Gegenmittel erwiesen sich als unwirksam gegen das heftige Gift, und das arme junge Mädchen, die einzige Tochter und einzige Hoffnung ihrer unglücklichen Eltern, hauchte, ein Opfer ihrer Unklughett, bald darauf ihren letzten Seufzer aus.

4% n 98'/r 31/8% 921/2

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 15. Mai. Die gestern gemeldete Festigkeit der Börse mußte schon im Abend-Privatverkehr wieder einer durchgängigen Mattigkeit Platz machen, da Wien continuirlich schlechtere Notirungen sandte, obwohl andererseits Berlin auch fest blieb. Diese Mattigkeit druckt auch heute die Course der Hauptspeculationseffecten weiter herab, waS aber die Speeulatlvn doch zum kaufen anlockte, so daß sich bald nach Eröffnung ein recht reger Verkehr entwickelte, der auch

Prenss. 41/2% Oblig. 102 */2

Frankf. 3Va°/o Obi. 873/4

Nass. 4i/2% Obi. 100

Kurhess. 4% 941/» Gr. Hess. 5% Obi.

41/2 % 1jährige 99?/g

4O/o 1jährige Würtemb. 41/2 % Obi. 993/4 Baden 4i/2o/o Obi. 0. E. L. 100 Oesterr. Silberrente 64

Papierrente 57 V4 Spanier, neuest. 3% 29V9 Amerik. Bonds 1881r 99>/2

1882r 953/4

, 1885r 971/s

, 1887r 97i/g

Aetien.

5% östr. F. St. E. B. 376

Lombard. Bahn 205

Ludwigsh.-Bexbaoh 203 y2

Maxbahn 147 Vs

Bayer. Ostbahn 144

Rhein-Nahebahn- Act.

Hess. Lndwigsb.-Act. 178^/g

Oberhessen 83 Vz

Wechsel. 8

Ajnsterdam k. S. 985/8

Augsburg k. S. 993/4 |

Berlin k. S. 1047/g

Bremen k. S. 963/Q

Brüssel k. 8. 933/4

Hamburg k. 3. 871/4

Leipzig k. S. 105

London k. 8. 119

Lyon k. 8.

Paris k. 8. 933/4

Wien k. 8. 104

ditto m. 8. 104

ditto 1. 8. 1033/4

Dis conto 4 %

Prioritäten.

3% öster. Stsb.-Prior. 593/8

3°/0 öst. s. Lombard 505/8

3% Livorneser 393/8

5% Tosoaner 61/2

5% Elisabeth.-Prior. 82i/2 do. II. Emiss. 82 Vs

ßeldtorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 57i/258V2 Pistolen . . 9 4042

doppelte 9 4042 Holl. fl. 108t. 9 5355 Ducaten . . 5 3335 20 Frankenst. 9 211/222 V2 Engi. Sover. 115052 Russ. Imper. 9 4042 Dollar in Gold 2 2627

Anletienalooee.

Kurh. 40 Thlr. Loose 72 V4 Nassau 25 fl. 44 Braunschweiger 3% Oldenburg, ä 40ThIr. 4% bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 4% badische Loose 111 Vr Badische fl. 35 Loose 693/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 8 41/2 1858r Prioritätslonge 1860r Loose 92 V4 1864r

Stadt Floren*

R.-Meter Buchen Scheidholz,

20

Kiefern-

Feilgebotenes.

2446)

(2405)

Seltersweg.

(2381)

Arbeitsversteigerung.

o?

ru 94 fl.,

2 48 28 12 4400

) vttfault find, tiefen Auzias-

Scheidholz Gießen,

Tafelbier . Frankfurter Gießener Licher

2371) sollen

den 14. Mai 1872.

In Auftrag: Böger, Hofger.-Portocollist.

7) Steinfahren, Steinsetzen, Steinklopfen an den Wegen, veranschlagt zu 235 fl.,

8) Unterhaltung der Gräben und Ban- quets, veranschlagt zu 105 fl.,

9) Aufräumen von Fluthgräben, veran­schlagt zu 95 fl.,

10) Planirarbeit an der Strasse nach dem Bahnhof, veranschl. zu 298 fl. 42 kr.,

11) Maurerarbeit, veranschlagt zu 64 fl. Groß-Buseck, den 11. Mai 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck.

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Lersteigeruugen.

Holzversteigeruug.

Freitag den 24. Mai L I-, Morgens 9 Uhr anfangend, in dem Geilshäuser Gemeindewalde,

Mittwoch den 22. Mai, Vormittags 10 Uhr, wird in dem Canzleigebäude Groß-

2437) Samstag den 18. d? Mts., Vormittags 9 Uhr,

soll bei unterzeichneter Stelle die in den städtischen Mädchenschulen erforderliche, zu 138 fl. 9 kr. veranschlagte Weißbinder­arbeit, versteigert werden.

Gießen, den 15. Mai 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. V o g t.________________

Edictalladung.

2364) Nachdem über den Nachlaß des Müllers Heinrich Wolf von Treis ad- Lda. der formelle Coneurs erkannt ist, wird Liquidationstermin auf

Mittwoch den 17. Juli 1872, Vormittags 9 Uhr, anberaumt, und werden sämmtliche Gläu­biger des Heinrich Wolf zur Anzeige und Begründung ihrer Forderungen zeder Art, nebst etwaigen Vorzugsrechten, sowie zur weiteren Beschlußnahme über dre Masse bei Meidung des stillschweigenden Ausschlusses von derselben vorgeladen.

Giessen, den 4. Mai 18/2.

Großherzogliches Landgericht Gießen. Bottiche r.

643) Thür- und Grab­schilder, sowie Klingelgriffe und Taffen werden mit beliebiger Schrift angefertigt bei

Wilh. Balser.

Oeffentliche Aufforderung.

2444) Forderungen und sonstige An­sprüche an den Nachlaß des am 27. April l. I. verstorbenen Johannes Hetz A- zu Leihgestern sind binnen 3 Wochen bei unterzeichnetem Gericht anzumelden, widri­genfalls dieselben bei der Nachlaßrcgulirung nicht berückstchtiat merbeir

Gießen den 8. Mat 18/2.

Grobherzogliches Stadtgericht Gießen. Dr. Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Frische Hefe

Karl Heil, Schloßgasse.

I. A.:

L. Hahn, Bezirksbauaufseher.

Oeffmtiiche Aufforderung.

1938) Elisabethe Sänger, Tochter des gewesenen Tambours, Michael gan­ger zu Gießen, getauft den 14. Juni 1778, ist seit einer langen Reihe von Jahren mit unbekanntem Aufenthalte abwesend. Der derselben aus dem elterlichen Vermögen zuge­fallene Erbtheil wurde seither curatonsch verwaltet und beträgt dermalen 180 fl. 17 kr. Man fordert nunmehr die abwesende Eli­sabethe Sänger, deren Jntestat- oder Testamentserben, sowie überhaupt alle Die- ienigen, welche Ansprüche an das bezeich­nete Vermögen machen zu können glauben, hiermit auf, solche dahier binnen 3 Mona­ten anzumelden, unter Vorlage genügender Legitimationsurkunden, widrigenfalls über das Vermögen in anderer Weise verfugt werden wird.

Gießen, den 12. April 1872. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

I. V. d. D.:

Becker, Stadtger.-Assessor.

4125 Kiefern- »

200 Stück Bohnenstangen an den Meistbietenden öffentlich versteigert

pr. Flasche . 8 . 8 kr. - 6 . 6

herzoglichen Hosgerichts dahier die Lieferung von 60 Stecken Buchen- in Accord gegeben.

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Besondere Bekanntmachungen. 3unf6rniitien unb5Ro

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werden. c. ,

Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde im District Stam>n, am Wege nach Weitershain, und Nachmittags 2 Uhr im District Junkernzipfen, am Vicinalweg nach Beuern bei den Buchen-Schlagwellen Nr. 241.

Geilshausen, am 11. Mai 1872. T .

Zur gef. Beachtung!

Kiefern-

Buchen-Prügelholz,

Eichen- u. Kiefern-Prügelh.,

Buchen-Stockholz,

Wellen Vuchen-Durchforst.-Reisholz,

6* I tlö

2386) Samstag den 18. d. Mts., Vormittags 9 Uhr,

sollen auf dem Bürgermeisterei -Büreau zu Groß-Buseck die nachfolgenden Bauarbeiten mittelst öffentlicher Versteigerung m Accord gegeben werden, als:

1) Stetndeckerarbeit an der Kirche, veran­schlagt zu 135 fl-,

2) Maurerarbeit am II. Schulhaus, veran­schlagt zu 5 fl. 30 kr.,

3) Steindeckerarbeit daselbst, veranschlagt

4) Pflaster arbeit an den Ortsstraßen, ver­anschlagt zu 112 fl. 25 kr.,

5) Chaussirarbeit, Stemfahren rc. daselbst, I veranschlagt zu 143 fl. 30 fr-

lut

1536) Aus der Kunstmühle der Herren Franz Peppler & Co empfehlen wir in bester Qualität:

Feinstes Blüthenmehl,

Waizennrehl, Nr. 1,

,, Nr. 2,

und geben wir solches zu denselben Preisen, wie in der Mühle, ab.

I. A. Busch Söhne.

Schweineschmalz

in feinster Waare, pr. Pfd. 24 fr., empfiehlt Emil Fischbach,

2440) Feinsten saftigen Schweizer-Käse in Prima- Qualität empfehlen

Carl Lony & Comp.

Mschrn-Mkr:

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2451) Strohhüte

in großer Auswahl empfiehlt billigst Georg Nöber, am Kreuz.

1876) Thürschoner in Crystall bei Wilh- Balser.

Schweineschmalz,

6) St7i"-n^c/das-lbs" veranschlagt Gotha«. pr' Pfd. 24 kr., nt QA ff ii u 11 >y u 11 ui u u ii.

2428) Eine frischmelkende Ziege ist zu verlaufen. Asterweg Lit. A- Nr. 109.

Z Gesangbücher, ganz feine und ordinäre, bei

Wilh- Klee.

2453) Alten Malaga,

Tokeyer,

Dry Madeira, Old Sherry, Rothe u. weiste Weine, verschiedene Sorten, in be­kannter Güte, empfehlen

I. A. Busch Söhne.

2452) Das Ausputzen von Hüten wird billigst besorgt bei Georg Röber, am Kreuz.

frei in's Haus, bei Georg Dörr, Kirchenplatz.

2449) Oberndorfer Dickwurzpflanzen, sowie alle feinere Gemüsepflanzen, sind zu haben bei Th. Lony,

_______________im Promenadehaus.

2450) Schiebkasten und Schachteln, oval und rund, sowie eine Parthie Kisten, empfiehlt Georg Röber, am Kreuz.

2442) Bei PH- H- Schmidt in Lich sind Bienen - Wohnungen (Stroh- Dzirzon-Stöcke neuester Art), zu verlaufen.

763) Photographie-Rah- nren und Goldleisten bei Wilh. Balser.

NB. Das Einrahmen von Bildern wird schnell und billigst besorgt.______________________

2439) Hauspähne verfauft billigst W. Kohlermann, Küfer.

2327) Frühpstanzen, im Freien gewachsen, sowie Radieschen, verfauft Th. Rautenstrauch, an der Schoor.