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Freiwillige städtische Feuerwehr.

524) Montag den 5. l. Mts., Abends 8 Uhr, im Saale zum Stern, Mäusburg:

Haupt- und Wahlversammlung.

Tagesordnung: 1) Wahl der Führer und Vorstände;

2) Stiftungsfest.

_______________ Der Vorstand.

Laute Anfrage

an die Herren Bäckermeister in Gießen.

494) Warum kann die Commisbäckerei in der K a tz e u st e i naschen Besitzung ein ausgezeichnetes Schwarzbrod von 4 Pfund für 18 kr. liefern? Antwort gef. erbeten. ______________________________

s Großer Gemälde Salon

von Joseph Bi mb kl ans Main;.

526) Allen Freunden und Bekannten hiermit die traurige Anzeige, daß unser guter Gatte, Sohn und Bruder

Hermann Herbert

gestern morgen 3 Uhr sanft entschlafen ist.

Gießen, den 3. Februar 1872.

Die trauernden Hinterbliebenen.

NB. Die Beerdigung findet Sonntag, Vormittags 11 Uhr, statt-

527) Sonntag den 4. b. Mts., Nachmittags 4 Uhr:

Oesfcutliche Arbeiter - Versammlung

im Nebenzimmer des Promenadehauses.

Tagesordnung: Gründung einer allgemeinen Arbeiter-Kranken- und Sterbckafse.

Wir ersuchen alle sich dafür Jnteressirendeil pünktlich zu erscheinen und für das Zustandekommen des Unternehmens kräftigst zu wirken.

Im Auftrag: K. Orbig.

528)

Löiiys IBierkeHcr.

Sonntag den 4. Februar 1872 :

C o ncert

von einer gutbesetzten

H a r in o n i e in u s i k,

ausgeführt von einem Theil der hiesigen Militair-Capelle Nr. 116.

Entree 6 fr.

Anfang des ersten Concerts Nachm. 4 Uhr, des zweiten Abends 8 Uhr. Hierzu ladet ergebenst ein: B. Werminghoff.

Frankfurter Hof.Ä

526) Sonntag den 4. Februar 1 872:

Einem geehrten Publikum von Gießen und Umgegend hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meinen Gemälde - Salon vom 3: bis 11. Februar hier eröffnet und Folgendes zur Schau gestellt habe.

P r o g r a m m :

Die Schlacht bei Wörth, man sieht die bayerischen Jäger flehen Turkos im Gefecht, sowie Se. königl. Hoh. den Kronprinzen von Preußen mit seinem Generalstab. 6. August 1870.

Die Erstürmung des Gaisberges durch Bayern und Preußen.

Der furchtbare Straßenkampf in Weißenburg.

Das Bombardement non Straßburg.

Die Belagerung von Metz.

Die Schlacht bei Sedan mit der Gefangennahme des Kaisers Napoleon, man sieht, wie Napoleon Sr. Maj. dem König von Preußen seinen Degen überreicht und sich ihm ergiebt. 2. September 1870.

Auto-«la-Fe aus der Zeit der spanischen Inquisition. Abgehalten zu Toledo 1486.

Innere Ansicht einer Folterkammer aus der spanischen Jnquisitionszeit.

Das jüngste Gericht.

Eine Goldwäscherei am Flusse Sakraments in Kalifornien.

Einschiffung des Kaisers Max nach Mexiko in Miramare am 14. April 1864.

Cincinnati am Flusse Ohio in Amerika.

Generalübersicht sämmtlicher Hauptstädte, als: Paris, London, Petersburg, Berlin, Rom, Constantinopel, Wien 2c. rc.

Der Nordpol mit dem Nordlicht; man sieht die Grönländer auf dem Wall­fischfang, auf der Eisbären-, Wallroß- und Seehundjagd.

Der Schauplatz ist in der Schulstraße. Eintrittspreis für Erwachsene 6 kr., Kinder 3 kr.

Joseph Bimbel.

Restauration JL a h n s t e i n.

530) Sonntag den 4 Februar:

Streich-Sextett»

Anfang 4 Uhr Nachmittags und 8 Uhr Abends. Entree 6 kr.

529) William laiez

wird statt Montag den 5. Februar, Mittwoch den 7. Februar Julius Cäsar lesen. Karten zu dieser Vorlesung ä 36 kr. sind in der Exped. des Gießener Anzeigers zu haben.

der hiesigen Regiments-Musik.

Anfang halb 8 Uhr. Entree ä Person 6 kr.

Bekannt m a ch n n g.

Nach §. 15 der Telegrapheuordnung für die Correspondenz auf den Linien des Telegraphen-Vereins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu recommandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme mitwirken, vollständig kol- lationirr und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten ober nach der Abgabe an die Weiterbeförderungs­anftalt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist.

Die Einführung der recommandirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten Ueber- mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegra­phischen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahrungsmäßig werden recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben, muth- maßlich weil die Taxe für die Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist.

Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten, sich eine correcte Uebermittelung seiner Depesche, so weit es thunlich und nötbig ist, au sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirung, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen TelegraphengebieteZ gerichtet ist, die Vortheile der Recommandation auf einzelne Theile seiner Depesche be­schränken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gejammttaxe zu hezahlen.

Zu diesem Zweck bat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §.14, 6 der Telegraphenordnung), deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothweudig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc. wird bei der Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des §- 14, 7 der Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beförderung resp. Ausnahme der Depesche betheiligten Stationen collationirt werden.

Gelaugt trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, so werden dem Aufgeber auf desfallsige rechtzeitige Reclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zurückgezahlt werden.

Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecom- mandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet.

Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler.

Im Auftrage:

D e l b r ü ck.

Bekannt in a ch ii n g.

472) Einem vcrehrlichen Publikum hierdurch die Nachricht, daß der größere Theil der hiesigen Detail-Handlungen übereingekommen ist, mit dem 1. Februar d. I. das neue Gewicht einzuführen. Es kommen dadurch Lothe, Achtel- und Viertel-Pfunde außer Gebrauch und wird nur nach Gram­men, Zehntel- und Fünftel-Pfund verkauft.

Epileptische flträanpfe (Fallsucht) heilt der Specialarzt für Epilepsie Dr. O. Killiscli in Berlin, jetzt Louisenstrasse 45. Bereits über Hunderte vollständig geheilt. (213)

495) Ein reinliches Dienstmädchen ge­sucht in der Restauration W. Hofmann., Eintritt sogleich.

Lehrlings - Gesuch.

516) Ein braver Junge kann unter gün-! stigen Bedingungen bei mir in die Lehre treten. Julius Bach, Graveur, i

510) Nr. 15 hat das Eckbrettchen, Nr. 49* die gehäkelte Decke gewonnen.

Vogel, Polizeidiener. !

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