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ommt, sind namentlich btt «Start Metz vuv ,ammmche -semeiüven ves tone.
Türkei.
M^^ö^chM^MHetlt — fichbereit« die englische Nationalkrankheit, Podagra, angeschafft hat.
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kreise« Metz.
Schweiz.
Bern, 28. Juni. Die französische Regierung hat vom 1. Juli an die Paßvisagedühren gegenüber der Schweiz aufgehoben. Unterhandlungen über die gänzliche Aufhebung der Paßformalitätcn sind eingeleitet.
Genf, 28. Juni. Da« Schiedsgericht hat in endgültiger Beschlußfassung die indirekten Ansprüche und den Antrag England« auf Vertagung verworfen. Amerika und England haben diese Entscheidung aeceptirt. Die nächste Sitzung findet am 15. Juli statt.
Holland.
Geldern, 26. Juni. Der Graf von Hoen«broech hat, nach der „Cref. Ztg.", dem Jesuitenorden seine in der holländischen Provinz Limburg an der Preußischen Grenze gelegenen Güter Blynbeek (bei Gock) und Hoen-broech (bei Roermond) zur Aufnahme ausgewiesener Jesuiten zur Verfügung gestellt.
Frankreich.
Paris, 28. Juni. Gestern Abend traf der Entwurf zu dem Vertrage mit Deutschland, wie er schließlich vom Berliner Cabinct gutgeheißen wurde, bei dem deutschen Botschafter ein und wurde noch am Abend der französischen Regierung in Versailles mitgetheilt. Die in Berlin verlangten Abänderungen sind, wenn die Jndependance Helge gut unterrichtet ist, nicht erheblich: die Departements der Ardennen und Vogesen, die nach dem französischen Entwürfe nach Zahlung der dritten Halbmilliarbe geräumt werden sollten, bleiben bi« zur Zahlung der vierten Halbmilliarde geräumt werden sollten, bleiben bis zur Zahlung der vierten Halb- Milliarde besetzt. Der Vertrag wird wahrscheinlich schon am Montage der Na. tional. Dersawmlung vorgelegt werden, und da Thiers diesen Morgen mit dem Finanz-Minister Goulard arbeitete, so vermuthet man, daß der Gesetzentwurf wegen der Anleihe gleichzeitig eiugebracht werden dürfte. Thier« soll sich, und ge. wiß mit Reckt, sehr lobend über die freundliche Unterstützung äußern, die er bei Arnim und Manteuffel in den Unterhandlungen gefunden habe.
Der ofsiciöse „Soir" enthält folgende Mittheilung: „Der Vertrag mit Preußen ist gestern Abend in Versailles anzekommen Man glaubt, baß er der Kammer morgen oder Montag mitgetheilt werden wird. Dies hängt davon ab, ob er heute ober morgen vom Grafen v. Arnim hat unterzeichnet werden können. Man muß hinzusügen, daß der deutsche Kanzler während der Unterhandlungen von einem sehr versöhnlichen Geist beseelt war, der einen bemerklichen Contrast mit der viel strengeren Haltung der Militärpartei bildete, ohne welche der Vertrag schon vor acht Tagen unterzeichnet worden sein würde. Es ist unmöglich, im gegen- Wärtigen Augenblick den Vertrag zu veröffentlichen. Wir sind indeß ermächtigt, die ReseignementS zu bestätigen, baß die Räumung in 15 Monaten vollständig fein wird. Die beiden Departements der Marne und der Obern Marne werden 14 Tage nach der Ratification de« Vertrages geräumt werden."
Paris, 29. Juni. Der Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland ist heute Abend durch Graf Remusat und Graf Arnim unterzeichnet worbe». Die von Thiers gemachten Vorschläge sind in den Hauptpunkten acceptirt und uur einige leichte Modifikationen in anderen Punkten angebracht worden. Der Vertrag, welcher als äußerst günstig betrachtet wird, soll Montag der Nationalversammlung unterbreitet werden.
Italien.
Die Allgemeine Zeitung schreibt: „Da« jüngste gleichzeitige Auftreten von Judenverfolgungen an verschievenen Punkten der Türkei ist eine Erscheinung von höchst bedrohlichem Charakter. Ueberall tragen die wilden Wutbausbrüche da«, selbe Gepräge; e« ist die bodenlose Unvernunft, der Herz- und mitleidlose Glau- benSwahn, welche da- Banner der Verfolgung erheben. An sophistischen und schamlosen Vorwänden ist nirgen« Mangel. Die Stimmung gegen die Juden ist überall unter dem griechischen Bevölkerungs-Elemente eine andauernd gereizte und bittere. Die türkischen Behörden sind nicht immer und an allen Orten der Aufgabe gewachsen; auch sind die Rädelsführer nicht selten in den höheren Schichten zu suchen. Wenn man das Verhalten der griechischen Gemeindevorsteher sowohl als da« der höheren und niederen geistlichen Würdenträger den letzten Judenver- folgungen gegenüber etwas schärfer ins Auge faßt, so bleibt als durchschlagende wirksame Maßnahme da« AuSkunstSmittel: bei vorkommenden Ausbrüchen des re- ligiösen Fanatismus die Notabeln und die geistlichen Führer der griechischen Ge. meinben individuell und inSgesammt verantwortlich zu machen. Auf diese Weise würde ferneren Judenverfolgungen in der Türkei die Wurzel entzogen werden."
Amerika.
Washington, 28. Juni. Zuverlässigem Vernehmen nach wird der Schied«. gerichtShof feine Arbeiten zu Ende führen. Der amerikanische Commiffär hat die indirekten Entschädigungsansprüche nicht zurückgezogen und wird e« auch ferner- hin nicht thun. Die Arbeiten des Schiedsgerichts gehen unter den Bedingungen oe« Washingtoner Vertrags fort. Da das Schiedsgericht jedoch entschieden hat, daß die indirekten Ansprüche keinen Grund zur Zusprechung einer Geldentschäbi- gung bilden, erklärt Amerika sich bereit, dem Urtheile des Schiedsgericht« sich zu fügen, wozu e« von vornherein stets bereit war. Der amerikanische Commiffär wirb von der weiteren Aufrechterhaltung der indirekten Ansprüche abstehen.
Vermischtes.
(Bin hockst origineller Briefwechsel soll kürzlich zwischen dem Berliner Magistrat und einem zwölfjährigen ldlädchen daseidst stattgefunden Haden, T)kr 12 Jahre alten Gertrud 3. war von ihrer Großmutter eine Erbschaft von einigen Tausend Thalern zugefallen. Dieser Tage erhielt da« Mädchen vom Magistrat ein Schreiben unter der Adresse: „Unverehelichte Gertrud Z.", worin ihr mitgetheilt wird, daß man ste nach einem Einkommen von so und soviel, in die Gemeinde- einkommenstcuerstufe Nr. 8 eingeschäht habe, wonach ste 1 Thlr. 20 Sgr. Steuer vierteljährlich vränumerando zu entrichten verpflichtet sei. Hierauf hat nun die Kleine dem Magistrat nachstehende Antwort zugehen lassen: „Wohllöblicher Magistrat! Da ich gegenwärtig von meinem Pflegevater nur ein monatliche« Taschengeld von 15 Sgr. erhalte, em eigentliche« Einkommen also nicht beziehe, so finde ich mich nicht gemüßigt, Einkommensteuer zu zahlen. In allem Uebri- gen aber bitte ich den Wohllöblichen Magistrat, sich an meine Vormünder wenden zu wollen. Ergebenst Gertrud Z., Schülerin der ...Klaffe."_____________________
Loccrl-Norizen.
Gießen, 30. Juni. Einem hiesigen Müller ist in den letzten Wochen viel Mehl von bedeutendem Werthe gestohlen worden. Heute Nacht 12 Uhr wurden seine beiden Gesellen, die wiederum 6 Säcke voll Weißmehl im ohngefähren Werthe von hundert Gulden fortgeschafft hattet^ von den Polizeidienern Blitz und Schmitt auf freiem Felde abgefaßt. Man vermuthet, daß noch verschiedene Mehl-Abnehmer in die eingeleitete Untersuchung gezogen werden konnten.
* Die Concerte der Familie Geul auf dem Lahnstein erfreuten sich feiten« de« Publikum« einet regen Th'ilnahme. Herr Geul leistete auf der Violine Vorzügliche« und wußte seine Vorträge mit Eleganz abzugeben; ebenso lernten wir auch seine Nichte al« Elavierspielerin kennen. Nur find derartige Productioneu nicht für da« Freie berechnet und würden sich in einem geschlossenen Raum viel schöner anhören; auch war namentlich am Abend die Temperatur so gesunlen, daß e« im Freien ziemlich unbehaglich war.
Wechsel
823/4
Oberhessen
40/0
n
3WVo „
n
1051/4
Geldsorten«
kr.
fl.
1881r 995/g
1864r
WVr 921/4 1001/r
8.
84
8.
1» n n
k. 8. 105
k. 8. 1181/4,
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n
93'/?
1055/8
Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto
Diskonto
935/g 873/8
m. 8.
1. 8. 4O/o
Aetien«
Frankl. Bank 142i/<
Frankf. Vereins-Kasse 135
Darmst. Bankaot. 4761/j
Wien Bankaktien 910
Oeet. Oreditaot. 370
Galizien 260V,
983/8
993/4 10478
Aetien«
50/0 öetr. F. St. E. B. 378 jombard. Bahn 218
Ludwigsh.-Bexbaoh 2011/2
Maxbahn 147
Bayer. Ostbahn — Rhein-Nahebahn-Act. —
Hess. Ludwlgsb.-Aet. —
1882r 961/8 1885r 971/4 1887r 975/g
k. k. k.
8.
8.
8.
8.
8.
8.
k. k. k. k. k.
Frankfurt a. M., 28. Juni. Diejenigen, welche angesichts des Julicoupons noch für die letzten Tage dieses ablaufenden Monats eine Hausse prophezeiten, haben Recht behalten. 9tach- dem die Prolongationen großtentheils regulirt waren, griff gestern, wie schon gemeldet, die Spe- culatton wieder thatig ein und setzte ihr Bemühen auch heute fort, so daß Credltactieu, Staatsbahn und selbst die in den letzten Tagen so stiefmütterlich behandelten Lombarden stark m Verkehr kamen und PreiSaufbefferungen von 2—3 fl. erfuhren. Zwar ließ der Eifer im Lauf der heutige« Börse etwas nach, aber die Course hielten sich doch. Eine sehr begehrte Maare waren heute auch österreiä ische Nattonalbankactien, die bis 908 bezahlt wurden. Deutsche Effectenbank wurde )ei I2N/2 wieder in großen Posten umgesetzt. Darmstädter fest. Jüngere Banken mit Ausnahme von Deutscher Vereinsbank und Bayerischer Handelsbank ohne Verkehr, wie denn überhaupt das heutige Geschäft gerade keine besondere Lebhaftigkeit aufwieS. Von Bahnwerthen verkehrten die jüngeren österreichischen Sorten bet guter Frage. Raab-Grazer, Donau-Drau und iunae Franr-Joseph am beliebtesten, sodann Elisabeth, Galizier und Alföld. Prioritäten gingen mehrfach bei guten Preisen um, wie erste Rudolph, Dniester und Glbthal. Livorneser gefragt. Meininger Prämienpfandbriefe gingen in kleinen Posten ab, und 1860er Loose wurden heute bet dem Anfangs billigeren Course gern gekauft und gingen dann fast 1 Procent höher. Amerikaner verkehrten trotz der günstigen Nachrichten über die Alabamafrage nur in bescheidenem Umfange, zogen aber doch etwas an; Prioritäten jedoch blieben noch immer flau.
Pr. Friedrdor 9 58!/2—591/» Pistolen . . 9 40—42
„ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankens!. 9 23—24 Engi. Sover. 11 49—51 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 251/-—261/,
„ Papierrente 581/4
Spanier, neuest. 3% 2 91/3
Amerik. Bonds
n n
R *
Rom, 27. Juni. Die „Opinione" bespricht die von mehreren deutschen Zeitunaen gemeldeten Nachrichten von einem Einverständnisse Deutschland«, Oesterreich« und Italien« über die Wahl eines Nachfolger« des Papste« und erklärt dabei: , Es ist kein solche« Einverständniß vorhanden. Nach uns au« Wien zu. gegangenen Berichten soll zwar Andrassy den Regierungen von Deutschland und Italien gegenüber da« Verlangen ausgedrückt Haden, daß dieselben über diesen Punkt, welcher für alle Staaten mit katholischer Bevölkerung äußerst wichtig sei, mit Oesterreich sich einigen möchten; indeß habe nur ein Austausch mündlicher Mittheilungeu stattgefunven, welche nicht einmal als Basis für künftige Unterhandlungen hierüber betrachtet werden könnten. Die „Opinione" schließt ihren Artikel also: „Uebrigens erfreut sich der Papst einer sehr guten Gesundheit und überdies ist derselbe gerade ebenso besorgt um die Wahl seines Nachfolgers, wie die» die Hauptmächte Europas zu sein scheinen."
Spanien.
Die Regierung hat aus der Havannah vom 20. d. folgende Depesche des General-Eapitäns Balmaseda erhalten: „Am 19. bot Gonzalez mit 50 Bewaff- ndfn in las Tunas seine Unterwerfung an und verlangte, Vicente Garcia, den einzigen Bandenführer, der noch in jener Gegend mit 100 schlecht bewaffneten fluten aushält, bekämpfen zu dürfen, was ihm gestattet wurde. Der Brigadier Ampudig in las Tunas zeichnet sich durch seinen Eifer aus. In Maron unter- warf sich Silna mit 14 Mann. Der mexicanische Oberst Jordan, welcher als General an dem Ausstande Theil genommen hat, ist in el Principe gefangen genommen und vor vier Tagen erschossen worden. Der Gesundheitszustand der Truppen ist befriedigend; die Revolution nimmt täglich ab, das öffentliche Ver- trauen wächst und gleicher Maßen der Geschäftsverkehr."
Madrid, 27. Juni. Man versichert, daß der König v,e Auflösung der Cortes unterzeichnet habe und das amtliche Blatt das betreffende Dekret am 3. Juli veröffentlichen werde.
„ 4% 1jährige 95 Wtirtemb. 41/j°/o Obi. 99' Baden 4'/a% Obi. o. E. L.J'/a Oeeterr. Silberrente 65
„ 155
England.
London, 28. Juni. Um 1 Uhr heute Nachmittag wurden die friedlichen Londonir durch lauten Kanonendonner aufgcschreckt; da aber zu gleicher Zeit die Glocken an zu läuten fingen, überzeugte man sich bald, daß diesmal die deutschen Truppen noch nicht in England gelandet sind, und eine weitere Muthmsßung, daß eine überglückliche Regierung den „indirecten Ansprüchen" eine Begräbuiß- feier veranstaltete, ergab sich durch einen Blick in den Kalender ebenfalls al« irr» thümlich. Wir haben den 34. Jahrestag der Krönung der Königin Victoria.
Denjenigen, welche hoffen oder befürchten sollen, daß der Ex-Kaiser der Franzosen sich mit Gedanken an eine Rückkehr trägt, können wir da« Gegeutheil versichern. Er hat sich hier so vollständig acclimatisirt, daß er — wie die Mor-j
Bayer. 5% „ 41/, % 1jährige 1003/,
Prioritäten.
3°/0 oster. Stsb.-Prior. 593/a 3°/0 öst. s. Lombard 5 l5/a 3% Livorneser 393/4 5°/0 Toscaner 62
5% Elisabeth.-Prior. 86 do. DE. Emiss. 831/2
Darmstädter fl.50Loose 1825/8
„ „25 n 53
Kurh. 40 Thlr. Loose 711/0 Nassau 25 fl. 45 Braunschweiger 207/g 30/q Oldenburg, ä 40Thlr. 39 40/0 bayr. Pram.-Ani. 1l3Vz 40/0 badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 87 1858r Prioritätsh] ose — 1860r Loose 943/4
BörsennachrlchteB* 29. Juni 1872.
Preuss. 41/2 o/g Oblig. 1033/q
Frankf. 31/2% Obi. 87
Nass.' 41/3% Obi. 995/g Kurhess. 4% n 941/*
Gr. Hess. 5% Obi. —
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