Amerika.
Besondere Bekanntmachung. L wSj
Dr. Muhl, Stadtrichter.
das I 24 fl.,
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jahr abgegeben werden. Man fordert deß- halb den gedachten Philipp Heinrich Konrad Uhrich, dessen etwaige Leibesoder Testaments-Erben hiermit auf, sich zur Empfangnahme jenes Vermögens binnen vier Monaten dahier anzumelden und gehörig zu legitimiren, als sonst solches den bereits bekannten nächsten Verwandten zu- gewiesen werden wird
Montag den 12. August ds. I., Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen, den 6. August 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
Gießen, den 6 August 1872.
In Auftrag: Semmler, Ortsgerichtsmann.
sollen i Erben c Eonnno rathW Gie^
Verfteigeruttgeu.
3680) Mittwoch den 21. August d. I Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhaus die der Dr. Haustein gehörige
rum Oberstlnhaber de- Husaren-Regiment- Nr. 14 und de- Großfürsten Alexi- rum Oberstinbaber de- Infanterie-Regimentes Nr. 39.
Belgien.
Brüssel, 8. Aua. Der „Monittur" enthält eine Verordnung de- Ministers des Innern vom 6. d., durch wUche die See Ein» und Durchfuhr von Hornvieh, welches aus Rußland und Deutschland kommt, verboten wird.
Brüssel, 9. Aug. Die „Etoile belge" berichtet aus dem Haag, die holländische Regierung werde dem am 2. September dort stattfindenden Congnffe der Internationale nicht- in den Weg legen. Sic behalte sich Maßregeln vor, sofern die Berathungen zu Ruhestörungen führten. Sie beobachte ein gleiche- Verfahren der Einwanderung deutscher Jesuiten gegenüber.
Frankreich.
Paris, 7. Aug. Herr Jules Favre hat sich aus Anlaß der ihm von einem Geschworenen von Versailles widerfahrenen Kränkung mit Beschweidebriefen au das Gremium de- Advocatenstandes, an den Generalprocurator und an den Justiz. Minister selbst gewandt. Da es sich jttzt herausstellt, daß jene Geschworenen bona- partistischen Eingebungen gehorcht haben, so nimmt die republikanische Preffe nun plötzlich wieder für den Mann vom 4. September Partei und verlangt mit ihm Genugthuung.
Italien.
Rom. Man meldet dem „Fanfulla" von Wien: Die ultramontane Partei, den vom Vatican aus gegebenen Winken folgend, gibt sich Mühe, die Zusammen- kunft der beiden Kaiser zu Berlin zu verhindern. Da diese Bemühungen ohne Erfolg geblieben sind, so gibt jene Partei sich jetzt Mühe, Unkraut zwischen An- drassy und Bismarck zu säen, und zwar bezüglich der Jesuttenfrage. Einige in den Zeitungen veröffentlichte Artikel steuerten auf diese- Ziel hin. Doch denkt man, daß diese Practiken nicht besser au-schlagen werden, als die früheren.
Türkei.
Die „Turqui" vom 2. August bringt den Wortlaut des Handschreiben-, womit der Sultan Midhat Pascha zum Großvrzier ernannte. Dasselbe lautet:
„Mein erlauchter Vezier Midhat Pascha!
Nachdem die Ersetzung deines Vorgänger- Mahmud Pascha notwendig geworden ist, haben wir mit Rücksicht auf deine Verdienste und bekannten und erprobten Fähigkeiten, dich für würdig erachtet, dir die Functionen eine- Groß, vezier- zu übertragen. Nachdem diese Ernennung stattgefunden, wird man sich beeilen, sie zur allgemeinen Kenntniß zu bringen. Möge Gott uns in Allem Erfolg verleihen."
Newyork, 26. Juli. Gegen die humane Jndianer.Politik des Präsidenten tritt der General Sheridan auf. Er ist der Meinung, daß gegen die Rothhäute nur die Anwendung der äußersten Strenge helfe. Wenn Weiße mordeten und
„Ich habe dieselbe Carriöre durchgemacht wie Sie. Ich kenne Ihre Lage und Ihre Verdienste. Ich werde mehr als jeder Andere für Ihre Beförderung und für die Erfüllung Ihrer gerechten Wünsche thätig sein, vorausgesetzt, daß ^,e mcht müde werben, Beweise der Treue und Geschicklichkeit zu geben. Da- Beispiel Jener, welche ausgezeichnet worden sind, weil sie in einer solchen Bahn verharrten, ist für Sie ein Fingerzeig, und eine Ermuthigung."
Konstantinopel, 8. August. Das an der asiatischen Seite des Bosporus gelegene, meist von armen jüdischen und griechischen Familien bewohnte Dorf Kuskundjuk ist gestern Abend fast vollständig niedergebrannt. Mehr als tausend Familien sind obdachlos.
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Versteigerung eines Bauplatzes.
3676) Das der Stadt Gießen gehörige, zwischen der Wiefeck und dem Hause des 1 Jung befindliche Grundstück Frau Flur 27 Nr. 1,d3,25, 100 enthaltend, soll als Bauplatz
Zuchthaus; wenn die Indianer sich einem solchen Zeitvertreib Hingaben, mache man ihnen den Hof und belohne sie. Die Wahrheit wird in der Mitte liegen, Milde und Strenge abwechselnd angebracht sein. Der Präsident mag es in der Nachsicht zu weit treiben; ließe man aber den General gewähren, so würde es Vernichtungskriege geben, über die wir zu erröthen hätten, welche dem Lande thruer zu stehcn kämen, und wodurch man dennoch den Zweck nicht erreichte.
Rewpork, 8. August. Die Wahl Caldwell's zum Gouverneur von
der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst.
Am 11. August. ( Morgens: Schulinspector Vigelius.
_ l Nachmittags - Pfarr-Assistent Walz.
(Sonntag den 18. August soll das heilige Abendmahl gefeiert werden.)
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 11. bis 17. August 1872 besorgt Mitprediger Drescher für Pfarrer Landmann. °
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Frischbäcker ? u Gießen.
bQc..n 1L ? " 6 u ft. Christian Jughardt in der Wallthorstraße Karl Steinberger in der Lowengasse und Heinrich Plank in der Neustadt. “ '
3n der Nummer vom Tage vorher hatte die „Turquie" bereit- die Ernennung Midhat Pascha's angezeigt und mit folgenden Bemerkungen begleitet: „Midhat Pascha ist zum Großvezier ernannt worden. Die Zurufe, die ihn gestern begleiteten, als er sich nach der Hohen Pforte begab, drückten genau die allgemeine Stimmung aus. Muhamcbaner und Christen, Alle billigen die Wahl des Souverains. Wir brauchen Midhat Pascha kein Lob zu spenden. Seine Verwaltung des Vilajets der Donau und von Bagdad, seine Präsidentschaft des Staatsrathes^ sprechen laut zu seinen Gunsten. Midhat Pascha war längst von der öffentlichen Meinung für die höchsten Stellen au-ersehen. Die Vergangenheit de- neuen Großveziers bürgt für seinen Erfolg in der Zukunft."
Weiter veröffentlicht die „Turquie" den Wortlaut der Ansprache, welche Midhat Pascha bei der Vorstellung der Beamten des Großvezierraths an dieselbe richtete. Er sagte:
Flur Nr. lUKlftr. ,
Vg72 19 Hofraithe in der Weidgasse meistbietend freiwillig versteigert werden.
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.
Kopulirte.
~ f Den 3^ Augus^ Friedrich Adolf Victor Erich Wasserschleben, Bürger und Kaufmann dahrer des Groph. Professors, auch Mitglieds des evang. Kirchenoorstand s rtrr' r Dr" ^,ue£!^ Wilhelm Hermann Wasserschleben, ehelicher Sobn- uni
t2 ^Denselben. Johanne Marie Leng, des Bahnhofsarbeiters, Johannes Lena aus Trets an der Lumda, eheliche Tochter, alt 3 M. 23 T.' gestorben den 5 August
Stets äc’ Flaschen u Herren G< und Mori Herrn J. . Herrn A. re
Getaufte
r- , ,4- August- Dem Feldwebel im Großh II. Jnfanteriereaimente 9?r 11K $«”12$ Ju™*“ Cr ba6iCt' ein <3t’$n' Adolf Heinrich Emanuel Karl Michael, geboren Heinrich «ÄVb« ÄnU"b Schn-td-rmeist-r. Balthasar Förster, ein Sohn. ^°ch^^^"^lin/Christtne^K?nrMne^Kath^rme^"geboren^den^Z^Juli^^"^^^' fftan3 SubU ÖflaÄÄ branz Gros dahier, ein Sohn.
L o e a l, 9r o t i z.
madteradeU^bRAH^9^^ab<n,über bi< bahür eingetretcne Arbeitseinstellung der Schuh wer, w.r glaubten, di- ganze Aug-,-g.nh-it wär?- in. Sand.
il-ll-nd-n feiern ™ a m t
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man nicht durch die Ä "twu- trTk Kopfe rennt
roalt ES mußte den Meistern klargelegt werden, daß die Bezahlung der ^Arbeit"'nich/ aenüaenb tourfUTn*nei*fienr^<t lebtn JU l°isen. Anderenthe.lS bleibt den Me.stern der Vor-
ro bur$ Gesellen zur Preiserhöhung drängen lassen Wü
“* ? toltb' h°"bn eben die Meister auch nicht die Courage, vor das Publikum iu treten
unb verlangen, was einem GefchaftSmanne von Nöthen ist, und wollten eben nur di?Aib,ita. aufhefferung ihrer Gesellen als Vorwand ihrer Preissteigerung nehmen. Jeder Arbeiter ist f,inJ Mne« werth, und darum wird auch eine gerechte Aufbesserung derÄ gemeinen vom großen Publikum wohl gewürdigt werden.
M“«» W Di- bei d-r Wahl unterlegen- de.okeat.sche Partei MteMu^e^ti®11 "fl nt te'felben l8e8tn °"g-dlich vorgelommener Unr-g-lmäbig.
3726) Philipp Heinrich Konrad Uhrich, Sohn des verstorbenen Musketiers Konrad U h ri ch u. dessen Ehefrau Marie Wilhelmine geborne Prosser dahier, getaüft am 5. October 1787, ist schon seit langer Zeit mit unbekanntem Aufenthalte abwesend. Das Vermögen desselben wurde
seither curatoriscb verwaltet uub biträgt! ®lc&en' ^cn 8- August 1872. dermalen circa 145 Gulden. Da seit der! Großherzogliches Stadtgericht Gießen Geburt des Abwesenden ein Zeitraum oon! vr. Muhl, Stadtricbter
über 70 Jahren verflossen ist, so kann an ^morncyrer.
auf tote in uns-r.r h-utig-n Numm-r b.fin»l>ch.n Aniw.c, das
s IL"?usch - ° tb ° , w.,ch. allbekannte und ha-bgeachm? Hin
™ ,Ä™,'.*».!« 3 'iViÄÄEä”"1 ria
k "ioilllhcim, 4. August. Das Ministerium des Großherjoalichcn Hauses dec tliNii
t,a*. *"* D»°-»nung «am 1. August 1872. die Anlegung «an MünÄaeld.
betreffend, den Varmundern gestattet, die Capualien der Mündel auch ,um Arm erb v u n Bfaüd briefen der Rheinischen Hypathekenb.nk in Mannheim zu verwenden
Beerdigte.
raubten, so lege man ihnen einen Strick 'um denHH'der send^sie «II 37 s'«“' 7', rffita?unb städtischer Arbeiter dahi-r, ........ ................................ - ■
Frank, eheliche Tochter alt I I. 9 M. 20 T, gestorben den 3 ®C°r8
5. AuMst '' aU0Uft’ 3°^nnes Feldmann von Grünberg, alt 73 I., g-storben den


