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zuströmen würde, ohne Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des

glauben, daß auch dieser Schluß voreilig wäre; daß selbst die

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patriotischem Jubel begrüßen,

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ernstliche Krisis zu bestehen haben werde. Die eng?

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gutes Geschäft zu machen, ohne zu bedenken, wem sie damit zu Hülfe fosmt, oder wessen Interesse sie fördert: so ist doch gewiß, daß dar Capital einer Finanz-

sagen die republikanischen Organe Frankreichs also er­bte französische Republik an, indem sie derselben ihr Geld

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Madrid, 31. Juli, wurden heute hier verhaftet.

operation nicht Schuldners.

Also kennt die Welt anvertraut!

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Bord und segelte heute nach der Insel Aix, wo weitere 210 Verurtheilte ein­geschifft werden; von dort beginnt das Schiff tyte Fahrt nach

konnte unmöglich nach Beseitigung der Gefahr wieder aufgelöst werden. Er als der Erste einen der entschiedensten Schritte gethan, um dem Bündnisse bleibende Gestaltung und die Vorbedingungen einer ewigen Dauer zu geben, hat Sein Volk gelehrt, daß der Deutsche, weß Landes Kind er auch sei, zweites großes mächtiges Vaterland hat, welches Allen dieses Namens

Bayern, sowie sämmtliche Minister bei. Rector Döllinger brachte den ersten Toast aus auf den König von Bayern und das königliche Haus, welcher von der Fest­versammlung mit jubelndem Beifalle ausgenommen wurde. Nach ihm erhob sich der Cultusminister v. Lutz zu dem folgenden Trinkspruche:Der Vorredner hat ein Hoch vorgeschlagen, das lauten Wiederhall gefunden zumal in den Herzen der Bayern. Ich werfe den Blick noch einmal rückwärts nach dem Gefeierten, nicht, um das Gehörte weiter auszuführen und mehr Seines Lobes zu bringen nein! um von Ihm, wie von einem leuchtenden Vorbilde zu lernen, was uns ge­sternt! Vor kurzer Zeit waren Deutschlands Grenzen vom Erbfeinde bedroht. Er hat unverweilt die Söhne seines Landes entsendet, um mit zu kämpfen, um mit zu siegen. Die in ernster Noth geschloffene Verbindung der deutschen Völker

England.

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eber wir wünschten, daß ihr Patriotismus seine Aussicht und in der Gewißheit eines aufrichtigen finden sich gewöhnen möchte.

Spanien.

Der Pfarrer von Alcabon und

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französischen EpicierS, welche sich so gern in Rentiers zu verwandeln streben, mit ihrer Unterzeichnung nicht daran dachten, der Republik ihre Huldiguung darzu­bringen, um so weniger, da sie wohl wissen, daß die Republik ThierS nicht ewig leben kann, daß die Republik Gambetta sie beerben wird; aber unstreitig beweist der unleugbare glänzende Erfolg der Anleihe, daß die Welt ein fast unbedingtes Vertrauen in den finanziellen HülfSquelleu des Landes Frankreich, in die industrielle Lebendigkeit desselben und in die Jnstincte der Ordnung hat, welche durch vorüber­gehende Trubel zwar auf eine Zeit lang von ihren natürlichen Zielen abgelenkt werden können, aber durchaus noch nicht erloschen sind.

Der Erfolg der französischen Anleihe ist daher allerdings eine Anerkennung, zugleich aber auch eine Mahnung, und wenn von Seiten der Rechten der französischen National - Versammlung dem Chef der Regierung durch den Mund des Herrn Marc. Girardin die Ueberzeugung ausgesprochen wurde: daß Frankreich seine guten Erfolge nur der Regierung zu danken habe" so hat ThierS ein volles Recht, diese Anerkennung entgegenzunehmen; denn in der That verdankt es ihm Frankreich, daß er durch Belebung und Ermuthigung der Ordnungsinstinkte im Lande auch das Vertrauen des Auslandes für dasselbe wieder gewonnen hat.

Man kann sagen, daß Deutschland ihm hierbei in jeder Weise zu Hülfe gekommen ist, und es wäre eine Thorheit sonder Gleichen, wenn insinuirt werden sollte, daß wir ihm jetzt den Erfolg nicht gönnten, welcher das Resultat einer so wohlwollenden Politik sein mußte.

Im Gegentheil wird man in Deutschland alle Ursache Haven, mit dem Erfolg der französischen Anleihe zufrieden zu sein; denn die Ausführung des Friedensvertrages ist jetzt gesichert und der Räumungsvertrag wird sich ohne neue Schwierigkeiten und vielleicht noch rascher, als dabei vorgesehen ward, voll­ziehen lassen.

meinsam ist. Er hat durch Sein Beispiel gezeigt, daß wir dieses gemeinsame Vaterland lieben dürfen und lieben sollen mit dem Worte und mit der That. Und wie? Wir lieben unser herrliches Deutschland, Fürst wie Volk, mit der ganzen Kraft unserer Seele. Wir freuen und, baß, was seit dem Verfalle der alten Kaiserherrlichkeit von Geschlecht zu Geschlecht ersehnt worben, jetzt in Pracht­vollendung vor uns steht. Diejenigen, die des deutschen Volkes tiefste Erniedri­gung erlebt, die den Donner der Leipziger Schlacht gehört, die später unter Mühen gelitten für Deutschlands politische Entwickelung, die Jünglinge namentlich an den Hochschulen, die nachmals unsere Väter geworden sie alle haben ge­hofft und gerungen, um die Erfüllung zu schauen. Aber wir, wir sind das glückliche, lebende Geschlecht, wir haben's errungen, wir haben gewonnen: Ein Einiges Deutschland! Unsere Liebe zum gemeinsamen Vaterlande, unsere Freude und unsere Hoffnung, sie mögen ausströmen in dem Rufe: Hoch bas deutsche Reich!"

Straßburg, 2. Aug. Der Central-Actiengesellschast für Tauerei in Köln ist vom Oberpräsiventen die Concesfion für den Betrieb der Tauschleppschifffahrt auf dem Rhein von Lauterburg bis Straßburg-Kehl für die Dauer von 34 Jah­ren ertheilt wocden. Der Betrieb hat vor dem 20. Febr. 1875 zu beginnen. Wenn die spätere Prüfung ergibt, daß die Fortsetzung bis Basel möglich ist, muß die Gesellschaft eventuell wieder in drei Jahren die Fortsetzung bewerkstelligen.

Oesterreich.

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Kopenhagen, 3. Aug. Die Kronprinzession Louise wurde heute Nachmittag 4 Uhr von einem Prinzen entbunden.

Frankreich.

Brest, 31. Juli. DieGaronne" nahm hier 370 verurtheilte Communisten

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man sich kaum eine Vorstellung machen kann. DieMillion", welche früher als Bezug einer jährlichen Pension eingeleitet. Fürst Bismarck hatte aber den Proceß

das äußerste Strebeziel des finanziellen Ehrgeizes galt, ist der Glücksantheil dem Reichskanzleramte überwiesen, welches letztere den Justizrath Lüdicke zu seinem

speculativer Mittelmäßigkeit geworden, und die simplen Millionäre spielen feine Anwalt erwählte. Am Tage der Entscheidung erschienen nun der Justizrath

Rolle mehr. Lüdicke als Vertreter des Reichskanzleramtes und der Kläger in Person vor Ge-

Ein paar Jahre haben genügt, um uns an die Milliardenrechnung zu gewöhnen, richt. Als indessen der Anwalt des Reichskanzleramtes für dieses plädiren wollte,

welche, als sie zuerst in den Friedensverhandlungen mit Frankreich aufgestellt wurde, erhob der Officier dagegen Einspruch, indem er ausführte, daß das Reichskanzler-

eine Art Betäubung hervorrief. amt auf Grund des Reichsgesetzes den Reichsfiscus nicht vertreten könne; dies zu

Frankreich nahm die Miene des Entsetzens an und suchte zu beweisen, rhun, sei nur der Reichskanzler befugt. Deshalb habe er auch nur diesen ver-

daß die ihm abverlangte Kriegsentschädigung aufzubringen unmöglich wäre; klagt, und da derselbe nicht erschienen sei, sondern die Sache einer anderen, nicht daß ihre Leistung gleichbedeutend mit dem völligen Ruin Frankreichs sein würde! zuständigen juristischen Person übertragen habe, so fordere er die Verurtheilung

Aber wie der Krieg und seine Erfolge ganz geeignet waren, um dem des Reichskanzlers in contumaciam. Das Stadtgericht hielt die AuSführungeu bethörten Frankreich zur besseren Selbsterkenntniß zu verhelfen, so hat ihm der des Klägers für zutreffend und erkannte dem Anträge gemäß. Gegen dieses Friede mit seinen finanziellen Opfern erst zum vollen finanziellen Selbstbewußt- Urthcil hat der Reichskanzler die Appellation eingelegt, und darf man dem Aus- fein verholfen und die Franzosen müßten es dem Fürsten Bismarck eigentlich Dank gange dieses interessanten Prozesses gewiß mit Spannung entgegensehen, wissen, daß er sie auf diese Milliarden Probe gestellt hat. Die Drei-Kaiser-Zusammenkunft steht natürlich im Vordergrund des politi-

Wir sagen das nicht aus Mangel an Delicatesse, nicht aus einer den Ver- schen Interesses. Bezüglich des Erscheinens des Kaisers von Rußland erfährt man hältniffen wenig angemessenen Spottlust; wir sprechen nur die Sprache der Franzosen jetzt, daß dasselbe von langer Hand her vorbereitet ist. Den Anstoß gab eine von selbst, die enorme Ueberzeichnung der Anleihe mit Nutzanwendungen begleitend, Berlin aus nach St. Petersburg gerichtete ebenso herzliche als dringende Ein- die nicht blos, wie man zu sagen pflegt, aus der Noth eine Tugend machen, lavung, die Sendung aber des Erzherzogs Wilhelm zu den Manövern von sondern über den Erfolg der Anleihe deren Nothigung vergessen und die 41 Zarskoje-Selo hab: vor allen Dingen den Zweck, dem Kaiser Alexander die 93er- Milliardenzeichnung als dieRevanche Frankreichs" bejubeln, eine Revanche, deren sicherung zu überbringen, daß auch der Kaiser von Oesterreich hohen Werth darauf Gerechtigkeit die ganze Welt durch ihre eifrige Theilnahme an der Zeichnung und lege, in einer persönlichen Begegnung und am Hofe eines Oesterreich und Ruß- Ueberzeichnung zu erkennen gegeben habe! land gleich nahe stehenden Alliirten die letzten etwa noch vorhandenen Reste einer

In den Finanzkreisen wirb natürlich ein kühleres Urtheil über den Erfolg durch die beiderseitigen Interessen einsi bedingten Mißstimmung auszutilgen. Der der Anleihe obwalten; sie werden sehr genau unterscheiden, was bloßer Schwindel Kaiser Alexander hat, als er die Einladung vernahm, dem Kaiser Wilhelm feinen bei den Zeichnungen war. Aber man wird zugeben, daß, von den blos fiktiven Dank, daß er zu der Begegnung die erwünschte Gelegenheit geboten, dem Kaiser Zeichnungen abgesehen, die Anleihe immerhin so günstige Chancen bot, daß eine Franz Joseph aber die Versicherung ausgesprochen, daß es ihm zur besonderen Betheiligung als ein gutes Geschäft angesehen werden konnte und daher ganz Freude gereichen werde, die so lange zwischen den beiderseitigen Souveränen und selbstverständlich die Concurrenz beförderte. Staaten bestandenen freundschaftlichen Beziehungen in ihrer alten Aufrichtigkeit

Gleichwohl wird kein verständiger Mensch leugnen, daß die Finanzoperationen und Herzlichkeit wieder aufleben zu sehen.

eines großen Staates immer auch eine politische Bedeutung haben; und wenn München, 1. August. Dem heutigen Festmahle zur Feier des Universitäts- immerhin die überwiegende Mehrzahl der Zeichner nur daran gedacht hat, ein jubiläums wohnten Prinz Ludwig von Bayern und Herzog Karl Theodor in

Wien, 3. Aug. Kaiser Wilhelm ist heute halb 2 Uhr Nachmittags in Wels eingetroffen, wo er am Bahnhofe von dem Erzherzoge Karl Ludwig im Namen des Kaisers empfangen wurde. Der Kaiser setzte nach kurzem Aufenthalte, von dem Erzherzoge begleitet, die Reise nach Salzburg fort, woselbst er um 43/4 Uhr Nachmittags eintraf und tmHotel zum Erzherzog ÄorP* abstieg. Am Bahnhöfe wurde der Kaiser von dem zahlreichen Publikum lebhaft begrüßt. Morgen reist der Kaiser zum Besuche des deutschen Kronprinzen nach Berchtes­gaden, Montag früh nach Gastein.

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Erst dann aber kann der Friedensschluß seine volle innere Wahrheit gewinnen; und da wir nicht minder aufrichtig, als die Franzosen selbst wünschen, daß der Termin der vollständigen Räumung baldigst herankomme: so mißgönnen wir ihnen nicht, daß sie das Gelingen der Anleihe mit

Aus Oberhessen läßt sich dieMain-Ztg." berichten: Es herrscht in .... verschiedenen Wahlbezirken bereits eine große Rührigkeit in Betreff der demnächsti- gen Landtagswahlen. Vorbesprechungen finden statt, um sich über die zu wählende Persönlichkeit klar zu machen, da so mancher unserer seitherigen Vertreter bei der nächsten Kammersession nicht mehr in Darmstadt erscheinen dürfte.

Darmstadt, 3. Aug. In Den Kreisen der Volksschullehrer ist die Agitation gegen das ihre Gehaltsverhältniffe betreffende, den Ständen zur Beralhung vorge­legte Gesetz fortwährend im Steigen und wird demnächst zu einem entschieden öffentlichen Ausdruck gebracht werden. Als Notiz zu der Frauenfrage theilen wir die Thatfache mit, daß auf dem Bureau für Landesstatistik schon seit geraumer Zeit eine Anzahl Damen, deren Fleiß und Leistungen sehr befriedigend sind, be­schäftigt werven. Ss steht nunmehr fest, daß der Landtag, dessen Wiederzu- fammentritt ursprünglich schon für den verflossenen Monat in Aussicht genommen war, erst im September seine Thätigkeit wieder aufnehmen wird.

Berlin, 2. August. Das Stadtgericht hat kürzlich eine Entscheidung getroffen, welche nicht nur in principieller Beziehung, sondern auch in Rücksicht auf die in dem Processe figurirenden Personen vom hohen Interesse ist. Ein früherer schleSwig - holstein'scher Officier halte gegen Den Reichskanzler Fürsten Bismarck eine Klage wegen Anerkennung seines des Officiers Recht auf