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Gießener Anzeiger

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1852.

Freitag den 5. Juli

werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch bei allen Post-

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Hallwachs.

Bezüglich der vor Kurzem vor'genommenen Auf-

-Darmstadt, 2. Juli.

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Social-Demokraten eiferten. . . ,,

Berlin. Nachdem unser Verhältniß zu Frankreich in einer nach jeder Richtung hin befriedigenden Weise geordnet ist, dürfte die Bekämpfung jener schwarzen Feinde, welche die Autorität des Staates untergraben wollen, an btt ste Stelle der Ausgaben treten, die zu erfüllen die Pflicht unserer Regierung i|t. Fürst Bismarck hat den ihm angebotenen Kampf ausgenommen; das genügt, er ist de, Mann, ihn durchzuführen. Er hat bewiesen, daß er seinen Willen, welchem die Majorität de« preußischen Dolles entgegenstand, durchsetzt, warum soll thm der Sieg in einem Kampfe entgehen, in welchem er von der öffentlichen Meinung de« ganzen deutschen Vaterlandes, ja fast de» gejammten Europa unterstützt wird. Er ist nickt der Mann der bleichen Furcht, welcher zurückweicht, wenn man auch aus gegnerischer Seite versucht, über seinen Kops hinweg timt mit dem Throne

stellungen, welche geeignet find, das Verfahren der Kroßherzoglichen Regierung 'N unrichtigem Lichte erscheinen zu lassen. Wir glauben daher darauf hinwelien zu dürfen, daß die Annahme, jede Besoldung könne um i/5 resp. V6 aulgebessert werden, keine zutreffende ist. In der den Ständen überreichten Propositwn war nur im Allgemeinen von einer solchen Aufbesserung von Vs "sp. Ve otd Grundlage die Rede, von der ausgegangen werden solle; im Einzelnen wurden aber in den, an die Stände gelangten Specialctats die für die einzelnen Stellen geforderten Summen bei allen Besoldungen, großen und kleinen, in gewissenhafter Abwägung des Verhältnisses der einzelnen Steven zu einander angesctzt. Dieser Grundsatz ist gleichmäßig in allen Refforts und bei allen Beamten zur Durch­führung gebracht worden. Alle die Aufbesserung der Gehalte bezweckenden An- sorderungen der Regierung sind zur großen Genugthuung derselben von den Ständen vcrwilligt worden, und die Großherzogliche Regierung hat nicht gesäumt, die verwilligten Gehalte in der verwilligten Größe den Beamten zukommen zu lassen. Kein Beamter hat weniger Zulage erhalten, als die Stände bewilligt haben. Da wo bei einzelnen Beamten di-.' Besoldungen noch nicht aufgebessert sind, müssen die Gründe in anderen Verhältnissen gesucht werden. Auch dort ist eben die Großherzogliche Regierung eifrig bemüht, die noch entgegenstehenden Schwierigkeiten zu beseitigen. Ztg)

Darmstadt, 2. Juli. Das Programm der Generalversammlung des Vereins für Volksbildung ist wie folgt festgestevt: Am 6. d.M. Nachmittags Sitzung des Central-Ausschuffes, Abends Versammlung imDarmstädter Hof", Begrüßung oer Gäste durch den Bürgermeister. Den 7. Vormittags 9 Uhr Eröffnung der Generalversammlung in der Freimaurerloge, Nachmittags 5 Uhr Festessen in der Traube". Am 8. Fortsetzung der Verhandlungen, Nachmittags gemeinschaftlicher Spaziergang (Ludwigshöhe). Am 9. soll ein Ausflug in die Bergstraße unter­nommen werden. Gestern Abend hielt der hiesige Zweigverein eine interessante Berathung über die Frage der Fortbildungsschulen, welcher Gegenstand in der oben genannten Generalversammlung bfn Mittelpunkt der Verhandlungen bilden

, wird. Allseitig wurde anerkannt, daß das zu erstrebende Endziel der obligatorische Fortbildungsunterricht sein müsse. Die Mehrheit der Ansichten ging indeß dahin, , daß derselbe dermalen nur in den Städten durchführbar, auf dem Lande aber - bereits auf dem Wege der Gesetzgebung, etwa durch Gründung von Schulder- i bänden, vorzubereiten sei. Die Idee einer Verlängerung des Volksschulunterrichts , um ein Jahr fand wenig Anklang, ebenso die Abhaltung des FortbtldungSunter- I richtS nach beendigter Arbeitszeit, wogegen namentlich die als Gäste anwesenden

her finden äanenidi Emil Junker.

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Darmstadt, 2. Juli. !------- , , .

1. Bekanntmachung Großh. Ministerium des Innern, dte Praclusivfrtst für die Anmeldung von'Ansprüchen auf Vergütung von KriegSleiftungen betr.

2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Ver­nichtung von eingezogenen Grundrentenscheinen betreffend.

3. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Ftnanzen, dte zur Ausfertigung von Uebergangsscheincn bei der Versendung übergangSpeuerpflichtiger Gegenstände ermächtigten Stellen betreffend.

4 Übersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestrettung Bedürfnisse in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Oppenheim.

5. Desgleichen in den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Mainz.

6. Uebersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung Communal-Dedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Büdingen.

7. Desgleichen in den Gemeinden des Kreises Heppenheim.

8. Ordensverleihungen.

9. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens.

Erscheint täglich, mit. nähme Sonntags.

Expedition: Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.

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Ritt

10. Ertheilung von ErfindungSpatenten

H. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben averonädigst geruht: am 30. April den Schloßverwalter der Schloßoerwaltung Braunshardt Georg Heinrich Seeling zum Schloßverwalter der Schloßverwaltung Kranichstein, am 16. Mai den Saalwärtcr bei der Schloßverwaltung Kranichstein Jacob Schmid zum Hofgartenwärter bei der Hofgärtnerei Darmstadt, am 27. Mat die seither widerruflich angenommenen Hosköche Joseph Fricker und Wilhelm Viöl definitiv zu Hosköchen zu ernennen; an deins. Tage dem Schullehrer Jacob Schultheis zu Maulbach, im Kr. Alsfeld, die 1. evang. Schulstelle zu Kelsterbach, im Kr. Groß-Gerau, am 30. Mai dem Schulamtsaspiranten Johannes Erkmann aus He mersheim, im Kr. Alzey, die evang. Schulstelle zu Dieburg, im Kr. Dieburg, dem SchulamtSaspiranten August Friedrich Wilhelm Wagner aus Friedberg, im Kr. Friedberg, die sechste evang. Schulstelle zu Bad-Nauheim, im Kr. Friedberg, am 31. Mai dem SchulamtSaspiranten Johann Daniel August Müller aus Friedberg die 2. evang. Schulflclle zu Groß-Karben, im Kr. Vilbel, und am 3. Juni dem SchulamtSaspiranten Karl Friedrich Gieles aus Klein- Welzheim, im Kr. Offenbach, die 3. kath. Schulsteve zu Unttr-Schönmattenwag, im Kr. Lindenfels, zu übertragen; an demselben Tage den Werkstattenarbetter Johannes Wolf aus Elbenrod zum Heizer bei der Main-Neckar-Etfenbahn zu ernennen; am 8. Juni den Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamte Bmgev, Conrad Heinrich Reinhardt, in gleicher Diensteigenfchaft an das Kretsbauamt Darmstadt, zu versetzen und an demselben Tage den Kreisbauaufseheraspiranten Ferdinand Illert aus Viernheim zum Kreisbauausseher bei dem Kretsbauamt

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Bekanntmachung

Bräctusivfrist für die Anmeldunq von Ansprüchen auf Vergütung von Kriegsletstungen betr.

" Rack dem Erlasse dos'Reichskanzlers vom 27. Juni 1871, welcher durch Die Bekanntmachung der Großherzoglichen Munstmen des Einern und des 4 * 7 4 «71 di? Dk-mobiliffruna betreffend (Regierungsblatt Seite 270), zur öffentlichen Kenntniß gebracht worden, ist das Gesetz vom 11. Mat

i'tz72 an gerechnet, also spätestens.bis zum 30. September 1872 Bei dem Kreisamte ihres Wohnorts anznmelden. Alle Ansprüche der fraglichen 1 tr l*Betilionl orxt WM? bis dahin nicht angemeldet worden 'sind, werden von jeder Befriedigung ausgeschlossen.

--------- * ' Darmstadt 29. Juni 1872. Großherzogliches Mtmstermm des Innern.

' v. B e ch t o l d.

- Bestellungen auf den Gießener Anzeiger Exp^edttionen unVben Land-Postboten entgegen genommen.

XXVM Abonnenten welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhallen denselben für das III. Quartal'zu 1 fl. tÄ^nfess ' -------

f*rg. VA liimort - M

Wfaftdj- Kriegs vom 7 ""wFuchhhandlu«, l851 Nicker.

P reiL vierteljährig 1 fl. 12 fx. t)fin9v . mit Bringerlohn. Durch die Finderist vi W bezogen vierteljährig r-' r to,rk ' 1 fl. 29 kr.

Bingen zu ernennen. , ,,, _ , ,

12. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben allergnädigst geruhte am 19. April den Gr. Schioßrerwalter der Schtvbvkrtraltnng Kranichstein, Wildweister Albert, auf fein Rachsuchen temporär bi« zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, unter Etthetlung der Erlaubmß zum Forttragen der Uniform ter actieen Beamten; am 8. Juni den Schullehrer an ter 1. evang.' Schule zu Guntersblum, im Kr. Oppenheim, Christian Eastethun auf fein Naehsuchen in den Ruhestand zu versetzen.

13. Ste.befalle. Gestorben sind: am 8. August 1869 der pens. Schullehrer