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''nnehmer der DlstrletSelnnehmercl Fürth, den Finanz - Aspiranten Emil Schmid, aus Darmstadt zum Distrtctseinriehmer der DistrictSeinnehmerei Herbstein und den Finanz-Aspiranten Carl Baumgard aus Grünberg zum Revidenten bet dem Re- vistvnsbureau der Directlon der Main-Neckar-Eisenbahn, und schließlich am 6. Mai den Kanzlisten bei der Kanzlei der Ober-Steuer-Directton, charakicristrten Kanzlei, tnsp'ctor Johanne« Philipp Schmidt zum Kanzleiinspector bet der ObcrrechnungS- kammer zu ernennen. Am 1. Mat wurde dem Pfarrverwalter Joseph Tillmann dte katholische Pfarrstelle zu Münster, tm Dekanate Dteburg, übertragen.
, _ „ (Schluß folgt.)
t BerllN, 24. Mai. Deutscher Reichstag. Die heutige 42. Plenarsitzung eröffnet Präsident Dr. vlmson mit der Verlesung einer langen Vijlc von Urlaubs- 6'suchen, welche das HauS derartig reduciren, daß bei einer Auszählung sicher die Bejchlußunfähtgkelt desselben constatirt worden wäre. — Aus der Tagesordnung steht zunächst die ö
] 1120) Nachdem C in-idjt btt Provinz iachlaß des vecti ijeorg Weidig > netten Goncao errn: ■uitflen unb Wii iillidien MM in
Freitag Den 2 Dormitta« >or unterzeichnetem d tmaffle Vorzugsrecht' i<m Rechtsnachtheit' rdtnben Ausschtnii^ I Zm Termin soll ü MiorMberForderu Wecurators unb erhandelt, auch noch >etbtn und werben gläubiger, wdd/e d M icgitimirten 2 )'U\uUn smb, den Be dn erilhimben GlL fiaes ju Ztanbe fomr iMnb erachtet.
Gietzm, dm 17. 'JJ GrohherzoMes Ml, Stadtrichter.
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o, , Telegraphische Depeschen.
Vtrstlllltö, 24. Mai. National-Versammlung. Thier«
A «crfniKcd, 25. Mai, Mittag». Offidefl. Pari« ist bi« aas eine» klrimn Theck btjttunfltn. Die Tullerien, da« Finanzministerium, da« Ministerium be« Auswärtigen stnv Aschenhausen. Die liviiviecaionnade ist a,rette, Der Boden Ä. «" der Insurgenten? Dte Brüste der
VIl. Uebe,sicht der für da« Jahr 1871 genehmigten Umlagen jur Be- ftretiuna von Communalbetürfnissen in den Gemeinden des Kreis-S Vilbel.
VIIL DiSgl. tu den Gemeinden des Kreises Schotten.
IX. Desgl. in den Gemeinden des Kreises Büdingen.
XU. Namen«veränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 28. April dem Gustav Adolph Volk von Mainz zu gestatten, daß derselbe statt des bisherigen den Familiennamen Laubenheimer und am 3. Mat dem Isaac Grau von Finthen, dermalen zu Aachen zu gestatten, daß derselbe statt des bisherigen die Vornamen Joseph Maria führe.
XIII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18? Februar die seitherigen Ti'tular - Hofmusiker Christian Engel, Joseph Becker, Friedrich Bergmann, Peter Hamm, Gottfried Stephany, Philipp Kreuz, Earl Dequis und den AuShülsSmusiker Valentin Debur zu Hofmusikern, am 12. April den Geheimen - Oberstudienrath Adolph Ludwig Freiherrn von Stein unter Enthebung desselben von den Funktionen eines Re- gierungScommissarS bet der Bank für Süddeutschland, zum NegterungScommissär bet d.r Bank für Handel und Industrie, und den Minister in Pension, wirklichen Geheimenrath Dr. Reinhard Earl Friedrich Freiherrn von Dalwigk zum Regie- rungscommissär bei der Bank für Sübdeutschland, am 19. April den Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Wöllstein Georg Engmann zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Never-Olm zu ernennen; an demselben Tage dem evange- ltschen Schullehrer zu Groß Karben, tm Kreise Vilbel, Christian Werner, die Lehrerstelle an der 6. Clasie der Masterschule zu Friedberg, im Kreise Friedberg, zu übertragen; am 25. April den Finanz-Aspiranten Philipp Losekam aus Alsbach zum Hauptzollamts - Assistenten 2. Closse bet dem Hauptzollamt Worms und der damit verbundenen Ortseinnehmerei der inneren indtrecten Auflagen, den Zollauf- seher August Müller zu Gießen zum Hauptzollamts-Assistenten 2. Elaste bei dem Hauptzollamt Mainz und den Finanz-Aspiranten Friedrich Kröll aus Rainrod zum Hauptzollamts - Assist nten 2. Elaste bei dem Hauptzollamt Gießen und der damit verbundenen OrtSeinnehmkrei der inneren indirecten Auflagen zu ernennen; an demselben Tage dem Pfarramts - Candldatm Dr. Georg Krumm aus Wenings, im Kreise Büdingen, die evangelische Pfarrstelle zu Groß-Winternheim, im Dekanate Ober-Jngelheim, zu übertragen; am 1. Mai den Districtscinnchmer der Distrlctö- etnnehmeret Fürth, Johannes Georg Greiffenstein, in die DistrictSeinnehmerei Bensheim, den Districtseinnehmer der DistrictSeinnehmerei Grünbcrg I, Jacob Wilhelm Schacker, in die DistrictSeinnehmerei Butzbach I, den DtstrictSeinnehmer der DistrictSeinnehmerei Herbstein, Friedrich Ernst Rieß, in die Districtseinnehmcr.i Grünberg l, den Districtscinnehmer der DistrictSeinnehmerei Schotten II, Friedrich Lehr, in die DistrictSeinnehmerei Schotten I und den DistrictSeinnehmer der Districts- einnehmerei Ulrichstein, Johannes Seitz, in die DistrictSeinnehmerei Schotten II zu versetzen; an demselben Tage den Steueraufseher Johannes Philipp Reitze! zu
wesens — von der sogen. Primarschule bi« zu den höchsten wissenschaftlichen Anstalten — unter möglichster Schonung bestehender Verhältnisse in die Hand at«- nommen; daß zu diesem Zwecke für Elsaß Lothringen ein Provinztalschulcollegtum gebildet; daß firner namentlich die Aufrichtung einer deutschen Universität in Straßburg ins Werk gesetzt; daß endlich zugleich die Wiederherstellung der Straß- burger Bibliothek ausgeführt werde. — Nach Begründung des Antrages durch Dr. Thomas erklärt sich Minister Delbrück im Allgemeinen mit demselben elnver- standen, die Einzelheiten könnten jedoch heute noch nicht erörtert werden. __ Dr.
Wehrenpfennig beantragt, statt des obigen Antrages zu beschließen: „den Reichs- kanzlrr ou^uforDern, die Aufrichtung einer deutschen Universität baldmöglichst ins Werk zu setzen." — Prof. Ewald möchte den preußischen Schulgeist dort nicht ein- geführt sehen, Romer (Württemberg) die Eröffnung der Universität am 100jähri- gen Gedenktage der Promotion Göthe's. — Dr. Moufang warnt vor Ueberstür- zung, die deutsche Regierung solle aus den Fehlern der französischen lernen, sie solle nicht ebenso alles nach Berliner Schnitt Herrichten wollen, wie jene-td nach Pariser Schnitt zu thun trachtete. Daß letzteres nicht glückte, daß noch deutsches Wesen tm Elsaß vorhanden, verdanke man hauptsächlich dem viel geschmähten tiier u«.
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Da« Hau« tritt sodann In di-Beralhung be« Antrag Harkort: dm Ncich«. lanjkr aufjuforCcrn, baldigst blt Nrviston dr« mit dmt «lönlgnlch Portagal ad, v. ^unt 1814 abges»,offenen Handrl«. und Schifffahrtsvertrage«, namrntlich ber m / 1 “nD ^2, herbeizusühren. — Nach Befürwortung des Antrages durch den Antragsteller erklärt Bundescommiffar Geh. Rath Michaelis: die preußische Re- gierung sei stets bemüht gewesen, einen Handelsvertrag mit Portugal abzuschließcn aber weder Preußen noch einem anderen Staate sei es gelungen, einen solchen vertrag zu prrfectuiren, was theilweise in den finanziellen Verhältnissen Portugals, hlnntUit^fr nbrr hauptsächlich in der in Frankreich hervorgetretenen schütz, zollnerischen Bewegung seinen Grund habe. Den SchissfahrtSoertrag anlangend, so feien neuerdings seitens der portugiesischen Regierung einige Erleichterungen gewahrt worben; für die Anstellung eines Consularbeamten liege zwar noch kein unT'DoHuaa ,» lrfh"6h!>Or' '* fd‘" lrr<itcm »wisthen England, Deutschland »thfAt.f r ^"l,andlungen böferhalb gepflogen, die hoff.ntllch zum erwünschten ^b/chluß kommen. - Dr. Schleider stellt In Anbetracht de« Umstande«, ba- zur dnt ^Handel«, und Schifffahrt«
Kiefer (Baden), Nicht die Kirche, sondern der Staat müsse der oberste Leiter der Schule sein, Preußen habe namentlich die Aufgabe, die Heldengeschichte Friedrichs des Großen b-s zur äußersten Consequenz durchzuführen. Die Verdienste des CleruS um Erhaltung des deutschen Elements seien gleich Null, immer schwankte er zwischen klerikaler Politik und BonapartiSmnS, und wie er letzteren aufs (5$ärffle bekämpfte, wo die Interessen der katholischen Kirche gefährdet waren, so erwies er sich als der eifrigste Agitator für denselben im umgekehrten Falle. Ein Staat, der die Reaction der fünfziger Jahre wieder heraufbeschwören, die schule der Kirche wieder überliefern will, der fei unfähig, die Leitung Deutsch- lanvs zu übernehmen.
Wagner (Neustettin): Die Träger des französifchen Elements im Elsaß sind die jungen Leute von 15—35 Jahren, die unter dem Donapartismus aroü ae- worbene Generation; bie Wieberherstellung beutschm Sinne« muß daher vornehm. lieh in der Schule gepflegt werben. Hüten wir un« Deshalb, bie vorliegend« Frage in eine katholische unb in eine eoanzelische zu scheiden, fassen wir fit Im rein nailonalfn ©mne auf, halten wir un« an bie bewährten Einrichtungen de« christlich preußischen Staate«.
Nach längerer Empfehlung beb Antrag« selten« de« Dr. Nöchlp wird der Antrag ThomaS-Nochlh abgelehnt, dagegen der de« Dr. Wehrcnpfennia anae- nommen. ü H
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Dr üb,r b,n Antrag der Abgeorb. Dr. Thoma« und
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' ... D WI'IUIUCB, rf». »tat. Utational.Bersammlung. Thier« sagt: Ich komme nicht, Sw zu trösten, denn ich bin selbst untröstlich über da« Unglück, welche« ' Ü“* band trifft. Lassen Sic mich vor Allem lagen, daß die Jnsureection ganz ^»«unden ist; die Tr'colore weht über dem größten Theile von P„ri-:^dle letzten Thaten de« Bandalismu» find nur noch Handlungen der Veriweiflunn Wir waren gestern Abend bi. zur Oper und bi« Montmartre vorgedrungen und
1 Vtndomeplatz, die Tullerien, das Louvre. Aus dem linken Ufer
‘ ?<“1' ^lsseh die meisten Punkte besetzt. Die Generale wollten währ.nd der Nacht m einer Stadt wie Pari« nicht operiren, auch hinderten strategisch. Gründe
1 8lammen "hoben sich au« dem Finanz-Ministerium, au« dem Palais de« Stau,«.' rathe» und dem Nechnungshofc. Es war nicht« mehr zu machen; die Ver- fchanzungen des Feinde« starrten von Kanonen unb der ®ranb, durch Petroleum »«breitet, war nf^t zu löschen. Am Morgen thaten die Generale da« Mögliche aber al« fie endlich den Vendomeplatz genommen hatten, waren die Tullerien nur nod; ein Schutthaufen. (Allgemeiner Ruf be« Entsetzens.) Thiers fährt fort: ÜZtr haben einen Durchbruch gemacht, um ba« Louvre zu retten unb haben Ur- f " 1U. ' datz es gesichert ist; unglücklicher Weife steht auch das Hotel
.. 8011 ro,rt,cn morgen Abend Herren von Paris
fein, da«ist die U-berzeugung unserer Generale; wir haben den Steg, aber wie über die Hande dieser Verbrecher, welch-Petroleum verwandten und Bomben mit Petroleum gegen die Soldaten schlenderten, von denen mehrere » ebrann wurden Wir müssen ersten« Kaltblütigkeit bewahren und zweitens Einig, kett. Dieser Sieg verdient die Bewunderung Europa'«, unb Europa gi-bt un« 3tu0n fi bavon. Selen Sie ruhig, sonst schwächen Sie gleicher Weise die Armee und die Regierung. Nach den gewonnenen Resultaten sollte man nicht so bereit sein, Mißtrauen darein zu setzen, was wir thun werden. (Lebhafter Beifall ) Man must die Schuldigen unnachfichtlich bestrafen. (Beifall.) Thier« schiäat vor der Kammer da« Degnadlgung«rccht zu übertragen. Thier« sagt, die Ordnüngssreunde unter der Rat onalgarde hatten Gencralmarsch schlagen lassen, aber die Regicruna faI^,B Auffassungen zu vermeiden. E« sei nicht richtig, dast Ferry zum Seinc-Prafeeten ernannt worben. Thier« lobt fttrrB md fr «u« Kiner 4>inBrbuna bie Funet.oncn de« Präfekten der Seine, we cht Viele abgelehnt haben, übernommen hat bl« zur Herstellung der Ordnuna Di K'gi'tung werde morgen die Entwaffnung der Bevölkeruna von Par « voetmt^.» und dem Gesetze gemäß die Maire« von Pari« -rnennem Nach et „ soÄ n Niederlage toiro die Jnfurreclion st» niemal« wieder erheben könmn.
r, VcrstttllcS, 25. Mai, 8 Uhr Morgen«. Die Aufregung hier ist unbe- ?,‘6U l'rUnfl """ hu' alle Höhepunkte besetzt, um
dSS schreckliche Schauspiel, da« Pari« bietet, zu beobachten. Da« Gemegel in Tart« dauerte die ganze Nacht hindurch. Von den Batterien zu Butte« und Ehaumont warfen die Insurgenten mit Petroleum gefüllte Bomben in die Unglück-
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K« fol8fn Wahlprüsungen, die zu keinen Anständen Veranlassung geben h ®*l.u6 Uhr. Nächste Sitzung morgen 11 Uhr. Tagesordnung: Bericht «roHirau J«m Distriet-einnehm-r üt ®imer.f DrtX Äfi "«-Lflaat' »Hannoverschen
Ä" b» v^mnehmcrei Alz^, Ludwig Theodor Leonhard?zum Dlstriet«- von Eisab-Lo'.h'ringen mit dem 'deutschen Reiche, Rester Lügen
Dritte Lesung des Aoditionakartikcks zu dem Postvertrage mit Amerika, zu welchem Moale (Bremen) sollende Resolution beantragt: den Reichskanzler zu ermächtigen, dar Briefporto für den einfachen srankirten Brief von Dcutschlaao nach den Viremigtkn Staaten von Nordamerika und in entgegengesetzter Richtung überall da auf 2y2 Sgr. (tt Cents) zu normtren, wo die Abmachungen zwischen <vll ben Postanstalten und den Dampferltnien dies ermöglichen. — Generalpostvirector sacht, zu yottm, da Stephan macht die Mitthe'lung, e- sei nunmehr mit den beiden Dampfergesell- oe Vill/ in Flammen. fd)aftrn in Hamburg und Bremen ein Abkommen dahin getroffen, daß das Porto für den einfachen frankirten Brief von Memel bis San Francisco auf allen Linien "ur / Sgr. beträgt. Dieser Vertrag, dem die Zustimmung der amerikanischen Negierung gewiß nicht fehlen wird, tozroe hoffentlich auch den Anstoß zur Beseiti- gung der noch bestehenden Anomalien in den Portosätzen (zwischen Deutschlano unv Schweden beträgt das Porto beispielsweise noch 3 Sgr.) geben — Nach einigen kurzen Bemerkungen Mosle's wird der AdditivnSartlkel sowie die Vorlage fast einstimmig angenommen.


