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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen
Samstag den 20. Mai
Nr. 116
1871
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Wie der „Möt d'Ordre" meldet, hätte.man in der Coferne des Minime-
Jn der Gegend von Aumole wurde eine Anzahl von Mobilen dcr Coted'Or von
weisen, daß das Säbelregiment in Algerien nothwcndig ist.
und Train-Abtheilung in Bessungen bei Darmstadt.
Mit Ausnahme der Stadt
wenn auch durch die Verlegung eines Regiments nach
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Redigirt W
Preis ^terteljöhchz i fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post sezogen viertcllahrig 1 5- 27 kr.
Die „Union fron<?aiCe/z (das Organ des Herrn von Girordin) entnimmr einem vom 7. Mar dat.r-ea Briefe aus Algier folgende Stellen:
Schon am 5. Mai war ganz Kabylien erhoben und wenn cs erst einmal in der Gewalt der Araber ist, so wirken wir 100,000 Mann brauchen, um es . Die kaby ischen Dörfer werden geplündert, in Brand gesteckt
Darmstadt, 14. Mai. Wenn die neue Formation der htsstschcn Truppen nach den preußijcherseits gemachten Vorschlägen erfolgt, was in kompetenten Kreisen als feststehend erachtet wird, so dürste die künftige Frietens-Dislocaticn der Division gutem Vernehmen nach die folgende fun: 1. Jnfantcric-Rcgiment (Mr. 97) in Darmstadl; 2. Jnfantcric-Regiment (Nr. 98) 2 Bataillone in Gießen, 1 Bataillon in Offenbach; 3. Infanttrie-Neo.imert (Nr. 99) in Mainz; Jägerbotaivon !in Worms; 1. Reiter-Regiment 3 Eöcadroncn in Babinhausen, 2 Eecadronen in
Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS.
Expedition: Lanzletberg At. B. Nr. 1.
zogen, ohne den gelingstn Widerstand gesunden zu habin. Der sriitcrcn Besatzung ist es gelungen, durch eine vnterildische Verbindung nut dem gort Montrougc zu entkommen. Es scheint übrigens, als ob die Nationalgarden immcr weniger gewillt sind, b S zum Aeußcrsten für die Sache der Kommune zu kämpfen.
Ganz abgesthen aber von diesen militärischen Niederlagen ruinirt sich die Commune selbst durch ihre innere Zwistigket. Poris muß falltn durch die lln- k'nigkrit der Häupter der Jnsurrcction, welche b i jeder neuen Handlung immer mehr zu Tage tritt. Die Ccnfiseation d-ö Piirateigenthums, die gegen die Religion gerichteten Angriffe, die Umwandlung der Kiich'N in revolutionäre Clubs, die unsinnigen Reden, welcke dort gehalten werden, die willkürlichen Verhastungen gutgesinnter Lürger -- dies sind alles Thatfachen, welche die Mitglieder ter Commune selbst bei ihren Parteigängern verhaßt gemacht haben. Natürlich tauchen
icö flfpgrapbi'k fordern. Tic 8 gr. pro Heft,
Batterie nach Coblenz versetzt und eine preußische Fußbatterie mit unserer Artillerie- abtheilung vereinigt. Das i. hessische Infanterie - Regiment mit der allgemeinen Numnftr 97 wird aus dem seitherigen 1. Infanterie - Regiment und dem 1. Ba- laillon Hes 2. Infanterie-Regiments gebildet uit> erhält Darmstadt als Garnison. Das 2. hessische Infanterie - Regiment Nr. 98 wird aus dem ftitheiigen 3. In- fanteric-Regiment und 'bem 2. Bataillon des 2. Jnfantcric-Regiments forpiirt und in Gießen und Fricoberg garnijoniren. Das 3. hessische Infanterie - Rrgiment Nr. 99 wird aus dem 4. Infanterie - Regiment und dem 2. Iägerbataillvn ge*
lauten Ausdruck gegeben, daß es mit der Entwickelung des deutschen Reiches nach der frribtitlichcn Richtung hm sehr schlecht besteht sei, nürctn dadurch g,wistr- maßen Recht bekommen. Würde dies r so außerordent'ich bescheidene Antrag, der
Brodpreifo vom 20. bis 26. Mai 1871,
nach eigener Erklärung der Kacker:
4 Pfund gemischter Brod 21 fr. 2 Pfund gemischtes Brod Iv'/z kr. 4 Pfund Roggenbrod 18 fr. 2 Pfund Roqaenbrod 9 fr.
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Zllustr.) -
Jr. )oh- THWlls ätztS- (M2W ’b Die ZMm yrtbttfungen und s uitr.) - Zustand L weher fllptntuns ins der Erde. Wo in Trieft. So|p mnnien und Zes i iftralitn ic. ic.
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der Maturi ’ deutschen,einte »er Wildniß un)f( Achen Gartn rrinntrungen au-l
-'nswaije gksuch- tiaiitrfaljrtib wmmtn von urir ~ Dn DaA
BeKeLiingen auf den Siebener Anzeiger ÄÄSa.fSL Ä&"•
vernehmen, liegt noch kein bestimmter Beschluß in Lieser Angelegenheit vor, die selbstverständlich im engsten Zusammenhänge mit der Gestaltung der Verhältnisse in Frankreich steht; iS liegt indessen in der Absicht der Regierung, sobald der Pariser Aufstand gedämpft ist, einen großen Thcil der Truppen zurück zu beordern, und zwar das preußische Gard, coips, eine sächsische Division, ein bayerisch es Corps, die württembergifche Division, die schon, ohnehln behufs ihrer Reorganisation, welche in drei Jahren vollendet sein muß, zurückkehren soll, feiner dcS fünfte Armee- corps und eine Division des fabintcn Armeccorps. Alle übrigen Truppcntheile! ,
bleiben bestimmt in Frankreich, bis die ersten üntcrthulb Milliarden Frai.es ter Butzbach; 2. Reiter-Regiment in Darmstadt; Feldarlillerie, Picnnier-Compagnie Kriegskosten-Entschädigung bezahlt sind, also wen-gsicns bis zum 1. December. und Train-Abtheilung in Bessungen bei Darmstadt. Mit Ausnahme der Stadt
Obwohl der durch den Tagesbefehl Mac Mohon's vom 12. Mai sowie Friedberg, in welcher srühtr ein Iägerbataillon garnisoniite, würden mithin die durch eine Arußerung des Generals Ducrot in der Nationalversammlung als nabe seitherigen Garnisonen, wenn auch durch die Verlegung eines Regiments nach bevorstehend angezeigte große Schlag gegen Paris noch nicht erfolgt ist, so tcutct!Mainz zum Thcil vermindert, bcstehur bleiben. - Rehabilitirungsgeide^ werden, doch Alles jetzt schon darauf hin, daß die Lage der Insurgenten eine immer ter- wie we ter zu vernehmen, auch den heisischrn Ossizieren, welche am Feldzug grgcn zweifeltere wird, daß die Tage der Commune gezählt sind. iFrankr.tch bethciligt waren, in derselbin Höhe wie in Preußen zugcstanden werden,
Die Versailler Truppen sind jetzt nach einer Correspondcnz der „Iud. Beige" und soll ein desfabsiger Erlaß an cic Truppen bevor sehen. (Post.)
im Besitz des Fort Vc-nvres; sie sind in dasselbe im Laufe dis 14. Mai ringe-j Darmstadt, 15. Mai. In der fckon gemeldeten Neuformation der hessischen
*“ t-L - f "■* m r ' Division sind in Folge der durch Oberst v. Linckcr in Berlin geführten Verhandlungen einige Ami erungen cingctreten. Nach einem heut ongclangtcn Telegramm werden 3 Infanterie.Regimenter zu 3 Bataillonen und 1 Iägcrbataillcn sormirt. Die beiden Reiter-Regimenter bleiben bcsichen. Von der Artillerie wird die reitende
19. Mai. Im Folge disscn fast täglich neue Gerüchte von gegrn die Commune gerichteten
t Der WkggerS-Volk'sche Antrag auf Abschaffung der Zeitungs - Cautionen Verschwörungen auf, welche wiederum neue Gewaltmaßregeln Hervorrufen, die und der ConcessionSentzichung für die Preßgeweibe ist nunmehr mit überwiegender nur den Sturz der insurrectionellen Regierung beschleunigen können.
Mehrheit vom Reichstage endgiltig angenommen worden; allein die brennende Frage, Wir sind stets dem Gerücht, daß Herr Thiers trotz der Lasten, welche ibm
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von 11 bis 18Äl Lamttisabm W I t .fkaufsm^ I
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ob dieser Antrag sofort oder doch in der nächsten Zeit praktische Giltigkeit er- die Ordnung der inneren Verbältnisse Frankreichs auferlegt, sich zum Schützer des langen wird, bleibt noch in der Schwebe, und es ist bei ter Wichtigkeit der in heiligen Stuhles aufwerfen wolle, mit einiger Verwunderung begegnet. Wie recht Rede stehenden Angelegenheit erklärlich, daß die Spannung auf die Entschließungen wir hierin hatten, geht aus der Enttäuschung herror. welche beim Papst sowohl des Bundesraths nicht nur bei den Behelligten, sondern in politischen und par- wie beim Cardinal Antonelli in Betreff der von Versailles durch den Grafen lamentarischen Kreisen überhaupt eine ganz außerordentliche ist. Aus gut unter- o'Harcoutt überbrachten Botschaft herrscht. Der Botschafter zeigt sich nach den richteter Quelle erfahren wir, daß im Bundcsrathe große Verschiedenheit der An-^römischen Berichtin der „Pall Mall Gazette" sehr gemäßigt in "seinen Ansichten sichten über die Behandlung dieser Bahn cbwaltrt. Die Vertreter einiger Klein-!und ist Italien persönlich freundlich gesinnt. Die Zusicherungen, welche er von staaten, außerdem arch die Bayerns und Badens, haben nicht das geringste Be-Dhiers überbringt, beschränken sich auf das Verspiechen, Verhandlungen wegen denken gegen die sofortige Fnigebung cer Presse; die preußische Regierung möchte Kiner Conferenz der katholischen Machte anzubahnen in der Absicht, eine dem Papste dagegen die Sache womöglich h nauszichcn, sie behauptet, es dränge damit gar'güustige Erledigung der römischen Frage zu Stande zu bringen. Thiers gesteht .nicht so, es sei nicht das Mindeste zu befürchten in Bezug auf einen Ccnflict, übrigens selbst, daß er wenig Hoffnung auf günstigen Erfolg habe, indem die der sich ovs der Nichldurchführung des Antrags entwickeln könnte, es sei außer- Stimme Frankreichs nicht langer allmächt'g sei.
dem weit practischer, die Angelegenheit im Zusammenbange mit der ganzen Preß- Wie der „Möt d'Ordre" meldet, hatte.man in der Caserne des Minimes gesetzgebung zu behandeln v. f. w. Die „Nordd. Allg. Ztg." kündigt dies heute 47 Gen-d'armen entdeckt, die sich als Nat^onalgard.sten verkleidet und ein Ein- schon in einem offici'ösen Entrcsilet an. Wahrscheinlich lerder ist es, daß die Bundes- ^erständn-ß mit Versailles ur.terhclt-n hätten; in eirnni der großen Modcmogazine regierung vor dem Reichstag die Erklärung abgcben wird, sie nehme das in dem, oa Par s hätte man eine bedeutende Quant.tat von rreiforbigen Armbändern Anträge niedergelegte Princ^p an und werde dasselbe bet dem der nächsten Session und enteren verdächtigen Abzeichen vcrgesur.dcn und des Abends wären im 8. vorzuleg.nden Gesetzeniwurfe über die Presse zur Geltung bringen; möglich ist Arrondissement drei angebliche RädelSsührer der Contrerevolution ergriffen worden.' allerdings avd), daß überhaupt keine Erklärung erfolgt. — Das Eine wie das Allgemein bestehe der Verdacht einer großen Verschwörung und die Posten seien Andere würden wir im Interesse der Regierung, des ReichetageS, sowie der direkt rfrteppelt worden.
detherli^ten Kreise lebhaft bedauern, denn diejenigen, welche immer der Ansicht ' Die „Union ftanyaift" (das Organ des Herrn von Girordin) entnimmr
■’SStSlI Ia«fenen
M.210. 20 n. °°° ä*«,§ S 5cä- W 1 J,njl,dl angele^
llt ^kwmnantheil t in ^SthumHess, tin (Sielen:
ven wie ein Alp aus der deutschen Nation, zumal aus Nerdder tschland, lastenden wietcr zu erobern. Die kaby ischen Dörfer werden geplündert, in Brand gesteckt Prcßdruck wenigstens einigrrmcßln zu mildern geeignet ist, nicht schon j-tzt vcn iund sind der Schauplatz schrccklicht'r Blutbäder. Mehrere Herne Städte im Innern der Regierung ausgesührt, so hätte der Reich-tag >n der gegenwärtigen Session..xistiren nur noch dem Namen nach; die Einwohner mußten sich in die Forts für die Freiheit absolut nichts erreicht. Es ist deshalb dringend nothwendig, daß flüchten, die wir se-t unserer Occupotion errichtet haben. Dra-el-Mizam ist ein* der Reichstag möglichst bald die Regierung darüber interpell'.rt, ob sie sich schon igcschlvsscn und seine Vertheid-gcr haben nur noch auf zehn Tage zu leben. Der dahin schlüssig gkw.acht Hobe, den betreffenden Antrag sofort zur Ausführung zu Aulfland dkhnt sich bis an die Thore von Algier aus. die umliegenden Mairien bringen, und daß, wenn keine genügende oder eine ausweichende Antwort erfolgt, wurden verlassen, denn verwüstet und verbrannt. Das Dorf Palestro wurde in der Reichstag feine ganze Beredtfamkeit in's Feld führt, im die Nachtheile einer Brand g-steckt; die Einwohner, 75 an der Zahl, wurden er: ross.lt oder verbrannt. Scheinvertretung der Regierung wie der Nation klar hinzustellcn. In der Gegend von Aumole wurde eine Anzahl von Mobilen der Cotcd'Or von
Heber die Rückkehr unserer Truppen aus Frarkreich, wann und in welcher den Arabern gefangrn genornmen und starb auf einem öffentlichen Markte den Stärke dieselbe erfolgen wird, sind die vcrschledensten Comb.nationen im Umlaufe; Märtyrertod. Diese Erhebung ist dos Werk der arabischen Bureaux, welche, um nach der einen Lesart soll der Eirzug in Berlin am 3. August, nach der ändern sich nickt das Heft aus den Händen nehmen zu lassen, im Verein mit den arabischen schon Anfangs Juni stattfinden, und stützt sich letztere aus eine in der lrtztkn par-^Häuptlingen die Stämme zur Empörung ausre zten; sie wollen der Regierung be* lamentarischen Soiree hingeworfene Aeußerung des Fürsten Bismarck. W>e wir weisen, daß das Säbelregiment in Algerien nothwendia ist.


