letzte Nackt ruhig. Die Besserung der Krankheitserscheinungen dauert fort. Vor 5 Uhr AbeudS wird kein neues Bulletin ausgegeben.
7) Jedem der Feldschützcn wurde auf Nach uchen eine Zulage von 33 fl. bewilligt.
8) Die Anschaffung von 4 Subsellien für die städtischen Schulen für den Preis von 40 ff. wurde genehmigt. , ,
9) Mit dem Vorschläge Großh. Oberförsterei Gießen, den Feldschütz Phiüpp Weller in Wieseck auch auf den Forstschutz verpflichten zu lassen, erklärt sich der Gemeinderath einver-
Der deutsche Hilfsverein von Chicago.
standen.
II. Vom 7. December 1871.
Bßrsennachrichten.
16 December 1871.
795/.
Oberhessen
Anlehensloo««.
iKurh. 40 Thlr. Loose 68 V2
yOeat- Creditaot. 319^4
Der An- und Verkauf von Staatspapieren, Actien, Loosen, Prioritätsobligationen, Cou-
1882r 967/s 1885r 98% 1887r 993/8
t z e n.
e Sitzungen: 1871.
Prioritäten.
3°/q öster. Stsb.-Prior. 58Vs
3% öat. a. Lombard 79
3% Livorneser 37Vs
5% Toscaner 57 Vs
5% Elisabeth.-Prior. 81 %
do. DL. Emiss. 79%
Anwesend waren: Der Großh. Beigeordnete Felsing, die Gemeinderathsmitglieder Berg, Bücking, Gail, Haustein, Korber, Löber, Nagel, Ricker, Rosenberg, Silbereisen, Wallenfels und Wenzel.
1) Der mit der Bergwerks-Gesellschaft „Eleonore" abgeschlossene Vertrag für Benutzung der städtischen Waage am Neuftädter Thor erhielt die Zustimmung des Gemetnderaths.
2) Zur Revision der VerficherungSkapitalien im Brandkataster von Gießen wurde eine Commission, bestehend aus dem Großh. Bürgermeister Vogt und den Großh. Beigeordneten Bücking und Felsing erwählt. ,
3) Der Kaufvertrag mit Balthasar Weber über abgetretenes Gelände an der Gruuberger Straße als Bauplatz wurde unterschrieben.
4) Der Voranschlag über Einnahme und Ausgabe der hiesigen Realschule für 1872 wurde zur Prüfung an den Finanzausschuß verwiesen. ■
5) Dem Vorstande der Kleinkinderschule wurde gestattet, auch dieses Jahr den Turnsaal für die Ehristbescheerung zu benutzen.
6) Ein Gesuch der Balser-Stiftung, um die Erlaubniß zur Anlage einer Rohrenleltung nach der Wilhelms-Straße wurde dem Bauausschuß zur Aeußerung übergeben.
7) Auf Antrag des Gemeinderaths Hanstein wurde beschlossen, dahin Verwendung eintreten zu lassen, daß bei definitiver Besetzung der Lehrerstelle an der höheren Mädchenschule der jetzige Vicar Herr Freiensehner bestätigt werden möge.
8) Die Vergütung des Kirchenhe.zers Philipp Laudon wurde für das Jahr 1872 auf 75 fl. erhöht.
Actien.
Frankf. Bank 138
Frankf. Vereins-Kasse 121
Darmst. Bankaot. 455
Wien Bankaotien 805
Galizien 2553/d
Actien.
5% östr. F. St. E. B. 391%
Lombard. Bahn 200%
Ludwigsh.-Bexbach 196%
Maxbahn 143
Bayer. Ostbahn 1443/4
Rhein-Nahebahn-Act. 39 Vr
Hess. Ludwigsb.-Act. 182
Loeirl-Not
Beschluss des Gemeinderaths aus den
Geldsorten.
fl. kr. Pr.Friedrdor 9 57i/2—58V® Pistolen . . 9 40—42
„ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 17Vs—18 Vs Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 41—43 Dollar in Gold 2 24%—25 Va
Frankfurt a. M., 16. December. Börsenbericht. Bei ziemlich trägem Geschäft waren die Course heute bei Beginn der Börse fest, ermatteten etwas, da von Wien wieder Morgeunotirungcn eintrafen, wobei daS in der letzten Zeit sich so oft wiederholende Wort „Geld, noth" gemeldet war. ,
ES machte einen eigenthümlichen Eindruck, daß die Nationalbank in Wien gestern rhren DiSconto herabsetzte und bereits heute schon wieder über Geldknappheit man von dorten klagt; eS scheint fast, als wenn diese so häufig wiederkehrende Geldknappheit am Wiener Markt ihren Ursprung größtentheils künstlichen Manipulationen zu verdanken habe.
Gegen Schluß des Geschäfts hin wurden günstige Berliner Notirungen bekannt, worauf ziemliche Kauflust entstand und schließt das heutige Geschäft für Credit 319‘/2, Staatsbahn 392, Lombard 201 Ve- _______________________
Nassau 25 fl. 44
40/g bayr. Präm.-Anl. 112Vs Ansbacher 7 fl. 12Vs 40/0 badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 69
3% Oldenburg, ä 40Thlr. 365/8 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Trioritätsloose 190 1860r Loose 86Vr 1864r „ 139
Braunschweiger 19 Vs Stadt Florenz 82
Spanier, neuest. 3% 313/4
PreusB. 4Vr0/9 Oblig. 1003/4 Frankf. 3V2% Obi. 87% Nass. 41/3 o/o Obi. 99 Kurhess. 4<V0 „ 92% Gr. Hess. 5% Obi. 103 V4 „ , 40/0 " 96
, „ 31/8% , 921/4
Bayer. 5% r IOOV2 K 41/2% 1jährige 99% „ 40/g 1jährige 94%
Würtemb. Vz% Obi. 99% Baden 41/2% Obi. c. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 581/4 „ Papierrente 49%
Amerik. Bonds 1881 r 1011/4
Die bis jetzt bei dem deutschen Hilssverem eingelaufencn U-tt-rsiützungsgekb-r baden die Summe von 10,000 Dollars kaum überschritten, und es richtet der , Hilfsverein deshalb nochmals an alle Deutschen die dringende Bitte, mit ihren ' Unterstützungen nicht auszuhücen, sondern daran zu denken dabeinlanger und unter den jetzigen Umstanden harter Winter den Zehnt-us-ndcn von Deutschen ent- aegenstarrt, welche Alle« verloren haben. Der deutsche Httfsverktn braucht viel Geld und er hat sich durch die treue und umsichtige Verwaltung der ihm b'S jetzt anvertrauten Mittel, durch die Beachtung der deutschen Interessen, welche er bei den amerikanischen Unt-rstützungS-owiteS erzwungen hat, da« Anrecht erworben, auch fernerhin als der Verwalter der deutschen Unl-rstutzungsgel°-r betrawteü zu werden. An seiner Spitze st-h-n Männer, deren Namen tSeüswett über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt sind, uns die sich theils in bescheidenem Wir ungskreise als de« öffentlichen Vertrauens würdig bewiesen haben. Sie bilden gewiffermatzen di- Arrieregardc der großen Arme- der Hilsel-istend-n. Geduldig und liebivoll prüfen und helfen sie da, wo.die Hand nicht hinreicht, welche zehntausend täglich abmfertigen hat. Und die Hauptthätigkeit b-S deutschen HtlfSeomtt-'s erstreckt sich daher auf schnell- und wenigstens für den ersten Augenblick ausreichende Hilfe- leistunq. Bei der großen Zahl der der Landessprache Unkundigen oder mit den Verhältnissen Unhekaunten ist ein gutes deutsches Httfsiomite eine Nothwendigkeit, ohne die viele Familien sich kau« wieder erholen konnten.
ES soll und kann der Chicago Reli-s und Aid Socieih die Absicht und der gute Wille nicht abgesprochen werden, Vortreffliches zu leisten; aber die ihren An° gestellten als Weisung übergebenen Circulare und die täglich immer scharfer wer- denden Justruetivnen beweisen, daß die V-rwaltungSamschineric eine der großen Calamität gegenüber »i-l zu kleinlich angelegte ist. WaS zu>Zett des grofsie» Wohlstandes d-r Stadt ausreichte, geht jetzt nicht me§r, und die Relief und Aw Society macht Uber beim besten Willen, sie zu vermeiden, doch Fehler, von deren Tragweite sie sich kaum eine Vorstellung machen kann. Während es daher durchaus nicht die Absicht sein kann, das Verdienst der Relief und A.d soctet- zu schmälern, muß aus der andern Seite die dringende Nothwendigkeit der deutschen Unterstützungsgesellschaft hervorgehoben werden. Die Deutschen im Lande, denen daran gelegen ist, daß die von ihnen gesammelten und noch zu sammelnden B l- träae schnell und wirklich helfen, werden daher gut thun, alle Liebesgaben an das deutsche Hilfscomite zu schicken, und sie können das mit dem Bewußtsein thun, dieselben guten Händen anoertraut zu haben. Und noch eins: Mögen sie beherzt" •» m .»I*.« •*. « -
• --....... »*..... ....... „ wurde gut geheißen. .«umi~
I. Vom 30. November
Anwesend wann. Der Genßh. Bürg.rmelst.r Vogt, di- G«m.ind--°thSmitgli-d-r Berg, SAnrFinfl folffna Gail Hanffein, Heß, Körber, Löber, Nagel, Silbereisen und Wenzel.
) DemStadtrentmeister Enders wurde für Verrechnung der Kriegskosten vom Jahr 1866 eine Ertravergütung von 200 ff. bewilligt. , ,
2) Ein mit Ludwig Stohr abgeschlossener Vertrag über an denselben abgetretenen städtischen Grund und Boden neben seinem Hause erhielt die Zustimmung deS Gememderaths.
3) Die Eingabe des Dr. med. Bruel, die Mißstände des Canals vor seinem Hause in den Neuenbäuen belr., wurde an den Bauausschuß verwiesen. ,
4) Auf Nachsuchen wurde mit Zustimmung deS Dirigenten des Schulvorstandes dem hiesigen Regiments Commando gestattet, zu dem theoretischen Unterricht für Unteroffiziere zwei Säle tm Schulhause in der Neustadt bis Neujahr zu benutzen, wenn die Kosten für Heizung, Beleuchtung und Reinigung vom Regiment übernommen werden.
5) Auf ein Gesuch des Ausschusses der Fortbildungsschule wurde beschlossen, die beiden Lehrsäle im Schulhause in der Schulstraße mit Gasbeleuchtung einrichten zu lassen.
WecliMel.
Amsterdam
k. S.
98%
Augsburg
k.
S.
99%
Berlin
k.
S.
105
Bremen
k.
S.
96
Brüssel
k.
8.
92%
Hamburg
k.
8.
87%
Leipzig
k.
8.
104%
London
k.
8.
H7%
Lyon
k.
8.
91%
Paris
k.
8.
91%
Wien
k.
8.
99%
ditto
m.
S.
—
ditto
1.
S.
—
Disconto
4%
Besondere Bekanntmachungen.
Bekanntm a ch u n g.
5426) Die in Friedenszeitcn vorkommende Einquartierung von Mannschaften der hiesigen Garnison haben schon mehrfach Anlaß zu Klagen gegeben, weil sic für die Einwohner durch das öftere Wiederholen sehr lästig erscheint.
Um diese Belästigung für die Quartiergebcr vorerst zu beseitigen, hat der Gemeinderath beschlossen, zu versuchen, ob sich nicht wie früher Leute finden, welche die Einquartierung freiwillig gegen Vergütung aus der Stadtkasse aufnehmen wollen.
Alle hiesigen Einwohner, welche unter diesen Verhältnissen Mannschaften aufnehmen können, wollen dies unter Angabe der Zahl und des Preises bei uns anmcldcn.
Gießen, den 16. December 1871.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.___________
werden und werden alle nicht erscheinenden
Gläubiger, welche durch einen gehörig legi- Itimirten Bevollmächtigten nicht vertreten
noffpnhtffco Miiffftrhpritrm Ianberaumt und alle Gläubiger der Konrad
r^effenmcye ^Ufforoerung. Eheleute zu diesem Termine unter
5190) Nachdem Großherzogliches Hofge- dem Rechtsnachtheile des stillschweigend einricht der Provinz Oberhessen über das Ver-' tretenden Ausschlusses von der Masse gela- mögen der Konrad Zimmcr's Eheleute den. In diesem Termin soll über Liquidität von Lang-Göns den formellen Concurs und Priorität der Forderungen, Bestellung erkannt hat, wird Termin zur Anmeldung eines Gläubigerausschusses und Massecura- von Forderungen und Ansprüchen aller Art, tors, sowie Versilberung der Masse ver- sowte Geltendmachung und Begründung handelt, auch nochmals die Güte versucht von Vorzugsrechten auf —k """
Montag den 12. Februar 1872,
Vormittags 9 Uhr,
sind, den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger, auch bezüglich eines zu Stande kommenden Arrangements beitretend erachtet.
Gießen, den 29. November 1871.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Scriba.
Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.
5049) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:
1) Dienstag den 19. December,
2) Mittwoch „ 20. „
3) Donnerstag „ 21. „
4) Samstag „ 23. „
5) Mittwoch „ 27. „
6) Donnerstag „ 28. „
7) Samstag „ 30. „
Die Interessenten werden daher aufge fordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich legitimtren.
Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die ans Dienstag, Mittwoch und Samstag fallenden Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind.
Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 26. November 1871.
Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr.
B erfkeigerrmgen.
Bekanntmachung.
Lieferungen in das Bezirksgefängniß dahier betr.
5435) Der auf Donnerstag den 21. December I. I. Vormittags 10 Uhr anberaumte Termin wird wegen eingetretener Verhinderung auf
Nachmittags 3 Uhr verlegt.
Gießen, den 18. December 1871.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl.
Versteigerungen bei der Stadt Gießen.
5420) Die Versteigerung der nachstehenden Arbeiten und Lieferungen pro 1872 soll an nachstehenden Tagen in der angegebenen Reihenfolge auf dem Nathhaus abgehalten werden:
Donnerstag den 21. December 1871, von Vormittags 9 Uhr an:
der Taglohn,
der Fuhrlohn,
das Anfahren des Holzes,
das Kleinmachen des Holzes,
das Aufräumen des Stadtringgrabens, das Reinigen der Oefen in dem Rath
baus, auf dem Thurme und in den städtischen Schulen,
das Auf- und Abschlagen des Geländers am Badeplatz in der Lahn, '
die Aufräumung der Fluthgräben,


