-58
fej« k ^ltthan.
PretS vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr.
Gießener Anzeiger
Erscheint täglich, mit Aus- nähme Sonntags.
Expedition: Canzleibcrg, Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen.
«872
Dienstag dm 14. Mai
Ne. 112
Morgens 8 Uhr resp. 12
den
zur Stelle abgenommen und gegen Quittung so-
Die von der Militär-Commission nach gegenseitigem Uebereiukommeu erkauften Pferde werden
Gießen, am 10. Mai 1872.
zu besetzen h°t | Durch die Uebernahme der Garantie von Seiten des Großherzoglichen Ortsgerichts-Vorstehers wird übrigens dem Gläubiger nicht das Recht ent- I roaen ui verlangen, daß trotz der geleisteten Garantie der Schuldner aus dem Besitze der Pfänder gesetzt werde, vielmehr muß einem darauf gerichteten wn *| Antrage^in allen Fällen entsprochen werden und ebenso versteht es sich von selbst, daß bei Abhaltung der Versteigerung gepfändeter Mobilien solche stetsKim M.wendeBI k Pfandlocale sich befinden müssen. Bötticher.
mcen-ErprdlW I ■■■■——
Presse.
ff
n
lück
n
tr
den
// ff
ff
ff ft ff
August tr tt ft tt
in
tf ft
rt
Biblis, Gernsheim, Goddelau, Groß-Gerau, Bickenbach, Groß-Bieberau (8 Uhr), Groß-Umstadt (12 Uhr.)
in
tr
tr
ft
tt
tt
tt
September
tt
begründung der Straßburger Universität bewährte, die lebendige Thcilnahme, welche gerade die Bestrebungen für die wissenschaftliche und geistige Wiedergeburt der 1 deutschen Bevölkerung des Reichslandes in der gesummten Nation hervorriefen, das ganze Bild geistiger Regsamkeit, welches sich in der alten Reichsstadt entfaltete, hat auf die Franzosen einen bedeutenden Eindruck gemocht. Sie hatten sich in früherer Zeit daran gewöhnt, der Natron der Denker den Tribut einer mttttivt- gen und hochmüthigen Bewunderung für ihre selbstlose Arbeit auf dem Gebiete des Gedankens zu zollen, sie hatten mit Schrecken die ersten Spuren der That- kraft wahrgenommen, vie unter dem Einflüsse des strengen und kräftigen preußischen Staatswesens in dem Denkervolke sich regten, sie hatten die „Borussificirung Deutschlands" mit bewaffneter Hand hemmen, und, soweit sie sich schon vollzogen hatte, rückgängig machen wollen, und sie hatten durch ihr gewaltsames Eingreifen den nationalen Einigungsprozeß nur beschleunigt. Jetzt erschien ihnen das siegreiche starke Deutschland als die Hetmath einer Nation von kriegerischen Barbaren, welche die Philosophie und die Kunst über Bord geworfen hatte und nur noch auf Krieg und Eroberung sann.
Und diese Nation dachte an Schulen und Universitäten! Sie betrachtete die Wiederherstellung der Straßburger Universität nach deutschem Muster als eine Nationalsache, als ein Werk von höchster Bedeutung. Und durch alle Kundgebungen für die neue Gründung ging unverkennbar ein so idealer Zug. eine so frische Begeisterung, wie sie der Gesammtheit der gebildeten Klaffen Frankreichs längst abhanden gekommen ist. Den edleren und höher strebenden Geistern, die
Zu solchen und ähnlichen Betrachtungen sahen sich, als sich die großartige Anlage der im Entstehen begriffenen Schöpfung zuerst deutlich erkennen ließ, die- jenigen französischen Blätter veranlaßt, welche vorzugsweise an das gebildete Publikum sich wenden und in der That mit oft rühmlichem Eifer die Interessen der höheren Bildung zu vertreten bemüht sind. Es war dies eine unwillkürliche Anerkennung des Siegers, die zu beweisen schien, daß die Fähigkeit zu einem unbefangenen Urthal doch noch nicht völlig von den Wogen des leidenschaftlichsten
Hasses überflutet war. Aber solche Regungen der Unparteilichkeit und des gesunden Menschenverstandes sind in Frankreich gegenwärtig nur vorübergehende und flüchtige Erscheinungen. Man erinnerte sich rasch, daß der Haß gegen Deutschland zum guten Ton gehört und daß die Demagogen aller Parieren einen Jeden als Baterlandsverräther in Acht und Bann erklären, der irgend eine Gelegenheit, um diesem Haß in kräftigen Worten Luft zu machen, unbenutzt vorüber ffX'ti läßt, oder der es gar wagt, sich anerkennend über Deutschland auszusprechen. Sich über die Mißbilligung der öffentlichen Meinung, wenn sie sich mit Nachdruck und Entschiedenheit vernehmen läßt, hinwegzusetzen, vermögen nur sehr wenige Franzosen. So
---(a. 401V.) Haus, Hstel rc. erkaufen, p*
ÜfWfe wird ßs Adolf Hoß.
übt 1870.
Abonnement oij den Besitz eins „genehme Weise
tn will, zu besetzen P
fort baar bezahlt.
Sogenannte Luxuspferde werden bei zu hohen Preisforderungen vom Handel ausgeschlossen, ebenso die zu wenig entwickelten, oder solcheZdie zu schwach, schwerfällig und ordinär, den Ansprüchen an ein Militär-, Zug-oder Reitpferd nicht entsprechen, auch Pferde, welche durch zu frühen Gebrauch gelitten haben, mangelhaft gebaut, mit bedeutenden Knochen oder anderen erheblichen Fehlern behaftet und nicht gängig sind.
Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen. Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit jstarkem zweckmäßigem Gebiß, eine starke Kopfhalfter, von Leder oder Hanf, mit zwei mindestens sechs Fuß langen starken Stricken ohne besondere Vergütung mitzugeben. Kriegs-Ministerium Abtheilung für das Remonte-Wesen.
gez. vonSchön. Schmi dh
Bekanntmachung,
den Ankauf von Remonten pro 1872 betreffend.
September n tt tt n
H fl
23.
24.
26.
27.
29.
20.
20.
21.
23.
24.
25.
26.
27.
27.
Alsfeld, Nieder-Gemünden, Nidda, Nieder-Wöllstadt, Lich,
1 in Lorsch (8 Uhr), „ Bürstadt (12 Uhr),
Betreffend: Das Executionsverfahren. , - , r
Das Größtmögliche Landgericht Gießen an die Großherzvglichen Ortögerichte des Bezirks.
C,n der von Ihnen gegen unser in obigem Betreff unterm 30. April v. I. erlassenes Ausschreibcn'verfolgten Beschwerde hat Großherzogliches Ministerium der Justiz verfügt, daß die durch solches getroffene Anordnung, wornach die Pfänder stets trotz der Garantie des Ortsgerichts-Vorstehers in das Vtandlocal w bringen und hiervon nur in dem Falle eine Ausnahme zu gestatten sei, wenn der Gläubiger seine Zustimmung dazu ertheile, außer Wirksamkeit ae ekt werden soll. Indem wir dieses hiermit zu Ihrer Kenntniß bringen, ziehen wir dieses unser Ausschreiben vom 20. April v. I. überhaupt zurück und lassen unser in obigem Betreff am 28. November 1868 erlassenes Ausschreibcn in allen seinen Theilen und nur mit der einen Modifikation wieder in Kraft treten, I j>aß in Folge der Uebernahme der Garantie durch die Ortsgerichts-Vorsteher in keinem Fall von Amtswegen die Schuld, zu deren Gnnsten die verbrachten Psänder in's Pfand genommen worden, von demselben beigetrieben, vielmehr nur dem Gläubiger überlasten wird, die ihm durch die Uebernahme dieser ii Garantie erwachsenen Ansprüche auf dem Rechtswege zu verfolgen. . . , . „r. .,. , , .
sich in °dtt allgemeinen Versumpfung das Verständn.ß für die idealen Aufgaben glänzend der Muth der Franzofen sich oft bewährt, wenn er des Beifalls der Menge des Lebens erhalten hatten, drängt sich unwillkürlich die Ucberzeugung auf, daß sicher ist, so schwach ist er, wenn er, um sich zu ern allgemein
in dem deutschen Volke der kriegerische Aufschwung den Sinn für Bildung und verbreites Vorurtheil ankampfen mußte. Vor dem Urtheil der öffentlichen Mei- Wissenschaft nicht erstickt habe. Sie verglichen die Arbeiten Deutschlands auf dem nung pflegt auch die Stimme der Vernunft, wie die der Pflicht und des Gewissens Gebiete des Unterrichts und der Erziehung mit denen Frankreichs, und der Vcr- zu verstummen.
Uosse, landes, ujk Irnbtrg, »bttinaw m einzelnen E Ärcich-^ ,Cni Annoncen
vgtbil'«””''
$?«•*• elio* t, tu ii d-°b°U >- ftfes
Zum Ankauf von Remonten im Atter von vorzugsweise drei, und ausnahmsweise vier und fünf Jahren, sind im Großherzogthum Hessen nachstehende Uhr beginnende Märkte anberaumt worden und zwar:
Die Straßburger Universität und die französische gleich konnte nicht zu Gunsten Frankreichs ausfallen. Sie gestanden cs offen ein, Preise Frankreich — vielleicht von Paris abgesehen — nicht eine Hochschule besitze,
Der wohlwollend- rastlos- Elser, welche» dl- R-lchsr-glerung in der Neu° die d-e. leiste, wo« die Straßburger Unlverstlat einst zu leisten v-rsvr.ch- In y 1 - - - - • — ° - << Frankreich herrsche auch in den Horfalcn die Schönrednerei und die Phrase vor,
aber von ernster Gründlichkeit sei kaum noch eine Spur zu finden. Auf den deutschen Universitäten habe die Wissenschaft eine sichere Stätte gefunden, und Straß- bürg werde sich, bei der eifrigen Fürsorge der Regierung, die die tüchtigsten Kräfte dort hinziehe und die Universität aufs freigebigste mit allen Lehrmitteln ausstatte, ohne Zweifel bald den Schwefttranstalten würdig anfchließen.
4 2m. lU!dmi.A2 "• Ahnest
o'muKrn u$ r< ru vemiethk.
---- »zeigen.
öte> Nahnes n ldn Hoffman-,
-W,
Zöhmen.
HayeL


