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Bechtheim, Ende Juni, Zu den Gemeinden, in deren Gemarkungen Mause und Hamster seit der Ernte 1871 auf ganz ungewöhnliche Weise hausen, gehört auch Bechtheim. Trutz des Einfangen- auf Gemeindekosten im Herbste 1871 unv trotz der Bertstgung derselben in diesem Frühjahre durch Wasser und durch Gist zeigten sich dieselben doch in der Mitte l. nament­lich in den abgemähten Kleefeldern in solcher Masse, daß der hiesige OrtSvorstand den Beschluß faßte, der weiteren Zunahme, da gänzliche Vertilgung wohl nicht zu erreichen durch Fangen auf Gemeindrkosteu zu wehren. DaS hatte den Erfolg, daß vom 17. bi- 27. d. tncl. gefangen und abgrliefert wurden: 108,000 Mäuse und über 1200 Hamster. Da für fede abgelieferte iNau# 1/2 kr. und für jeden abgelieferten Hamster 2 fr. bezahlt werden, so hat die Gemeinde für Ver- tilaung fraglichen Ungeziefer- wahrend 11 Tagen eine Ausgaben von 940 fl- zu decken; zwar «ine hohe Summe, womit jedenfalls aber großem Nebel und Nachtheil möglichst vorgebeugt wird. (Wurms. Z.)

Au« Kreutzburg (Schlesien) wird gemeldet: Bei einem Gewitter, das sich am 26. Juni über der hirsi^n Gegend entlud, schlug in dem Dorfe KraSkau ein Blitz in die Muhle ein und zeigte auf ganz eigentümliche Weise seine Zerstörungskraft. Der Strahl fuhr durch einen rujst- schen Schornstein/ nahm allen Ruß mit sich, warf ihn durch den Ofen in da« erste Jlmmer,

hlrr. mprovinj, in Wünsche dn »tgksktze gegen ' bcglnM, Mion zu m- putatiwi, geh. « Stfannten atu Auvieitj Als Rssultat e Masche zu

Deutschlands -en Rkgieruug leitet am 26. b ßegen 3J« sie Lonvtntion iftigtr. Man ontn grwacht ürde. SM- - ropaliWen habe foppen juziehen. Die sch nur streng ar tint hartr ich-e Lagt z» lauszuschikben. o ße bekannt- vas UniverS, ng. DitM .il 1874 stark n Partei Ul

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Obeffa 1. Juli. Die Cholera nimmt in Südwestrußland zu. Die Kiewer Seminarten und das Mädchengymnasium wurden geschlossen. (Presse.)

Rumänien.

Herr Weißmann, ein Israelit und naturallfirter Franzose, zu Bottuschan (Rumänien) wohnhaft, richtet folgenden, vomJournal des Debats" mttge. thcilten Bries an seinen in Paris wohnenden Bruder. Er bespricht die neue Episode der Verfolgungen, gegen welche die Garantie - Mächte schon so ost protcstirt^ha ich mich in meiner Eigenschaft als Mitglied der

Alliance israclite" auf das Coarmiffanat zu Bottuschan, um Beschwerde zu fuhren in Betreff der ungesetzlichen Verfolgungen, welche ein Polizeichef kürzlich gegen meine Glaubensgenossen geübt. Da es erst 6 Uhr des Morgens war, als ich mich in Begleitung des Herrn Procuraiors vorstellte, verließ mich dieser, um tn einer Stunde wieder bei mir zu sein. Der Polizeichef, ein gewisser Constantin Plgca, welcher schon w'gen seiner Grausamkeit gegen die Israeliten bekannt war, benutzte die Abwesenheit des Procurators, um mit 10 Gendarmen (Dorubanz) auf Mick loszustürzen. Ich wurde geknebelt,Jude, Mörder Jesu" genannt und mit Stockschlägen so arg mißhandelt, daß das Blut aus meinen Wunden stoß. Ich hatte vollständig die Besinnung verloren. Die mörderischen Bearntcn ließen mich für tobt auf dem Platze liegen und machten sich aus dem Staube. Nun ist dieser Constantin nicht nur nicht bestraft, sondern auch im Amte belassen worden. Ich appellire an die Gerechtigkeit aller europäischen Mächte! Als alleinige Stutze einer zahlreichen Familie und einer verwittweten Mutter mit sechs kleinen Kindern, und da ich in einigen Tagen den erhaltenen Wunden zu erliegen glaube, will ich wenigstens diese Thatsachen vor meinem Tode der Würdigung der civilifirten Welt unterbreiten, damit die Regierungen Europa's, wenn die Zeit kommt, diese ewigen Peiniger der Israeliten zu bestrafen wissen. Moritz Moses Weißmann."

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Madrid. Aus Spanien kommen immer mehr Berichte, welche für den De- Sand der Dynastie Savoyen durchaus nicht günstig lauten. Der König Amadeo scheint einen letzten Versuch zu machen, die liberalen Fraktionen des Landes zur Unterstützung seiner Regierung zu vereinen, indem er "Begleitung dreier Minister die Provinzen besucht, welche der Hauptherd der carlisttschen Umtnebe waren. Die republikanische Partei, sowie die konservative haben beschlossen, bei den bevor- stehenden Wahlen sich jeder Betheiligung zu enthalten. Die erstere will in diesem passiven Widerstande so lange verharre», bl« die von ihr gewünschte Republik

Personen vom Blitze gestreift war, die eine am Arm, die andere auf dem Rücken, die dritte auf der Brust, die vierte am Arm und andererseits am Bein, bei der fünften zeigte sich eine baum­artige Röthung, etwa wie der Stamm einer Pappel mit seinen tn sehr spitzen Winkeln aufstreben­den Zweigen. Keine dieser Personen hat jedoch eine schwere Beschädigung erfahren.

In der katholischen Buchdruckerei zu Gratz ist jetzt einLeitfaden der Naturlehre, für Volksschulen bearbeitet" erschiene». Es heißt darin u. 91.:Wie kommt es, daß das Holz im Feuer (') zu Asche verbrennt?"DaS Feuer dringt in die Poren deS Holzes und zerstört den Zusammenhang desselben." -WaS ist die Luft?"Die Luft ist ein feiner ('.) und zusam­mengesetzter Körper."Wie viel Hauptarten Luft gibt es?"Außer mehreren Nebenarten gibt es erstens Lebenslust, zweitens Stickluft, dritten« Kohlensäure."Wie entwickelt sich die Stickluft?"Aus den Blüthen und Früchten im Sonnensckein und aus den Blattern der Pflanzen im Schatten und in der Nacht."Woraus besteht die gewöhnliche Luftart?" Aus Stickstoff, Wasserstoff ('.), Sauerstoff und Kohlensäure!"Warum ist das Meerwaffer am schwersten?"Weil es Salz und Bitterstoff enthält, daher eS auch große Schisfe ,u tragen im Stande ist!"Wie entsteht Feuer?"Wenn der Wärmestoff sich mit dem Luftstoff verbindet und durch die Aufnahme von Sauerstoff au« der Luft in den einen oder anderen Körper sich verwandelt!" -Was der Blitz?" -Der Blitz. ist ein glühender Funke, welcher alle brennbaren Bestandtheile in der Luft zusammensucht, weßhalb er dann rm Zickzack zur Erde ntederfährt!" Sollte man« glauben, daß solcher Unsinn noch 1872 tn Deutschland einen Verleger findet?

Eine Katastrophe, beinahe unvergleichlich an Schrecklichkeit, welche durch eine letzte und fürchterliche Demonstration die entsetzlichen Grausamkeiten des sogenannten Kulihandels in Macao enthält, und die sich im Mar v. I. tn dem Chinesischen Meere ereignete, wurde kürzlich in einem Berichte an das englische Parlament ge­schildert.The Daily Telegraph" meldet hierüber Folgendes: Ein Schiff,Don ^uan , ging am 4. des genannten Monats von Macao aus nach Peru unter Segel , und es hatte 655 Kuli (chinesische Auswanderer) an Bord. Diese Unglücklichen stnd aber durchaus nicht freiwillige Auswanderer, sondern ste werden thetts geraubt, therls aus andere Weise zusammengebracht. Zunächst muß erwähnt werden, daßl der «Don Juan unter portugiesischer Flagge segelte. Einmal an Bord , wurde diese Anzahl von Kulrs thatsächlich in ein Gefängniß gebracht- Man sperrte ste unter das Hauptdeck, schloß die Zugänge zu diesem durch drei Eisengitter, und es wurde nur von Zett zu Zert zehn Kulis erlaubt, auf das Deck zu kommen, um frische Luft zu schöpfen- DaS Schiff egelte bei günstigstem Wetter von Macao ab- Am zweiten Tage der Reise wählte der Capitän, wie ein Oesterreicher, Namens Kerker, der sich unter der Schiffsmann­schaft befand, ausgesagt hat, zwanzig Kulis aus und ließ ste nut größter Brutalität in Eisen legen, damit sie den unzufriedenen Anderen zum Beispiele und zur Warnung dienen sollten. Am dritten Tage entstanden Schwierigkeiten darüber, wie man die nöthigen Nahrungsmittel zu den eingesperrten Kulis hmabbrmgen sollte, da diese so aufgeregt waren, daß sie bei dem Oeffncn der Gitter sicher auf Deck gestürmt waren. Der Proviantmeister wurde zornig und schlug jene Kulis, ^lche sich herausdrangen wollten, mit einem Stock, worauf die Kulis einen Versuch machten, sich auf die Schiffs­mannschaft zu stürzen- Die Eisengitter wurden sofort über ihnen zugeschlagen, und als sich die Armen dagegen drängten, um Luft zu schöpfen, wurden Musketen auf die Masse abgefeuert. Es scheint, daß dann einige wenige Kulis m vollständiger Ver­zweiflung in einem Waarenlager unter dem Deck Feuer anlegten. Vielleicht. hvffttv fce auch dadurch die Schiffsmannschaft zu zwingen, ihr Gefangmß zu offnen. Die Matrosen versuchten es, in den Sitz des Brandes Wasser,hinab zu pumpen, aber die bis zum Wahnsinn gebrachten Chinesen öffneten die Stückpforten und sowurde: das Pumpen fruchtlos. Das Feuer verbreitete sich nun unten nach allen Richtungen, und dichte Rauchsäulen schlugen bald über das Hauptdeck und erstickten die Massen der Kulis, die an den früheren Vorgängen keinen Antheil genommen hatten. Rothe Flammen­zungen und erstickende Rauchwolken umgaben bald das Schiff von allen Setten die unglücklichen Gefangenen schlugen an die Eisengitter, rissen an den verschiedenen Theilen des Deckes von unten, und einige versuchten es sogar, durch die (rauchfang- artigen) Ventilatoren auf das Deck zu kriechen. Aber alle vorhandenen Oeffnungen waren zu schmal, um den Körper eines Menschen durchzulasten. ^>n zwei Stunden hatte das Feuer das Hauptdeck erfaßt, was so viel bedeutete, als daß ganze Masten 1 von den Chinesen bereits geröstet und im Rauche erstickt waren, uno doch unternahm

1 das Schiffsvolk auch jetzt noch nicht den geringsten Schritt, um auch nur einige von

den unglücklichen Gefangenen zu retten. Das Schiffsvolk setzte nur drei Boote für

: sich selbst aus und stieß von dem brennenden Schiffe ab und überließ die ganze

Menschenmasse dem entsetzlichsten Feuertode. Die See war ruhig- Wahrend der ' Capitän mit seinen Leuten abfuhr, stand das ganze Schiff m Flammen, unb aus dem Feuer ertönten die fürchterlichen Schreie der armen Kulis. Der schurkische Capttan mit seinen Leuten wurde gerettet, eine chinesische Dschonke nahm sie auf- Derselbe Augenzeuge, der dies Alles erzählte, meldete auch, daß die zwanzig Chinesen, welche auf dem Deck in Eisen gelegt worden waren, ihre Fesseln brachen und nach derselben Dschonke schwammen, welche den Capitän und seine Leute rettete, aber sie wurden zurückgestoßen und ertranken. Inzwischen war es den m dem brennenden Schiffe Be­findlichen und noch Lebenden doch gelungen, aus dem Zwischendeck herauszubrechen. Massen waren bereits durch Flammen oder Rauch getödtet, viele Andere waren völlig mit den Füßen zerstampft worden. Nur etwa Hundert brachen aus dem Feuerpfuhle und stürzten sich in daS Meer. Sie suchten sich an Holzbalken und anderen Dchfffs- trümmern festzuhalten und hingen daran, bis sie am nächsten Morgen durch Fischer­boote ausgenommen wurden Die Mehrzahl war aber bereite todtlich verletzt, «ls ste die Flucht ergreifen konnte, Andere waren ertrunken, Andere von fallenden Schlffs- trümmern erschlagen worden. Wenigstens fünfhundert waren verbrannt. Diese Un­glücklichen segelten, wie erwähnt, unter der Flagge der katholischen Maiestat des Komgs von Portugal. Vier der geretteten Kulis machten Aussagen vor den Behörden tn Hongkong. Einer, Namens Wong-Ahfaht, erklärte: em Makler, Namens WongrAmook, habe ihm gesagt, er könne leicht acht Dollars verdienen, wenn er einen (Sang zu der Emigranten- Baracke nach Macao machen und sich dort als Kuli für- Peru anbteten wolle. Der Makler versprach, ihn wieder zu holen, wenn er das Geld habe, was er natürlich nicht that. Andere wurden ebenfalls durch List und Betrug nach dem Schiffe befördert. Unzweifelhaft wird das englische Parlament Schritte thun im Interesse der Menschheit, wie im Interesse der Ehre des auf den Meeren so einflußreichen Groß-

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falsch bezeichnet. Indessen trifft heute aus Rewyork folgendes ^grarnrn . betfelben ln anfMenbe Zimmer, zerstörte auch hier die Fenster und riß Löcher, sprang rrL, rTxi-mtotcr Fannie hat auf Euba 56 Flibustier und eine Ladung Kriegs- übct einc etwa 8 Zoll von der Wand abstehende Wiege, in welcher em Kind schlief und unverletzt

Mix yampi« DU Svanischc Nachrichten versichern, der Dampfer sei verbrannt, bild), ging dicht über der Wiege durch d,e Wand und kam in das dritte Zimmer Hier saßen

material au6(Vfd) ff b Anführer aetödtet und die Hälfte Der ExpeditionS- der Müller, seine Frau, ein Knappe, ein Knecht und eine Magd um den MittagStisch und aßen,

die Ladung weggenommen, der Anführer getodtel uno otr ; M Qin lle« Aufleuchten - und alle stürzten betäubt von den Stühlen und bedurften erst längerer

Mannschaft erschossen oder gefangen genommen. ES wird noch etn anoeres aewugtfein »ieber Unterdessen hatte der Blitz auch hier die Fenster

Schiff mit vier Geschützen tn Den kubanischen Gewässern stgnaunrt. zertrümm.rt, Löcher gebohlt, eine Ofenkachel zerschlagen und war durch den anderen Schornstein ft L h,r aemeldet wird, werden Die spanischen Blätter wohl keinen (t)fnnach oben zeigte sich an leichteren Zerstörungen des Ofens sein Weg) hinausgegangen. Jetzt, wo Der Steg ßemeiD« Wir , ' zurugeben. Bet der Etlichen Untersuchung, die bald darauf erfolgte, stellte sich heraus, daß zede der erwähnten

Anstand mehr nehmen. Die Ex stenz Des KP swisies zvzug Personen vom Blitze gestreift war, die eine am Arm, die andere auf dem Rucken, die dritte auf

Darmstadt, 1. Juli. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben uiittelst Allerhöch­ster Entschließung vom 25. v. M. die gegen Louise, geb. Guntrum, Wittwe bet Forsters Damd­mann von Bauschheim, erkannte Todesstrafe in lebenslängliche Zuchthausstrafe zu verwandeln geruht. 2. Juli. Sieben Berliner Bauernfänger verkauften hier unter allerlei Vor­

wänden in den letzten Tagen zu wahrhaften Schleuderpreisen große Quantitäten Damaftleinen, sowie Wollen- und Seidenzeuge, welche sich als gefälscht erwiesen. Em in der Nähe von Darm­stadt wohnender Förster, welcher Wirthschaft treibt, soll allein für 900 fl. von den Gaunern gekauft Haden. Einem hiesigen Schuhmacher, der um 70 fl. geprellt wurde, gelang eS gestern die Gesellschaft mit Hilfe seines Lehrlinges, der als Detective fungirte, zu ermitteln und de» ihren i Plänen zu belauschen. Er zeigte dieselben der Polizei an und wurden sechs Mitglieder der Bande festgenommen (vier davon find Juden), auf einen wird noch gefahndet. Die Maaren, welche sie bei sich führten, wurden unverweilt saisirt. .

Darmstadt, 3. Juli. Gestern Nacht brach in einem dem Cchlossermeister Jacobi gehör - gen Hinterbau zu Bessungen ein Brand aus, der das ganze zweistöckige Gebäude bis auf die Mauern zerstörte. Der Brand überraschte die meisten Bewohner im Schlafe; dieselben mußten zum Theil direct aus den Betten auf die Straße flüchten. Der Feuerwehr, insbesondere der Beffunger Turner-Feuerwehr, die sich sehr thätig zeigte, gelang e«, die weitere Ausdehnung des Brande« zu verhindern. Der Brand war auf dem Boden deS Hauses auSgebrochen, wo fich em ziemlich er Holzvorrath befand. ,

Darmstadt, 3. Juli. Heute Morgen ereignete fich in der Heir.richsstraße das Unglück, daß beim Sprengen von Felsen zum Zwecke der Anlage eine« Brunnens einen Arbeiter herum­geschleuderte Steine trafen und sehr schwer am Kopfe verletzten.

Darmstadt, 4. Juli. Gestern Nachmittag ereignete fich auf einem Grundstücke westlich von dem Main-Neckar-Bahnhof, hinter der Hausen'schen Villa, ein schwerer Unglück,fall. Mehrere Arbeiter waren mit Graben eines Brunnens beschäftigt, ohne die üblichen VorfichtSmaßregeln gegen Zusammem-utschen deS Erdreichs anzuwenden. Plötzlich wurde der eine von ihnen, welcher in dem schon ziemlich tiefen Schacht arbeitete, von einer Sandschichte überschüttet. Sein Genosse wollte ihn durch Entfernen der Erde retten und kam auch nach eifrigem Bemühen so weit, daß er seine Hand ergreifen konnte, als auch er von zusammenstürzenden Sandmassen verschüttet wurde. Auf Anordnung der nach erhaltener Nachricht herbeigeeilten Polizeibeamten wurden die entsprechenden Rettungsarbeiten, zu welchen die Main-Neckarbahn eine si^ßere Anzahl Arbelter gestellt hatte, sogleich unternommen. Auch einige Aerzte waren bald am Platze. Man grub einen schiefen, treppenförmigen Schacht, um zu der Stelle zu gelangen, wo man die Verschütteten vermuthen mußte. Die Arbeiten wurden nach eingetretener Dunkelheit bei »ack"beleuchtung fort­gesetzt, waren aber um 9 Uhr noch nicht mit Erfolg gekrönt. Eine große Menschenmenge hatte sich am Orte deS Unglücks eingefunden. , , __ dci xvirniuiytu, iviv *** --- ~v-- - -- ----- ___.

Nachschrift, Nachgrabungen nach den Verschütteten haben blS heute Morgen noch britannien, um solche Scheußlichkeiten für künftig unmöglich zu machen. zu keinem Ziele geführt. ES mußte noch ein neuer Schacht angelegt werden, um an die Stelle, "

wo die Verunglückten sich befinden, zu gelangen. Deren Tod dürfte übrigen, keinem Zweifel mehr unterliegen. Die Arbeiten werden fortgesetzt und werden vermuthlich noch den ganzen Tag

(Eingesandt)

Der Hessische Landes-Lehrer-Verein, welcher am 1. Juli d. I. in Gießen tagte, fühlt sich gedrungen, dem Herrn Universitäts-Musik-Director Mrckler seinen herzlichsten Dank öffentlich dafür auszusprechen, daß er durch die ut jeber Beziehung meisterhafte Aufführung des OratoriumsPaulus" den zahlreich anwesenden Lehrern unseres Landes einen so herrlichen Kunstgenuß bereitet hat. Umsomehr, da er diese prachtvolle Ton­schöpfung unseres leider zu früh verstorbeneil F. Mendelssohn, nicht nur gerade auf den Tag^ der General-Versammlung des Hessischen Landes-Lehrer-Verems verlegte son­dern auch noch das Opfer brachte, die Eintrittskarten der Lehrer auf den halben Preis zu ermäßigen. Im Auftrag des Hessiichen^Landes-Lehrer-Vereins:

Handelsberichte.

Kassel 1. Juli. Bei bet heutigen Ziehung ber kurhessischen 40-Thaler-Loose wurden folgende Äuptaewinne gezogen: Nr. 50946 36,000 Thlr., Nr. 84,184 8000 Thlr. Nr. 12088 4000 Thlr Nr 59667 2000 Thlr., Nr. 22262 und 22268 je 1500 Thlr., Nr. 21088, 83856 und 160783 je 1000 Thlr., Nr. 22130, 23924, 3-1201, 21082 und 15639 je 400 Thlr. Nr. 120598, 22131, 30077, 120582, 66248, 117237, 148171, 153546, 55261 und 77932