wegen
verkannt und verleumdet.
Victor Hugo.
Vermischtes.
der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
,n verdient gewiß in diesem Blatte zur Nachahmung weiter ver. die aUehrwürdige Stadt WormS zur Aufbesserung ^er E ementarlehrcr
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 14. bis 20. Januar 1872 besorgt Pfarrer Landmann.
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.
Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 12. Januar. Waren es gestern österreichische Creditactien, die den Markt beherrschten, so sind es heute StaatSbahnactien, denen die Palme de- TageS zukommt, wahrend dieselben gestern bis 409 am Schluß der Börse bezahlt wurden, eröffnete der heutige Markt für dieselben unt411i/4. Auf vielfache Gewinnrcalisationen hin ermatteten sie biö 410‘/2, wurden jedoch, als die Notirungen der anderen Börsen elngetroffen waren, bis 414«/2 bezahlt. Der Grund zu dieser neuerdings außerordentlichen Steigerung derselben ist daS Gerücht, daß die im Besitz, der Gesellschaft sich befindenden Bergwerke, mit circa 20 Millionen inventarisirt, an eme Aktiengesellschaft, an deren Spitze die österreichische Creditanstalt steht, für 30 Millionen übergegangen seien.
Lombarden wurden ebenfalls vielfach umgesetzt. Für die bevorstehende Medio-Regnlirung zeigt sich das Geld wieder sehr knapp, wodurch die Course in ihrer Entwickelung sogar zurück- gehalten werden.
Anlagepapiere heute matter. Silberrente 64. 1860er Loose 92i/8. Amerikaner 96.
Frischbäcker zu Gießen.
Sonntag den 14. Januar. Heinrich Kuhn am Kreuz, Ludwig Schneider in der Neustadt und Ernst Wallenfels in der Wallthorstraße.
und Willenskraft wird es tnumpyimi. 'meQicrunp. Das allge.
wohl verfinstern, es bleibt doch der einzige Bieles überlegen ist. Don
meine Stimmrecht ist die Macht, die er ew , und Wahr-
Am 11. Januar gegen Conrad Leistner von Mittelgründau, wegenUrkundenfälschung, eine
innen 5---- ■,
heit sind von erhabcnlr Klarheit.
Italien.
de L°mb°r°-i und V-n-.i°ns sind --mackt.g' »orten , fi* ter X one ßeb n ju
her aus den biofeen Volkswillen basirten Rechte.
Amerika.
von 1150 fl. (statt seither 900 fl.) . c & nöthiq sei, den geringen Gehalt der
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materiellen Wohlbefinden der Lehrer auf das Innigste verknüpft ist.
Melchior Schmidt von Bellings, Königl. Preuß. Amts Stemau,
Gefängnißstrafe von 6 Wochen. jvtrfmiborf wegen einfachen Diebstahls, eine Ge-
Denselben «litten« Untersuchung«-
Gottesdienst.
, , , Morgens: Pfarrer Landmann.
Am 14. Januar: Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel.
allen ihren weißen Schw°n-nhalS ° ^&d)iig erleuchtete Lokal füllten
Gentleman Käuferin los, pflanzte sich dicht vor chr auf
schritt mit zornfnnkelnden ^"gen aus ) qu6; ($ier ^lso vergeuden Sie meine
und mit sichtlich ^sb^ltenem G' , ~ .. 5hnen nicht oft genug anbefohlen, dieser »er:
sauer erworbenen Goldstücke Mad ^^ ist zu Ende. Wer nicht hören will,
verblichen Leidenschaft ein Ziel z stz - pl-iche Gesicht der ätherischen Dame nieder,
muß fühlen." Eine schalünde de Hand des schwachen Wesens und
Gleichzeitig entriß der gestrenge He r die S^eMte^o zarte Lady sank in eine tiefe Ohn- schritt trotzig wie ein gere z Z Thränen auS und bat einm der verblüfft daftehen-
macht. lieber- iu fiti ade ten 9Bo ift kragt, sie, als dieser
fyP E Aß?"yal sie an sich genommen," lispelte der ga
lante Handlungsbeflissene. „Mein Gemahl?" rief die Dame entrüstet au». „Ich bin unver- heirathet und kenne den rohen Menschen gar nicht." Alle Recherchen der Polizei, den frechen Gauner aufzufinden, blieben leider resultatlos.
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'Kriege erlangt »» nur, »enn mo ve°° H-ff- 3^ M' jft a„ 12. 3onu„ g-g-u
man den Haß erloschen? Dutä) “ marie eben seiner Größe wegen Bedingung der Ordnung. Das große ^oit von Rübe
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'8* irt. alle Hindernisse zu bewältigen wissen. Durch Ruhe son 8 Jahren
Eine Stadt, wie Versailles, toddje tae,3anuar i>. 3- an. 3£i>» ®l‘a . 3 bren bi8 iu 700fi. ifl.tt fdlti« 600 fl.) W- 3eber
Pari«, welche welch« m R-t-n »°N büfl m fl. lfl°» s-i.h-r eoo fl.) und g--
tanuar 1872. »«•S° fl. n°» 16 Di-ustjahr-n ju dem Manm-lgchalt
81t, 5Ä Ä»sms T. »SS §§WM-ALs
dresem tn einen f ® ® batte Stokes noch als Zeuge gegen funkelnde Colliers,
verwickelt worden. Am Tage vor dein Mor Y ßinflufj auf die feilen von allen ihren n
AiSk sungirt, und letzterer hotte durch feinen bekannten auf Die i (
®iAJr sieben ein gerichtliches Verbot gegen ersteren erwirkt, gewisse Briefe p
Diese Briefe, von FiSk an die erwähnte Maitrrffe, eiüe MrS.
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m-Hn/ nil nis bene“ wird am Grad- di-,-S M-nsch-n nicht »°rhalt-n, denn seit dria Jahre 1868, wo sein Name,ruerI„in^V»bind,unA„ LeSruswandel tn Aller Munde. Jedermann, dem nur das Wort Erie-Actien bekannt ist, weife, wie FiSk sich durch eine Reihe von Manipulatiosten und Opera- tionen in den Gerichtshöfen, an der Börse und in Wall-Street die ganze Con- trole über die genannte Bahn angeeignet hatte, und wie er bis zum letzen Augen- blicke feines Lebens diese Gewalt dazu benutzt hat, um der Gerechtigkeit und Ehre ins Gesicht zu schlagen und die Actionäre zu plündern. Wo er die Richter nicht kaufen konnte (und meist konnte er's nur gar zu leicht), da wußte er mit unvergleichlicher Schlauheit und Unverschämtheit die Maschen des Gesetzes so auseinanderzuziehen, daß er bequem hindurch spazieren konnte. Auf die eine oder die andere Weise erreichte er stets sein Ziel; die Einkünfte einer sehr werthvollen Bahn flössen ganz ausschließlich in seine Tasche, und wo dies für seine unerhörten Extravaganzen nicht ausreichte, da verkaufte er neue Aktien, so viel er wollte o^r so viel er los werden konnte. Kurz, FiSk war der größte und zugleich der gemeinste Jndustrieritter seiner Zeit; nicht verstohlen, sondern offen verfolgte er seine Zwecke, und den Tausenden von Aktionären, welche arglos in seine Falle gegangen waren, gelang es erst vor ganz kurzer Zeit, und zwar nach zwcijähri- gern hartem Ringen, einige gegründete Hoffnung auf Sicherung ihres Rechtes zu erlangen. Was das Privatleben Fisk'S anbetrifft, so stand es mit feiner Jndu- strieritterschaft in nur zu gutem Einklang. Es war ein Leben von so unmoralischer Zügellosigkeit, wie es jedem anständigen Menschen die Schamröthe auf die Wangen treiben muß. Sein Opernhaus und seine Gelage, der „permanente Harem", mit welchem die Operntruppe ihn versah, und die nächtlichen Orgien — Alles dies war Stadtgespräch in Rewyork, und es ist aller Grund zur Annahme vorhanden, daß die Traditionen hier nicht übertrieben, sondern im Gegen- theil noch Manches bemäntelt haben. Er selbst und feine Kreaturen pflegten sich Der Art und Weise zu rühmen, wie das Geld gewonnen und wie es wieder auS- gegeben wurde. Die Vereinigten Staaten, zumal Stadt und Staat Rewyork, können sich Glück wünschen, daß dieser Schandfleck ausgelöscht ist, und wenn jetzt ou$ _ wie es Den Anschein hat — für den Tammanyring das letzte Stündlein geschlagen, dann steht der Tag vielleicht in nicht gar zu weiter Aussicht, wo man von dem Richter- oder dem Beamtenstande Des Staates Rewyork rühmlicher sprechen kann, wohingegen jetzt — mit wenigen Ausnahmen — Bestechung und Betrug noch immer an Der Tagesordnung sind.
(Eingesandt.) 13 3Q„uar 1872.
eS- Sä*. .i.
Local-Mtotizen.
Kopulirte.
Gießen, 12- Januar. Der Schwurgerichtshof der Provinz Oberhessen, welcher seine Sitzungen für das 1. Quartal l. I. heute Nachmittag beendigte, hat in nachbenannten Anklagefachen erkannt:
Am 8. Januar gegen Georg Köhler von Geilshausen, wegen Brandstiftung, eine Zuchthausstrafe von 10 Jahren.
Denselben gegen Karl Friedrich Lantow von Kopenhagen, wegen schweren Diebstahls, eine Gesängnißstrafe von 1 Jahr.
Am 9. Januar gegen Georg Heinrich Hoffmann von Schlitz, da die Geschworenen den selben nicht der vorsätzlichen, sondern nur der fahrlässigen Körperverletzung für schuldig erklärten, wegen dieser jedoch eine Anklage nicht erhoben war, auf Freisprechung.
Denselben gegen Adam BonariuS von Villingen, wegen schweren Diebstahls, eine Gefäng- nißstrafe von 6 Monaten, an welcher jedoch 1 Monat unverschuldet erlittene Untersuchungshaft in Abzug zu bringen ist.
Am 10. Januar gegen Johannes Karl von ReichloS, auf Freisprechung, tnbem die Geschworenen denselben wegen der auf Meineid gerichteten Anklage für Nichtschuldig erklärt hatten.
Den 7. Januar. Justus August Wilhelm Adam Kröll, Bürger und Kaufmann dahier, ein Wittwer; und Karoline Auguste Schmidtborn, des Bürgers und Kaufmanns, Gustav Schmidtborn eheliche Tochter.
Denselben. Ernst Philipp Ludwig Euler, helmathsberechtigt zu Josbach, Regierungs-Bezirk Kassel, und Bürgermeistereigehülfe dahier, des Bürgers zu Josbach und Schneidermeisters, Heinrich Euler, ehelicher Sohn; und Karoline Wilhelmine Louise Dörr, des Bürgers und Schuhmachermeisters, Jakob Dörr, eheliche Tochter.
Getaufte.
Den 7. Januar. August Philipp, ein unehelicher Sohn von auswärts, geboren den 15. October. , ~ ,
Denselben. Marie Auguste, eine uneheliche Tochter von auswärts, geboren den 17. December.
Denselben. Dem Bürger zu Kölshausen und Bremser an der Cöln-Gießener Bahn dahier, Konrad Freitag, eine Tochter, Magdalena Henriette, geboren den 3. Jan.


