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Üfreil L^cteljährix 1 fl. 12 ft. mit Brwgerlohn. Durch die Post bezogen virrteljährig i fl. 27 k.

Gießttttr

Erscheint täglich, mit AuS nähme MontagS.

Expedition: Lanzleiberg Sit B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen.

Nr. 1O1. Samstag dm 19, 9lupft " " tg;,

Beste-Hmgen auf »en Gießener A»jeiger

e»»w I*. d-nf-Ibm für dl- M«m>- SlUBU(l mb S-vl-mb-,

zu 40 fr. v

1 in Stettin.

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^e um. unbfwtglid» I nit-rafiiene billige, je* ;*ia und bin zur A!

Wart, Hulmachw i

im ich m staubt-,

Brodprcife vom 19. bis 23. August 1871/

nach eigener Erklärung der Bäcker

4 Pfusd gemischte« Brod 21 kr. 2 Pfund gemischte- Brod 10-/, fr. 4 Pfund Roggenbrod 18 kr. 2 Pfund Roggenbrod 9 fr.

Ä mtlicher T h e i l.

zur Kenntntß der Letheiligten, daß

des

des

für diejenigen Angehörigen für diejenigen Angehörigen

für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jabre 183^ geboren, sowie für die Auaebörio-n « s

S^at-s, welche nach §. 20 der Militär. Ersah. Instruction im Großherzogthun, gestellungspflichtig sind anvere«

Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens um 8 Uhr in dem Local» derPolytechnischen Schule" dabier Darmstadl, d-,r «ugust 187L Sraßh-rjagll.- Muf.ma-.Cmnmll'l» f-r 7«°^ F^wrstl -

, Pabst. Strecker.

Bekanntmachun g.

k M't Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 5. Juli d. I. bringen wir hiermit weiter die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden:

den 3. September d. I. und folgende Tage

Großherzoglhums, welche im Jahre 1852 geboren sind;

Freitag den 8. September d. I. und folgende Tage

Großherzogchumö, welche im Jahre 1833 geboren sind;

Dienstag den 12. September d. I. und folgende Tage

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18. August.

Regierungsblätter begründen diese sonderbare Situation durch den Hinweis

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an

t Die Agitation der Deutsch-Oesterreicher für Wahrung ihrer bisherigen @ ^rch den Hinweis

Stellung tn der bsterreichisch-ungarischen Monarchie ist in vollem Gange, seitdem nur des Augenblicks harren wo tie tsLanf^^^franioflföen Probucte, die faiferhetcn Potente inr $Dnh1trntinn nh 11 n ugenolicrv yarren, wo vle Schranke c

die kaiserlichen Patente zur Publication gelangt sind, welche der Ungewißheit der Auflösung und Einberufung der österreichischen Landtage ein Ende gemacht haben. Die Bedeutung der Hohenwart'schen Action ist jedem Deutsch-Oesterreicher klar geworden. In dem Augenblick, in welchem der österreichische den deutschen Kaiser umarmt, wird den Deutschen Oesterreichs mit Zerschmetterung gedroht und von den osficiösen Blättern werden die kaiserlichen Patente für einen gegen die Jschler bntrevue ausgespielten Trumph auSgegeben. Der Jubel der Feudalen und Ultra- montanen ist grenzenlos. Im Heerlager der Reaktion herrscht die vollste Sieges- gewißheit, und dennoch kann cs für den unbefangenen Politiker kaum einem Zweifel 1 unterworfen fein, daß von allen österreichischen Staatsmännern keiner sich so große Verdienste um das Deutschthum erworben hat, als Gras Hohenwart. Denn dieser hat die Deutsch Oesterreicher, die den Kitt bildeten, der Vas bunte österreichische Völkergemcnge als festen in sich geeinigten Staat zusammenhielt, in die nationale Opposition getrieben und sie gezwungen, sich auf sich selbst zurückzuziehen und die Jolle zu spielen, welche die Czechen bisher gespielt haben. Sieben MtU.onen deutsche sind jetzt zum Kampfe an die Wahlurne getrieben; wenn sic siegen, so rird der Sturz des Ministeriums Hohenwart die unmittelbare Folge fein, wenn «t aber unt-rliegen, so ist der Zusammensturz des Reiches nur noch eine Frage ktr Zeit; denn von dem Moment an, wo die Deutsch-Oesterreicher aus ihrer bis« ftrigkn Stellung getrieben werden, müssen und werden sie Alles aufbieten, um den «aschluß an das deutsche Reich burchzusetzen. Unter jeder Bedingung also segeln »ufere Landsleute in Eisleithanien mit günstigem Winde.

t Die religiöse Bewegung in Bayern, von der man seiner Zeit so viel «AhebenS gemacht, hat schon jetzt bedeutend nachgelassen und wird wahrscheinlich Smz im Sande verlausen. Es wird deshalb auch zu keiner Kammerauflösung in ^yern kommen und die Politik der bayerischen Regierung in dem bisherigen 'vklrise schonend nach allen Seiten hin sich so tbewegen. Auch in Bezug M die bayerische Heeresorganisativn wird es beim Alten bleiben. Bayern wird dcher seiner Armee fortlaufende deutsche Nummern geben, noch wird es die Jäger- Bataillone tn Füsilierregiwenter auflösen. Ebenso werden die Gesandtschaften an *tn Hemden Höfen belassen werden und im U brigen keine bemerkenswerthcn Ber- mcrungen in den öffentlichen Zuständen eintreten.

3n allen Blättern wird jetzt gegen das Decret protestirt, welches die Grenze J't Zollvereins auf die gegenwärtige Grenze des deutschen Gebiets in Elsaß- mbringen ausdehnt, dabei aber die Abgaben des Zollvereins an den Ufern des bestehen läßt. Die französischen Producte sollen bei ihrem Eingang ms Maß bezahlen und die Producte der elsäfsischcn Industrie bei ihrem Eingang in Neblet de- Zollvereins. Das neue Reichsland ist demnach in einen doppelten Agrhenkranz eingeengt und muß befürchten, daß seine Industrie dahinsiecht. Die

_____pt? f / ------am Rhein fällt, UM Elfaü 1U über-

schwemmen, zum Nachihcil für die gleichen Producte au« dem Zollverein? Glück. Iicherwiise ist die gegenwärtige Situation nur provisorisch; fit wird von selb» r 6le, "rvoisorische Verwaltung de« Reich-lanve« der Verfassung de«

rutschen Reich« Platz macht. Die clsäffer Industriellen machen fortwährend Sin- strengungen, um eine Verlängerung de« zum 1. September ablaufenden Termin« Iain/"«'"' b8 welchem die elsässischen Producte nach einem Decret der Vcr- ft,Dtn- 816 W "'b-n indeß diese Bemühungen

®trfaiC,r Mittheilung derIndcpendance Helge" wird Pouper. 2 " ' Pusteln zum Fürsten Bismarck abrcisen, um die Schwierigkeiten weghn der Räumung Frankreichs zu regeln. °

Au« Oesterreich häufen sich die Nachrichten über große Bewegungen innerhalb Hm/r "crfassungstreuen Partei. U-b-rall finden stark besuchte Ver-

sammlungen statt, und die herrschende Stimmung scheint diejenige eine« entschlos- Durchkämpfens zu sein. In Olmütz findet so eben rin ; ®dd) '». ähnlicher Wrise wie da« Turnerfest zu Brünn de» ii.c. ^ü 6r eCan/en ber wahrifchcn Stadt zum Ausdrucke bringt und den Beweis liefert, driß auch diese zweite Stabt Mähren« eine deutsche ist.

T Die Gewehrfrage, Da« heißt die Frage, welche« Gewehr für die deutsche JEI' "fordert jetzt bekanntlich di- ganze Aufmerksamkeit unserer le, en en Militärbehörde und sie ist keinc-weg« eine einfache, sondern höchst com- p icir und durch mancherlei Nebenumsiände wohl geeignet, Bedenken und Schwieria- (!! ^nn r?nnU^n',. das ungeheure eroberte Material von un-

gesahr 600,000 Stück Ehassepotgewehren, welche wir aus politischen und anderen ^runden nicht verkaufen, auch bei ihrer zweifellosen Brauchbarkeit nicht gerade zerstören können, sondern, wenn irgend möglich, zum eigenen Gebrauche beraniteben muffen, zumal noch gar nicht die Aussicht vorhanden ist, durch eigene Modelle auerneuefter Eonstruction vom höchsten technischen Standpunkt in der nächsten 3eü ausgerüstet zu werden In militärischen Kreisen Bayerns findet man den Schlüssel zur ganzen technischen Lage zunächst tn der Mctallpatrone de- WerderaewebreS durch welches allein angeblich ermöglicht wird, ohne bedauerliche Munitionsvcr^ Wirrung über da« Provisorium hp.au« zu kommen. In Preußen finden Versuche uber die Umänderung der ühassepotgewchre noch statt und auch in Bapern bat man bereit« zwei Projccte studirt, au« denen jetzt ein definitiv,« Transformation« musier zu tilant: zu kommen scheint. Natürlich hegt man in Bapern den "vunfth diese« Muster nur dann al« ein definitive« zu betrachten, wenn der Anschluß de« übrigen Deutschlands daran gesichert ist. Bei den bahcrischen Versuchen zu der "°5 Clni"e bemerfenswer.he Resultate ergeben; e« schont nämlich außer Zweifel, daß da« Zurückzleh.u de« Nadelschlößchen« be-