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aierung der Union eine freundliche Mittheilung machen. Die S. Juan-Frage anlangend, habe der deutsche Kaiser das Schiedsgericht übernommen. England und Amerika hätten Denkschriften vorgelegt. In Betreff der inneren Angelegen- heilen erwähnt die Thronrede der Abnahme der Verbrechen und der Steigerung der Wohlfahrt in England und Irland, sowie der Blüthe der Finanzen, und kündigt folgende Vorlagen an: das Budget, Entwürfe bezüglich der Verbesserung dcö Dolksunterrichts in Schottland unv der Regulirung der Bergwerke, ein Schank- gesetz, ein Gesetz zum Zweck der Verbesserung des Appellationsgerichts, eine Ballotbill, eine Sanitätsbill, ein Gesetz gegen Wahlbestechung, und Reformen in der irischen Verwaltung.

Amerika.

Newyork, 8. Februar. Mehrere Zeitungen bezeichnen als durchaus der Bestätigung bedürftig das bereits gemeldete Gerücht, daß die Unionsregierung keinesfalls von der Stellung, welche sie in der Alabamafrage eingenommen, zurück­trete und Staatssccretär Fish eine angebliche Anfrage Schenk's am 5. dS. MtS. in diesem Sinne beantwortet habe.

Mittheilungen aus dem Publikum. *)

Alle Diejenigen, die Vormittags an den Gichten zu Lich, Hungen, Nidda, Büdingen, Ortenberg, Altenstadt oder sonst in der Nähe dieser Orte zu thun haben, müssen entweder Morgens 5 uhr, oder schon Tags vorher dahin reisen, waS für Viele höchst beschwerlich ist. Im Interesse des Publikums wäre daher zu wünschen, daß, wie nach Fulda, so auch nach Büdingen, außer dem 5-Uhr-Zug, ein weiterer etwa um 9 Uhr abgehen möchte. vr. L.

' *) Wir werden von jetzt an in unserem Blatte unter obiger Rubrik Raum für Wünsche ic.

aus dem Publikum zur Benutzung offen lassen, müssen aber unter allen Umständen anonyme Zusendungen uns gegenüber unberücksichtigt lassen. Die Redaction.

Handelsberichte.

Außer Cours gesetztes Papiergeld.

Anhalt-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 25 von 1850, 1852, 1856 und 1859. Anhalt Küthen'sche Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. Juni 1848.

Anhalt-Köthen-Bernburger Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 2. März 1848. Anhalt-Köthen-Bernburger Eisenbahnscheine ä Thlr. 1, 5 und 25.

Anhalt-Dessauer Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 1. August 1849 und a Thlr. 10 vom 1. October 1855.

Anhalt-Dessauer Landesbanknoten ä Thlr. 1 und 5 vom 2. Januar 1847.

Bautzener slausttzer landständischej Banknoten ä Thlr. 5 von 1850.

Bayerische Hypotheken- und Wechsclbanknoten ä st. 10 von 1859, 1850.

Braunschweigische Bank- und Darlehensbankscheine ä Thlr. 1, 5 und 20 von 1842.

Braunschweigische Banknoten ä Thlr. 10 Gold vom 1. Juni 1856.

Breslauer städtische Banknoten ä Thlr. 1, 5, 25 und 50 vom 10. Juni 1848.

Dänische 5-ReichSbankthalerzettel älterer Emission von 1835, und auf einer Seite blau bedruckt. Gothaische Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 vom 30, September 1848.

Holsteinische Kassenanweisungen von 1854.

Kurhessische Leih- und Commerzbanknoten.

Leipziger Banknoten, alle vor dem 2. November 1851 erschienenen. ,

Oesterreichische Banknoten, auf Cor.ventionSmünze lautend und die in Österreich. Wahr, a fl. 10 vom 1. Januar 1858, ä fl. 100 vom 1. März 1858.

Panische Bankscheine grüne ä 1 Rubel, weiße und rothe a 3 Silberrubel.

Posener Prooinzialbanknoten vom 1. December 1857.

Potsdamer Stadtscheine ä Thlr. 1 vom 8. September 1849.

Reuß ältere Linie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 15. Mal 1858.

Reuß jüngere Anie Kassenanweisungen ä Thlr. 1 vom 29. Marz 1849.

Rostocker Banknoten vom 1. Juli 1850.

Sachsen-Weimar-Kaffenanweisungcn ä Thlr. 1 und 5 von 1847.

Schleswig-Holsteinische Kassenscheine ä Thlr. 1 [2>/2 M.j vom 31. Juli 1848. Schwarzburg-Rudolstädter Kassenscheine ä Thlr. 1 und 5 von 1848.

Schwarzburg-SonderShausener Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 10 vom 11. Marz 1854, vom 20. December 1856 und vom 25. October 1859.

Württembergische 2-, 10- und 35-Guldenscheine von 1849 und 1850.

Vorläufig noch eingelüst werden an den betreffenden Hauptkaffen:

Bautzener landständische Banknoten ä Thlr. 5 ohne Datum, ä Thlr. 10 von 1861.

Chemnitzer Stadtscheine ä Thlr. 1 von 1848 und ohne Datum.

Großherzoglich Hessische Grunbrentenscheine ä fl. 1, 5, 10, 35 und 70.

Kurhessische Kassenscheine ä Thlr. 1, 5 und 20. ,

Magdeburger Privatbanknoten ä Thlr. 10, 20, 50 und 100 vom 30. juni 1856. Nassauer Landesbanknoten und LandeScreditkaffenscheine.

Oesterreichische Banknoten in österreichischer Währung a fl. 1 vom 1. Januar 1858 und a fl. 5 vom 1. Mai 1859.

Preußische Banknoten ä Thlr. 25 und 50 von 1846.

Preußische Kassenanweisungen ä Thlr. 1 und 5 vom 2. Januar 1835 und Preußische DarlehenS- kassenscheinc ä Thlr. 1 und 5 vom 15. Aprtl 1848.

Sächsische skönigl.j KassenbilletS von 1840, 1843, 1846, 1848 und 1855.

Börsenberichte.

Frankfurt a. M., 8. Februar. Hatte gestern schon der die Alabama-Frage betreffende PassuS der englischen Thronrede einen schlechten Eindruck gemacht, so ergriff heute die Börse ge­radezu eine gelinde Panik auf die Nachricht, daß daS Washingtoner Cabinet auf seinen Forde­rungen bestände. Wäre die Hausse des letzten Monats eine auf natürlichen Verhältnissen be­ruhende und unser ganzes volkSwirthschaftliche Leben in neuester Zeit nicht ein auf so ephemeren Schöpfungen basirendeS, so würde die ganze Alabama-Geschichte lange nicht den Eindruck hervor­zubringen geeignet sein, wie eS jetzt der Fall ist. So aber ist man sich im Privatpublikum wie an der Börse wohl bewußt, daß daS ganze Kartenhaus der modernen VolkSwirthschaft nur eines wenig kräftigen Stoßes bedarf, um in sich selbst züsammenzubrechen und eS ist daher kein Wunder, wenn die Speculation, die ja immer nur so zu sagen von der Hand in den Mund lebt und jedem Eindruck leicht zugänglich ist, sich mit Furcht und Zittern vor einer möglich ernstlichen Verwicklung zwischen Amerika und England sieht. Sowohl von hier als von auswärts drängte sich das Material zum Verkauf, so daß die Course fast sämmtlicher Papiere bedeutend herabgingen. Außer in den leitenden Spielpapieren fanden fast gar keine Geschäfte statt, und auch erstere ver­loren beträchtlich im Preise, wie z. B. Staatsbahn (trotz einer Mehreinnahme von 40,000 ff. für letzte Woche) gegen gestern 12 fl. einbüßten, Creditactien 13 fl., Lombarden ca. 14 fl., Bank­aktien 17 fl. Silberrente gleichfalls matter und ohne Umsatz. Oesterreichische Bahnen durch­schnittlich 610 o/o schlechter, von deutschen nur pfälzische Nordbahn begehrt. Daß die Prioritäten natürlich auch unter der allgemeinen Deroute litten, versteht sich von selbst, doch hielten sich Elb- thal gut, wie auch 5 o/o Lombarden. Banken vollständig brach. Loose gleichfalls matter. Raab Grazer nach verschiedenen Schwankungen schließlich 88. Von den durch die Alabama-Frage zu­nächst betroffenen amerikanischen Wertsten hielten sich St. Bonds verhältnißmäßig gut, 953/45/fl während in Prioritäten nichts zu machen war und Course nur nominell find.

Literarisches.

DieModenwelt" überrascht ihre Leserinnen in ihren beiden neuesten Nummern wieder durch eine überaus reiche Auswahl der hübschesten neuen Handarbeiten, der geschmackvollsten Toiletten jeder Art, mit allen nur erdenklichen Einzelheiten. Die ge­treuen Abbildungen, die anerkannt vorzüglichen Schnitt- und Musterbogen und der da­zu gegebene verständlich erklärende Text vereinen sich, die Selbstanfertigung des mannichfaltig Dargebotenen auch weniger geübten Händen zu ermöglichen. Und wer nicht selbst schaffen will und kann, sieht und hört wenigstens, was die Mode Neues und Schönes bringt. Ganz besonders möchten wir diesmal auf das schöne Ball- und Maskenbild aufmerksam machen, welches in Nr. 9 zwei volle Seiten einnimmt. Das bunte Gewühl der verschiedenen Costüme nnd eleganten Toiletten wird auf der ersten Seite durch einen klaren, hübschen Modenbericht erläutert. Die zu jeder Nr. gehörigen colorirtenKupfer, diesmal Haus-, Promenaden-, Gesellschafts-, Braut- und Kinder- Toiletten darstellend, thuen es den besten Pariser Moden-Kupfern zum Mindesten gleich.

Abonnements (zum Preise von 45 Kr. rh. pro Quartal, resp. 1 Fl. 30 Kr. rh. mit vierteljährlich neun großen colorirten Moden-Kupfern) werden jederzeit bei allen Buchhandlungen und Postämtern angenommen.

BSrsennachrichten.

8. Februar 1872.

Aetlen.

50/g östr. F. St. E. B. 4111/j

Lombard. Bahn 211

Ludwigsh.-Baxbaoh 204</2

Maxbahn

Bayer. Ostbahn 154 Rhein-Nahebahn-Act. Hess. Ludwigsb.-Aot. 189 Oberhessen

Weehsel.

Amsterdam k. S. 99V4

Augsburg k. 8. 993/4

Berlin k. S. 105

Bremen k. S. 955/s

Brüssel k. S. 931/4

Hamburg k. S. 877/g

Leipzig k. S. 1047/a

London k. 8. 1183/a

Lyon k. S. 923/4

Paris k. 8. 923/4

Wien k. 8. 1031/8

ditto m. 8.

ditto 1. 8.

Disconto 4 0/0

Preuss. 41/3 0/0 Oblig. 103

Frankf. 3t/2% Obi. 89

Nasa. 41/3% Obi. 995/8

Kurhesa. 4% 94>/g

Gr. Hess, 5% Obi. 102i/2

» n 4% » 97

, 31/30/0 n 92

Bayer. 5% 100V4

41/2 o/o 1jährige 991/2

40/o 1jährige 953/8

Würtemb. 41/2% Obi. 993/4

Baden 4i/2% Obi. 0. E. L. 993/4

Oesterr. Silberrente 613/<

Papierrente 5 41/4

Amerik. Bonds 1881r 100%

n n 1882r 953/4

n 1885r 961/4

n 1887r 971/2

Spanier, neuest. 3% 30/2

Prioritäten.

3O/o öster. Stsb.-Prior. 601/4

30/0 öst. s. Lombard 85%

30/0 Livorneser 39

50/g Toscaner

5% Elisabeth.-Prior. 84V2

do. II. Emiss. 82i/g

Geldsorten.

fl. kr.

Pr. Friedrdor 9 5758 Pistolen . . 9 4042 doppelte 9 4042

Hon. fl. lost. 9 5355 Ducaten . . 5 3133 20 Frankenst. 9 19i/8201/g Engi. Sover. 11 4749 Russ. Imper. 9 4042 Dollar in Gold 2 2425

Aniehenslooeie.

Kurh. 40 Thlr. Loose 70

Nassau 25 fl. 46

40/0 bayr. Präm.-Anl. H6i/2 Ansbacher 7 fl. 13

40/0 badische Loose 114 Badische fl. 35 Loose 71

30/0 Oldenburg, ä 40Thlr. 39 Oestr. fl. 250 v. 1854 823/4 1858r Prioritätsloose 194 1860r Loose 883/4 1864r n 153 Braunschweiger 207/8 Stadt Florenz 83

Aetien.

Frankf. Bank 143

Frankf. Vereins-Kasse 125

Darmst. Bankaot. 463

Wien Bankaotien 872

Galizien

Oest. Creditaot. 344

Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener unv Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtliche» Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt.

1/322a

Flur Nr.

Vzi 5

lDKlftr.

2 Hosraum (Miststätte) in der Kaplansgasse,

2 Hofraithe in der Kathari­nengasse,

Grabgarten daselbst,

375) Freitag den 23. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause die der Fried­rich Krauskopf Wittwe dahier gehörige Hof­raithe, als:

Holzvcrsteiqerung.

611) Dienstag den 13. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an,

sollen im Reiskirchener Gemeindewalde, Di- strict Wilshäuser Wald, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich meistbietend ver­steigert werden, als:

6 R.-Meter Buchen-Scheidholz,

78,8 Buchen- u. Eichen-Prügelh.,

22 Stockholz,

1450 Wellen , Reisholz,

4,95 Festmeter Eichen-Stammholz, 5,93 Eichen-Stangenholz.

meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 25. Januar 1872.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Sem ml er, Ortsgerichtsmann.

t Anzeiger

Der Anfang ist zunächst an den Krä­mersbornswiesen.

Reiskirchen, am 7. Februar 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen.

Jünger.

622) Freitag den 22. März d. I., Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Nathhause die dem Va­lentin Heerdt und Ehefrau gehörige Hof­raithe, als:

Flur Nr. lUKlftr.

V959 Hofraithe auf dem Aster­

weg, gibt 13V2 kr. Rente,

V960 27 Grabgarten daselbst,

V969 3 Hofraum mit Stall das.,

V970 3 Hofraum (Miststätte) das.

meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 9. Februar 1872. Großherzogliches Ortsgericht Gießen Semmler, Ortsgerichtsmann.

Holzvecsteinerung im Gießener Stadtwalde.

582) Montag den 12. Februar 1872, von Vormittags 9 Uhr an,

soll in dem Gießener Stadtmalde, Distric- ten Hochwart und Mühlkopf, nachverzetch- netes Holz öffentlich versteigert werden, als:

I. Brennholz:

54 R.-Meter Buchen-Scheidholz,

4 Eichen-

126,7 Buchen-Prügelholz,

20,4 Eichen-

83,5 Buchen-Stockholz,

28 Eichen-

15,80 Buchen-Reisholz,

4,60 Eichen-

1,10 Dornen-

II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 112 Eichen - Stämme mit 42,16 Cub.-Meter, 15 Eichen-Stangen 1,15

30 Gebund Buchen- Reisholz mit 0,96 Fest­meter. . y

Die Zusammenkunft ist am Altentisch.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 13. Juni 1872 gestattet.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 6. Februar 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Holzversteigerung.

615) Donnerstag den 15. Februar d. I., des Morgens um 9 Uhr anfangend, werden im Ruttershäuser Gemeindewalde,

Versteigerungen.

621) Montag den 12. d. Mts., Vormittags 9 Uhr,

soll die zu 30 fl. veranschlagte Weißbinder­arbeit im Schulhause am Oswald's Berg auf unserem Büreau versteigert werden.

Gießen, den 9. Februar 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Besondere Bekanntmachung. Oberhessische

Eisenbahn - Gesell­schaft.

Bekanntmachung.

614) Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Eil- und Frachtgut nur in beschränktem Maße zur Beförderung von und nach den Haltestellen angenommen werden kann. Die deßfallsigen Bestimmun­gen sind bei den Expeditionen einzusehen.

Gießen, am 7. Februar 1872.

Der Güter-Jnspector: Nies.