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Expedition: Canzleiber g, Lit. B. Nr. 1.
Kreis vierteljährig 1 ft 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr.
Erscheint täglich, mit.' 'Ausnahme Sonntags.
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Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Hießen.
Nr. 132. Samstng btn 8. Juni 1972.
Bro-preife vom 8. bis izt« Juni 1872,
nach eigener Erklärung der Bäcker:
2 Kilo gemischtes Brod 21 fr. 1 Kilo gemischtes Brod IO1/, fr. 2 Kilo Roggenbrod 18 fr. 1 Kilo Roggenbrod 9 fr.
Nr. 15 des Reichs Gesetzblattes, ausgegeben am 31. Mat 1872, enthält:
(Nr. 825.) Postvertrag zwischen Deutschland und Spanien. Vom 19. April 1872.
(Nr. 826.) Bekanntmachung, betreffend die Approbationen für Thierärzte und die Prüfung der Kandidaten der Thierheilkunde und der Pharmazie aus Würtemberg, sowie der Besuch der polytechnischen Schulen zu Stuttgart und Karlsruhe. Vom 17. -Nai 1872.
(Nr. 827.) Ernennung von Konsuln und Vicekonsuln des Deutschen Reichs.
(Nr. 828.) Ertheilung der Ermächtigung bürgerlich gültige Eheschließungen von Deutschen vorzunehmen und die Geburten, Heirathen und Sterbefälle von Deutschen zu beurkunden an die Konsuln in Canton, Shanghai, Tientsin und Bangkok.
Gießen, den 6. Juni 1872. Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Röder.
Der Kronprinz von Italien und seine Gemahlin sind
Bekcnntniß stehender Professor angsstellt sei, wie sich die Herren Dicffenbach und
Personen von Auszeichnung anwesend.
«»» vamit nu. ch,e Unt.nntnIS * S,U„M. 3. 3»n“. D-, Äonlg »« Württ,mb,rg. bereit« auf
P-rI°°,» ml Wj JWW »«.«», da, w>- -°- «. 6,,,m(nng de« Mimft.rpe-vd-nten ». H-g-en.
wissen, das lutherifche Bekenntniß in Gießen so o«t Jeine Vertretung hat, m» b(rg |fjnt y^cuna yuic yunt MMBviflrf»»' <~(F'w5--- «»i— irgendwo, freilich in einer Weise, die das gute Recht dieses Betenninisses so wenig =(t6 flctoeren fti, die engverbunbenen Interessen Württembergs und Bayerns als die Union dem gesunden Denken gegenüber gefährdet. Der Grund liegt ein- pflegen", alebalb auf die Nachricht von seinem Tode den Hinterbliebenen fach darin, daß die Psarrstellen zu schlecht dolirt sind. Es gibt in Ober. » Ql) fc£m „littenen schweren Verluste ausgedruckt.
Truppen bas preußische
Oesterreich.
Wien, 4. Juni.
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gierungcn
Ungarns zu erwarten.
pathisches Interesse.
Belgien.
Sie können Sich keinen Begriff machen, mit tod-
ein Ende machen."
Die „Nordd. Allg. Ztg.
Wien 5. Juni. Großes Aufsehen macht in Pesth ein Artikel des „Pesti in welchem dieses Organ Andrassy's und Lonyay's mit einer
<• veröffentlicht an hervorragender Stelle in ge- Als der Trauerfall im österreichischen Kaiserhause
Deutschland.
Aus Obcrhesscn, 6. Juni. Wie uns aus sicherer Quelle berichtet wird, ist es nun Wahrheit geworden, daß schon im zweiten Semester kein einziger neuer Theologe nach Gießen zum Studium der Theologie gekommen ist, bezw. von sammtlichen hessischen Gymnasien kein einziger Abiturient zum Studium der Theo- legte sich entschlossen hat. Der Grund liegt aber nicht darin, daß in der theo- logischen Fakultät zu Gießen kein mit voller Entschiedenheit auf dem lutherischen
Luxemburg, 4. Juni.
cher Rücksichtslosigkeit unsere Jesuiten und FransquillonS bei Gelegenheit der am H. p. M. staNsindenden Ersatzwahlen zu unserer Kammer ihre politischen Gegner, ' . (5in eigens zu diesem Zwecke geschaffenes
hessen allein noch 50 Pfarrstellen, die nicht einmal 700 fl. ertragen in jetziger Zeit! Und auch diese Stellung mit 700 fl. erlangt mancher Geistliche erst, wenn er langst die Jugend hinter sich hat, während junge CommiS mit 21 Jahren vielfach schon mit 10C0 fl. und mehr hononrt werden, unb dem ähnlich ave praktischen Berufsarten. Und doch hört man noch nicht das Geringste von Maßnahmen zur Abhilfe, weder was die Regierung, noch was das Consistorium, noch was die Stände etwa zur Ausbesserung der so gering bohrten Psarrstellen zu thun gedenken! (Fr. I.)
Berlin, 6. Juni. Die luxemburgische Eisenbahnfrage, welche schon so oft als zum Abschluß gediehen bezeichnet wurde, scheint, wenn einer Mittheilung der „Jndepend-nce beige" Glauben geschenkt werden darf, in ein neues Stadium getreten zu sein und muß jene Mittheilung, wenn sie Bestätigung findet, wohl daraus schließen lassen, baß Die luxemburgische Regierung während des durch den Tob der Gemahlin des Prinzen Heinrich herbeigeführten Stivstands der Verhandlungen neue Schwierigkeiten erhoben hat. Dem oben genannten Journal wird’ namheö aus Luxemburg vom 3. d. M. Folgendes gemeldet: „Es geht das Gerücht, aß ein hier eingetroffene« Ultimatum seitens Preußens eine rasche Entscheidung über den Antrag Deutschlands, betreffend die Ausbeutung der luxemburgischen Elsen- bahnen, fordert. Die Ankunft des Königs von Holland in Luxemburg ist osficteU für ben 12. Juni angekündigt; fein Aufenthalt wirb nur von kurzer Dauer fein, hoffentlich aber der Krisis, in welche die Eisenbahnfrage das Land verfetzt hat,
Slraßburg, 7. Juni. In der Auffeß.Affaire veröffentlicht die „Straßburger Leitung" bas Resultat Der amtlichen Erhebungen. Danach hat Die Untersuchung Die Erllärungen des Dr. Barack und des Dr. Schauenburg vollkommen bestätigt. Der Obduetionsbericht des Schweizer Arztes Kappelen sagt: Der Leichenbefund bezüglich des Straßburger Vorfalles ist ein negativer, insofern das kleine Blut- extravafat der rechten Schläfengegenb ohne Bedeutung ist. Dr. Kappelen behauptet mit Entschiedenheit, daß Frhr. v. Aufseß blos einem chronischen Lungen- und Herzleiden erlegen fei. Der Bericht hebt schließlich hervor, daß die Betheiligung eines Mitgliedes der Hochschule an dem Vorfall keineswegs eine flravirende fei.
Metz, 1. Juni. Mit dem heutigen Tage tritt für die hiesigen bayerischen Exercierreglement in Wirksamkeit.
Berlin, 6. Juni. Der Kronprinz von Italien und seine Gemahlin sind heute um 7 Uhr abgereist. Der Kaiser, Der Kronprinz, Die königlichen Prinzen unb Prinzessinnen verabschiedeten sich am Bahnhof. Außerdem waren noch viele
an unserem Hofe wird überall als ein erfreuliches Anzeichen der nahen und vertrauensvollen Beziehungen, welche zwischen dem Deutschen Reiche und Italien bestehen, erkannt und begrüßt.
Der Kaiser gedenkt bald nach dem 20. D. MtS. sich nach EmS zu begeben.
Wien 4 Juni. Die Wahlen in Ungarn drohen in Schlachten auszuarten, wenn'sieh nämlich die Pesther „Reform" nicht einen schlechten Scherz mit ihren Lesern erlaubt. Dieses Blatt versichert nämlich ganz eensihafk, daß sammt- liche Municipien, so viele deren von den Karpathen bis zum Eisernen Thore sind, in welchen (Santitaten verschiedener Parteien einander gegenübertreten, bereits petzt um Assistenz gebeten haben, damit sich die Leute nicht gegenseitig todtschlagen. Da nun nach der Annahme der „Reform" die HonvedS nicht ausreichen werden, so empfiehlt sie den Behörden, sich schon jetzt an das Ofener General-Kommando zu wenden. In besonders dringenden Fällen könnten sie aber auch bei den Milckar- behörven in Kaschau, Preßburg und Temesvar Hulse auf telegraphischem Wege
errathen ließen, .....- ■
gongen, und haben dort verständnißvolle Ausnahme gesund.n lichen Beisetzung der sterblichen Reste Der r'“'“""““*' t nicht durch einen Prinzen des preußischen Königshauses vcrtteten^ war durch äußere Umstände verhindert worden. • .
gesprochene Absicht Sr. Majestät wurde dadurch vereitelt, _ ,
der Kronprinz Durch das bevorstehende Tauffest zuruckgeha teni war, ■ - .
f. H. sich im Bade befand, Prinz Friedrich Karl k. H. erkrankt, P"Nj Albrecht (Sohn) auf einer militärischen Inspektionsreise abwesend, genug die B r fl durch ein fürstliches Familienglied unausführbar war DichmSachve al oll noch am Vorabend bestimmter Ausdruck gegeben und alet^jeitig ter 1tie«|fl Botschafter in Wien beauftragt worden fein, bet der Trauerfeierlichkeit die -15 tretung der Person Sr. Majestät zu übernehmen. , , mrDD,
lieber den Besuch des italienischen Kronprinzenpaares schreibt die „Pro .
Correfp.": Nicht bloS der kaiserliche Hof und Die höheren Regierungskreise, fo dem auch die Bevölkerung widmet den erlauchten Gasten ein lebhaftes und sy
ssrfnift Folgendes: „AIS Der Trauerlau im bikuiiwhw»»» r ’ i - .
eintrat sind wie dh Bande naher Verwandtschaft und die den beiterfeihgen SRe-„requirtren
und Völkern werthvollen freundschaftlichen Beziehungen der , 2 in reichem dieses Urgan Anoragy s unv tunyuy » »>" """
zahlreiche Zeichen innigen Beileid- von hier aus nach W en r N°plo vom ^'^»n Schärfe des Ausdruckes darauf hinweist, daß zwischen " * Ausnahme gefunden. ZS" Taitd und der serbischen Regierung eine Serbin-
erlauchten Verewigten der Deutsch Kaiser der« Ägr m ehSs Intervention de- Auswärtigen Amtes direkt
"'igshaufes vertreten war, ist nur düng^ besteh, welche Die "amo bestimmt, es Dürfte nicht länger ge-
Die sicherem Vernehmen nach k°T!bu7det'werden, Mu benachbartt/^nd feinster dem Schutzes internatio- ' 6 ' Prinz Karl nalen Rechts stehende Lage dazu benutze, um fortwährend gegen d.e Ruhe Die
nz Albrecht Gesetze und Integrität Ungarns zu ag.ttren. E- ei^unerhört <«
schließt dieser' wlchiige Artikel, daß eine mächtige Monarchie derlei lange Zeit dulde. Es ist sonach ein energisches Einschreiten der Diplomatie Oesterreich-


