Einzelbild herunterladen

Gießener Alyeiger

I»

LK-/2

^erem Metall,

6

88

6,008.

8.

57,585.19.

»6,232. 45.

u, Regula aser rc. ic. besorgt.

kreis vierteljährig 1 ft. 12 h. Ä»it sZringerl-hu. Durch die Bost bezogen vierteljährig

1 ft. SS kr.

Lyme 8; "^"-rbeit

'ichelheim. irllldjalt

18.

0,000.

18,139. 23.

32,424.13.

Gegenstände aller hi gegen Feuers-

Krschcmg.

een dn General-

'unb in

tinc 5dnhU^tn lebt rAnang **f b«

Erscheint täglich, mit Lu» nähme SonntagS.

Expedition: Lanzletbera,' At. B. Nr. 1.

?,e ««ebene

mi(t> m allen Wein Kaden

Vorwerk.

l-ffuig.gesuch klngkfelcht. In Folg- dessen fei Oberst v. Blbedpll mit einer ' ^'Nion vom Kaiser an den Kriegsminister nach Gütergotz gesendet worden, ohne 1 601 M^rcr seinen Entschluß, aus dem StaatSmin'sterium zu scheiden, bis jetzt ' oufgegeben habe. Weiter soll fick bis zur Stunde das Thatsächl'che r.icht er­strecken ; olle Geeuchre über den Rücktritt noch anderer Minister werden uns als vorcrltg bezeichnet.

Aus Rom wird ein Scheitern des Gesehkntwurfes über die religiösen Kör- prrswasten in f^st bestimmte Aussicht gestellt. Man erwartet nämlich, daß die Eommisnon die Vorlage verwerfen werde. In diesem Falle würde die Regierung gor nicht erst den Versuch machen, an das Plenum der Kammer zu appelltren, Indern sofort zur Kammerauflösung schreiten. Ebarakterißisch sind in diesem S-rne solche Nachrichten, welche italienischen Blättern r.ua Rom zugehen: Unter den Täuschungen, denen man sich iw Vaticau hngidt, ist auch jene, daß die ^gli'che Negierung einen Druck auf die italienische au-übcn und sie dazu bewe- gen könne, von dem Gesetze über die religiösen Körperschaften abzustehen. Man weiß, daß Monsignor Manaing, Erzbischof von Westminster, in sehr freund- schasrlichen Beziehungen zum Minister Gladstone steht und gilbt sich daher der Hoffnung hin, daß dieser sehr leicht zu bewegen sein werde, ihre Wünsche zu unterstützen. Es ist beinahe überflüssig zu sagen, daß dieser Zweck nicht erreicht werden wird und die englische Regierung auch in der Folge jene wohlwollende Haltung beobachten werde, welche sie bis jetzt noch immer Italien gegenüber ein- giholten hat; ja noch mehr, die britische Regierung sieht mit Befriedigung die großen und unbestreitbaren Fortschritte, welche die religiöse Freiheit zum Schutze des Gewissens in Italien macht. Wenn sich also Monsignor Manniug wirklich zum Doümetsch der Gesinnungen seiner Freunde aus dem Vatikan beim Minister Gladstone hergcben sollte, so läßt es sich voraussrhrn, daß er sich damit nur unnütze Mühe geben werde. Auch ia Wien werden Versuche in demselben Sinne und mit dem gleichen Resultate gemacht. Graf Andraffy ist nicht blos aufrichtig liberal gesinnt, sondern auch ein Mann von Geist, der alle diese Kunstgriffe aus Erfahrung kennt und siu- von denselben nicht beihören läßt. Die Herren vom Vatikan wissen eben nicht mehr, wohin sie sich wenden sollen und klopfen an allen Thür-n an, ohne damit zu erreichen, daß ihnen auch nur eine aufoe- than werde.

DasNew-Jork Daily Bulletin" bringt einen sehr gereizten Artikel über 7as Verhalten der deutschen Regierung den Auswanderern gegenüber:Der Befehl des Kaisers von Deutschland," heißt es,welcher den preußischen Eisen- bahngesellschaften verbietet, Auswanderer, die nicht voll für sich und ihr Gepäck zahlen, zu befördern, beabsichtigt, den Strom der Auswanderung, welcher den Vereinigten Staaten sich zuwendet, aufzuhalten und zu hemmen. Daß diese» willkürliche Emporschrauben der Transportkosten auch nicht einen Augenblick den Zseck erreichen wird, ist klar. N-emand, der wirklich entschlossen ist, sein Glück im fremden Lande zu suchen, wird davon durch Erhöhung der Passagier- und FrachtkosttN abgehalten. Im Gegentheil! es ist mehr Aussicht vorhanden, daß die Leute dadurch von einem tieferen Hasse gegen eine willkürliche Politik beseelt werden, die ihnen alle Hoffnung auf eine bessere Zukunft benehmen wollte. Doch ist noch ein anderer Umstand zu erwägen. Es ist keineswegs unwahrscheinlich, daß der Entschluß der deutschen Regierung, der Auswanderung alle möglichen Hindernisse in den Weg zu legen, und die Strafen, mit denen Diejenigen be­droht werden, welche in dieser Weise sich ihrer Militärpflicht entztehen, in keiner allzu entfernten Periode zu ernsten Verwicklungen zwischen der deutschen und amerikanischen Regierung führen können. Vorläufig darf man diese Bedrohung ernster Verwicklungen" noch nicht allzu strenge nehmen, wie überhaupt vor Allem sestzustellen bleibt, ehe man den Auslassungen de»New-Jork Bulletin" eine höhere Bedeutung beilegt, ob in denselben die Anschauungen der Washingtoner Regierung oder der Schmerzensschrei der gekränkten materiellen Interessen verschie­dener Rheder- und Auswanderungs-Agenten zum Durchbruche kommen.

Brodpreife vom 7. bis 14. December 1872,

.,.k _ nach eigener Erklärung der Bäcker:

2 Kilo gemischte« Br°d 20 kr. 1 Kilo gemischtes Brvd 10 Ir. 2 Kilo Noggenbrod: erste Serie 17 fr., zweite Sorte 15 fr.

* J5

fcatnifraN,

ck in Gießen, H» t strich bei Äl^seld, s m Bellersheim, nrob bei Grunberg.

nber.

1. u. 2. SeyseMr an unfern W1 gotrnnillW

ter Zngrnd sich die i in unjerer Statt ttn 1. SeM°«

Mn wird in b

...Milien »nM bednrs kew»

bW tinin la"»io8

flanb die Miii-i ja« unterjt*11 t wie in stih-l "eiten al» ' nb Lchnl»""?'

elfe« ** ; Sen non*1'

Betreffend: orsaniftrte SFcuerwc^rcn Gießen, am 11. December 1872.

Da» Großher)ogliche Krcisami Kieken

m t« S>r-«d-v,lich-ii SMrgcrmdft.rnm zu SUin.Sinke,,,

,.. Ober-Horgern und Treis a. d. Lda

Sßir erinnern Sie an Erlkdigung unserer Verfügung vom 12. v. Mts. binnen acht Taaen. _________________________________ v. N ö d e r.

Anzeige- und Aintsßlatt für den Kreis Kichen ^9'1 Sllmstltg den 14. December

Deutschland.

Wahlbezirk Lich-Hungen, 12. Drbr. Heute Nachmittag wurde in Langs- dorf ernt Versammlung d.r Wahlmänner des hiesigen Bezirks abgehalten, um eine D.'stand'gung übir den zu wählenden Abgeordneten zu erzielen. Der für hier ausgestellte Eandikat, Herr Baron Adalbert von Rabenau, welcher der an ihn ergangenen Einladung gefolgt war. entwickelte mit seltener Klarheit fein Programm, welches mit einlm solchen Beifall oufgenowmen wurde, baß sämmi- iiche Wahlmänner sich dohin einigten, ihn zu wählen. Wir geben uns der Hoff npng hin, daß er aus diesem Grunde unter den vielen an ihn ergangcuen Er­suchen um Annahme eines Mandats das von unserer Seite an nehmen werde. Wie Bürgermeister Zimmer voy Villingen die Kühnheit haben konnte, in der öffentlichen Wahlmänner - Versammlung diesem Manne gegenüber sich selber als Gegenkandidat auf.ustellen, bleibt ein psychologisches Räthsel, dessen Lösung übri- orns keine Schwierigkeiten machte, ln^em auch nicht eine einzrgc Stimme für ihn war.

Darmstadt, 13. Decbr. Die Kronprinzessin des deutschen Reiches ist bierselbn nn^etioffm; dieselbe reist morgen nach Karlsruhe zurück. Der Kron­prinz verläßt nächsten Montag Karlsruhe, um nach Wiesbaden zu reisen.

Mainz, 12. December. Mit dem vergangenen Sonntag find wir des ' lktzten Iesulten ledig. Pater Doß hat uns nach zahlreichen Protesten, Der- Wahrungen 3C. verlassen; er hat so lange als nur immer möglich ausgehalten, 1 vohl in der Hoffnung, daß doch wohl etwas Außerordentliches geschehe, was seine Abreise unnöth'g mache. Seinen letzten Protest, kurz vor seinem Abgang, schloß er mit der Drohung, daß einst der Tag kommen werde, an dem Jedem sein Recht g'schehe, daß Gott Alle nach ih en Werken richte k. oder wie das Journal klassisch den noslris ex ossibus ultor citirt. Ja wenn diese Herren Idt» Zorn Gotte» so sicher herunter!) tcn könnten, als sie damit drohen, dann wäre rs fcvlimm um uns bestellt. Auch über die Form der Ausweisung beklagt sich Herr Doß sehr, und findet dies lbe höchst inhuman und durchaus nicht rdelmännisch er schreibt sich nämlich v. Doß, doch verläßt er Mainz, durch die Gewalt 1 .gezwungen, und überläßt sich existenzloS der fremd.n Mildthätigkeit. Am Bahn- : jof wurde bei seiner Abr-tse eine große Scene von Sodalcn und Druderschäftle'N ' in» Lcben gelltzt, und überhaupt so viel Aufhebens wie möglich gemacht. Ob I dilse ganze Rühkgeschichte zufällig am 9. December passirte oder eine wohlpräparirie Lerne d.r für den 10. Decemb r vorbereiteten Wahlagitation war, kann ich nicht - mscheiven. Ja die Iesulten wären wir los, aber der Geist des Jesuitismus ist ' so lief in die Kirche eingefitsscn, daß er nicht sobald aus derselben weichin dürfte, i Kenn die Regierung nicht die Erziehung der jungen Geistlichen auf's strlngste i tontrollirt, w nn fortgefabren wird im Gciste der Moraltheologie von Gurp zu ' Ithren, wenn sämmtliche Pfarrstellen willkührlich vom Bischof besetzt werden und ! ter niedere ClcruS vollständig der Willkühr seiner Vorgesetzten prelSgegeben wird, . tonn freilich wird der Widerstand der katholischen Hierarchie gegen Staatsan- ' »renunaen, die derselben unangenehm sind, auch nicht Nachlassen. (D. Pr.) i _ Berlin. Je langweiliger augenbücklich die Landtogeverhandlungen sind, > jr inlerrssanler ist das Hin und Her über die sog. Ministerkrisis. Dennoch ' scheint es sich bis jetzt fist ausschließlich um den Rücktritt der Herren v. Roon ' dno v. Selchow zu handeln, und nicht, wie von manchen Seiten verbreitet wurde, < luch um das Ausscheiden der Herren Jtzenplitz und v. Eulenburg. Was das «esuch des Knegsministers betrifft, so >st die bezügliche Mittheilung derN. Pr. Ztg." derart gefaßt, als ob die frühere Nachricht über einen Urlaub des ' genannt en Ministers unrichtig gewesen sei. Dem entgegen wird uns über den kahlen Sachverhalt berichtet, daß Graf v. Roon sich zunächst einen Urlaub vom , Kaiser erbeten habe, wie mau annimmt, in der Absicht, da- beschlossene Ent- i lassungSgesuch bis zur Rückkehr des Fürsten Bismarck aus Darzin zu vertagen. Achtem ihm jedoch der Kaiser Urlaub für längere Zeit, eventuell bis zum ffiühjadr, zugestande», habe der Minister in der That auch ein förmliche» Ent-