Vermiethungen.
2726) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 5 bis 6 Zimmern nebst Zugehör, ist Anfangs September zu vermie- then Louis Bersch, Alicenstraße.
2^28) Das von Herrn Premier-Lieutenant Hofmann seither bewohnte Logis in Lit- A. Nr. 124 aus dem Asterweg ist wegen dessen Versetzung anderweit zu vermiethen.
2395) Der untere Stock meines Hauses, aus 8 Piecen und Küche rc. bestehend, ist vom 15. August d. I. ab zu vermiethen.
Carl Emmelius.
2826) In meinem Hause sind zwei Zimmer nebst Kammer an eine einzelne Dame zu vermiethen. Frau Advokat Wie bell.
2154) Eine geräumige Familienwohnung, den 1. Juli beziehbar, ist zu vermiethen. Kanzleiberg Lit- B. Nr. 68.
1621) Der von Herrn Dr. Brüel bewohnte 3. Stock meines Hauses ist zu ver- miethen und am 1. Juli beziehbar. ____________________I. G. D. Baust.
2760) Möblirte Zimmer zu vermiethen in Wenzel's Garten.
2825) Ein ordentliches Mädchen, welches kochen kann und häusliche Arbeit versteht, wird für Anfang August zu miethen gesucht- Von wem? sagt die Exped. d. Bl.
2835) Bauschutt kann gegen Vergütung vor meinem Hause abgeladen werden.
I- Roth.
h 30 Gulden |
2606) Gewandte und zuverlässige Agenten und Acquisiteure finden bei der Gegenseitigen Lebens-, Jnvaliditäts- und Unfall- Versicherungs - Gesellschaft „Prometheus" gegen hohe Provision cd ent. Fixum, Anstellung.
Gesuche sind an Herrn A. Imhoff, Ober- Jnspector in CarlSruhe, franco einzureichen.
2820) Eine gute Schlafstelle für einen Arbeiter ist frei. I. Retter,
Seltersweg Lit. C- Nr. 168.
2802) Für eine Liqueurfabrik ein rou- tinirter Reisender zum sofortigen Eintritt gesucht. Offerten sub A. Nr. 2802 besorgt die Exped. d. Bltts.
2761) Mein neu eingerichteter Laden ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. _________Friedr. Bang, Seltersweg.
2792) Ein unmöblirtes Zimmer mit Ca- binet an einen ledigen Herrn zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
2547) Das von Madame Ufer seither bewohnte Logis ist bis 1. Juli anderweit zu vermiethen. Justus Müller, im Einhorn.
2794) Der dritte Stock meines Hauses, bestehend in 3 bis 4 Zimmern, Cabinet, Küche, abgeschlossenem Corridor, ist zu vermiethen und Anfangs August zu beziehen.
Karl Bierau, Neustadt.
1966) Ein kleines Logis (Mansarde) zu vermiethen. Eanzleiberg Lit. B. Nr. 66.
Vermischte Anzeigen.
2827) Ein Student mit guter Handschrift wird zur Abschrift einer wissenschaftlichen Arbeit gesucht- Näheres bei Dr. Buchner, Neuen-Bäuen.
2836) Ein angehender Sattlergehülse kann sich unter günstigen Bedingungen im Polstern moderner Möbel ausbilden. Dauern e Bese! äftigung. Eintritt sogleich.
Frankfurt a. M- Tapezierer Bopp, (3482.) gr. Sandgasse Nr. 10.
2784) Zwei Herren können Schlafstelle erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
Ein Lehrling gesucht!
2711) In dem Spirituosen- und Agen- turen-Geschäft der Unterzeichneten wird ein Lehrling zu sofortigem Eintritt gesucht.
Echternach Haustein.
2783) Ein Mädchen, welches bügeln kann, sucht Beschäftigung. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
2803) 1300 fl. werden zu 5 pCt. gegen dopelte gerichtliche hypothekarische Sicherheit zu leihen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
Die soeben erschienene 9tr. 37 enthält:
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Die Arbeiter. Novelle von Ernst Wichert. (Fortsetzung ) — Tagebuch aus der Belagerung von Straßburg. Von Max Reichard. — Aus alten Städten. III Die königliche Stadt Danzig. Von Robert Koenig. Mit 4 Jllustr. — An der Wiege der Buchdruckerkunst. Zu dem Bilde von Reichert: Der erste Druck.
Zu Bestellungen empfehlen sich:
die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E- Heinemann, I. Ricker.
8 Zweites Concert
des Gießener Conrert-Vercins im Sommer-Abonnement 1872 Donnerstag den 13. Juni, Abends präcis 6 Uhr, im Club Saale, unter gütiger Mitwirkung
des Violoncellisten Herrn Älcffc, Mitglied des Theater-Orchesters in Frankfurt a. M., und des akadcm. Gesangvereins.
Programm:
1. Symphonie in D-dur (Nr. 1), von
2. Drei Lieder für gemischten Chor, von
■a) Andenken,
b) Lob des Frühlings,
c) Im Wald.
3. Coneert für Violoncell, mit Orchesterbegleitung, von........
4. Zwei Romanzen für gemischten Chor, von
a) Der Schmer, von L. Uh land,
b) Schvn-Rohtraut, von ($. Mörike.
5. Solostücke für Violoncell.
6. Onvertnr« zii Iphigenie, von . . . .
W. A. M o z a r t.
F. Mendelssohn.
G. G o I t e r m a n n.
R. S ch u m a n u.
Chr. v. Gluck.
Eintrittskarten für Richtabonnenten in der Ricker'schen _____________________________Bnchhandlimg ä 1 fl._____ lldwsci’s <■ urteil.
2821) Mittwoch den 12. Juni:
2. Abomikments-Concert, ansgeführt vom ganzen Musik Corps des Großh. Hess. II. Inf. - Reg., unter persönlicher Leitung setues Dirigenten, Herrn D. Reifert. Anfang 5 Uhr.
2830) Die anonyme „Anfrage eines Neugierigen" unter 2763 in Nr. 130 d. BI- bezieht sich, nach geschehener amtlicher Erhebung, auf einen Vorfall in der hiesigen Realschule, und die unterzeichnete Direction hält sich deshalb verpflichtet, zur richtigen Würdigung desselben den wahren Verhalt zu veröffentlichen. Der gerügte, in Bezug auf den gebrauchten Ausdruck zwar be» dauerliche, jedoch an sich unerhebliche und über Gebühr zu einem Akt cou- fessioneller Unduldsamkeit und Mangels christlicher Nächstenliebe aufgetriebene Vorgang steht mit „Religion und Religionslehrer" nicht in der entferntesten Beziehung. Beim Unterricht der altrömischen Geschichte wurde in einer überfüllten Klasse die Geduld und Ausdauer des Lehrers durch große Unaufmerksamkeit und verkehrte Antworten mehrerer Schüler auf eine harte Probe gestellt und mehr als ermüdet; als vollends der betreffende Schüler auf Fragen, die er nur bei einiger Aufmerksamkeit richtig beantworten mußte, ganz kopflose Antworten gab, da entfuhr dem Lehrer in überwallendem Verdruß der gerügte Ausdruck, den er im nächsten Augenblick gern ungeschehen gemacht hätte. Dieses Gefühl des Bedauerns seiner unbewachten Ausdrncköweise sprach er auch am Schluß der Stunde mehreren seiner Collegen aus.
Diesen, für eine öffentliche Besprechung nicht geeigneten und an sich zu unbedeutenden Vorgang nun gar zur Unterlage für die schwere Anklage religiöser Unduldsamkeit gegen die Realschule machen zu wollen, ist um so unberechtigter, als dieß unseres Erinnerns seit vielen Jahren der erste, also ganz vereinzelt dastehende Fall dieser Art ist, und noch niemals der Unterschied der Confessionen irgend welchen Einfluß auf die Behandlung ihrer Schüler geäußert hat. Vielmehr hat die Realschule gerade in Bezug auf ihre israelitischen Schüler es sich angelegen sein lassen, sie gegen jede Aeußerung des Muthwillens und der Mißachtung ihrer Gleichberechtigung nachdrücklichst zu schützen, und wird dieß auch hinfort thnn. Sie übt in Hinsicht des Schulbesuchs und der Lieferung der häuslichen Arbeiten an den Sabbath- und zahlreichen Fest- und Familientrauer-Tagen sogar eine Jndulgenz, welche für die Ordnung und den stetigen Gang der Schule gar manche Störungen und Unzuträglichkeiten, für die Lehrer eine nicht zu unterschätzende Belästigung zur Folge hat. Für die Anschllldigung coufessioueller Unduldsamkeit ist überall von der Realschule kein Anlaß gegeben.
Einsender würde der guten Sache, die er vielleicht zu vertreten gedachte, ohne Zweifel besser gedient haben, wenn er seine „Anfrage" an die Direction gerichtet hätte, welche ihm nicht nur den wahren Verhalt mitgetheilt, sondern auch nach jeder Seite hin das Richtige zu thun nicht verfehlt haben würde.
Wie die Familie, so ist auch die Schule kein Rechtsinstitut mit haarscharf gezogenen Gränzlinien zwischen Lehrern und Schülern, und es wäre für letztere und für die Schule überhaupt schlimm, wenn an der Stelle der unendlichen Geduld und Nachsicht des Lehrers das Recht und die Vorschriften der Schulordnung treten sollten; da darf nach zahllosen Prüfungen der Geduld, zumal in so übervollen Klassen, auch einmal ein im Unmuth entschlüpftes Wort auf billige Benrtheilnng rechnen. Wir sind allzumal Menschen, und machen keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit und Unantastbarkeit, können aber aus einem vereinzelten, unerheblichen an sich völlig folgenlosen Vorgang im Innern der Schule keine Berechtigung zu schweren öffentlichen Anklagen zugestehen.
Großherzogliche Direction der Realschule.
l>r. Stein.
KestaunitioBi Lahnsteiii.
2822) Dienstag den 11. Juni:
Großes Militär-Concert.
Das von Herrn B. Werminghoff auf Freitag den 7. d. Mts. angekündigte Concert, welches wegen eingetretener schlechter Witterung nicht stattfinden konnte, werden wir Dienstag den 11. d. Mts-, Nachmittags 5 Uhr, zu geben die Ehre haben und bittet nm geneigtes Wohlwollen
C. Ohst,
Capellmeister vom Mnsikcorps des Rheinischen Jäger-Bataillons Nr. 8 zu Wetzlar.
2043) Die
Magdeburger Hagelversichennigs-Gefellschaft,
Grundkapital: Drei Millionen Thaler,
in 6000 Stück Actien, wovon bis jetzt 3001 Stück emittirt sind, versichert Bodenerzeugnisse aller Art gegen Haaelschadcn zu festen Prämien. Nachschusizahlungen finden nicht statt. Die EntschädigungS Beträge werden spätestens binnen Monatsfrist nach Feststellung derselben voll ausgezahlt; die prompte Erfüllung dieser Verpflichtung wird durch den bedeutenden Geschäftsumfang, durch das Grund-Capital und die Reserven der Gesellschaft verbürgt.
Seit ihrem achtzehnjährigen Bestehen hat die Gesellschaft 553,798 Versicherungen abgeschlossen und 6,818,751 Thaler Entschädigung gezahlt. Die Versicherungs-Summe im Jabre 1871 betrug 52,549,069 Thaler.
Die unterzeichneten Agenten nehmen Versicherungs-Anträge gern entgegen, und werden jede weitere Auskunft bercitwilligst crtheilen.
Gießen und Lich, den 24. April 1872.
Echternach Sf Haustein in Gießen, PH. Zimmer in Lich,
Agenten der Magdeburger Hagelversicherungs-Gesellschaft, zugleich Agenten der Magdeburger Feuerversicherungs- Gesellschaft.
Die G a r t c «I a n ö c.
Die Nr. 23 bringt folgende Beiträge: Die Diamanten der Großmutter. Erzählung von Levin Schücking. (Fortsetzung.) — Der Hofphotograph. Abbildung. — Der Held des Chicagoer Brandes. — Das vorzeitige Ergrauen des Haupthaares. Von Stabsarzt Dr. I. Pincus, Docent an der Universität zu Berlin. — Das Bad der Flüchtlinge. Von Fritz Nödiger. — Blätter und Blüthen: Wie man sich zum Barrister ißt. Von Arnold Rüge. — Ein heiliger SIrbueö junior. — Heck's Vesuvbild: Der Ausbruch des Vesuv am Nachmittag des 26. April. Nach der Natur ausgenommen. — Muth der Liebe. — Zur Rubrik der Vermißten. — Zwei Söhne einer Mutter vermißt! — Kleiner Briefkasten. — Zum Nationaldank für Ludwig Feuerbach.
Redaetton, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.


