Frankreich
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Freisprechungen betrifft, die von verschiedenen Geschworenengerichten zu Gunße« von Individuen ausgesprochen wurden, die des Mordes an deutschen Soldaten angeklagt waren. Dieses Dokument ist sehr geeignet, das Land über die wahre» Pflichten des Patriotismus unter den gegenwärtigen Umständen aufzuklären. Es empfiehlt die Ruhe, den Geist der Gerechtigkeit und Mäßigung; es deSavouirt besonders laut die Aufreizungen, die das Resultat haben würben, die Lage vtt occupirten Departements zu erschweren, und deshalb die Uebel Frankreichs zu vermehren.
Das Schreiben in den Gerichts-Journalen, worin Lachaud, der Tounelet vertheibigte, die Freisprechung der beiden Mörder bespricht, die Thatsachen aber nicht der Wahrheit gemäß darstellt, lautet:
Den Imwerks-C jii Garanten
zu Ober-Eschbach; am 21. November der Schullehrer Karl Roth zu Nidda; 23. November der pens. Forstwart Adam Katzenmeier zu Stammheim; am November der prns. Landrichter Geh. Iustizrath Ellenberger zu Lauterbach; 14. December der evang. Pfarrer Jacob Kern zu Eich; am 18. December Kreisarzt Dr. Hirsch zu Ober-Ingelheim.
t Berlin, 29. December. In diesen Tagen ist die von Deutschen in Japan und China zum Besten der Verwundeten des deutsch-französischen Krieges veran- staltete Sammlung japanischer und chinesischer Seltenheiten hier angelangt und soll in den Räumen des Ministeriums des Innern ausgestellt werden. Der Erlös des Bazars fließt der Kaisex-Wilhelm-Stiftung zu. Der Kronprinz, dem die Geschenke zur Verfügung gestellt sind, nimmt besonderes Interesse an der höchst anziehenden Ausstellung, die ihres Gleichen Berlin noch nicht hatte. Die Gegen- stände sind von hohem Interesse für die Kenntniß jener beiden merkwürdigen Völker des Ostens.
Die Investitur des Prinzen Friedrich Karl mit dem spanischen hohen Orden vom gvldenen Vließ wird am 3. Januar im k. Schlosse zu Berlin stattfinden.
t Die wiederholte Anregung der luxemburgischen Frage in den Spalten der officiösen Blätter hat in diplomatischen Kreisen nicht verfehlt, ein gewisses Aufsehen zu erregen. Die Behauptung, Luxemburg gefährde die Sicherheit Deutsch, lands gegenüber Frankreich, die lediglich aus den Sympathien der luxemburgischen Bevölkerung für Frankreich abgeleitet wird, darf nach der Ansicht der fremdländischen Diplomatie keinen Grund für die Vergewaltigung Luxemburgs abgeben. Wenn nun gleichwohl von Seiten der deutschen Bundesregierung Verhandlungen mit der holländischen Negierung über einen eventuellen Anschluß Luxemburgs an das deutsche Reich angeknüpft, und anderseits die Eabinete von England, Italien und Oesterreich darum angegangen sind, auf die Herstellung eines besseren Ver- hältniffes der luxemburgischen Lande zu Deutschland mittelbar hinzuwirken, so werden wir bald genug wahrzunehmen haben, daß die Hoffnung auf Unterstützung der deutschen Plane bezüglich Luxemburgs von Seiten jener Eabinete eine durchaus trügerische gewesen ist. Die holländische Regierung hat heute schon aus ihrer großen Abneigung, ihr gegenwärtiges Verhältniß zu Luxemburg zu lösen, gar kein Hehl gemacht, und wie uns von unterrichteter Seite versichert wird, stützt sie sich dabei wesentlich auf den Widerspruch der abendländischen Staaten gegen einen durch irgend welchen Zwang zu bewirkenden Anschluß Luxemburgs an das deutsche Reich.
München, 29. December. Das CultuSminifterium verfügte die Einführung des in infalllvilistifchem Sinne umgearbeiteten Religionshandbuchs an den bayerischen Gymnasien, das noch jüngst der Regierungspräsident der Overpfalz tn seinem Kreise verboten hat. Der Minister wird deshalb in der Abgeordnetenkammer inter- pellirt werden.
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8) Der t abwesenden E der verlebten von Beuern i dH 'M ycc W M V VeräujjM/h und 253 oei auch eine $ junden und 725 fl. erziel auf Antrag sogewiß bim an, sich über kaufs bei de erklären, als ihres frühere, von Beuern dessen Antrag iw Wtrmaitu lnögensanthei
Gießen, de Grotzherz
3) Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens.
4) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog Haven aller- gnädigst geruht: am 10. November dem zweiten evangelischen Pfarrer zu Münzenberg, im Decanate Hungen, Friedrich Jacob Ludwig Henkelmann, die evangelische Pfarrstelle zu Frischborn, im Dekanate Lauterbach, zu übertragen; am 11. December dem Schulamtsaspiranten Johann Ludwig Albert aus Undenheim, im Kreise Oppenheim, die katholische Schulstelle zu Wörrstadt, im Kreise Oppenheim, zu übertragen.
5) Charakterertheilungen.
6) Dienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnadigst geruht: am 5. December den Schullehrer an der katholischen Schulstelle zu Wimpfen am Berg, im Kreise Wimpfen, Ignaz Adolph Raby, auf sein Nachsuchen, aus dem Schuldienste, und am 12. December den Hofgartenwärter tn der Hofgärtnerei Darmstadt, Carl Ewald, auf sein Nachsuchen des Dienstes zu entlassen.
7) Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben allergnädigst geruht: am 30. November den Forstwart der Forstwartei Gehespitz, Franz Adam, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, den Forstwart der Forstwartei Königstädter Forsthaus, Förster Leonhard Habermehl, auf sein Nachsuchen, und am 5. December den Schul- lehrer an der katholischen Schule zu Weinsheim, im Kreise Worms, Johann Jett, aus sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen.
8) Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evangelische Pfarrstelle zu Selters, im Decanate Gedern, mit einem Gehalt von 743 fl. 30 fr.; die 2. evang. Schulstelle zu Nieder-Ohmen, im Kreise Grünberg, mit einem Gehalt von 300 fl.; die katholische Schulstelle zu Groß-Umstadt, im Kreise Dieburg, mit einem Gehalt von 301 fl. 45 fr.; die evang. Pfarrstelle zu Ober-Mossau, im Decanate Erbach, mit einem Gehalt von 760 fl. 39 fr.; dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die 1. evang. Elementar-Schulstelle zu Schlitz, im Kreise Lauterbach, mit einem Gehalt von 329 fl. 19 fr., wovon 29 fl. jährlich vorerst abzugeben sind; dem Herrn Grasen von Schlitz, genannt von Görtz, steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die 2. evang. Schulstelle zu Lang-GönS, im Kreise Gießen, mit einem Gchalt von 443 fl.; die evang. Schulstelle zu Knoden-Schannenbach, im Kreise Lindenfels, mit einem Gehalt von 300 fl.; die evang. Schulstelle zu Mittershausen, im Kr. Lindenfels, mit einem Gehalt von 300 fl.; die 1. evang. Schulstelle zu Kalster- bach, im Kreise Groß-Gerau, mit einem Gehalt von 489 fl. 73/4 fr.; die 2. evang. Schulstelle zu Nauheim, im Kreise Groß-Gerau, mit einem Gehalt von 304 fl., ausschließlich des Manschen Legats.
9) Sterbefälle. Gestorben sind: am 22. August der Schullehrer Georg Adam Hornmann zu Veltersheim; am 17. November der Schullehrer Jacob Seibel zu Nieder - Breidenbach; am 19. November der Schullehrer Georg Karl Backes
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Paris, 29. December. Dem Vernehmen nach hat Remusat, dem Verlangen Italiens nachgebend, den französischen Gesandten beim päpstlichen Stuhle abberufen. — Die Orleans beabsichtigen, nach der Restitution ihres Vermögens dem Staate 100 Millionen als Beitrag zu den Kriegskosten zur Verfügung zu stellen.
Der „Moniteur des CommuneS", das zweite officielle Blatt der französischen Regierung, enthält folgende, die Note Bismarck's betreffende, officielle im Auszüge bereits wiedergegebene Mittheilung:
Die deutschen Journale veröffentlichen den Wortlaut einer diplomatischen D-p-sche, von welcher Herr ». Arnim, Minister de« Kaiser« Wilhelm in Pari«, ,.w ... to„Hlunuer btm Minister de« A.nßern Ken-ttniß gegeben hat, uno welche gewisse!genannte» Landern,
Italien.
Rom, 29. December. Der König Victor Emanuel ist hier eingctroffen — DreT-legraphenconfer-nz beschloß, im Jahr 1875 in Petersburg zusammenzutrete». - Ker Senat genehmigte d,e Etat- für 1872 und die prooisorische Fortechebuna ®er «t,CUe.rn.b.f Ende Februar. — Dec Minister füe öffentliche A,beiten sowü der KkirgSminister ettlMea , daß sie ihre Aufmerksamkeit bereit« auf die Frage richteten: d.e Eisenbahnen al« Mittel ,ür die Lande-oer.heidigung zu verwinden.
England.
Seit mehreren Wochen lese ich mit peinlicher Erregung die heftigen Re- criminationen der deutschen Presse gegen die Beschlüsse der Geschworenen in den Sachen Tounelet und Berlin. Ich erwartete tagtäglich eine Antwort der Re- gierung, und da ich heute Morgen in den Journalen eine letzte Note lese, die zugleich beleidigend für unsere Justiz und drohend für unsere unglücklichen noch besetzten Provinzen ist, so konnte ich wohl dem Wunsche nicht wiederstehen, solche Angriffe zu widerlegen. Ich war der Vertheidiger von Tounelet, mein junger Secretär jedoch war der Avvocat von Bertin; dieses gibt, glaube ich, mir das Recht, mich in diese Sache zu mischen, um die Wahrheit zu bekräftigen. Das RechtSgesühl ist, Gott sei Dank, in Frankreich nicht erloschen; weil es alle unsere Unglücksfälle überlebt hat, so haben ehrenhafte Männer in ihrer Seele und ihrem Gewissen Tounelet und Berlin freigesprochen, nachdem sie die Vertheidigung der beiden Angeklagten angehört hatten. Die deutschen Journale sehen ganz von den Umständen ab, welche die Debatte und Vie Vertheidigung enthüllt haben, und nur oie Anklage zurückhaltend, sehen sie in dem freisprechenden Ausspruch nur die einem wilden Haß gewährte Befriedigung; sie wagen zu sagen, daß man in Frankreich einen Preußen ungestraft ermorde, und in Zukunft wird Herr v. Bismarck Geißeln nehmen, um dem Gewissen der Geschworenen Zwang anzuthun! Ist es wirklich in Frankreich, wo das RcchtSgefühl erloschen ist? Tounelet, französischer Soldat, Den war Kriegsgefangener in Deutschland; erlitt schauderhaft, und, in Frankreich i 413-, gestor! MÜck, ließ er Worte des Haffes und der Rache vernehmen. Der Angeklagte MMMW läugnet diese Thatsache, aber die Vertheidigung nimmt sie an, und dies ist nicht, was zusückzuhalten wichtig ist. Ein Streit entsteht zwischen Tounelet' und einem preußischen Soldaten. Nachdem der Soldat sich entfernt, wendet er sich wieder gegen Tounelet um und legt seine Hand an den Sabel. War Tounelet da nicht m dem Zustande legitimer Vertheidigung? Er behauptete es, und sein Verthei- biger mit ihm; die Geschworenen glaubten es und sprachen Tounelet frei,, denn nach keiner Gesetzgebung liegt ein Verbrechen vor, wenn der Angeklagte sich in legitimer Vertheidigung befand. Berlin ist ein armer Gärtnerbursche aus dem Seine-et-Marne-Departelnent. Das Unglück des Kriegs, die schrecklichen Scenen einer unheilvollen Invasion haben seine Vernunft verwirrt; er ist Narr, sagt die Vertheidigung, und in seiner Narrheit hat er einen preußischen Soldaten nieder- gestoßen, der glücklicherweise seine Wunden überlebt hat und die Gemüthsstimmuna seines Gegners bezeugen kann. Das Tribunal sprach ihn frei, da es einen armen Irrsinnigen nicht für seine Handlungen verantwortlich machen wollte. Es war, so dünkt cs mir, der Presse leicht, sich über so einfache Thatsachen zu untersten, ehe sie einen so beleidigenden Tadel auf uns warf. Und jetzt wird es, ich hoffe es, für Alle eine Wahrheit fein, daß die französische Justiz unparteiisch geblieben ist, daß sie über den Leidenschaften, dem Haß und der Rache steht, und von nun an die Angriffe, deren Gegenstand sie ist, nur den einzigen Zweck haben, in den au8en Europa'« n-u- Maßregeln der Strenge zu rechtfertigen. Ihr sehr ergebe»» Ch. Lachaud. 24. December. °
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au« Kaischar her rückt'General Bourchier v°°" ®U,T ' zugle'ch erfolgt ist; Vervroviantirunasbaga ^0Ur^,Er vor, welcher in.Silhet ein Lager ol-
General Brownchw, welcher" m-'t^Vor^t ' ’r TschMagong oder Islamabad 1« Generale sind narb T' -Uorralo£n >ur drei Monate versehen ist. Beldi den Feind gestoßen- Brownlow ^kutta etntreffmd-n Telegramm bereit« aus nach schwachem Widerstande anl 2L 61 wehrere Dörfer der Looshai«
mit ach, Mann Verlust zmückgeschl^ ’??. M ‘inen Angriff
eo da« Schreiben Lachaud'«, da« alle Journale bringen, ohne daß auch -rwrbene^" ® ““ 066 ®erinflfie 9E8eB 6ie lügnerische Darstellung der Sacht
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Nach, »erfolgt hatte ü Alell7 8o" bi6 Anbruche der
noch kerne Lust zu hüben auch müm Unterhandlung.» scheint der Feind jedoch -inge st» verdächtig da'ste d»T »erbündeten Häupt-
Da« Land ist den Trupp n f, ^«vfe» au«zuwe,chen suchen,
und dichtbewaldet wie Neuseeland ün» ' 7'° Abesstnien; so to,lo sich °i° Engländer einen besseren und ^"7' r",81?'“"! f’* genannten Ländern, zumal da der $lan* et®? ° 8 “ 4 bt,Dcn letzt- ' Cer 3>ian in dem F-ldzuge dem Hirne de« abesff- ,


