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1872

Montag deZl 8. Jnli

Nr. 157

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Deutschland.

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P,-is vierteljährig 1 ft l2 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 kr.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Sonntags.

Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.

Der Räumungsvertrag und die Parteien.

In Frankreich wird jede Frage de- Lande« zu einer Patte,frage und »°» den Parteien zunächst unter die Frage: cui bono - gebrach«.

E« ist daher nickt verwunderlich, daß der Raumung«»ertrak! »°«-,

obwohl er dem französischen Interesse mit so wesentlich-« G»©JütH »ur kommt, von denen mit Heftigkeit angegriffen wird, welche m ihm na; Wtttri i Consolidirung der gegenwärtigen politischen Lage Fr°refteich«, d. h. z L ^si k « der Republik Thier«' erkennen; zumal gerade diese Wirkung de« -ll-rirag

gehaltenen Rede statt der unfruchtbaren Rachegedanken, uuterBerufungaufDescarteS und dascogito - ergo sum!" v-rwle-, einen praktische» Trostspruch zur Wiederaufrichtung de« Nationalb-wußtsein« an die Hand gab. _

Wir stehen nicht vor unseren ersten Niederlagen sagt- « »

auch nicht bei unserer ersten Auferstehung. Nein, dl- Seele Frankreich« ist noch gisvnd. Wir arbeiten und denken; folglich sind «ir lebendig. Diese satz st ebenso unumstößlich, wie jener d°« DeScar,es ... Da« Bedursniß, sich m d« Freiheit i« verjüngen und durch Arbeit und Frieden wieder aufzurichten, dieselbe» Symptome, 7L7 nach 1815 da« Erscheinen einer friedliche» und zug e.ch ft-pftren arbeitsamen und kühnen Generation bezeichneten . . - E« ist immer, besonder« nach einer Niederlage, besser: zu studir.n, als zu bi«putiren

E« ist wohl unter allen Umstanden ,n Frankreich ein Wagn'b, solch. Meinung au«zusprechen, für den viel angiseindeten I. «imon aber rine Kuhnhe t wenn nicht in der Rede ein Beweis für die umgewand-lte Stimmung Frankreich« läge, welche ja auch durch die Mäßigung Gambetta» bezeugt wird.

Wenn aber Frankreich wirklich dahin gekommen ist, zu b-greisen,daß m r Arbeit da« beste Mittel zur nationalen Wi-dererhe ung: -geben^'st^,s° ,'oirv der Räamungsvertrag um so mehr und bejfet ju p I .,.. Thier« gewürdigt «erden, al« feine Tendenz ersichtlich dahin geh', ft.-dl'ch-n, d. h. seiner nationalen Arbeit zurückg-g-benrn Frankreich auch dft Gunst -mer vollständigen Befreiung zu gewähren, bevor e« seinen finanziellen Verpfl ch 8 bis zu deren gänzlichen Erledigung gerecht geworden ist.

A-ußerungen ergeht uver °i- ,^HH.-chisÄ- Opposition.

Unterhandlungen an den Tag gelegt hat, und W - ohnmächtigen und un­ten Worten de« Herrn Th.er«, als die Opposttton einer Schluß, daß ' verb.ffe'lichen'- Partei charak,er.sirt haN '°°"wI -S z S» « Republikaner ' so verschieden- Haftung der Royalist.» -Il r Gattungen

oller Schattirungen H-trn Thier« unm°gU-l>^-«'8 mit der

Lbli?'welch7in"EurL Niemanden m.br

SL"Ä S« Ä5 Ä*- Ende bringen konnte." welchen Widerspruch mit sich s-kb-r

E« ist hier nicht der Ort, zu i-tg-n, « welch- aJfae^ate Auffassung der ehemalige Diktator durch die «on in8 6tt Vergeßlichkeit

gebracht wird; die politischen Männer Fron' ack« find-« t» SB $ * ihrer Landsleute sehr l-icht V-rztihungfur ihr ' , e(nem Prüfstein

-in- Pikante Situation, welch- den j»1, $t)ia ua» die Republik,

de« französischen Patriot,«mu« fttrnW stehen und fallen zu sollen

welche Niemanden mehr erschreckt, mit diese üLftäntiqteit wegen tmmer

scheinen, daß Frankreich, tidem es d zugleich an dem Wohl»

noch mit'dem Revanchegedanken geschmeichelt s-, will. zug wollen der Macht, an der die Revanche genommen werden konnte, .

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Bcstcllungei, ans den Gicßcucr Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.

' weich- d-° W«« M d.r E,pe»i.i°» M-'-ii -rii-lt-" dwft,b.n st. d-,« HI Ou.rtd j- . li.

f 5 Die monarchische Rechte mit Einschluß der Ulttamontanen find a ° gegen den Vertrag: jene, n>til sie nicht will, daß die Republik sich befestige,.diese, weil sie fürchte», daß da« Wohlwollen, welche« deutscherseftS d.m Prasid.nt.n der Rrpublik bewiesen wird, und »on welchem dieser sehr wohl begreifen muß, ck- Vor.heil er darau« zur Befestigung seiner Position r'-h-n kann, ihn b-st,mn' N könnte, sich gegen den deutsche» Einfluß auch auf dem Gebiete willfahr g r z beweisen aus welchem Thier« lediglich in ihrem Interesse arbeiten sollte. Die Uftramv'ntanen fürchten, Herr Thier« konnte die Vor.heil- gute..Beziehungen,zu Deutschland so sehr schätzen lernen, daß er darüber am Ende die alten sranzostsch Traditionen bezüglich Italiens vergessen mochte. ^.wnalver-

Man darf daher aus heftige Debatten in der französischen N°t'°nalver- sammluna aefoß fein, obwohl es mindesten« den Bonapartlsten schwerfallen wird, aeaen Herrn Ä'-r- Front zu mache» und ihm den Lohn der Anstrengungen zu versagen, denen er sich unterzogen hat, um Frankreich au« dem Abgruude zu retten, in dessen Tiefe es durch die Thorheit de« Kaiferthum« gestürzt wurde.

Freftick auch durch di- Tdorheit der Republik Gambefta'S.

Aber di- Republikaner, unter der Leitung Gambefta «,^sind ^ug^«-uug, ihre Thorheit dadurch aus dem Spiel zu dringen, vatz i \ * -ÄÜ.?«»i--.' -*/-

t« IM. ,.n,e Sct-iuler d" gXn'Uu rrtobilld,,,

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jeSTSi SÄT s «SLL Präsidenten der Republik g-w.sserwaßen m V^us feine ^g ^ ^j.

bezeigt hat, indem es ihm gegen seine offenen undJj i) jn dtlbmn

ftanO lieh und sein volles Vertrauen bewabrt , to f 9 , n nered)t

seiner Zustimmung und stellte °u*/'n",a ^e/,n9tlr That unter den G.g-n- Interessen diesem kapitalen ^nieriffe n-ch, $ r»en P^tz einnkhmm muß.'' ständen der Ob orge einer nalionolen Regierung schmeichelhaftesten

Und indem das republikanische Organ^ sich erhj,y6 bei Leitung der

Darmstadt, 7. Juki. Die ®enet»I»erf«ntm(u«8 6rt Duncker, Franz Wirth, A°g.

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Berlin, 5. Ju . saj ^bn drei Milliarden der französischen KncgS-

1 gelegenen beei kleinen Festungen X » noch bi«

B-siß zurück, V" Hauptpl tz V sämmtlicher sonstiger

zur Zuhlun» ^driften M« ^ib?n. Ebenso wenig ist e« Frank- firner »ollen R-fisumme in den ihm wiedereingeraumten

t, vor g -nzulrarn. Besonder- bedeutsam muß dabet die

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