I
ib
I
Nr. 12
amstag den 13. Januar
1872
ötbutgct
ee 12 fr.
F
1 Kilo Roggenbrod 9y2 fr.
r,
ließen, am 11. Januar 1872.
an die Großher;aglichen Bürgermeistereien
N ö d e r.
v.
■
»menen Brand»
chtr
bk
garl Löffler
1
1
1
I
ftte ine
?1 n
n Mobiliar- und stm Prämien zu
d o v
k 1871. ectm.
nen.
lll)t statt.
Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr.
NgeAck- ',n Äbend
?err Hosgerichts- tete Anttäge auf ^eis der Provinz htcn.
weder als künd-
>e Darlehen.
t Provision nach
Erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags.
Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.
Baut
M.
voq (teJ icht
D ur )e M er it te
Gesuch des Vorstandes der israelitischen Religionsg-m-inde zu Ober-Gleen, Kreises Alsfeld, um Gestattung einer Collecte.
11.
gs- 'ksl w
Deutschland.
Berlin, 9. Januar. Die Generalposidirection hat tpre Veamicn I/Uluu, aufmerksam glinacht, daß mit dem Ausdruck „Deutsche Reichspostanstalten" die vor. der Reichspostbehörde ressortirenden Postanstalten im Gebiete des vormaligen norddcutschln Bundes, in Süvhessrn, Elscß-Lothringen und Baden bezeichnet werden. Der Ausrruck „Deutsche Postanstalten" würde auch die Postanstalten in Bayern und Württemberg mit umfassen.
Köln, 10. Jan. Von den beiden erledigten Domherrensiellcn ist die eine erzbischöflicherseits mit dem hiesigen Pastor Siebold besetzt worden; tote es heißt, dürfte die zweite, welche der Kaiser zu besetzen hat, der Pastor Blum von Aachen erhalten. — Zum Fortbau des Domes wurden in dem ab^elauslnen Jahr 147,030 Thlr. verwendet. — Die Herausgeber der „Köln. Ztg." und der „Köln. Volks-Ztg." haben sich geeinigt, den Lohn ihrer Setzer in der Weise zu erhöhen, daß dieselben für die Folge für 1000 n nicht mehr 3, sondern 3*/, Sgr. erhalten. Die „Köln. Zeitung" wird dagegen die JnsertionSgebühren von 3 auf 31/,. Sgr. pro Zeile erhöhen, während die andere Zeitung hinsichtlich derselben Gebühren schon vor kurzer Zeit eine Erhöhung von 11/2 auf 2 Sgr. eintretm ließ. — Wahrend in Köln die Elementarlehrer wegen der hohen Preise für die Lebensbedürfnisse gegen- wärtig um eine Theuerungszulage petitioniren, hat der Stadtrath in Deutz ohne Anregung in seiner letzten Sitzung eine solche schon beschlosst», nämlich für jeden Lehrer 20 und für jede Lehrerin 15 Thlr.
München, 11. Jon. Die Reichsrathskammer hat die Gesetzentwürfe über die Ergänzung des Pferdebedarfs für das Heer, über die Steuer-Forterhebung, die Aenderung der Gemeinde-Ordnung und des Geschäftsganges des Landtags angenommen. Der Finanzminister sagte baldigste Vorlage eines Gesetzes über Gehaltsaufbesserungen zu.
München, 12. Jan. Abgeordnetenkammer. Abg. Rußwurm verliest eine Interpellation wegen des Amberger Begrabnißsalles, leitet aus der gewaltsamen Bewirkung des Glockengeläutes und der Gestattung gottesdienstlicher Handlungen Seitens des excommunicirtcn Professors Friedrich mehrere Verfussungsvcrletzungen her und fragt, was die Regierung zur Wiederherstellung der verletzten Rechte thun werbe. Der Cultusminister stellt zunächst Vie Tharsachen richtig, weist nach, daß das Verfahren der Regierungsbehörde der Oberpfalz ganz correct sei, da die ersten Anordnungen dem Magistrate der Stadt Amberg überlassen worden, der über die Gemeindekirchen auch volles Vcrfügungsrecht habe. Die Regierung der Oberpfalz habe nur verfügt, daß Zunner ais Katholik zu behandeln sei, und habe darin Recht gehabt, da sie den Standpunkt der StaatSrcgierung in dieser Frage zu dem ihrigen gemacht hätte. Die Regierung habe nur die civ'lrechtlichen Folgen der Exommunication abzuwehren, in Gewissensfragen mische sie sich nicht. Zunner habe ein Recht gehabt, in weltlichen Fragen als Katholik behandelt zu werden. Die Frage wegen der Läutung der Sterbeglocken und der Stadtpfarrglocken sei noch offen, da Vie betreffenden LocalrechtSvcrhaltniffe noch nicht bekannt seien. Den Schutz des katholischen Ktrchen-Eigenthums werde die Negierung stets übernehmen, ohne deshalb die Frage über Vas Verhältniß zwischen Kirchenbesitz unv Gemeinde- besitz an einer Kirche präjuviciren zu wollen.
Oesterreich.
Wien. Aus Ungarn kommt immer etwas Originelles. So wurde die Sitzung des Abgeordnetenhauses am 9. in gemüthlicher Weise mit einer Inter-
Schweiz.
Lausanne, 7. Jan. Heute fand hier eüte große Manifestation statt zur Erinnerung an die wahrend ihrer Jnternirung hier verstorbenen französischen Soldaten. 6000 Personen, eine Musikbanve und eine dreifarbige, in Trauerflor gehüllte Fahne an der Spitze, nahmen an der Einweihutsg ^.Denkmales auf dem Friedhöfe von Montoie Theil. Französische Redner betonten in begeisterter Weise den Heroismus der französischen Soldaten unv Mobilgarven.
Frankreich.
Paris, 9. Januar. Victor Hugo richtet nach seiner Nieverlage folgenden Aufruf an v>e Pariser:
An das Pariser Volk. Paris kann nicht unterliegen. Anscheinende Niederlagen verbergen nur den schließlichen Triumph. Die Menschen vergehen, aber Vas Volk bleibt. Die Stadt, welche Dcutschlanv nicht zu besiegen vermochte, wird nimmer von der Reaction besiegt werden. In gewissen seltsamen Zeitläusen wird die Gesellschaft von Furcht ergriffen und fleht bei dem Unerbittlichen um Hülfe. Dann hat der Zorn allein das Wort, die Unversöhnlichen sind die Retter und der Blutdurst vertritt den gesunden Menschenverstand. Vae victis allein wird zur StaatSraison; Mitleid wird zum Verrath, dem man die Katastrophen ausbürdet. AIS öffentlicher Feind gilt der Mann, der vom Wahnsinn der Milde erfaßt ist. Bcccaria wacht gruseln und Las-Cazas erscheint als Marat. Diese Krisen, in Venen die Furcht den Schrecken gebührt, dauern nicht lange; ihre Heftigkeit selbst führt ihr Ende herbei. Binnen kurzer Zett wird die falsche Ordnung, welche der Säbel erzeugt, von der wahren Orvnung besiegt, die aus der Freiheit emporsprießt. Um diesen Sieg zu erlangen, bedarf es keines heftigen Kampfes. Das vorwärtsschreitende Menschengeschlecht erschüttert friedlich, was fallen soll. Der ernste und gemessene Gang VeS Fortschritts genügt, um den Zusammensturz der falschen Dinge herbeizuführen. Was Paris will, wird geschehen.
tiM , und zwar über
revner Johann BeSze, welcher letzthin Prastvem in ^Wierr bekannte Dor^ hatte bei der ujhelyer Deputirtenwahl eine Rolle gespielt. Die Oppositionsblätter erzählen, Bcsze sei bei der Bestechung von Wählern auf der Straße ertappt und durchgebläut, im Schnee herumgewalkt und nur auf sein Flehen durch einen Sicher- heitscommiffar vor der Volkswuth gerettet worden. Der Interpellant fragt nun, ob der Justizminister eine strenge Untersuchung anordnen unv Vie Untersuchungs- actcn auf den Tisch des Hauses niederlegen will.
Wiener Blättern zufolge soll der cisleithanische Cultusminister Dr. Stre- meyer iw Wege der Statthaltereien den Bürgermeistern sämmtlicher Gemeinden Westösterreichs den Auftrag ertheilt haben, die im Lause der letzten Monate geschlossenen Ehen der Altkatholiken mit Hinweis auf das noch in Rechtskraft stehende bürgerliche Gesetzbuch für ungiltig zu erklären. Diese Nachricht hat namentlich jene dreißig Ehepaare Wiens, welche sich vom Pfarrer Alois Anton in der Sal- vator-Kircbe mit der Erklärung, baß sie an das neue Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes nicht glauben können und wollen, hatten trauen lassen, in Aufregung verletzt. Einer sofort an maßgebender Stelle über den wahren Sachverhalt eingezogenen Erkundigung zufolge hat sich diese Nachricht als eine Erfindung herausgestellt.
Hsratl» ■ an"
r 1870: ,250,000. ,309,774. 1,563,791. [7123,565: [ 692,530. 1,153,104.
Brodpreife vom 13. bis 20. Januar 1872?
o ... „ «ach eigener Erklärung der Bäcker:
2 Kilo gemischtes Brod 22 fr. 1 Kilo gemischtes Brod 11 fr. 2 Kilo Roggenbrod 19 kr.
Bestellungen auf toi Gießener Anzeiger gxa LSLSLL ...
Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben pro I. Quartal zu 1 fl.
sien.
-d- B-drMm «
S'fe» nuar 1872-
f“SK
! Rüder m
" Ä 36ra,ll"nb" X«
i


