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Deutschland.

Frankreich.

enttäuscht und cnlnüchtcri nach Mülhausen, Straßburg, Mctz u f B> wrütff hr. ftin ®ct,auern ausgesprochen haben, ihr Gesuch nicht unter-

ten, die Ligue d'-Usare und deren Emissäre verwünschend ^ *'> *3J!!Ä"' bemerkte, daß Rochefort ohnedies schon mit

Frankfurt, 7. Oktober. Im .Land-bera" sand beute snn*m(,^ .. . außergewöhnlicher Melde behandelt werde.

jahlreiche au» c.n drei Provinzen des Großhcrzogihums Hessen besuchte Landes bdnnbTT '.'3<u.'.naI b'« Debais", da« sich gern den Schein gibt, als sei e« Versammlung in Sachen des zum Andenken der "letzten Kriege gefallenen Lessen dr.ssn^i über Oesterreich unterrichtet, findet e» sonderbar, daß Gras An- ,u errichtenden Denkmals statt. Eine ähnliche Versammlung hatte bereits « ^ankreech« mit keinem Worte erwähnt habe; e« hofft jedoch,

dcs MonumcntS an

Darmstadt seine Stelle finden.

Also die FrtedenSbestiwmung, welche als eine der Humanität unserer Zeit dargebrachte Huldigung gelten sollte und gelten mutz, weil sie ein Eroberungsrecht nur bezüglich des Territoriums und nicht auch der Bewohner desselben geltend macht es ist ein Schreckgespenst: die Freiheit, welche den Bewohnern des Reichslandes gelassen ward, entweder mit ihren deutschen Brüdern brüderlich in gleichen Rechten und in gleichen Pflichten zu leben oder anderen Neigungen zu folgen, ist ein barbarischer Zwang, welcher so viele Taulenve zur Auswanderung drängt; die Gerechtigkeit, welche die deutsche Regierung den französischen Sympathien Widerfahren läßt, steht auf gleicher Stufe mit dem gegen Rothhäute geübten Ausrottungssystem!

Doch warum die unsinnigen Insinuationen derDeutschen Reichs- zettung" (!) illustriren, da deren Bosheit so offen am Tage liegt? Denn eben die Bosheit dieser Insinuationen, die boshafte Schadenfreude, welche sich hinter einem heuchlerischen Mitleid verbirgt, die Gehässigkeit in der Charakteristrung des Deutschthums und die brennende Sucht, cs im gehässigen Lichte darzustcllen, alle diese Merkmale einer wilden Revanchelust, welche die Darstellung des ultramontanen Blattes charakterisiren, erläutern unsere obige Bemerkung über die Wahl falscher Positionen, zu welchen sich der Ultramontanismus, bet aller seiner Klugheit, durch seine Leidenschaft verlocken läßt. tiV ' W

Verlocken läßt denn in der Leidenschaft wird er an sich frlbst zum Ver- räther! Nicht die Reichsregierung hat es zu beklagen, daß das ultramontaue Blatt seine giftigen Pfeile gegen Deutschland schleudert und alle seine Sympathien Frankreich zuwendet, weil Deutschland sich der Prätenstonen des Ultramontanismus zu erwehren entschlossen ist; die deutsche Rcichsregterung muß die freiwillige Blos stellung des Ultramontanismus mit Genugthuung acceptiren; denn dieDeutsche ReichSzeitunF" und ihre Colleginnen im Reich beweisen durch ihre Revanchepolitik ja nur zu deutlich, wie nothwendig cS für jeden Staat geworden rst, feine Souveränität gegen Tendenzen sicher zu stellen, welche, weil sie vaterlandslos gegen jeden Staat Partei nehmen, der sich ihnen unterwirft, und sich mit Jedem gegen das Vaterland verbinden, von welchem sie eine ausgiebigere Förderung ihrer Interessen hoffen, als in dem Heiwathlande.

_ ,, 1" Matthias, Bischof von Trier.

h fr ..$eElsässische Corrcspondenz" meldet: Bei

den clsaß.lotbnng schen Behörden erfolgten OpttonSerklärungen für die französische k0* 164,633 Pionen. Nach unsicherer Schätzung ist dieselbe wirk-

sam durch Auswanderung für 38,800 Personen. Es wanderten ferner aus von am 2. Marz 1871 in Elsaß-Lothrtngen domiciltrten Franzosen ungefähr 12,000.

^gen Zahlen kommen auf den Ober-Elsaß 92,662 Optanten, aber nur 7450 Auswanderer; für den Unter-Elsaß 42,394 Optanten und 10,200 Aus- »««ber«. Die Behörden stellen noch die Zahl der wirklichen Auswanderer fest. Es sind Anzeichen vorhanden, daß Viele zurückzukehren wünschen, was ihnen als deutsche Staatsbürger mit allen Verpflichtungen möglich ist.

Straßburg, 8. Oct. Auch dieStraßburger Zeitung" erfährt, daß die Einführung des Paßzwangcs mit dem deutschen Visum an der französischen Grenze demnächst bevorstehe. Die Maßregel werde dadurch motivirt, daß Frankreichs P^bmaßregekn nur gegen Deutschland noch mit voller Schärfe aufrecht erhalten

' . , dari-, 5. Oct. Die französische Presse, welche das Mitleid französischer

Patrioten für die elsässische Einwanderung mit den wärmsten Worten in Anspruch ' nimmt, beweist nunmehr zur Genüge, aus welchen Elementen dieseGetreuen" der überwiegenden Mehrzahl nach bestehen. Die Zahl der Unbemittelten, die sich aus Frankreich walzten, übersteigt, wieSiecle" heute klagt, an manchen Orten das Vierfache der erwarteten, und die Mehrzahl derselben ist ohn? Hilfsmittel, es muß daher für Speise und Unterkommen sofort gesorgt werden, auf sehr vielen Punkten aber sind die Hilfsmittel sehr schmal, die bekannten Lokalausschüsse haben ihre Vorrathe bereits erschöpft und wenn sich nicht ganz Frankreich erhebt und unseren Mitbürgern in den Grenzdepartements unter die Arme greift, io wird v'eles Elend und bittere Roth ohne Abhilfe bleiben. Schließlich fragtSiecle" an, ob man nicht die zur Befreiung des Vaterlandes gesammelten Gelder, deren fernere Zeichnung auf Wunsch der Regierung aufgegeben wurde, zu Gunsten der Einwanderung verwenden solle; wer bis zum 20. October seine Einzahlungen in t>fn Bureaux desSiecle" nicht zurückverlangt habe, werde als mit obiger Ver­wendung einverstanden betrachtet.

m "Joys" berichtet: Mehrere Freunde Rochefort'- haben sich zu Herrn Varthelewy -st. Hilaire begeben, um ihn darüber auszuforschen, welche Aufnahme ein Gesuch um Umwandlung seiner Strafe bei der Gnadencommission zu gewärtt- gen hatte. Dteselben haben den Wunsch ausgesprochen, Rochefort möge in An- fehung seiner leidenden Gesundheit die Erlaubn.ß erhalten, seine Strafe auf der Insel Sainte Marguerite oder der Insel Saint Honorat, beide in der Nähe von Eannes, abzubüßen. DemBulletin Conservateur" zufolge foll Herr B. St. pilaire den Bittstellern sein Bedauern ausgesprochen haben, ihr Gesuch nicht unter-

erlafftn^"' O«ober. Dtr hochw. Her, Bischof hat folgenden Hirtenbief

Dem hochwürdigen Cleru« und allen Gläubigen der Diocese entbietet» hi» n9n®h6 m 9,am.tn flDer t,tUlfdKn Bischöfe, welche in den Tagen vm 18. b« 20. d. M. zu Fulda am Grabe de« heil. Bonifaciu« zu gemeinsaoer Bcrathung versammelt waren. Wir haben unter Anrufung de« göttlichen Bi- stande« in gle ch.r Bcsorgniß um da« Heil der Seelen in dieser ernst'7 gef7h. ?iA17rh?n«LUnb9?1" h « ?V .ecrcfnl- tf( Angelegenheiten der Kirche res- lich erwogen. Bon den Resultaten dieser Erwägungen wird seiner Zeil Kenntnis gegeben werden. Da indessen von Gottes gnädigem Walten und Fügen, v°, «einem Beistand und Seiner Gnade cs abhängi, ob die kirchlichen Btthältniss m unserem Baier ance friedlich und segenvoll sich gestalten, und da dem unab. lafHgtn unb einmüthlgcn Gebete eine so große Mach, über das Her, Gottes ae-

*?' dab-n wir die Anordnung vereinbart, daß in allen unseren Diöcesen gleichmäßig an allen Freitagen von dem Feste Allerheiligen ab bi« >u Anfang der nächsten Fastenzeit eine Abendandacht oder, wo diese nicht stattfinden kann, wenig, stens eine Andacht bet der heil. Messe coram exposito sanctissimo zum heilig- fi«n Herzen Jesu für die Anliegen und den Frieden der Kirche im Baterlande au« dem Diocesan-Gesang. und Gcbetbuche gchal'eu werde. Wo aber besonderer Verhältnisse wegen di- besagte Andacht an den Freitagen nicht gehalten werden kann weder am Abende noch bei der heil. Messe, da soll dieselbe ausnahmsweise au die Sonntage verlegt werden. Indem ich diese gemeinsame Anordnung hier- mit pubucire, lebe ich de« festen Vertrauen«, daß Cleru« und Volk der geliebten D.occsc fich e« werden angelegen sein lasten, diele Andacht in ersprießlicher Weise zu halten und in den dunkeln Wirrnissen der Gegenwart Erbarmen, Licht und Hilfe von oben eifrig zu erflehen. Die früher vorgeschriehenen Gebete für den peil. Vater und den apostolischen Stuhl sind nach wie vor abzuhalten.

Trier, am 22. September 1872.

bafc er das Besäumte bei nächster Gelegenheit nachholen werde/ Es ist ja auch wahrhaft entsetzlich, daß ein Minister des Aeußcrn eine Rebe hält und nicht zuerst Frankreich seine Huldigungen darbringt.

Nach einer amtlichen Mittheilung werden die für die Aufnahme der deut­schen Truppen hergerichteten Baracken in den vier besetzt bleibenden Departements am 15. ds. vollständig fertig gestellt und möbltrt sein.

Paris, 6. Octbr. In Pont-Ü Mousson hat der General Bernevillr, der, weil feine Papiere nicht tn Ordnung waren, mit dem Bahn-Polizeicommtssär in Wortstreit kam, diesen geohrfeigt. Man weiß nicht, ob die Sache weitere Folgen haben wird. Die hiesigen Blätter berühren die Sache kaum, aber man darf wohl fragen^ was^die Blätter gesagt hätten, wenn ein General der brutalen

zu errichtenden Denkmals statt. Eine ähnliche Versammlung hatte bereits am m unD Errichtung eines solchen Denkmals schon im

A. ^iche" für das deutsche Nationaldenkmal den

" gelassen. Nachdem sich Hessen an den Sammlungen für dieses in reich.

hFi bctbctn,0tc,T ^leü mon die Zeit für gekommen, auch an die Errichtung des Particular-Denkmals zu gehen. Zum Präsidenten der heutigen Versammlung

V°" Elenburg und Büdingen berufen. Nachdem ein Antrag von Offenbach: ehe man an die Errichtung eines Denkmals für die ^ .^rbknen gehe, erst für deren lebende Hinterbliebenen und die Invaliden in ausreichender Weife zu sorgen - was bisher in Hessen noch keineswegs in besahen mit dem Hinweis auf anderweitige in dieser flÄS -7"^^ /huende Schritte seine Erledigung gefunden, <i, ' '

Darmstadt, 6. Oct. Wie wir hören, soll die Pensionirung des Präsidenten des Oberappellations- und EaffationSgerichts, Benner, in Kürze bevorstehen und dlese Stelle wahrscheinlich dem Präsidenten des Hofgerichts der Provinz Starken- bürg, Dr. Krug, übertragen werden. Auch der Provinzialdirector der Provinz Rhelnheffen und Territorialcommiffär zu Mainz, Geheimerath Schmitt, soll in Kurze in den Pensionsstand versetzt werden. (Fr. I.)

Darmstadt, 7. Oct. Den Führern der ultramontanen Partei ist bereits m Folge einer in Mainz gepflogenen Besprechung die MobilmachungS-Ordre in r ?U0t?Ulc Landtagswahlen zugegangen. In Starkenburg und Rheinhessen sollen 15achte Katholiken" (d. h. Ultramontane vom reinsten Wasser) als Ean- didaten aufgestellt werden. Sechs Sitze (die Richtigkeit dieser Rechnung läßt sich leider kaum bestreiten) werden fürfest" gehalten. - Die Rechnung in Betreff £ ®e*ö"^rWerbf* iUm ®ou ter Odenwaldbahn geht, so viel wir hören ihrem Abschluß entgegen.

m ^"lm. Die Einwanderung der Elsässer und Lvthringer, welche für die franzöflschc Nationalltgt oplirt Huben, bringt die franzöflsche Regierung tn nicht geringe B.r- legenpeit. Au« allen Wrenzdepartement« erschallen laute Klagen, daß für die Tau- sende meist mittelloser Ankömmlinge seitens der Regierung nicht« geschehen sei In Nancy und Bcsancon und an anderen Orlen haben Bevölkerung und Behörden nach Krusten für Nahrung, Kleidung und Unterkunft gesorgt. Die Mittel reichen aber nicht au«. Ebenso ist e« in Puri« selbst. Die Journale ergehen sich in ! ®t'e'fun8,n; Der (alte)Moniteur" sagt.-Nicht« ist zum Empfang

der Elsaß-Lothrmger geschehen. Diese Unglücklichen wissen nicht, an wen stc fich wenden sollen, und die Gemeindebehörden, die HilfSgcsellschaften »enden sich an da« Minister,um, da« nicht« beschlossen hat und jetzt erst ansäugt cinzus-htn, daß der 1. Oktober eine große Anzahl Emigranten oder vielmehr LandSieute auf das Territorium führen mußte. In Besaneon sind 2000 ungckommrn, und die Ge- metndcbehordc, welche alle ihr zu Gebot stehenden Mittel erschöpft hat, richtet sich an die Bevölkerung , damit die Elsaß-Lothringer genährt und untergebracht wer- den können. In Puri« herrscht die nämliche Verwirrung. Die Ankömmlinge uchen überall eine Zufluchtsstätte, sogar in den Kirchen. Diese Lage darf nicht fiortdauern Man muß die, welche ohne Obdach stad, unterbtingen, und d7n

^m'ihnten ecrf4affcn, um ihr Leben fristen zu können. Der Staat Tveu^n hVn ^T"8,r unb,B,tnn " nicht au«reicht, so muß überall in dcn Theatern, den Kirchen gesammelt werden."

... ®6. e,,*ärl hi-raus zur Genüge, daß schon Viele der Ausgewanderten '

----------, der frühere tn Berlin, wäre gestern beinahe ums Leben gekommen, mit der Prinzessin Mathilde und einigen ihrer Freunde eine Das Pferd des Wagens, in welchem sich Benedetti mit einem n-r greuude befand, wurde plötzlich scheu und ging durch. Der Kutscher stürzte sehr beuclMnswerthc Gegenvorschläge (j. B. die Auttich^'I uTr 9Ti?irUnD 5reunC auS dem Wagen. Glück-

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$rinjffün gebracht und werden in einigen Tagen wieder hergestellt sein.

* . ** viuinui^n zu lyuenoe <Dcylttte eine Erlediauna aefunden einilitl» Nikin , wenn ein zentral

(ifb rasch über die Einleitung der Samm ungcn für das^Dcnkmal nöthige O?uu « lich so ausgesührt hätte. - Benedetti,

nifation, deren Spitze ein Eentral-Eomite von 45 »X Jl« Frankreich« i - - '

»roBtnj) bilden wird. Zur Bildung von Locul-Eomite« in allen Theilcn de« ef7cieDenW8er\VnHiA U"fl'n lrert,n- und die demnächst erfolgenden 6

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