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Local- Notizen.
(fiicßtn 15. Februar. In der Nacht vom letzten Dienstag auf den Mütw,>ch wurden abermals vi^le 'Straß^Iaternen am tiefen Weg, Seltersthor, Kanjleiberg, den Neuenbauen und an der Brücke in der neuen Anlage zertrümmert, jn emer jerichlagenen Laterne and d PoMei einen dicken, wlt Silberpapier üverklebten Kuupf zu einem Stock, woraus man schloß, baß der Thäter auf Fastnacht entweder die Nolle eines Tambour-MajorS ooer die Nolle cweS Zlgeuner- Häuptlinas gespielt haben mochte. Auf Umfrage wurve der Dreher gesunden der drn KnoPs ge- ftr.igt und nun fand sich auch der Fastnachts.Zigeunerhäuptling, e.n .unger Kaufmann von h er der mit zwei hiesigen Studenten Nachts 2 Uhr nicht allem sene Laternen zertrümmert, sondern auch v'^L^ch^ gelöscht ha Tagen auf dem SelterSberg Zerstörungen an fremdem
aenthum vorgenommen hatten, besindet sich ein Student, der fd)on im vyriflen 30^^ nut « st. ^straft morden weil er in einer Nacht 14 Straßenlaternen gelöscht hatte. Dem talentvollen iunaen Manne'scheint das Studium als Laternenputzer sehr zu behagen.
1 a (Rieften 15. Februar. Vor 5 Wochen ist in diesem Blatte cm Ausschreiben der Großh. Polizeiverwaltung veröffentlicht worden, auS welchem zu ersehen mar, daß cm fremder Bursche, der an zwei Krückenstöcken gegangen und der sich Kaufmann Karl HUbert auS Stettin genannt auf dem Polizeibureau eine Reiseunterstutzung beansprucht Habe, aber hier verhaftet worben sei weil man seine Schriften für falsch gehalten. Nachdem die^Polije.verwaltung jenes AuS- schreiven an die Directoren von nächst hundert norddeutschen Zucht- unv Arbeitshäusern und an die Polizeibehörden^>er größeren Städte Deutschlands, Hollands, Belgiens und der schmerz gesendet hatte, ist, unter Benutzung einer Photographie, festgestellt worben, baß der Dauner iden-1 tisch ist mit dem Kellner Karl Ludwig Gaade, geboren zu Duffeldors, der am -I. December, 1868 zum zweitenmal von dem Königl. P.euß. Hnsarenregtment Nr. 7 zu Bonn desertrrt ist und
, Braun,
K. fptnpÄ ©tirenael« weaen der Ein- seit 3 3ahren überall, wo erverhaftet war, sich M'.t den falschen Namen Eichmann
die Geistlichen seines wprengeis wegen ver ' Hilbert rc. durchgeschwindelt hat. Nun wi.d begreisilch, warum er sich
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sich im Jahre
Wechsel.
k. S. 99
87
Oberhessen
Spanier, neuest. 3% 31%
1882c
1885r
1887r
k. 8.
k. 8.
k. 8.
k. 8.
k. 8.
<
92’/8 92% 103i/2
Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Parit, Wien ditto ditto
Diskonto
BSrspunachrichten.
15. Februar 1872.
95% 96% 97%
ictlen.
Frankf. Bank 1421/<
Frankf. Vereins-Kase 131 %
Darmst. Bankaot. 478
Wien ßankactien 887
Galizien 272
Oest. Credit&ot. 364%
993,4 105
96 931/4 877,8
AHiest.
5O/o öatr. F. St. E. B. 4203/4
Lombard. Bahn 2221/4
Lu.l wigsh.-Bexbaoh 204
Maxbahn —
ßp-yer. Ostbahn 154 Rhein-Nahebahn-Aot. —
Hess. Ludwigsb.-Act. 191
k. 8. 104%
k. 8. 1181/4
1869 in Heidelberg lieber 3 Monate lang bat in Haft halten lassen, als daß er seinen wahre» Namen genannt hätte. Gaade [fälschlich Brauns wird jetzt hier, dann in Wiesbaden smo er der Polizei einige Thaler abgeschwindeltj bestraft und schließlich an sein Regiment nach Bonn
k. 8.
k. 8.
k. S.
m. S.
1. 8.
4%
Preuss. 41/2% Oblig. 103
Frankf. 3i/g®/o Obi. 89
Nass. 41/3 % Obi. 991/2
Kurhess. 4% n 94
Gr. Hess 5% Obi. 102h2
” n 40,0 „ 97
, „ 3Va% „ 92
Bayer. 5% », 100‘/4
„ 41/2 °/u 1jährige 997/8
„ 4°/0 1jährige 95*/2
W ürtemb. 4i/3% Obi. 995/g
Baden Obi. c. E. L. 100
Oesterr. Silberrente 63>/ö n Papierrente 551/4
Amerik. Bonds 188 ir lOO3/^
(Sicfeen. [D b fi b a u.] Es ist von erheblicher Wichtigkeit für den Obstbau, daß die Vertilgung der den Obstbäumen ichädlichen Jnseclen und deren Larven, die nicht allein gesetzlich verordnet, sondern deren Unterlaffung auch im Straf-.esetzbuche für das deutsche Reich rmt bedeutenden Strafen belegt ist, nunmehr ungesäumt und allgemein vollzogen wird. Vor;uglrche Anleitung zu dieser Vertilgung enthält daS von der Obstbausection des lanvwirthschaftlichen Vereins der Provinz Starkenburg herausgegebene, vom Großherzogl. Gymnasiallehrer Dr. L. Glaser zu WormS verfaßte und mit 4 colorirten Tafeln versehene Werk: „Die schädlichen Obst- und Weinitock- Jnsecten und die zu deren Vertilgung dienenden Mittel", das in der Schrechmaterialienhandlung von E. C. Kleber zu Darmstadt zu dem geringen Preis von 16 Kreuzern zu haben ist und gegen portofreie Einsendung von 18 Kreuzern in Briefmarken portofrei übermittelt wird.
Die Redact'onen der Kreis- und Lokalblätter werden das Interesse deS Obstbaues fördern, wenn sie die gegenwärtige Nachricht aufnehmen.
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 15. Februar. Die heutige Medioliguidation vollzog sich bei gutem Geldftanbe unv rubig; der Zinsfuß für Prolongationen stellt sich auf 5 bis 6 Proc'Nt. Dagegen war der heutige Börsenverkehr etwas weniger lebhaft; die Eourse der Speculationspapiere sinv eben auf einer Höae angelangt, wo sie schlechte,dingS etwas rasten muffen unv wenn die Spiel- effecten auSrnhen, so ist dies selten ohne Einstuß auf die Nebenwerthe. Bel Staatebahnen machte sich dann noch dazu die unbefriedigende kleine Mehreinnahm der Vorwoche geltend, und so kam eS daß sie heute bei 420 still blieben und nur Ultimo-Käufer sich ihr.r annah . en. Creditactien lebhafter aber ohne Avance, 363i/2, Lombarden erst 2211/4, dann 220. Bankactien ohne Leben, staon.rlen bei 485-486. Silberrente behauptet 63‘.fe. DaS Geschäft in Bahnen beschrankte sich auf alte und junge bayerische Ostbahnen, welche erstere heute V2 Procent beger waren alS qestern letztere notiren 1331/8- Oberheffen 1/4 Procent höher. Von österreichischen Lmlen lst heute nickt viel zu sagen, Elisabeth ca. 1 st. niederer, die anderen Werthe dieser Kategorie, mit Ausnahme von ungarisch.galizischen Actien und Buschterader, ohne Verkehr. Banken gleichfalls wenig belebt. Enalische Wechslerbank 73. Oesterreich.-deulsche umgehend, Loose hingegen anziehend, besonders Raab-Grazer [89V4], Köln-Mindener und österreichische 1860er [911/4]. Auch tie kleinen Mailänder und Meininger kommen wieder in den Vordergrund. Hinsichtlich der An- lagewerthe wurden heute 4procentige Bayern unv 4procentige Kurhessen vom Mackte genommen, ebenso größere Posten Elbthaler unv neue lombardische, wie auch Ebensee-Prioritäten. Livorneser und ToSkaner Prioritäten fest. Amerikanische Werthe, namentlich StaatenbondS, fest. Prioritäten preishaltend, theilweise auch höher.
Geldjsorteu.
ft. kr.
Pr. Friedrdor 9 57 58
Pistolen . . 9 39 -41
n doppelte 9 39 - 41
Holl. fl.'lOSt. 9 53 -55
Ducaten . . 5 32 34 20 Frankenst, 9 20 -21
Engi. Sover. 11 47 —49
Rusa. Imper. 9 40 — 42
Dollar in Gold 2 25 Vr 261/3
Prioritäten«
30/0 öster. Stsb.-Prior. 60
3°/0 öst. s. Lombard 87 3°/q Livorneser 385/8 50/g Tosoaner 61 Vs 50/0 Elisab€th.-Pri''r. 83 do. II. Emisti. 81 '/g
Anlehenslotttie.
Karh. 40 Thlr. Loose 701/4 Nassau 25 6. 48
40 a ba-T. Priiüi.-Anl. 1153/4 Ansbacher 7 ß. 131/4 40/0 badische ’ .oose i 141/4 Badische si. 35 L00 ? 71 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 39 ’ 4 Oestr. fl. 250 v. 1654 83 1858r Prioritäts’.ooae 194 1860r Loose 91 1864r „ 152
Braunachwaigtr 205/s Stadt Florenz 84L8
auSgeliefert werden. , „ , K m
GjxssbN, 15. Februar. Nack der vorläufigen Zusammenstellung der Ergevnipe der -llollS- zahlung von 1871 hat der Kreis Gießen eine Bevölkerung von 43,518 Seelen gegen 41,031 im Jahre 1867. Von dem Zuwachse kommen auf die Stadt G-eßen, deren Einwohnerzahl nut Schiffenberg — 12,245 gegen 10,241 im Jahre 1867 beträgt, 2004, auf die übrigen Gemeinden des Kreises 483 Seelen. Eine Zunahme zeigen insbesondere die Nachbarorte von Gießen: Wieseck mit 1971, Heuchelheim mit 1183, Watzenborn mit 1317, Klein Linden mit 699, Gar- benteich mit 605, Rödgen mit 577, Annerod mit 492 Seelen gegen resp. 1783, 1413, 1247, 696 576 528 und 470 im Jahre 1867. Eine Abnahme weisen nach: Rutt>r.hau>en, Dorf- Gltt, Hattenrov, Hausen, Steinbach, Treis a. d. Lda., Leihgestern, Ober-Bessingen, Bersrod und Staufenberg, außerdem die Stadt Lich, deren Einwohnerzahl sich von 2302 im Jahre 1867 auf
eifert in einem Rundschreiben an L. -------- .
Wendung, wenn die Bewegung mißlinge, so werde man sich ^cherlich wachen, gegen die Selbstsüchtigen, denen er zuruft: „Lächerlich, sagt ihr. Wenn wir nur Kundert Millionen in einem Lande zusammenbnngen, dem das Äaiserthum die Tugend genommen und dem Previn den Reichthum abgezwackt hat, so wäre da- keineswegs lächerlich. Eine Frau, die ihren Ring fltbt, t(i nicht lächerlich; ein Arbeiter, brr seinen Tagclohn darbringt, ist nicht lächerlich; nn Reicher, der fan Gut opfert, ist nicht lächerlich. Nichts ,st lächerlich und tavelnswerth, als die Einwendungen und die Ablehnungen der Selbstsucht, und ich für meine Person bin bereit, es auf die Lächerlichkeit ankommen zu lassen und, wenn s sein mutz, in den Stratzen und auf den Wegen meines Sprengels umherzugehen und an alle Thüren mit dem Rufe zu klopfen: „FucS Vaterland, wennS g'falllg ist?.
Paris 14. F.br. Der deutsch-franzostsche Postvertrag ist heute Abend um 9 Uhr im Hotel der deutschen Botschaft, sranzösischerseits von dem Minister des Auswärtigen, R^musat, und Herrn v. Rampont, deutscherseits von dem deutschen Botschafter Grasen v. Arnim und Herrn Stephan, unterzeichnet worden.
Rumänien.
Bucharest, 13. Febr. Die Regierung traf mit großer Energie alle Maß. regeln zur Ermitllung und Bestrafung der Urheber der Judenkrawalle in der Moldau. Der Senat nahm vuS Tubak-Monopol und das Armee-Contingent an. Die De- putirtenkammer genehmigte das Pensionsgesetz.
Asien.
Calcuttft, 14. Febr. Der Mörder des Vicekönigs von Jndirn ist zum Tode durch Hangen verurtheilt.
Italien.
Rom 9. Febr. Die Perseveranza gibt uns einige Aufklärungen über Vie bereits auf telegraphischem Wege verbreitete Nachricht von dem Auftrage, ben der Papst einigen hervorragenden Theologen gegeben habe, mit protestantiscoen weift« lichen sich in der Arena öffentlicher Disputationen zu messen. Es war nämlich von protestantischen Dienern des Wortes öffentlich die Sage von der Romreise St. Peter's bestritten worden. Das brachte natürlich die römische Geistlichkrit sehr in Harnisch, und der Pupst gab nur dem Verlangen der römischen Gottes- aelehrtcn nach, als er die Eclaubniß zu einer öffentlichen Deputation gab, die heute Abend in einem Saale des Palazzo Sabini siattfinden soll. Drechunvcrt Karten sind unter das Publikum für dieses curiofe Reoeturnier vertheilt worden.
England.
London, 13. Febr. Ein Telegramm aus Teheran (Persien) vom 8. d. besagt: „Das Elend der Armen erreicht den Gipfel. Teheran ist auf schmale Rationen gesetzt. Den persischen UnterstüyungS - Ausschüssen in Teheran und 3'payan fehlt es an bereiten Mitteln, um 10,000 bisher durchgebrachte Arme am Leben zu erhalten, abgesehen von Tausenden in beiden Städten, für welche nicht gesorgt wer- den konnte.
Allgemeiner Anzeiger
100 R.-Meter Buchen-Sche dholz,
Wellen
48
40
52
54
15
66
36
1650
Eichen- „ Buchen-Prügelholz, Eichen- ,r
Buchen-Stockholz, Eichen- „
Buchen-, Eichen- u Naoel-
736) Dienstag den 20. d. Mts-, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Gasthaus zum Engel zu Lich^ die Anfuhr und das Zerschlagen von circa: 330 Cubikmetern Steine aus den Stein- brücben im Steinbacher Feld auf die Straße' von Lich gegen Langsdorf von Nr. 57 biss 63, und auf die Straße vom Hessenbrücker, Hammer gegen Butzbach von Nr. 204 bis 233 wenigstforderno versteigert werden.
Reisholz,
Eichen-Bau- und Werkholz-Stämme von 12 bis 92 Ccntimeler Durchmesser und bis zu 13 Meter Länge,
Versteigerungen.
Versteigerung von Straßenarbeiten.
__ Nadel-Stangen.
Bemerkt wird, daß sich 14 N.-Meter
Eichen-Scheid- und 9 Eichen-Stämme für« . «ftr und Glaser j
«ipVhpn bicfe3^el1teiaeruna im In- Die Zusammenkunft ist tm oäenacnanii/i
teresse ihrer Gemeinden besonders bekanntsten TMjgerunm°^^ iUCl,t
inadjcn zu losten- 1ft72 ' Staufenberg. am 12. Februar 1872.
Gr/ßherzo'gliches Kreisbauamt Gießen, j Groß erEgstche Bürgermeisterei
Holzapfel.| Vogel.
Holzversteigerung.
695) Montag den 19. Februar d. I, des Morgens um 9 Uhr anfangend,
werden in dem Staufenberger Gemeindewalde, District Maistrauch, nachoerzeichnete Holzsortimente versteigert, als:
I--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Holzversteiqerunq.
I 703) Dienstag den 20. Februar sollen in dem Langsdorser Gemeindewalde nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, als:
220 Kiefern-Bauholz-Stömme von 15 bis 30 Centim. Durchmesser und 5 bis 16 Meter Länge,
476 Kiesern-Stangen von 7 bis 14 Cen- tim. Durchmesser und 6 bis 12 Meter Länge,
151 Fichten-Bauholz-Stämme von 15 bis
27 Eeutim. Durchmesser und 7 bis 19 Meter Länge,
489 Fichten-Stangen von 8 bis 14 Centim. Durchmesser und 6 bis 13 Meter Länge;
Mittwoch den 21. Februar:
166 Eichen-Stämme von 15 bis 36 Centim. Durchinesser und 4 bis 13 Meter Länge, ,
£79 Eicheu-Stangen von 8 bis 14 Centim. Durchmesser und 4 bis 12 Meter Länge,
6 Buchen-Stämme von 34 bis 49 Centim. Durchmesser und 8 Meter Länge, 3 Birkcn-Stämmc von 20 bis 25 Centim. Durchmesser und 8 Meter Länge Langsdorf, den 11. Februar 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler.
Feilgeboteueö.
685) Liebig's Fleischextract, achtes, von Fray Bentos, und Condensirte Milch von der Anglo-Swiss Condensed Milk- Comp. in Cham (Schweiz s, in frischer Sendung, empfehlen I. A. Busch Söhne.
S Bauhölzer, beschlaaene wie geschnittene, werden in allen möglichen Dimensionen und Längen, sowie auch Bretter und Dielen, geliefert durch
S. Frank,
Holzhandlung, in Frankfurt a. M.
747) Frische Schellfische bei Bäcker Voqt.
I 742) Ein Haufen Mist zu verkaufe» Ibei Max Henkel-
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