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Spanien.

Madrid, 2. November.

Verwischte».

er

ne aus dem Munde zu pfänden?"

Loeal-Notiz.

Börsenberichte.

der beiden sich die Hände reichenden Semester nebst sonstigen bezüglichen Daten, der Nationalversammlung vertrauend, Land sodann eine sehr ausführliche Abhandlung über die naturwissenschaftliche Pflege ' ~~

an der Universität Straßburg von frühesten Zeiten bis auf die Gegenwar Damit war der Vorgang nach eir.stündiger Dauer beendet.

Oesterreich.

Wien, 4. Novbr. Die Cholera tritt in Ofen zwar nicht verheerend auf, aber sie scheint ihr Domicil dort doch für einige Zeit aufschlagea zu wollen; das giebt den Wienern zu denken und lenkt ihre Aufmerksamkeit mit zunehmender Intensität auf den Fall des Erscheinens der Cholera in der Kaiserstadt. Die Fürsorge für die Gesundheit der Bewohner Wiens oder vielmehr für die Besei­tigung von Mißständen, welche zur Hervorrufung oder Verbreitung von Epide­mien beitragen können, liegt dem LandessanitätSrath ob. Der Sanitätsrath ver­fügt und die Gemeinde befolgt feine Anordnungen durch Vermittelung des Bür­germeisters, oder sie fetzt denselben Widerstand entgegen, indem sie beispielsweise die DeSinficirung der Aborte durch SanitätSdicner nicht gestattet. Ein Zwang steht den Abgesandten des Landessanitätsraths gegen die renitenten Hausetgen- thümer nicht zur Seite und so bleibt es denn in das Belieben der Herren Wirthe gestellt, ob ein gefährlicher Herd für die drohende Epidemie bestehen bleiben oder beseitigt werden soll. Man zuckt hier, wenn diese Dinge zur Sprache kommen, einfach die Achseln und fügt hinzu:Wem nicht zu rathen ist, dem ist auch nicht zu Helsen," daran aber, daß diejenigen, welche eine solche durch die ge­wöhnlichste Vorsicht gebotene Maßregel hindern, die Gesammtwohlfahrt der Be­völkerung gefährden, daran denkt das sorglose Völkchen der Phäaken nicht.

Frankreich.

Aus Frankreich ist schon wieder die großsprecherische Proklamation cineL

'n- . 3n der Nähe von Figueras wurden drei Post- kutschen von den Carlisten angehalten und die Reisenden vollständig ouSgeplündert. Einer der letzteren glücklicher Weise ein Engländer, so daß also Aufhebens genug von der Sache gemacht werden wirb und ein Postillon wurden auch verwundet. Der Bandenführer Sadaüs befand sich in San Cipriano, wo er die Steuern für drei Monate erhob. Sein College Cacula griff am 1. d. bei Pobleta einen militärischen Krankentransport an; der Führer de; Begleitmannschaft Durve verwundet und ein Wagen mit mehreren Kranken fiel den Carlisten in die Hände. Man steht, die Vorkämpfer fürKönig Karl, Kirche und Vaterland" erringen sich täglich neue Lorbeeren; heute berauben sie wehrlose Reisende, morgen versteigt sich ihre Tapferkeit so hoch, daß sie kranke Soldaten gefangen iu nehmen wagen. a

er einen Rechnungsauszug auf 108,000 Frcs. vorgewiesen hatte, der die Aut- JWnbe Rechtsfrage wird in einer amerikanischen Zeitung

Ä* -us )hn . ßHentt ha.,?,. s°' Ä ÄÄÄ3.2 2

Gießen, 8. November. Die Diebstähle im Felde scheinen sich zu mehren. 3m Altenfeld ?T/ne g,stahl.»! m einem ®arten auf der Schoo? d7e

S snrlb '"" ^lßen gehen und in der Schwarzlach wurde eine Kunstoperation an Weißkraut biebf10 Meister im Annektiren vermuthen läßt. Es wurden nämlich

m °r,unft9eted)t den großen Blattern herauStranchirt, daß man nur in der

Sieben Graben erkannte. Ferner würbe in einer gewissen Gasse von einer gewissen Frau e ne T?ackt^vobii oon Etgcnthümer der Annektionslustigen

eine Tracht Prügel auf einen gewissen Korpertheil applicirt würbe, die ihr wohl bie Gelüste nach unseren"Ba^hnhof.^^ ließen. - Heute Mittag 12 Uhr pasfirte bie Kaiserin Augusta

Cngland.

2. Novbr. lieber den Schiedsspruch des Deutschen Kaisers bat sich d e offenUlche Meinung von Tag zu Tag mehr beruhigt. GneS der enigen Llalter, welches schon von Anfang an eine richtige Auffassung bekundete, die Sa- turdap Revww, spricht heute seine vollständige Billigung ves kaiserlichen E.,tfchei. M aus;Der Deutsche Kaiser bat keinen völkerrechtlichen Grundsatz ausgestellt. Man kann nicht aus der Behauptung beharren, daß der Vertrag oon 1846 in unzweideutiger Sprache den Rosario-Canal gemeint habe. Keiner der beiden An- pluche deckte sich mit den streitigen Worten ganz genau, und der Schiedsrichter, dem eine dritte Möglichkeit nicht gegeben war, entschied nach seinem besten Ur- tyetle gegen die Forderung Englands. Es ist unmöglich, den Nachweis zu führen, dag sein Ausspruch das Richtige getroffen habe; aber eben so unmöglich ist es iu beweisen, daß er nicht das Richtige getroffen habe. Wie es scheint, würde 0ern nc praff<f^ billigere Lösung gegeben haben, wenn ihm nicht

der Wasyingtoner Vertrag selbst einen Compromiß abges onitten hatte."

m(rh 7 November. Währenb die gestrige Boise ein nicht ganz harmonische-

Bild m getrübter Stimmung bot, glichen sich diese Mangel bereits an der gestrigen Abencbörse wieder aus. Auch heute eröffnete die Börse fest und zu höheren Coursen für die Hauptspeculallons- und Wien meldeten bessere Course und ersteres sogar Kauflust. Auch in den Wiener Geldverhaltnissen scheint momentan eine Erleichterung eingetreten zu fein, wozu her relativ

3* W Ihnen gesagt, w. H., duß Sie für Frankr.-lch und insbesondere für Algier eine öffentliche Calamität gewesen sind. Die Centralregierung, durch die sich überstürzenden Ereignisse beschäftigt, kann sich nicht mit uns befassen; Sie benutzen diesen Umstand, um sie zu täuschen, denn Frankreich ist zu weit und der Himmel ist zu hoch . . . Aber wir wachen und Sie werden uns Rechenschaft geben .... Im Rumen Elsaß-Lothringens protestire ich gegen Sie.

I. Fisv6e (aus Metz), Colouie - Aspirant im Bougie.

Italien.

Rom. Der amtlichen Zeitung zufolge hat der König, sobald er das Un­glück vernahm, welches die Provinz Monlua betroffen hatte und die Provinzen 7"mona, Rovigo und Ferrara bedrohte, dem Hülfscomite in Mantua sofort 40,000 kranken aus feiner Privalkasse überwiesen, auch den Präsidenten des Minif-erraths und den Minister ter öffentlichen Arbeiten telegraphisch beauftragt der unglücklichen Bevölkerung zu Hülfe zu komme», und Vas technische Personal rn seinem Namen zu ermahnen, daß es alle Kraft anstrenge, um größeres Un- gluck zu verhüten. Der Inhalt dieser königlichen Depesche wurde den Inspectoren und Civil-Ingenicuren und den zu den Arbeiten commandirten Osficieren mitge- tyeilt. Nach den letzten Nachrichten ist Hoffnung vorhanden, daß die lieber- schwemmung von den am meisten bedrängten Orten Casalmaggiore und Ostialia abgewehrt werden kann. b

v" Nationalversammlung vertrauend, Land, um die Meinigen dort anzusiedeln. Vor mehreren Monaten habe ich dieses Verlangen gestellt, und noch habe ich 'keinen Bescheid darüber, ob man meinem Begehren willfahren wird ober nicht. Sic sehen, mein Herr, ich nde nicht von meinem Nachbar, eS handelt sich um wich selbst. Ich bin Civiiingenieur, und kann in jedem beliebigen Lande mit meiner Arbett verdienen, was ich zum Leben brauche; aber die Unglücklichen, die auf das Stuck warten, das sie ernähren soll, sind in der größten Verzweiflung. Ich bin ihr Landsmann, und da ich mich für solidarisch halte, so vertrete ich die Sache dieser vom Glück Enterbten, die die Verwaltungswisscnschast nicht kennkn und nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen und wie sie zurückkehren können.

f 'vi*uHienoe Ausweis ver narionaivank ben Eommentar bilben bürfte. Für Staatsbahn wirkte bie nach bem bieswöchentlichen Ausweis geringe Minbereinnahme fff 410001 gunüig ein und gingen biefelben, sowie auch Credttactien unb Lombarben ca. 12 fl hübet Gegen Schluß der Börse trat tnbeß eine mattere Tenbenz, hauptsächlich auf die übrigens gan» h m unverbürgte Nachricht ein, daß die englische Bank ihren DiSconto erhöht habe. Das Geschäft

der in Metz war rm Ganzen Nicht sehr belebt. Silberrente blieb unverändert. Oesterreichische Bahnen still

'*' T / , ""garische Eisenbahn-Anleihe i/2 % matter. Auch in Deutschen Banken

mir büber^ Ranken ", Darmstadter und Wurttemberglsche Vereinsbank, letztere um volle 10 o/o, A 1 ^°^nQ?2nLVcre!nz nachgebend. Wiener Bankactien waren wieder in reger Nachfrage und 1 zu 1087 behauptet. Von Devisen Paris fest. Gelbcoupons 2 fl. 233/e. ' 9

mcln ^Crr' ^bc «ein Valcrlanv verloren unb durch den Febler Äm1§R9 nrtnh,t,n SVa*'?' mtint Berstadt dem Feinde überliefert worden üü2fl8man r ad)h,n70»ftUb ®8ltr' ,in ehrwürdiger Greis, der in Metz w°r >m e»°nzen ni fl ä V »°r Schmerz, als er die Kapitulation des Vcrrathers^chedwest nledeiger. . , Herren, der ich altes gallisches Blut in mir ff ff .il

d°b°> °p"e'e im Bougie für Frankreich und verlangte in Algier, de» Berfprechunge»

ES? -'nEmpfehlungsfchreiben für die^PMe^^i.^^. A MZ ^b°r Herr Pierre fah, w>e so viele Andere, 9 n ba " Menschen und Dinge richtig beurtheilt, so verlor er bie Geduld und kehrte nach Nancy zurück, jeden Gedanken an Niederlassung in & aUf8^nC ; 2ch glaub- nicht, m. H, daß Sie einen einzigen guten Grund zu Ihrer Rechtfertigung anführen könnten. Eine nie wiederkehrende Ge° legenheit, Algier zu bevölkern, bot sich mit allen politischen Conseauenzen dieses b-°-uttnd.n Ar.s, und gl-echz-ittg konnte unseren unglücklichen Lanbleuten eine ^Abll^^"dtgung geboten werden. Durch Ihre Handlungsweise sind die Kn"st ffnur todte Buchstaben gebliebin und sterben täglich Familien unter B-rfluchung de« französischen Vaterlands.

J» Bougie ist ern Dorf, Namens La Reunion. Seit dem Mai, wo einiae cinwanderer in von Arabern, die mit Stockhieben augetrieben wurden, crbautm fff" worden sind, warten und warten diese Einwanderer immer

-a?. "le Ländereien, die ihn.n zugetheilt werden sollen. Diese Einwanderer sind ® Jff.® ' >hnen sind gestorben, andere wollen, wie das Gerücht

Ku» f,C tcS p"«b schen Consul« wieder nach dem Elsaß zurückkehreu. anfangen, um die Mill^0Nen"vor'"Colmiill-n^nach^!>N t^ ' C6h e> ^"lierbar Wiener G-ldverhältnlssen scheint momentan -ine Erleichterung eing'ttrtTen" ju "fein""tooiu Sie so prahlten y U Uolunißen nach Algier zu bringen, mit denen günstige Positionen -onstaiir.nde Au-w-is der Nationaiban! den Comm-Niar bilden dürfte

I v uyntn. Staatsbabn wirkte bie nach hem ___..

chauvinistischen Generals zu verzeichnen. In einem an das 7. Armeecorps (Tours' gerichteten Tagesbefehl erklärt nämlich General Chanzy, daß Frankreich die bis jetzt von ihm innegehabte Stellung auch fernerhin in der Welt beizubehalten ent- schloffen sei. Die Armee müsse daher mit gutem Beispiele vorangehen, allen Par- teibestrebungen fern bleiben, mit Selbstverleugnung und unbedingter Ergebenheit der Regierung dienen, die Ordnung im Innern aufrecht erhalten und auch nach Außen hin, wenn nothwendig, der französischen Fahne Achtung verschaffen. Daß es Frankreich nicht an dem guten Willen fehlt,die bis jetzt von ihm inne- gehabte Stellung auch fernerhin in der Welt beizubehalten", bezweifeln wir keinen Augenblick. Glücklicher Weise hat aber die europäische Machtvertheilung durch die Gründung des deutschen Reiches eine so bedeutende Veränderung erfahien, daß wir uns vor der angestrebten Wiederherstellung des früheren französischen UebergkwichtS nicht zu fürchten haben.

Paris, 4. Novbr. Der hiesige Correspondent derJnd^pendance" schreibt: Der M'nisterrath wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Tagesbefehl deo General Ducrot, welcher za bedauerlichen Erörterungen geführt hat, beschäftigen; es wäre möglich, daß em Tadel ausgesprochen wurde. Graf Arnim hat sich nicht bei Thiers beklagt, aber er wies in einer vertraulichen, freundschaftlichen Unterredung auf das hin, was die Deutschm die Wortbrüchigkeit des Genera! Ducrot nennen. Zwischen dieser Bemerkung und einer Beschwerde, wie man sie dem Grasen Arnim in den Mund gelegt hat, ist ein großer Unterschied."

Paris, 4. November. Ein Metzer, Namens Flbvöe, welcher seine Familie fiaH* '-(Tr **W,e * einen lumtmuvitn

offenen Bries an den Generalgouverneur der Colonte, Herrn v. Gueydon. Wir lassen die persönlichen Angriffe, soweit es irgend der Zusammenhang gestattet, bei Sette und entnehmen dem Briefe in thatsächlicher Hinsicht folgende Stellen:

Der Sequester, von dem Sie so viel Aufhebens machen, ist Sie wissen es recht gut nur ein Köder. Die auf dem Papier aufgezähltcn Dörfer existiren nur in Ihrer Einbildung, es sind Dörfer ä la Potemkin. Die Ländereien, mit 6en!n S'e so sehr geprahlt, sind reiner Spott . . . Ich habe einen Augenblick geglaubt, die Nationalversammlung habe, indem sie für die Annectirten 100 000 Hektaren und Unterstützungsgelder votirte, einen wirklich nationalen und patrioti- schen Gedanken gehabt. Sie, mein Herr, von der Regierung beauftragt, ihre Unterschrift zu honoriren, haben ihr Ehrenwort protestiren lassen! . . . Mein Landsmann, Herr Pierre, früher Apotheker in Metz, der von den Preußen zum Tode verurtheilt wurde, weil er vielen unserer gefangenen Soldaten zur Flucht verholsen hatte, kam, nachdem er ihren Händen entronnen war, im Vertrauen aus die Vertage, nach Algerien, um sich dort niederzulassen. Vor ihm schon war em m nißerieüer Befehl eingetroffen, ihm 300 Hektaren zu überweisen, auf denen lothringische, zur Auswanderung gcnöthigte Familien unterbringen wollte. Da er einen Rechnungsauszug auf 108,000 Frcs. vorgewiesen hatte, i