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Börsennachrichten.
2. Januar 1872.
Frachtbriefe für die Main-Weser-, Coln-Mmdener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen
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Art und Größe des Bedarfs liegt bei der Drucksachen-Verwaltung offen, bei welcher auch die Bedingungen eingesehen werden können. — Offerten und Muster sind bis zum 12. d. MtS., Vormittags II Uhr, einzureichcn.
Gießen, den 2. Januar 1872.
Der Rechnungs-Intendant: Neun ing.
Bekanntmachung.
33) Die diesjährige Lieferung der Schreibmaterialien und sonstigen Bureau-Bedürfnisse der Verwaltung der Oberhessischen Eisenbahnen soll im Wege der Submission vergeben werden. Das Verzeichniß über die
Frankfurt a. M., 2. Januar. Börsenbericht. Die Börse begann das neue Jahr mit lebhaftem Geschäft und äußerst guten Cvursen. Der Verkehr war heute sehr rege, besonder- große Umsätze fanden in Anlagepapieren statt. Alle deutschen Staatspapiere und Prioritäten, sowie österreichische Prioritäten waren gesucht und besserten namentlich letztere wesentlich ihren Cours.
Von SpeculationSpapieren wurde« österreichische Creditactien 332i/2—333Vz umgesetzt. Staatsbahn 3953/4—39ö—396‘/2—396. Durch die Detaschirung der Janucrr-CouponS entsteht eine Differenz von fl. 1. 15 kr. bei Creditactien und fl. 3. 30 fr. bei Staatsbahnactien. ES werden überhaupt von gestern an fast alle Actien erd. der Dividende pro 1871 gehandelt, wodurch eine Aenderung des CourseS eintritt. Oesterreichische Nationalbank sind noch incl. Coupons für das 2. Semester 1871 im Verkehr, der CourS derselben variirte heute zwischen 839 und 833. Darmstädter Bankactien wurden mit 438 erd. Coupons bezahlt. Man schätzt die Dividende, die baS Institut zur Vertheilung bringen wird, auf circa 25—30 fl. per Actie. Silberrentc gingen bis 62'/s in großen Posten um.
In Amerikanern war das Geschäft nicht belebt, dagegen war eS etwas reger in amerikanischen Prioritäten, 7procentige Oregon und California bis 75 bezahlt.
Silberrente-CouponS fl. 24. 21 kr. und amerikanische Coupons fl. 2. 223/4 kr. Spanische Coupons fl. 2. 271/z kr. und verlooste Amerikaner 951/2, I. Serie 953/4.
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Deutsche Kaiser dem Papste ein Asyl angeboten hätte, und zwar in dem katholischen Seminar -von Paderborn, welches an der Grenze von Schlesien und dem Herzogthume Posen gelegen ist. (!) ________________________
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Darmstädter Bank. Die Dividende der Bank für Handd und Industrie wird in Merlin allgemein auf 15 Procent geschätzt. Der „Börsenzeitung" wird mitgetheilt, daß der Gewinn sogar eine noch höhere Dividende zulasten würde. Die Verwaltung beabsichtige aber, von einer außerordentlichen Generalversammlung die Ermächtigung zu verlangen, einen The.l des diesjährigen Gewinnes zu reserviren, um hierdurch den Dividenden der folgenden Jahre eine gewisse Stabilität zu sichern. , __ r
Das projectirte deutsche Münzgesetz sott die Ausgabe von Scheidemünzen und deren Ausprägung regeln, nachdem durch das Gesetz über die Ausprägung von Reichsgoldmunzen bereits die Ausprägung größerer Werthftücke geordnet ist. Selbstverständlich wird auch in dem neuen Gesetz die Mark ä 100 Pfennige als tue Münzeinheit angenommen werden. Es werden zur Ausprägung gelangen Zehnpfennigstücke, von denen 1035 Stück ein Pfund feines Silber enthalten und 227710 Stück ein Pfund wiegen werden. Ferner Fünfpfennigstücke mit dem halben Werth in Silber und Kupfer, Zweipfennigstücke und Einpfennigstücke in Kupfer mit dem entsprechenden Werthverhältmß. Von höheren Silberstücken würden auszuprägen sein Viertelmarkstücke im Werthe von 25 Pfennigen, Halbemarkstücke im Werthe von 50 Pfennigen, Markstücke und Dreimarkstücke, die unseren gegenwärtigen Thalern im Werthe gleichstehen. Die Prägung dieser Silbermünzen sott derjenigen der neuen Goldmünzen vollkommen entsprechen, so daß auf der einen Seite das Bildniß des Landessürsten, auf der anderen der Reichsadler mit darunter befindlicher Werthangabe zur Ausprägung gelangen werden.
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„ „ 31/2% „ 92
Bayer. 5% „ 100%
„ 41/2% 1jährige 100 40/g 1jährige 95
Würtemb. 41/2% Obi. 991/2 Baden 4i/2°/o Obi. c. E. L. 99*/2 Oesterr. Silberrente 62i/4 „ Papierrente 525/e
Amerik. Bonds 1881r 1013/g
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Besondere Bekanntmachungen.
Oeffentliche Aufforderung.
29) Allen nicht persönlich geladenen Gläubigern des verstorbenen PH. Schardt I. in Hausen wird, unter Gestattung der Acteneinsicht, aufgegeben, binnen 14 Tagen, vom Einrücken dieser Verfügung an gerechnet, Einwendungen gegen das von den gerichtsbekannten Gläubigern abgeschlossene Arrangement vorzubringen und ihre Forderungen nachträglich anzumelden, als sonst das -Arrangement gerichtlich bestätigt würde.
Gießen, den 23. December 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Scrtba,
Stadtrichter. Stadtg er.-Ass ess or.
Oeffentliche Aufforderung.
30) In der unterm 7. Juni 1871 erlassenen öffentlichen Aufforderung wurde irrthümlich: „Jacob Sohn Fünfter" anstatt „Johannes Wallbott, Jacob Sohn Fünfter" als im Grundbuch aufgeführter Besitzer des Items IV/294, Gemarkung Garbenteich, bezeichnet, ferner ist irrthümlich das unter 5 jener Aufforderung genannte Item, Gemarkung Heuchelheim, XV/4222 anstatt XV,422 bezeichnet worden. Unter Bezugnahme auf die frühere Aufforderung wird allen Denjenigen, welche Ansprüche an jene Grundstücke zu machen haben, zu deren Geltendmachung eine weitere Frist von zwei Monaten vorbestimmt, als sonst jene Grundstücke den in der ersten Aufforderung genannten Besitzern mit dem Erwerbtitel „Ersitzung" im Mutationsver- zeichniffe zugeschrieben würden.
Gießen, den 23. December 1871. Grotzherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Scriba, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.
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