Ausgabe 
13.12.1872
 
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m»tr!ennbar. Wenn bt- Organe der Ultra - Conservativ-n »erkünden, Äuflösang d<r Rallonal»-r,awmlung viuizr nn° eriiari, oaB dk i n« H Kamp, nicht aufgeben und fich gar di- Znkunlt ,usp--»-n, so paß' «°llständ>ge Srn-u,rung der -Versammlung stlwmen werde, ohne die theilwe.se

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Denjenis im Laufe t abgeschafft richt, daß vor Aölar Bureau, er abzugeben s finden solle,

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Versailles, 11. Decbr. Die republikanische Linke hat ein von 105 Mit- gliedern unterzeichnete« Manifest erlass, n, welches die Petitionen zu Gunsten der Auflösung der Nationalversammlung billigt und erklärt, daß die Linke für die

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Literarisches.

Die neue Wcihnachtsgabe der Verlagshandlung von Jßleib u. Nietzsche! in Gera: Kinderleben nach den zwölf Monaren. In Wort und BUd von Leonhard Diefenbach. Auf Holz gezeichnet und geschnitten von Eduard Ade m Stuttgart ge­hört zu den empfehlenswe.thestcn Erzeugnissen für den dreszahrrgen Weihnachtsmarkt. E-, war ein guter Gebaute, die Kinderfreuden im Anschluß an den EntwlckelungSkreis- lQUf der Natur in Monatsbilder -zusammenzufassen. Der Kalender ging dann zwar schon seit undenklicher Zeit in guten und schlechten Holzschmttblldwen voran, aber für die Monatsbedeutung mehr der Großen, als der Kleinen. JetztHal.endlich die Kind­heit ihr besonderes Kalenderbild für jeden Monat, und. s«-wird sich se der freuen, m lustiger Darstellung, keck und bunt, zu schauen, was sie das Jahr über Alles treibt. Der Januar bringt die frische Lust der Schlittschuhfahrt.

Purzelt Eines auf dem Eis, Lacht hellauf der ganze KrciS Doch der Aerger ist nicht groß Unverdrossen wird der Schnee Abgeputzt und fort Juchhe!

Februar florirt der Mummenscherz und im März brechen die ersten Blümchen all­dem Boden und die Wasser werden flott für die kleinen Mühlräder und Schiffchen. Der Äpnl ei öffnet die Schmetterlingsjagd, läßt die Ostereier m Moosnester verstecken und lockt selbst die Schule in's Freie, und der Mai begeistert zum Reihentanz auf grünem Rasen, während die Vögelein auf den Zweigen fingen und die Maikäfer die Lust durchschnurren. Im Juni geht das süße Naschen los, denn die Kirschen haben rott)' und braune Bäcklein, und der Juli lockt zum Bade und darnach zum Ballspiel, auch die Purzelbäume gerathen da gut. Im August ist Aernielust und im September gehen die großen Ferientbore auf, da strömen die Schaaren Arm m Arm hinaus, und wäre es nur, um die Obslärnte gründlich zu gemeßen. Der October laßt Drachen fliegen holt die Nüsse von den Bäumen und den Wein von den Bergen und schaut die lustigen Feld- und großen Siegesfeuer an. Im November kommt der schone Morgen, wo die Kinder früh zum Fenster springen nnd jauchzend rufen: Es hat ge- idnieitl Der erste Schnee ist da, nun kann das Schlittenfahren losgehen und der erste Schneemann wird gebaut. Und der December? Was bringt der? Da steht er auf dem gabenvollen Tisch, der strahlende Christbaum, und so geht nut Jubeln da- Jahr der Kinder zu Ende, um mit den alten Freuden den neuen Kreislauf wieder am zufangen. Das ist der Inhalt diesesKinderlebens", das sich viele kleine Freunde erwerben wird. n ~ R

Leipzig. Pr- Fr. Hofmann.

chischdkmvkratischen Bündnisses.

Griechenland.

Athen, 10. Decbr. Das französische Geschwader, welche« im Piräu« vor Ankrr gegungen ist, besteht au- drei Kriegsschiffen und steht unter dem Oberbe- fehl des Admirals Gutscan.

Amerika.

Newyork, 10. Decbr. Anstatt de« Gouverneurs Warmouth in Louisiana, welchen Die dortige Legislatur von feinem Amte fuSpenoirte, hat der Neger Pinchback Die Gouverneurgkschäftc übernommen.

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Paris, 10. Decbr. Heute Morgen gingen 7y3 Mill. Frc«. in Fünf- frankenthalern nach Straßburg üb. Sie sind für Deutschland bestimmt. Der Polizei Präfcct Hot mehrere Wirthühäuser fchließcn lassen, welche ungeachtet seines Verbote« dic Petitionen, worin die Auflösung der Nationalversammlung verlangt wurde, bei sich unterzeichnen ließen. In Algerien hat jetzt auch die Petition«. Agitation begonnen. Dort wurde ebenfalls das Auflegen der Petitionen in den Wirth-Häusern verboten.

Versailles, 11. Decbr., Abends. Nationalversammlung. GaSlonde dringt den Antrag ein, daß die Versammlung nicht vor der gänzlichen Räumung der besetzten Departement« auSeinündergehen solle. Lambert Saint-Croix beantragt, die Petitionen wegen Auflösung der Nationalversammlung am nächsten Sonnabend zu berathen. Gambetta unterstützt den Antrag und erklärt, daß die Linke mit Ungeduld der Derathung entgegensetze. Baragnon hofft, daß am nässten Sonn- abend die Niederlage Derer, welche für dic Auflösung der Nationlverfammlung agttirtcn, besiegelt werden wurde. Dic Versammlung beschließt, duß die Vera- thung der Petitionen am Sonnabend statlsinden solle. Die Dreißiger-Com­mission beschloß mit 18 gegen 8 Stimmen, vor Allem den Umfang Der gegen- wärtigen RegicruugSgcwalten festzusiellen und demnächst den Gesetzentwurf über die Ministerverantwortlichkeit zu berathen. Thiers sandte der Commission ein Schreibe», worin er sein Erscheinen in der Commission zusagt, um eine Einigung über die zu fastenden Beschlüsse herbcizuführen. Es wolle die Aufmelksamkeit der Versammlung auf diejenigen Punkte lenken, welche die öffentliche Meinung Frank-

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oar London, 11. Decbr. Rouher ist seit Sonntag hier und besuchte täglich seit Chiselhurst. Heute kehrte er nach Pari« zurück. Bermuthlich hat er mit Napo-

leon über die Haltung der 22 bonapart.stischen Deputirten berathen. Wenn diese die rechte Koalition verlassen, so wird die Rechte zur Minorität.

Während verflossenen Montag vier Gasstrtker zu Gefängmßsirase verurteilt woiden, wurden gestern sechs Criminalprozissc Dem Gerichtshöfe überwiesen. Dem­gemäß verfallen andere Strikec gleichfalls Der Criminaluntersuchung.

Der wöchentliche Finanzaueweis constotirt eine außerordentliche Bilanz von über sechs Millionen in den Händen des Schatzkanzlers.

Gestern war ein große« Mcetig städtischer Arbeiter zu Gunsten der linier- stühung der ländlichen Arbeiterbewegung. Erzbischof Manning und die Paria- mentsmitgliider Mo.lep, Mundella u. A. sprachen. Manning'S zunehmende Be- theiligung an der Arbeiterbewegung gilt als Anzeichen eines augestreblen hierar-

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Oberpräfidenten v. Duesberg.

Stuttgart, 12. December. Die Abgeordnetenkammer bewilligte heute unter Zustimmung Der Regierung zu Eisenbahn- und Telegraphenbauten 11,800,000 fl., welche, soweit die disponiblen Mittel nicht zureichen, durch Staatsanlehen beschafft werden sollen. Die Regierung hatte 20 Millionen verlangt.

Oesterreich.

Wien, 12. December. Das Abgeordnetenhaus nahm heute feine Sitzungen wieder auf. Die Abgeordneten von Tyrol und Vorarlberg waren anwesend. Die Regierung legte Gesetzentwürfe vor, betreffend die Forterhebung der Steuern für das erste Quartal 1873 und die Rekrutenaushebung für 1873, sowie einen Postvertrag mit Deutschland. Der nach Schluß Der Sitzung zusammengetretene Finanzausschuß genehmigte die Forterhebung der Steuern, wobei der Finanzministtr erklärte, daß demnächst ein Gesetzentwurf betreffs der destnitisrn Regelung der Beamtengehalte vorgelegt werden soll.

Holland.

Während die übrigen europäischen Staaten zweiten Ranges nachgerade zur Erkenntniß gekommen sind, daß ein einige« Deutschland ihre Unabhängigkeit sichert, tritt im Nachbarstaate Holland die Preußenfurcht immer lächerlicher z Tage, und diese ist e« auch, welche den neuesten Vorschlägen zur Landesvcrthel- digung Nachdruck verleiht. Diese betreffenden Entwürfe find jetzt zur Vorlage in Den Generalstaaten bereit; sie schlagen vor: Die Schleifung Der Fstungen Gro­ningen , Nymwegen, Herzogenbufch, Zyiphen und Delfzyl, sowie Die ausschließ­liche Befestigung Der Linie Utrecht-AmsterDam. Die Kosten ßnD auf 34 Millionen Gulden, aufzubringen in sieben Jahresraten, veranschlagt.

Frankreich.

Börfenberich te.

Frankfurt a. M., 12. December. Unter dem Einflüsse verschiedener Nachrichten, welche nicht arelgnet waren, eine günstige Stimmung zu erzeugen, verlief die heutige Börse in matter Ballung. Außer matten Berliner Coursen, rief das gemeldete Mrnur der Staatsbahn (44,0N6 fl.) e'ine große Enttäuschung hervor, da man, nach dem Ausweis der Vorwoche, mit Zuversicht einem Plus entaeaensah. 9luu) für Lombarden war eine Hiobspost eingetroffen, mdem die Drvrdende derselben für das Jahr 1872 als nur 3 o/o betragend, bezeichnet wird, für deren Aufbrrngung sogar der Reservefond in Anspruch genommen werden soll. Zudem gestaltet sich dre Prolongation für Medio, die übrigen» heute schon beinahe völlig abgewickelt wurde, recht ungünstig und betragen Zinsen ca. 78 o/0- Die Hauptspeculationseffecten eröffneten daher gegen ihre gestrige Abendnotiz bedeutend niedriger. Creditactien verloren gegen gestern, mit 361«,4, ca. V/4 fl., Staatsbahn, mit 362>/i ,chlitßend, ca. 2*/2 fl. Lombarden erfuhren eine CourSoermlnderung der 20^/,, von ca. 33/a fl. Oesterr. Bahnen und Prioritäteu ohne Bewegung. Bankwerthen hielten sich, im Gegensatz tu den eigentlichen SpeculationSeffecten, verhältnißmäßig behauptet. Provinzial-DiScoato ca. 1'/, 0/0, Darmstädter 2\/2 fl., Würltemb. Vereinsbank 21/2o/o höher. Deutsche Effectenbank Brüsseler Desterr.rDeutjche matter. Dresdener Bank wurde zu litt gehandelt. Von Eontinental war viel in Posten am Markte und fanden Umsätze zu llö'/, statt. Wiener Bankaclien hoher ,u 1038. Im Allgemeinen tritt im Verkehr in Bankpapiere das Bestreben hervor, dre Esurse im Hinblick auf die bevorstehende Jahresbilanz und die Dividendenvertbe.lung möglrchst hoch zu halten. Cilberrente gefragt zu 649/16. Spanier matter zu 277/6. Wechsel wenrg verändert. Pari« höher. Von Sorten FrtedrichSd'or höher.

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Wer eine Annonce

in hiesigen oder auswärtigen Blättern veröffentlichen will, erspart Mühe und»Porto kosten, wenn er damit die Unterzeichneten beauftragt, deren alleiniaeS und ausschließ­liches Geschäft es ist, Anzeigen in alle Zeitungen der Welt zum Orlgmal-Kostenpreis und ohne Nebenspesen zu befördern.

Haasinstein 9t Vogler,

__Frankfurt a. M., große GalluSstraße l._

Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mtndener und Oberhesstsche Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Maru

au«r<f>tii6t DI- bartnäckia«! Pisfimistin werden die Thatsache anerk-nnen müssen,^reiche gegenwärNg in Anspruch nähmen, werd, jedoch mit bestimmten Sntwürsin ta TLXlta Umnk'tu °u.sch-ii-n und diese, einer nicht eher h-r-oeteeten, i. e. den gezenwart.gen M-.nung.-u.t-usch al. .weck-

Umwandlung en g-massigt liberalem Sinne entgegengeht, wa« is> '"'lp-^'v^^ch-inen liche.

systematischen Schwär,seyer, Darstellung der Lage bi« in die letzte Z-it durchaus fr.'M paffen will. Wohin der Zug der Dinge geht, ist h-r Jedermann, ^der ,' en will, unverkennbar

sie Den inuuivi UIUII uuiutvtw «uv hm, ö-e * 0-.,r~

3 nicht zu Dem melancholischen AbschieD, Der noch vor wenigen Tagen auf jener Erneuerung ganz auSzuschlteßen. './z ' 5eite von Dem Hcrrenhuuse, aU Dem l-tzten Bollwerk Der konservativen GrunD- sätze, genommen wurDe, und es soll auch wohl nur in Der gegenwärtigen Nie. Verlage eine Haltung gewähren, lieber die Gefahr einer feudalen Zukunft war man in Preußen und Deutschland seit geraumer Zeit beruhigt und wird \eU Den letzten Vorgängen wo möglich noch mehr sein.

Berlin, 11. Decb. Die VerhanDlungen im preußischen Landtage bieten «ach Annahme de« KreisordnungS» Entwurfes augenblicklich ein geringeres In­teresse Dar. Inzwischen gewinnen Die Gerüchte über Ministerkrisis immer greif' barere Gestalt. Wie Berliner Blätter heute melden, hätte Herr von Selchow gestern bereits seinen Abschied erhalten. Daneben werden Graf Roon und Graf Jtzenplitz al« demnächst in Ruhestand tretend bezeichnet, die Rückkehr des Für- sten Bismarck durfte uns auch wohl hierüber Gewißheit bringen.

Berlin, 11. Drcbr. DieProv.'Corresp." schließt einen Die Zustande Frankreich« besprechenden Artikel: AuS Den neuesten Anzeichen geht hervor, Daß beide Theile Den Wunsch einer erneuten Verständigung hegen. Die öffentliche Meinung Frankreichs und Europas wird e« sicher mit aufrichtiger Befriedigung begrüßen, wenn ein dauerndes Einvernehmen mit der Nationalversammlung und ThterS und neue Bürgschaften für einen festen Bestand Der Dinge in Frankreich gewonnen iverDen. DieProv.-Corresp.", Die KreiöorDnunß besprechend, sagt ferner: Die Regierung des Königs ist nach wie vor überzeugt, daß sic mit De. Durchführung Der ungebahnten, ächt freisinnigen Reform geraDe im gegenwärtigen Moment eine unzweiselhafte Pflicht ihres konservativen Berus« übte. Die Regle- rung rechnet mit vollster Zuversicht Darauf, Daß bei Der nunmehr beginnenDeu schwierigen Aufgabe Der praktischen Ausführung De« Gesetzes Die conservativen Kräfte des Laude- ebenso willig wie Die liberalen Kreise au« Patriotismus so- wohl, wie aus eigenem Interesse ihr zur Seite stehen und ihre ganze Krr.ft hin- einwerfen werden, um in Den neuen Zuständen sich oben an Der Spitze Der Be­wegung und De- Einflusses zu halten. DieProv.-Corresp. meldet Die zwischen Dem 15. und 20. December erfolgende Rückkehr Des Reichtkanzlers nach Berlin. Wie DieKreuz-Ztg." vernimmt, wurden Die Veränderungen im Ministerium erst nach der Rückkehr des Fürsten Bismarck erledigt werden. DieNorvo. Vllg. Ztg." meldet, Daß Die Berathungen des Staatsministerium- über Die kir- chenpolitischeu Gesetze bi« zur Ankunft des Fürsten Bismarck ausgesetzt sind.

Berlin, 12. December. Das gestern aus Herrenhauskreisen von DerKreuz, zeitung" gemeldete Gerücht, wonach Der Minister De« Innern ein Entlaffungsgesuch an Den Kaiser eingereicht hätte, wird von DerNordd. Allg. Ztg." als grundlos bezeichnet. DerReichs-Anzeiger" meldet Den gestern Nacht erfolgten Tov des